Zwei Frauen berechnen Zinsen ihrer Mietkaution
    Rund ums Wohnen

    Bedingungen für die Mietkaution: Zinsen, Zeiträume, Anspruch

    Der Umzug von einer alten in eine neue Wohnung ist mit diversen Kosten verbunden: zum Beispiel, wenn Sie bei einem größeren Umzug eine Umzugsfirma beauftragen oder wenn Sie für Ihre neue Wohnung eine neue Küche oder neue Möbel benötigen. Ein weiterer hoher Kostenpunkt ist in der Regel die Mietkaution. Doch wie verhält es sich mit der Mietkaution und den damit verbundenen Zinsen? Wir erklären, die aus Miete- und aus Vermietersicht interessanten Fakten und erklären, ob und wie die Mietkaution verzinst werden muss.

    Hintergründe: Zweck der Mietkaution

    Wenn Sie eine neue Wohnung beziehen, ist im Mietvertrag meistens eine Mietkaution festgelegt. Für diese gilt:

     

    Zwei Männer ziehen um.
    • Vermieter können von den Mietern eine Kaution verlangen. Eine gesetzlich definierte Pflicht für eine Mietkaution gibt es nicht.

    • Die Mietkaution dient den Eigentümern einer Wohnung als finanzielle Sicherheit. Mit diesem Geld können Vermieter Mietschäden in der Wohnung beheben lassen, die möglicherweise während des Mietverhältnisses entstanden sind.

    • Die Höhe dieser Mietsicherheit darf maximal drei Netto-Kaltmieten betragen.

    • Die Mietkaution muss nicht auf einmal in vollem Umfang gezahlt werden. Die Mieter können sie in drei gleichen monatlichen Raten entrichten. Die erste Rate müssen Mieter mit dem Beginn des Mietverhältnisses zahlen. Die zwei verbleibenden Raten sind unmittelbar mit den darauf anschließenden Monatsmieten fällig.

    • Wenn die Mieter die Wohnung verlassen, ohne dass es zu Schäden gekommen ist, erhalten sie die Kautionssumme inklusive Zinsen wieder zurück.

    Finanzieller Benefit: Zur Mietkaution gehören Zinsen

    Die Mietkaution ist mit Zinsen verbunden. Folgende Punkte gelten hierfür:

    • Immobilienbesitzer sind dazu verpflichtet, die Mietkaution auf einem separaten Kautionskonto anzulegen. Dies ist in § 551 BGB „Begrenzung und Anlage von Mietsicherheiten“ gesetzlich festgelegt.

    • Das Kautionskonto wird bei einem Kreditgeber eröffnet. Hierfür gibt es zwei Varianten: Die Vermieterin oder der Vermieter können die Kaution entweder als Sparanlage auf ein Sparbuch oder auf ein Festgeldkonto einzahlen.

    • Hieraus ergibt sich schnell die Frage, ob die Wohnungseigentümerin oder der Vermieter die Kaution verzinsen muss.

    • Das Mietkautionskonto mit Zinsen muss von allen anderen Ein- und Ausgängen bzw. vom Privatvermögen der Vermieter isoliert sein.

    • Wie hoch und damit wie gut der Zinssatz für Mietkaution ausfällt, legt die Bank fest.

    • Der Prozentsatz, der für die Verzinsung einer Kaution herangezogen wird, ist immer vom aktuellen Zinssatz abhängig, der sich am derzeitigen Leitzins orientiert. Je nach wirtschaftlicher Lage können Zinsen eher hoch oder niedrig ausfallen.

    • Vermieter müssen die Mietkaution inklusive Zinsen nach Beendigung des Mietverhältnisses nicht direkt an ihre Mieter zurückzahlen. Für die Auszahlung steht Wohnungseigentümern ein Zeitraum von bis zu sechs Monaten zu.

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    Wem gehört am Ende die Mietkaution inklusive Zinsen?

    Mieter haben am Ende des Mietverhältnisses prinzipiell Anspruch auf die Kaution (sofern die Vermieter wegen Schäden an der Mietsache nicht berechtigte Ansprüche ihnen gegenüber geltend machen). Dabei gilt:

    • Geht es an die Erstattung der Mietkaution, ist eine Auszahlung inklusive Zinsen verpflichtend.

    • Die Zinserträge, die sich im Laufe des Mietzeitraums angespart haben, gehen vollständig an die Mieter.

    • Aufgrund der aktuellen Lage gibt es auf Mietkautionen nur niedrige Zinsen, weshalb sich für die Mieter am Ende lediglich eine geringe oder gar keine Rendite ergibt.

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    Höhe und Umfang: Die Verzinsung der Mietkaution berechnen

    Die Höhe der Zinsen richtet sich nach der wirtschaftlichen Lage. Diese können entweder hoch oder niedrig sein.

    • Bei einer hohen Verzinsung lohnt sich die Anlage auf einem Kautionskonto, da Mieterinnen und Mieter am Ende mit einer höheren Rendite rechnen können.

    • Im umgekehrten Fall stellt sich die Frage, ob bei Niedrigzinsen die Anlage über ein Kautionskonto sinnvoll ist. Wenn Sie mit Ihrer Mietkaution eine Zinsberechnung durchführen und feststellen, dass die Zinserträge lediglich ein paar Cent oder Euro ausmachen, suchen Sie vielleicht nach einer anderen Möglichkeit, um die Mietkaution abzuwickeln. Eine solche Alternative ist eine Mietkautionsbürgschaft.

    So funktioniert eine Mietkautionsbürgschaft

    In einer Zeit, die von Niedrigzinsen geprägt ist, ist die Anlage auf einem Sparbuch wenig sinnvoll.

    Eine bessere Lösung stellt eine Mietkautionsbürgschaft dar.

    Was es damit auf sich hat, erklären wir am Beispiel der R+V-MietkautionsBürgschaft:

    Um die Kaution nicht in bar zu zahlen oder auf einem Kautionskonto zu hinterlegen, beauftragen die Mieter eine Versicherung, eine Bürgschaft beim Vermieter auszustellen. Für die Mietkautionsbürgschaft zahlen die Mieter einen festgelegten Beitrag an die Versicherung. Diesen können sie entweder monatlich oder jährlich entrichten.

    Zur Mietkautionsbürgschaft

    Die Höhe dieses Beitrags richtet sich nach der Höhe der Mietkaution. Mit unserem Tarifrechner können Sie diese ganz einfach berechnen. 

    Wenn die Vermieter nach dem Auszug der Mieter wegen Schäden an der Mietsache berechtigte Ansprüche gegen diese haben, kontaktieren sie die Versicherung und erhalten ihr Geld direkt von der Gesellschaft. Die bezahlten Kosten rechnet die Versicherung im Nachhinein mit den Mietern ab.

    Einer von vielen Vorteilen der Mietkautionsbürgschaft ist, dass Mieterinnen und Mieter die Kautionssumme als liquides Mittel behalten, zum Beispiel für neue Möbel.

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    Das Sparbuch hat ausgedient

    Die herkömmliche Form der Mietkaution mit Anlage auf einem Sparbuch ist nicht mehr rentabel. Hier spielen unterschiedliche Aspekte mit hinein:

    • Die Zinsen sind so gering, dass die Kaution nicht weiter anwächst.
    • Zudem verlangen viele Banken Gebühren für Kautionskonten. Diese Kosten werden allerdings nicht über die Kautionssumme gedeckt, sondern müssen vom Kontoinhaber, sprich der Vermieterin bzw. dem Vermieter getragen werden.
    • Daraus resultiert, dass die Kaution nicht mehr anwächst, sondern im Gegenteil auch noch weitere Kosten erzeugt.

    Mit der R+V-MietkautionsBürgschaft können Sie als Vermieter diese Kosten umgehen und unnötige Ausgaben vermeiden. Und Mieter freuen sich, dass sie die Kautionssumme als liquides Mittel behalten können.

    Fazit: Ist die Mietkaution trotz Zinsen rentabel?

    Bei einem Umzug fallen diverse Kosten an: zum Beispiel für neue Möbel oder eine Umzugsfirma. Hinzu kommt in den allermeisten Fällen noch die Kaution.

    In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: „Ist der Vermieter verpflichtet, die Kaution zu verzinsen?“. Die Antwort hierzu lautet eindeutig „Ja“. Das Geld muss auf einem separaten Bankkonto hinterlegt werden, auf dem die Mietkaution mit Zinsen versehen ist. Werden beim Auszug keine Schäden festgestellt, steht die Mietkaution inklusive Zinsen den Mietern zu. Dies sollten Sie besonders dann wissen, wenn Sie Ihre erste eigene Wohnung mieten.

    Haben Sie Ihren alten Mietvertrag gekündigt und schließen einen neuen Mietvertrag ab, erhalten Sie vielleicht die alte Mietkaution inklusive Zinsen frühzeitig. In diesem Fall können Sie die alte Kaution vielleicht sogar für die neue Wohnung heranziehen. Müssen Sie hingegen lange auf die alte Kaution warten und die neue bereits hinterlegen, entsteht schnell eine Doppelbelastung. Am besten entscheiden Sie sich dann für eine Mietkautionsbürgschaft, mit der die hohen Kosten durch einen kleinen Monatsbeitrag ersetzt werden.

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    Zuletzt aktualisiert: Februar 2023

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