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Pflegefall in der Familie: Rentenansprüche pflegender Angehöriger erhöhen

Das Thema "Pflege" betrifft immer mehr Menschen in Deutschland. Benötigt ein Familienmitgleid Pflege, möchten die meisten Angehörigen dem Betroffenen ein Leben in der gewohnten häuslichen Umgebung ermöglichen, solange es geht. Doch Pflege ist zeitintensiv und oft können die pflegenden Ehepartner, Kinder etc. ihren Beruf nicht mehr in gewohntem Maße ausüben. Die Folge: weniger Gehalt und dadurch geringere Rentenansprüche. Was bedeutet das konkret für die Rentenansprüche pflegender Angehöriger?

Pflegezeit zählt als Beitragszeit

Die Rentenansprüche pflegender Angehöriger sichert die gesetzliche Rentenversicherung – denn es besteht eine Versicherungspflicht, die komplett von der Pflegekasse des Pflegebedürftigen bezahlt wird. Das heißt: Pflegende Angehörige können ohne eigene Rentenbeiträge einen Rentenanspruch erwerben. Grundbedingung ist: Der Pflegebedürftige hat Anspruch auf Leistungen aus der sozialen oder einer privaten Pflegeversicherung.

Wie viele Wochenstunden Pflege notwendig sind, ermittelt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) bzw. ein von der Pflegekasse beauftragter unabhängiger Gutachter. Sind es mindestens 14 Stunden, können Rentenansprüche geltend gemacht werden.

Damit pflegende Angehörige im Alter auf ihre Rente zählen können, zahlt die Pflegekasse der Pflegebedürftigen Rentenversicherungsbeiträge.

Autor/in

S. Nies

März. 2016

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