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Ich kaufe oder baue eine Immobilie

Immobilienkauf: Schritt für Schritt ins eigene Zuhause

Die erste eigene Wohnung, das Haus für die Familie oder eine vermietete Eigentumswohnung als Kapitalanlage: Der Kauf einer Immobilie ist für Sie wahrscheinlich die größte Anschaffung Ihres Lebens. Damit dabei nichts schiefgeht, hilft ein klarer Plan. Vom ersten Kassensturz über die Besichtigung bis zum Termin beim Notar müssen Sie viele Schritte bedenken. Danach wählen Sie den passenden Schutz für Ihr neues Zuhause. Dieser Artikel begleitet Sie durch den gesamten Immobilienkauf.

Versicherungen für Ihren Immobilienkauf

Familie sitzt vor der Haustür Ihres Hauses

Sicherheit für Ihr Wohneigentum

Die R+V-Wohngebäudeversicherung schützt Ihr Haus vor Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel und weitere Risiken. Unverzichtbar, damit Ihr Zuhause und Ihre Investition langfristig abgesichert sind.

Zur Wohngebäudeversicherung
Mutter und Tochter springen gemeinsam im Wohnzimmer.
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Schutz für alles, was in Ihrem Zuhause wichtig ist

Ob Einbruchdiebstahl oder ein Schaden durch Feuer, Leitungswasser oder Sturm: Die R+V-Hausratversicherung schützt den gesamten beweglichen Besitz in Ihrem Zuhause – von Elektronik über Möbel bis hin zu Kleidung.

Zur Hausratversicherung
Vater hört Music auf dem Tablet und Kind tobt auf dem Sofa und spielt Kissenschlacht.
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Basisabsicherung für Ihren Alltag

Auch Eigentümer haften für Missgeschicke, die anderen Schaden zufügen. Die R+V-Privathaftpflicht schützt vor hohen Ersatzforderungen.

Zur Privathaftpflicht­
Familie sitzt vor Hauseingang, Vater trägt Tochter auf Schultern, Mutter daneben, modernes Einfamilienhaus im Hintergrund

Schutz bei Streitigkeiten rund um Ihre Immobilie

Ob Ärger mit den Mietern, Nachbarn oder Behörden: Die R+V-Immobilien-Rechtsschutzversicherung schützt Sie bei rechtlichen Konflikten rund um Haus, Wohnung und Grundstück (gilt nicht für rechtliche Auseinandersetzungen rund um den Kauf).

Zum Immobilien-Rechtsschutz
Vater und Sohn backen zusammen in der Küche, Kind sitzt auf Schultern des Mannes, beide lächeln glücklich.

Die Finanzierung absichern

Ein Immobilienkredit läuft oft über Jahrzehnte. Wer ihn aufnimmt, kann sich zusätzlich mit einer R+V-Risikolebensversicherung auf das eigene Leben absichern. Stirbt die versicherte Person, zahlt die R+V die vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen. So können Ihre Angehörigen das Haus halten.

Zur Risikolebensversicherung
Person zeichnet Hausumriss auf Fenster mit grünem Garten im Hintergrund

Ihre Finanzierung mit langer Zinssicherheit

Mit dem R+V-Vorsorgedarlehen FIX & FLEX sichern Sie sich den Zinssatz für bis zu 30 Jahre und bleiben bei der Tilgung flexibel. Auf Wunsch sichert Sie Ihr Darlehen zusätzlich bei Arbeitslosigkeit und im Todesfall ab.

Zur Baufinanzierung / Darlehen

Absicherung rund um den Hausbau

Schutz, wenn Sie Ihre Immobilie vermieten

Weitere Absicherungen rund um Ihr Zuhause

Wir beraten Sie gerne:

Auf einen Blick

Das Wichtigste zum Thema Immobilienkauf

  • Gut vorbereitet starten

    Klären Sie zuerst Ihr Budget und sprechen Sie mit mehreren Banken und Online-Anbietern über Ihre Finanzierung. Eine unverbindliche Finanzierungsbestätigung zeigt Ihnen, welcher Kaufpreis realistisch ist. So treten Sie beim Verkäufer von Anfang an bestens vorbereitet auf.

  • Die Kaufnebenkosten von Anfang an einplanen

    Neben dem Kaufpreis fallen für eine neue Immobilie Kaufnebenkosten an: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und oft eine Maklerprovision. Je nach Bundesland und Makler summieren sich diese auf 5 bis 12,5 % des Kaufpreises.

  • Beim Notar wird der Kauf verbindlich

    Nach § 311b BGB müssen Sie einen Immobilienkauf notariell beurkunden lassen. Erst mit Ihrer Unterschrift beim Notar wird der Kauf rechtlich bindend. Danach können Sie nur in Ausnahmen vom Vertrag zurücktreten. 

In 8 Schritten: Wie ist der Ablauf beim Immobilienkauf?

Vom Entschluss, eine Immobilie zu kaufen, bis zum Einzug vergehen meist mehrere Monate. Wenn Sie den Ablauf beim Immobilienkauf genau kennen, verlieren Sie keine Zeit und behalten den Überblick. So läuft ein Immobilienkauf typischerweise ab: 
 

  1. Budget und Finanzierungsrahmen klären: Ermitteln Sie mit einem Kassensturz, welche monatliche Rate Sie dauerhaft tragen können. Im Idealfall liegt die Rate bei maximal 35 bis 40 % Ihres Nettoeinkommens. 

  2. Immobilie suchen: Definieren Sie Ihre Wünsche zu Lage, Größe sowie Zustand und beginnen Sie mit der Suche.  

  3. Besichtigen und Unterlagen prüfen: Prüfen Sie die Immobilie gründlich und lassen Sie sich die wichtigen Unterlagen zeigen: den Energieausweis, die Baupläne und Nachweise über bisherige Modernisierungen. Bei Gebäuden aus der Zeit vor dem 31. Oktober 1993 fragen Sie zusätzlich nach einem Schadstoffgutachten. Erst seit diesem Datum gilt in Deutschland ein Herstellungs- und Verwendungsverbot für Asbest.

  4. Finanzierungszusage einholen: Ihre Bank prüft Ihre Bonität und schätzt den Wert der Immobilie ein. Dafür reichen Sie die Objektunterlagen ein, etwa Grundbuchauszug, Exposé und Wohnflächenberechnung. Beides zusammen entscheidet, wie hoch Ihr Kredit ausfällt. Anschließend bestätigt die Bank die Finanzierung schriftlich, was Ihre Position in der Preisverhandlung stärkt. 

  5. Kaufpreis verhandeln: Über den Kaufpreis und den Übergabetermin verständigen Sie sich mit dem Verkäufer. Mündliche Reservierungen sind unverbindlich – bindend wird der Kauf erst beim Notar. 

  6. Notartermin und Beurkundung: Der Notar liest den Kaufvertrag vor, erläutert ihn und beurkundet ihn. Erst damit wird der Kauf verbindlich. 

  7. Auflassungsvormerkung und Kaufpreiszahlung: Der Notar lässt eine Auflassungsvormerkung ins Grundbuch eintragen. Dieser Eintrag reserviert die Immobilie für Sie, sodass der Verkäufer sie nicht an jemand anderen verkaufen kann. Erst wenn der Notar Sie dazu auffordert, überweisen Sie den Kaufpreis.

  8. Grundbucheintrag und Übergabe: Nach Ihrer Kaufpreiszahlung erhalten Sie die Schlüssel und übernehmen die Immobilie. Das Grundbuchamt trägt Sie als neue Eigentümer ein, sobald Sie die Grunderwerbsteuer gezahlt haben und die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts vorliegt.

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Was müssen Sie bei den Kaufnebenkosten bei Immobilien beachten?

Neben dem Kaufpreis sollten Sie die Kaufnebenkosten fest einplanen. Sie liegen je nach Bundesland und Makler bei rund 5 bis 12,5 % des Kaufpreises. Unter anderem entstehen diese Nebenkosten beim Hauskauf:

Bundesland  Steuersatz 2026 
Bayern  3,5 % 
Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen  5,0 % 
Bremen, Hamburg, Sachsen  5,5 % 
Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern  6,0 % 
Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein  6,5 % 

 

Die Gebühren für das Grundbuchamt und die Notarkosten sind beim Hauskauf durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt. Sie liegen zusammen bei rund 1 bis 1,5 % des Kaufpreises. Davon entfallen etwa 1 % auf den Notar und 0,5 % auf das Grundbuchamt. 

 

Seit Ende 2020 gilt beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses das Prinzip der geteilten Kosten: Käufer und Verkäufer tragen die Maklergebühr zu gleichen Teilen (§§ 656c, 656d BGB). Je nach Region liegt die Gesamtprovision meist bei bis zu 7,14 % des Kaufpreises. Ihr Anteil beträgt somit höchstens 3,57 %. 

 

Ein Rechenbeispiel für den Kauf einer Immobilie für 400.000 EUR macht die Größenordnung deutlich:

Kauf einer Immobilie in Bayern ohne Makler

Kaufpreis  400.000 EUR 
Grunderwerbsteuer 3,5 % in Bayern 14.000 EUR 
Notarkosten (1 %) und Grundbucheintrag (0,5 %)  6.000 EUR 
Maklerprovision 0 EUR 
Gesamtkosten  420.000 EUR 

 

Kauf einer Immobilie im Saarland mit Makler

Kaufpreis  400.000 EUR 
Grunderwerbsteuer 6,5 % im Saarland  26.000 EUR 
Notarkosten (1 %) und Grundbucheintrag (0,5 %)  6.000 EUR 
Maklerprovision 3,57 %  14.280 EUR 
Gesamtkosten  446.280 EUR 

 

Ausführliche Informationen und einen Nebenkostenrechner für den Kauf von Haus und Wohnung finden Sie in unserem Ratgeberartikel:

Nebenkosten beim Immobilienkauf berechnen

Welche Finanzierung und wie viel Eigenkapital brauchen Sie beim Hauskauf?

Junges Paar plant den Hauskauf.

Je mehr Eigenkapital Sie mitbringen, desto günstiger wird Ihre Finanzierung. Als Faustregel gilt hierbei:

  • Zahlen Sie die Kaufnebenkosten (wie Notar und Grunderwerbsteuer) komplett aus eigener Tasche.
  • Bringen Sie zusätzlich 10 bis 20 % des Kaufpreises ein. 
  • Insgesamt kommen Sie so auf eine Eigenkapitalquote von etwa 20 bis 30 %. 

Holen Sie sich die Finanzierungszusage Ihrer Bank ein, bevor Sie ernsthaft auf die Suche gehen. So erfahren Sie, welche Immobilien Sie sich überhaupt leisten können. Dafür braucht die Bank unter anderem Ihre Einkommensnachweise und eine Selbstauskunft zu Ihren Einnahmen und Ausgaben. Die Unterlagen zur Immobilie kommen hinzu, sobald Sie ein konkretes Objekt gefunden haben – erst dann erteilt die Bank die verbindliche Finanzierungszusage.

Das Herzstück Ihrer Planung ist meist das sogenannte Annuitätendarlehen. Das Prinzip ist einfach: Über die gesamte Laufzeit zahlen Sie eine gleichbleibende monatliche Rate aus Zins und Tilgung. Da die Bank den Zinssatz über die vereinbarte Zinsbindung (oft 10 oder 15 Jahre) festschreibt, gewinnen Sie Planungssicherheit. Vergleichen Sie hierzu unbedingt mehrere Angebote, denn schon kleine Zinsunterschiede verändern Ihre Finanzierungskosten über die Jahre deutlich.

Checkliste für die Hausbesichtigung: Worauf sollten Sie achten?

  • Die Bausubstanz unter die Lupe nehmen 
    - Riecht es im Keller muffig oder gibt es dunkle Flecken an den Wänden (Schimmelgefahr)? 
    - In welchem Zustand sind Fassade, Dach und Dachstuhl? Gibt es sichtbare Risse? 
    - Gibt es Hinweise auf Asbest oder andere Schadstoffe? 
    - Liegt ein Schadstoffgutachten vor, gerade wenn eine Bad- oder Dachsanierung geplant ist? 

  • Haustechnik und energetischen Zustand prüfen 
    - Wie alt ist die Heizungsanlage? 
    - Womit wird geheizt? Gas, Öl, Fernwärme, Wärmepumpe oder Pellets? 
    - Auf welchem Stand sind Elektrik und Fenster? Einfach- oder Mehrfachverglasung? 
    - Wie gut sind Dach, Fassade und Kellerdecke gedämmt? 
    - Lassen Sie sich den Energieausweis zeigen. Verkäufer müssen ihn nach § 80 Gebäude­energiegesetz (GEG) spätestens bei der Besichtigung vorlegen. 

  • Grundriss und Wohnfläche abgleichen 
    - Passt die Raumaufteilung zu Ihren aktuellen und zukünftigen Lebensplänen? 
    - Wirkt die angegebene Wohnfläche realistisch oder weicht sie gefühlt ab? Prüfen Sie die Angaben aus dem Exposé anhand der Regeln zur Wohn­flächenberechnung nach. 

  • Lage und Umgebung zu verschiedenen Zeiten testen 
    - Wie hoch ist die Geräuschkulisse im Berufsverkehr oder am Wochenende? 
    - Passen Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten und Nachbarschaft zu Ihrem Alltag? 

Unser Tipp für ältere Immobilien

Laien übersehen leicht versteckte Mängel. Bei älteren Häusern lohnt es sich fast immer, vor dem Kauf einen unabhängigen Bausachverständigen einzuschalten.

Checkliste Hausbesichtigung zum Download

Ihre Rechte bei Kaufvertrag und Notartermin

Ein junges Paar bespricht einen Kaufvertrag mit einer Notarin.

Ein Notar ist neutral. Seine Aufgabe ist es unter anderem, beide Seiten vor übereilten Entscheidungen zu schützen. Mit der richtigen Vorbereitung wissen Sie genau, was im Vertrag steht und wie der Termin abläuft. So unterschreiben Sie den Kaufvertrag für Ihre Immobilie mit einem guten Gefühl.

Den Entwurf für den Kaufvertrag bekommen Sie einige Tage vor dem Termin. Prüfen Sie ihn in Ruhe. Diese Punkte gehören in den Vertrag:

  • Angaben zur Immobilie: Grundstück, Lage und Grundbuchdaten beschreiben das Objekt eindeutig.
  • Kaufpreis und Fälligkeit: Der Vertrag hält den Preis, die Zahlungsfrist und den Übergabetermin fest.
  • Zustand und Mängel: Bei Bestandsimmobilien schließen Verkäufer die Gewährleistung meist aus. Bekannte Mängel gehören trotzdem in den Vertrag.
  • Übergabe: Der Vertrag regelt, wann Nutzen, Lasten und Risiko auf Sie übergehen.

Beim Kauftermin liest der Notar den Vertrag vor und beantwortet Ihre Fragen. Mit den Unterschriften ist der Kauf bindend. Anschließend sichert der Notar Ihren Anspruch über die Auflassungsvormerkung im Grundbuch und beantragt nach Ihrer Zahlung die Eigentumsumschreibung.

Ein gesetzliches Widerrufsrecht wie im Onlinehandel gibt es beim Immobilienkauf nicht. Aus dem Vertrag kommen Sie danach nur in wenigen Ausnahmen wieder heraus:

  • Vereinbartes Rücktrittsrecht: Sie können im Vertrag ein Rücktrittsrecht festhalten, zum Beispiel einen Finanzierungsvorbehalt für den Fall, dass Ihre Bank die Finanzierung ablehnt.
  • Arglistige Täuschung: Wenn der Verkäufer einen bekannten Mangel arglistig verschwiegen hat, können Sie den Kaufvertrag anfechten.
  • Einvernehmliche Aufhebung: Sind sich beide Seiten einig, lässt sich der Kaufvertrag gemeinsam wieder auflösen.

Wie geht es nach dem Notartermin weiter? Der Vertrag ist unterschrieben, aber noch ist nicht alles erledigt. Die tatsächliche Schlüsselübergabe erfolgt in der Regel erst Wochen später, wenn Sie den Kaufpreis überwiesen haben. Halten Sie dann den Zustand der Immobilie und die aktuellen Zählerstände am Tag der Schlüsselübergabe unbedingt in einem Übergabeprotokoll fest. Das sorgt für Klarheit auf beiden Seiten.

Ihre Checkliste für den Immobilienkauf

Mit dieser Checkliste behalten Sie beim Immobilienkauf von Anfang an den Überblick – von der ersten Kalkulation bis zur feierlichen Schlüsselübergabe:

  • Budget und Finanzierung klären
    - Kassensturz machen:
    Ermitteln Sie, welche monatliche Rate Sie langfristig und sicher tragen können. 
    - Kaufnebenkosten einplanen: Halten Sie rund 5 bis 12,5 % des Kaufpreises als Eigenkapital für Steuern, Notar und Makler bereit. 
    - Bonität prüfen lassen: Holen Sie die Finanzierungszusage Ihrer Bank ein, noch bevor Sie mit den Besichtigungen anfangen. 

  • Immobilie auf Herz und Nieren prüfen
    - Gründlich besichtigen:
    Planen Sie pro Objekt mindestens 2 Termine zu unterschiedlichen Tageszeiten und an verschiedenen Wochentagen ein. So erhalten Sie einen realistischen Eindruck von den Lichtverhältnissen und dem Lärmpegel vor Ort. 
    - Dokumente checken: Lassen Sie sich den Energieausweis, Grundbuchauszug und bei Eigentumswohnungen die Protokolle der Eigentümerversammlungen zeigen. 
    - Expertenrat einholen: Ziehen Sie bei älteren Immobilien vor dem Kauf einen unabhängigen Bausachverständigen hinzu.

  • Kauf rechtssicher abwickeln 
    - Kaufvertrag prüfen:
    Gehen Sie den Entwurf des Notars in Ruhe Zeile für Zeile durch. Nutzen Sie dafür die gesetzliche Regelfrist von 14 Tagen, die Ihnen bei Verbraucherverträgen zur Verfügung steht (§ 17 Abs. 2a Beurkundungsgesetz, BeurkG).
    - Notartermin wahrnehmen: Stellen Sie offene Fragen direkt im Termin, bevor Sie unterschreiben. 
    - Sicher zahlen: Überweisen Sie den Kaufpreis erst dann, wenn Sie die schriftliche Zahlungsaufforderung des Notars erhalten haben.

  • Übergabe und Einzug vorbereiten 
    - Übergabeprotokoll erstellen:
    Halten Sie am Tag der Schlüsselübergabe alle Zählerstände, Schlüsselanzahlen und eventuelle Mängel schriftlich fest. 
    - Versicherungsschutz checken: Die bestehende Wohngebäudeversicherung geht beim Kauf automatisch auf Sie über. Übernehmen müssen Sie sie aber nicht: Innerhalb eines Monats nach der Grundbucheintragung (bzw. Erwerb) können Sie den Vertrag kündigen, entweder sofort oder zum Ende der laufenden Versicherungsperiode, und stattdessen einen neuen Vertrag abschließen. Passen Sie außerdem Ihre Hausratversicherung an das neue Zuhause an, insbesondere die Wohnfläche und die Versicherungssumme. Bei Ihrer Privathaftpflichtversicherung genügt es, die neue Adresse zu melden.

FAQs

Häufige Fragen und Antworten zum Thema Immobilienkauf

Ein Vorvertrag soll Käufer und Verkäufer rechtlich dazu verpflichten, zu einem späteren Zeitpunkt den eigentlichen Kaufvertrag abzuschließen. Er wird oft genutzt, wenn man sich einig ist, aber zum Beispiel bei der Finanzierung noch letzte Details fehlen. Dabei sollten Sie diese Punkte beachten:

  • Formvorschrift: In Deutschland ist ein Vorvertrag für eine Immobilie rechtlich nur bindend, wenn ein Notar ihn beurkundet hat (§ 311b BGB). Ein einfacher, privat schriftlich aufgesetzter Vorvertrag ist rechtlich unwirksam. 
  • Kosten: Da für die Beurkundung des Vorvertrags bereits Notargebühren anfallen, lohnt sich dieser Zwischenschritt in den seltensten Fällen. 

Immer zuerst die Finanzierungszusage. Sie sollte vorliegen, bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben, denn mit der Beurkundung beim Notar sind Sie zur Zahlung verpflichtet. Ohne eine gesicherte Finanzierung gehen Sie ein hohes Risiko ein.

Zu den kostspieligsten Fehlern gehören eine zu knappe Finanzierung und übersehene Mängel an der Bausubstanz. Unterschätzte Nebenkosten oder unerwartete Reparaturen können Ihre gesamte Kalkulation ins Wanken bringen. Gehen Sie daher auf Nummer sicher: Ein realistischer Finanzierungsrahmen und eine professionelle Begutachtung der Immobilie bewahren Sie vor teuren Überraschungen.

Ja. Bei einem Privatverkauf sparen Sie sich die Maklerprovision – ein großer finanzieller Vorteil.

Im Gegenzug investieren Sie allerdings mehr eigene Zeit: Sie müssen passende Angebote suchen, Unterlagen akribisch prüfen und alle Termine koordinieren. Rechtlich sind Sie dennoch abgesichert, denn der Gang zum Notar bleibt auch ohne Makler für beide Seiten gesetzlich vorgeschrieben.

In diesem Fall geraten Sie als Käufer rechtlich in Verzug. Da der Kaufvertrag mit den Unterschriften beim Notar bindend wird, müssen Sie den Kaufpreis zahlen. Das gilt selbst dann, wenn die Kreditzusage Ihrer Bank nachträglich hinfällig wird. Kann der Vertrag deswegen nicht erfüllt werden, haften Sie für den entstehenden Schaden. Setzen Sie den Notartermin erst an, wenn die schriftliche Finanzierungszusage vorliegt. Alternativ vereinbaren Sie im Kaufvertrag ein Rücktrittsrecht.

Wir sind für Sie da. Online und persönlich.