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Eine Kind ist im Urlaub krank geworden. Es liegt im Bett und schläft.
Gesund auf Reisen

Was gehört in die Reiseapotheke? Ihre Checkliste für den Urlaub

Inhalt:

Endlich Urlaub! Doch dann macht sich eine Erkältung bemerkbar, der Magen spielt verrückt oder eine kleine Verletzung muss versorgt werden. Mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke sind Sie auf viele klassische Reise-Beschwerden vorbereitet. Unsere Checkliste für die Reiseapotheke zeigt Ihnen, was auf Reisen nicht fehlen darf. Wir erklären, wie Sie den Inhalt passend zu Ihrem Reiseziel, der Reisedauer und Ihren Mitreisenden zusammenstellen. 

AUF EINEN BLICK

Das Wichtigste zum Thema „Checkliste für die Reiseapotheke“

  • Eine Grundausstattung gehört in jedes Gepäck

    Schmerzmittel, Mittel gegen Durchfall, Wunddesinfektion und Verbandsmaterial dürfen auf keiner Reise fehlen. Ergänzen Sie Ihre Reiseapotheke um Medikamente gegen Erkältungen, Allergien und Reiseübelkeit. Denken Sie auch an alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen. 

  • Reiseziel und Reiseart bestimmen den Inhalt

    Welche Medikamente und Hilfsmittel Sie benötigen, hängt auch von Ihrem Reiseziel und der Reiseart ab. Für Fernreisen, den Urlaub mit Kindern oder einen Strandurlaub brauchen Sie eine andere Ausstattung als für einen kurzen Städtetrip. 

  • Medikamente gehören ins Handgepäck

    Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, gehören diese ins Handgepäck. So haben Sie diese bei Gepäckverlust oder Verspätungen sofort griffbereit. Nehmen Sie wichtige Arzneimittel in ausreichender Menge und mit einer kleinen Reserve mit.

Grundausstattung: Das gehört in jede Reiseapotheke

Der Inhalt Ihrer Reiseapotheke hängt von Ihrem Reiseziel, der Reiseart und Ihren Mitreisenden ab. Auch die medizinische Versorgung vor Ort spielt eine Rolle. Eine solide Grundausstattung gehört in jeden Koffer. Teilen Sie den Inhalt Ihrer Reiseapotheke in 3 Bereiche auf:

Diese Medikamente helfen gegen die häufigsten gesundheitlichen Beschwerden im Urlaub:

  • Schmerz- und Fiebermittel

    z. B. mit Paracetamol oder Ibuprofen gegen Kopf-, Glieder- und Zahnschmerzen 

  • Medikamente gegen Durchfall

    sowie Elektrolytpulver zum Ausgleich von Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusten 

  • Arzneimittel gegen Reiseübelkeit

    für Auto-, Schiffs- oder Busfahrten und fürs Flugzeug 

  • Erkältungsmedikamente 

    und abschwellendes Nasenspray, das besonders bei Flugreisen den Druckausgleich erleichtert 

  • Antiallergika 

    bei Heuschnupfen oder allergischen Reaktionen auf Insektenstiche  

  • Augentropfen 

    gegen trockene oder gereizte Augen durch Klimaanlagen, Sonne oder Wind  

  • Medikamente gegen Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden

    bei ungewohnter Ernährung 

  • Regelmäßig benötigte Medikamente

    in ausreichender Menge  

Kleine Verletzungen gehören zu den häufigsten Beschwerden auf Reisen. Deshalb sollten diese Utensilien in keiner Reiseapotheke fehlen:

  • Pflaster in verschiedenen Größen

    sowie Blasenpflaster für Wanderungen oder längere Ausflüge 

  • Sterile Wundkompressen

    und Verbandspäckchen für die Erstversorgung von Wunden  

  • Mullbinden und elastische Binden

    zum Fixieren von Verbänden oder für leichte Stützverbände  

  • Wunddesinfektion und Wundheilsalbe

    zur Reinigung und Pflege kleiner Verletzungen 

  • Einmalhandschuhe 

    für eine hygienische Wundversorgung 

Nicht nur Medikamente gehören in die Reiseapotheke. Diese Hilfsmittel sind unterwegs nützlich:

  • Fieberthermometer 

    zur Kontrolle der Körpertemperatur bei Fieber oder Krankheitsverdacht 

  • Pinzette und Zeckenzange

    zum Entfernen von Splittern, Dornen oder Zecken 

  • Schere und Sicherheitsnadeln

    zum Zuschneiden oder Fixieren von Verbänden (bei Flugreisen die Schere im Aufgabegepäck verstauen) 

  • Sonnenschutz 

    mit mindestens LSF 30 (für Kinder und bei empfindlicher Haut besser LSF 50) 

  • Insektenschutzmittel 

    gegen Mückenstiche und andere Insekten 

  • Hand-Desinfektionsmittel 

    für Situationen, in denen Wasser und Seife nicht verfügbar sind 

Packliste Reiseapotheke zum Download

Damit Sie unterwegs optimal vorbereitet sind, haben wir alle wichtigen Inhalte in einer kompakten Checkliste für die Reiseapotheke gebündelt. So behalten Sie beim Packen den Überblick und können die Liste Schritt für Schritt abhaken.

Packliste Reiseapotheke zum Download

Die Reiseapotheke an Reiseziel und Reiseart anpassen

Die Grundausstattung Ihrer Reiseapotheke bleibt meist gleich. Je nach Reiseziel, Reisedauer und Reiseart sind zusätzliche Medikamente und Hilfsmittel sinnvoll. Familien, Fernreisende sowie Sommer- und Aktivurlauber haben meist zusätzliche Anforderungen.

Bei Kindern kommt es auf altersgerechte Produkte und die richtige Dosierung an. Lassen Sie sich vor der Reise von Ihrem Kinderarzt oder in der Apotheke beraten. Diese Ergänzungen sind für Familien sinnvoll:

  • Fiebersenkender Saft: statt Zäpfchen, weil diese bei Hitze schmelzen können.

  • Elektrolytlösung: gegen Flüssigkeitsverlust bei Durchfall und Erbrechen.

  • Wund- und Heilsalbe mit Dexpanthenol: für kleine Schürfwunden.

  • Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor: speziell für Kinder, dazu ein Sonnenhut.    

  • Altersgerechter Insektenschutz: z. B. mit dem Wirkstoff Icaridin ab 6 Monaten oder DEET (Diethyltoluamid) ab 3 Jahren.

  • Insektenstichheiler oder Gel gegen Insektenstiche: können Juckreiz und Schwellungen nach Mücken- oder anderen Insektenstichen lindern.

  • After-Sun-Pflege oder kühlendes Gel: beruhigt die Haut nach längerer Sonneneinstrahlung oder einem leichten Sonnenbrand.

Worauf Sie noch achten sollten, wenn Sie mit einem Baby oder Kleinkind verreisen, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Reiseapotheke für Babys“

 

Bei Fernreisen erhöhen ungewohntes Essen, andere Hygienestandards und Insektenstiche das Erkrankungsrisiko. Informieren Sie sich deshalb vor der Abreise auf den Seiten des Auswärtigen Amts über gesundheitliche Risiken und empfohlene Impfungen. Je nach Reiseziel sollten Sie Ihre Reiseapotheke anschließend gezielt ergänzen, z. B. um: 

  • Elektrolytpulver gegen Reisedurchfall: Trinken Sie dazu mindestens 2 Liter Flüssigkeit täglich. 

  • Mückenschutz mit DEET: Dazu ein imprägniertes Moskitonetz für die Nacht.

  • Helle, lange Kleidung: Als zusätzlicher Schutz vor Stichen.

  • Mittel zur Wasserdesinfektion: Können in Regionen mit unsicherer Trinkwasserversorgung sinnvoll sein.

Besprechen Sie notwendige Impfungen und eine mögliche Malaria-Prophylaxe vorher mit einer reisemedizinischen Fachstelle oder Ihrem Hausarzt. Für manche Reiseziele beginnt die Vorbereitung bereits einige Wochen oder Monate vor der Abreise. Weitere Informationen finden Sie in unseren Ratgebern zu Impfempfehlungen und zum Hepatitis-Schutz.

 

Im Sommerurlaub bereiten Sonne, Hitze und Insektenstiche die größten Probleme. Passen Sie Ihre Reiseapotheke an diese typischen Risiken an:

  • Kühlendes Gel oder After-Sun-Pflege: Für sonnengereizte Haut.    

  • Mittel gegen Juckreiz: Nach Insektenstichen.    

  • Blasenpflaster: Für längere Ausflüge oder Wanderungen.    

  • Sonnenschutz: Mit hohem Lichtschutzfaktor.  

  • Elektrolytpulver: Für heiße Tage mit erhöhtem Flüssigkeitsverlust.

Damit Sie für den Urlaub nichts vergessen, finden Sie in unserem Ratgeber „Packliste für den Sommerurlaub" eine praktische Übersicht zu Kleidung, Dokumenten und weiteren Reiseutensilien. 

Auf der Skipiste, beim Winterwandern oder bei anderen Outdoor-Aktivitäten kann es schnell zu Verletzungen kommen. Diese Ergänzungen gehören in Ihre Reiseapotheke für den Winterurlaub:

  • Elastische Binden und Kühlkompressen: Für Verstauchungen und Prellungen. 

  • Blasenpflaster: Für beanspruchte Füße nach langen Wanderungen oder Skitagen. 

  • Sonnenschutz: Mit hohem Lichtschutzfaktor und Lippenpflege mit UV-Schutz. 

  • Pflegecreme: Für beanspruchte Haut bei Kälte und trockener Luft. 

  • Wärmepads: Für Hände und Füße an besonders kalten Tagen. 

Für den Winter- und Aktivurlaub gehören neben der Reiseapotheke auch die passende Kleidung und Ausrüstung ins Gepäck. Unser Ratgeber „Packliste für den Winterurlaub“ bietet dafür eine praktische Übersicht zum Abhaken. 

Medikamente sicher transportieren und mitnehmen

Damit Ihre Medikamente auf Reisen ihre Wirkung behalten und bei Kontrollen keine Probleme entstehen, sollten Sie sie richtig transportieren. Wichtig sind die korrekte Aufbewahrung während der Reise und die erforderlichen Nachweise für bestimmte Arzneimittel.

Medikamente gehören ins Handgepäck

Packen Sie auf Flugreisen wichtige Medikamente immer ins Handgepäck. So bleiben sie griffbereit und sind vor den starken Temperaturschwankungen im Frachtraum geschützt. Nehmen Sie wichtige Medikamente am besten in der anderthalb- bis zweifachen Menge des voraussichtlichen Bedarfs mit. 

Für flüssige Medikamente gelten bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen besondere Regeln. Medizinisch notwendige Arzneimittel dürfen Sie auch in Behältern mit mehr als 100 ml im Handgepäck transportieren. Halten Sie dafür ein Rezept oder ärztliches Attest bereit. Legen Sie die Medikamente bei der Kontrolle separat vor. 

Transportieren Sie kühlpflichtige Medikamente, beispielsweise Insulin, am besten in einer Kühltasche. Achten Sie auf die vorgeschriebene Lagertemperatur und vermeiden Sie direkten Kontakt zwischen Medikament und Kühlakku. Informieren Sie sich vor der Reise bei Ihrer Airline über die Mitnahme von Kühlakkus. 

Rezeptpflichtige Medikamente und Betäubungsmittel

Verschreibungspflichtige Medikamente führen Sie in der Originalverpackung mit. Für Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, gelten auf Reisen besondere Vorschriften. Informieren Sie sich deshalb frühzeitig über die Anforderungen Ihres Reiselandes. Hinweise finden Sie auf den Seiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Für ärztlich verordnete Betäubungsmittel gelten strikte Vorschriften:  

  • Reisen im Schengen-Raum: Für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen benötigen Sie eine Bescheinigung nach Artikel 75 des Schengener Abkommens. Ihr Arzt stellt diese aus und die zuständige Landesgesundheitsbehörde beglaubigt sie. 
  • Reisen außerhalb des Schengen-Raums: Für viele Länder benötigen Sie eine mehrsprachige ärztliche Bescheinigung, die von der zuständigen Gesundheitsbehörde beglaubigt sein muss. 
  • Einfuhrbestimmungen: Informieren Sie sich vor der Reise über die Vorschriften Ihres Ziellandes. Aktuelle Hinweise finden Sie beim Auswärtigen Amt oder bei der Botschaft beziehungsweise dem Konsulat Ihres Reiselandes.

Sicher unterwegs mit der R+V-Auslandsreise-Krankenversicherung

Auch mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke lassen sich nicht alle gesundheitlichen Probleme auf Reisen selbst behandeln. Wird im Urlaub ein Arztbesuch oder ein Krankenhausaufenthalt notwendig, sind Sie mit der R+V-Auslandsreise-Krankenversicherung weltweit abgesichert. 

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Wir übernehmen Behandlungskosten beim Arzt und im Krankenhaus. Die Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland übernehmen wir zu 100 %.

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FAQs

Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Checkliste für die Reiseapotheke“

Packen Sie für Kinder fiebersenkenden Saft, Elektrolytlösung, eine Wundsalbe mit Dexpanthenol, Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und altersgerechten Insektenschutz ein. Ergänzen Sie die Reiseapotheke um ein Fieberthermometer und regelmäßig benötigte Medikamente. Lassen Sie sich vor der Reise von Ihrem Kinderarzt beraten. 

Ja, wichtige Medikamente gehören ins Handgepäck. So sind sie jederzeit griffbereit und vor Temperaturschwankungen im Frachtraum geschützt.  

Flüssige Arzneimittel sind von der 100-ml-Regel ausgenommen. Legen Sie diese bei der Sicherheitskontrolle separat vor und halten Sie ein Rezept oder ärztliches Attest bereit. 

Sie dürfen Medikamente für Ihren persönlichen Bedarf mitführen. Für die Dauer der Reise ist der persönliche Bedarf (meist maximal für 90 Tage) zulässig. 

Für bestimmte Betäubungsmittel gelten zusätzliche Nachweispflichten. Informieren Sie sich vor der Reise über die Einfuhrbestimmungen Ihres Ziellandes. 

Passen Sie bei Fernreisen Ihre Reiseapotheke an das jeweilige Reiseziel an. Sinnvoll sind beispielsweise ein wirksamer Insektenschutz, ein Moskitonetz und ausreichend Sonnenschutz für Regionen mit hoher UV-Belastung.

Je nach Reiseziel können außerdem Impfungen oder eine Malaria-Prophylaxe erforderlich sein. Lassen Sie sich dazu rechtzeitig reisemedizinisch beraten. 

Medikamente sind grundsätzlich bis zum angegebenen Verfallsdatum haltbar. Geöffnete Tropfen, Säfte oder Cremes haben jedoch oft eine kürzere Haltbarkeit. Notieren Sie deshalb das Öffnungsdatum direkt auf der Verpackung. Prüfen Sie Ihre Reiseapotheke vor jeder Reise und ersetzen Sie abgelaufene Arzneimittel rechtzeitig. 

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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026