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Frau arbeitet am Laptop, während Kleinkind mit grünem Spielzeugtraktor spielt, im Klassenzimmer mit anderen Personen im Hintergrund.
Rund um die Rente

Rente für Frauen: Versorgungslücken gekonnt schließen

Inhalt:

Eine private Altersvorsorge ist gerade für Frauen wichtig, da viele Frauen während ihres Berufslebens weniger als Männer verdienen. Dadurch erhalten sie später auch deutlich weniger Rente vom Staat. Überprüfen Sie Ihre Altersvorsorge regelmäßig. Nur so können Sie Rentenlücken schließen und Ihrem Ruhestand gelassen entgegenblicken. Wir zeigen, was Sie jetzt aktiv dafür tun können.

Auf einen Blick

Alles Wichtige zum Thema „Rente für Frauen“

  • Überprüfen der eigenen Rentenhöhe

    Ab dem 27. Lebensjahr erhalten Sie einmal jährlich Ihre Renteninformation. Diese ermöglicht einen ersten Überblick über Ihre späteren Rentenansprüche. In jungen Jahren stocken Sie Ihre spätere Rente durch eine private Rentenversicherung mit kleinen monatlichen Beträgen auf. So bleiben Sie im Alter finanziell unabhängig.

  • Positiver Effekt vieler Berufsjahre auf die Rente

    Je mehr Jahre Sie als Arbeitnehmerin in die Rentenkasse einzahlen, desto höher fällt Ihre spätere Rente aus. Das gilt besonders ab einer Versicherungszeit von 35 Jahren.

  • Gefahr der Altersarmut für Frauen

    Vor allem Frauen, die Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, arbeiten häufig in Teilzeit. Weniger Einkommen bedeutet aber auch weniger Rente. Dadurch besteht die Gefahr, dass später die ausgezahlte Rente die Lebenshaltungskosten nicht decken kann.

Altersrenten von Frauen sind deutlich niedriger als die von Männern

Die Renten von Frauen fallen in Deutschland immer noch deutlich niedriger aus als die von Männern. Ein Grund dafür ist, dass Frauen im Durchschnitt auch heute noch oft weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Und wer weniger verdient, bekommt später auch eine niedrigere Rente. Es entsteht eine Rentenlücke.

Diese geschlechterabhängige Altersvorsorgelücke (Gender Pension Gap) führt dazu, dass Frauen im Vergleich zu Männern nur rund 63 % der Rente beziehen. Die Angaben beziehen sich auf Einkünfte aus der gesetzlichen Rente ohne Hinterbliebenenrente oder private Rentenbezüge. Diese Zahlen hat das Statistische Bundesamt für das Jahr 2025 ermittelt.

Fazit: Männer bekommen häufig mehr Rente als Frauen. Überprüfen Sie Ihre Alterseinkünfte frühzeitig und regelmäßig. So sehen Sie, wie viel Rente Sie im Alter bekommen. Mit der Renteninformation klärt die Deutsche Rentenversicherung ihre Versicherten einmal im Jahr darüber auf, wie hoch ihre zu erwartenden Rentenansprüche sind. Eine private Altersvorsorge bietet hier einen wichtigen Ausgleich. 

Statistik

Alterseinkommen von Frauen und Männern im Vergleich

Männer ab 65 Jahren haben im Durchschnitt jährliche Alterseinkünfte von rund 28.370 EUR brutto. Bei Frauen ab 65 Jahren sind es nur 18.111 EUR brutto pro Jahr (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Grafiken zeigen das durchschnittliche Brutto-Alterseinkommen von Menschen über 65.

Brutto-Alterseinkommen in 2025 mit Hinterbliebenen-Renten und -Pensionen

21760 EUR/Jahr Frauen (21760 EUR/Jahr)
28719 EUR/Jahr Männer (28719 EUR/Jahr)

Brutto-Alterseinkommen in 2025 ohne Hinterbliebenen-Renten und -Pensionen

18111 EUR/Jahr Frauen (18111 EUR/Jahr)
28370 EUR/Jahr Männer (28370 EUR/Jahr)

Die Alterseinkünfte beinhalten neben der Altersrente (gesetzliche Rente) auch Hinterbliebenen-Renten und Hinterbliebenen-Pensionen sowie Renten aus individueller privater Vorsorge. Ohne Hinterbliebenenrenten fällt das Rentengefälle zwischen Frauen und Männern noch größer aus. Vor allem Frauen sollten sich daher gezielt eigene Ersparnisse aufbauen, um finanziell unabhängig zu sein.

Mehrere Faktoren führen dazu, dass Frauen eine geringere Altersrente als Männer haben:

  • Geringerer Verdienst

    Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt weniger als ihre männlichen Kollegen.

  • Kindererziehung

    Viele Frauen übernehmen einen Großteil der Kindererziehung und sammeln dadurch weniger Versicherungsjahre.

  • Teilzeitarbeit

    Nach der Geburt von einem oder mehreren Kindern arbieten viele Frauen häufig nur noch in Teilzeit.

  • Scheidung oder Trennung

    Nach einer Scheidung oder Trennung reichen Unterhaltszahlungen oder der Versorgungsausgleich oft nicht aus, um die eigene Rentenlücke im Alter vollständig zu schließen.

Care-Arbeit und Teilzeit: So entstehen Rentenlücken bei Frauen

Frauen übernehmen in Deutschland nach wie vor den Großteil der Sorgearbeit – sei es bei der Erziehung der eigenen Kinder oder bei der häuslichen Pflege von Angehörigen. Was in der Familie unschätzbar wertvoll ist, führt im Rentensystem jedoch häufig zu deutlichen Einbußen. Der Grund: Wer wegen Care-Arbeit im Beruf kürzertritt, zahlt weniger Geld in die gesetzliche Rentenkasse ein und sammelt somit auch weniger Entgeltpunkte für den Ruhestand.

Kindererziehung und Pflege: Das rechnet die Rentenkasse an

Um diese Ausfallzeiten abzufedern, sieht der Staat gewisse Anrechnungszeiten vor. Doch diese reichen meist nicht aus, um die entstehende Lücke vollständig zu schließen:

  • Kindererziehungszeiten: Die gesetzliche Rentenversicherung rechnet Ihnen für jedes Kind grundsätzlich bis zu 3 Jahre Erziehungszeit an – unabhängig davon, wann Ihr Kind geboren wurde. Das entspricht pro Kind rund 3 Entgeltpunkten, was finanziell mit dem Durchschnittseinkommen in diesem Zeitraum vergleichbar ist.
  • Pflege von Angehörigen: Wenn Sie ein pflegebedürftiges Familienmitglied ab Pflegegrad 2 mindestens 10 Stunden pro Woche an mindestens 2 Tagen zu Hause pflegen, zahlt die Pflegekasse unter bestimmten Voraussetzungen Rentenbeiträge für Sie ein. Die genaue Höhe hängt vom Pflegegrad und der Art der Pflegeleistung ab.

Die Teilzeit-Falle und ihre langfristigen Folgen

Ein weiteres Nadelöhr für die spätere Rente entsteht beim Wiedereinstieg in den Beruf: Nach der Geburt von einem oder mehreren Kindern kehren viele Frauen nicht direkt in Vollzeit in ihren Job zurück, sondern arbeiten über viele Jahre in Teilzeit. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten im Jahr 2024 fast 59 % aller erwerbstätigen Frauen in Teilzeit – bei den Männern waren es im Vergleich dazu lediglich rund 12 %.

Diese hohe Teilzeitquote zieht langfristige Konsequenzen nach sich:

  • Geringeres Einkommen und gebremste Karriere: Ein Teilzeitgehalt deckt oft nur die laufenden Kosten. Zudem bleiben Aufstiegschancen und Gehaltssprünge in Teilzeitmodellen leider häufiger aus.
  • Weniger Einzahlungen auf das Versicherungskonto: Da die Höhe Ihrer späteren Rente direkt an Ihr Einkommen gekoppelt ist, führen Jahre in Teilzeit zu spürbar niedrigeren Monatsrenten im Alter.
  • Erhöhtes Risiko für Altersarmut: Die Kombination aus Care-Arbeit und Teilzeit ist der Hauptgrund dafür, dass Frauen im Alter oft finanziell benachteiligt sind. Aktuell ist in Deutschland jede 5. Frau ab 65 Jahren von Altersarmut bedroht.

Mütterrente III: Volle 3 Jahre Erziehungszeit ab 2027

Die Mütterrente belohnt die Erziehungsleistung von Eltern: Für jedes Kind erhalten Sie wertvolle Rentenpunkte, die Ihre gesetzliche Monatsrente direkt steigern. Das gilt unabhängig davon, ob Sie erwerbstätig waren. Das ändert sich mit der Mütterrente III:

  • Einheitliche Anrechnung ab 1. Januar 2027: Die bisherige Unterscheidung nach dem Geburtsdatum des Kindes entfällt. Sie erhalten für jedes Kind – auch bei Geburt vor 1992 – volle 3 Jahre (36 Monate) Erziehungszeit angerechnet. Das entspricht 3 Rentenpunkten pro Kind.
  • Auszahlung und Nachzahlung ab 2028: Aus organisatorischen Gründen zahlt die Deutsche Rentenversicherung das finanzielle Plus voraussichtlich im Lauf des Jahres 2028 aus. Sie erhalten den Erhöhungsbetrag dann rückwirkend ab Januar 2027 nachgezahlt.

Gilt auch für Väter: Erziehen Sie als Vater Ihr Kind überwiegend? Mit 1 gemeinsamen Erklärung können Sie sich die Rentenpunkte anrechnen lassen.

Mehr Infos zu dem Thema finden Sie in unserem Ratgeberartikel: Mütterrente beantragen.

So planen Sie Ihre finanzielle Unabhängigkeit

Damit Sie auch im Alter finanziell unabhängig sind, sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Planen Sie Ihre berufliche Karriere

    Bauen Sie so Ihre eigene gesetzliche Rente auf.

  • Schließen Sie einen Ehevertrag

    Berücksichtigen Sie dabei Kapitalerträge oder ein mögliches Erbe. So sichern Sie sich bei einer Trennung zusätzlich ab.

  • Private Altersvorsorge planen

    Investieren Sie in eine private Rentenversicherung und andere Formen der Geldanlage.

  • Lassen Sie sich beraten

    Unsere R+V-Experten für Altersvorsorge beraten Sie gerne persönlich bei der Planung Ihrer privaten Altersvorsorge.

Nehmen Sie Ihre finanzielle Vorsorge selbst in die Hand

Ob Sie in Vollzeit, Teilzeit oder derzeit gar nicht erwerbstätig sind: Verlassen Sie sich bei Ihrer Altersvorsorge nicht allein auf die gesetzliche Rente oder das Einkommen Ihres Partners. 

Bauen Sie sich frühzeitig eine eigene, unabhängige Vorsorge auf. Schon mit kleinen monatlichen Beträgen sorgen Sie dafür, dass Sie Ihren gewohnten Lebensstandard auch im Ruhestand genießen können.

Zu den privaten Rentenversicherungen der R+V

Lassen Sie sich von den R+V-Experten für private Altersvorsorge individuell beraten:

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Altersvorsorge für Frauen: Die optimale Lösung für jede Lebensphase

Ihre Lebenssituation verändert sich im Laufe der Jahre – und genauso flexibel sollte sich Ihre finanzielle Absicherung anpassen.

Wenn Sie gerade eine Ausbildung beginnen, ins Studium starten oder den Vertrag für den ersten festen Job unterschrieben haben, scheint das Rentenalter weit weg. Doch es lohnt sich, sich schon jetzt um die Altersvorsorge zu kümmern. Jeder Cent, den Sie heute investieren, zahlt sich im Ruhestand aus.

Den Status der Berufsanfängerin haben Sie hinter sich gelassen. Jetzt haben Sie größere finanzielle Spielräume, um in Ihre private Altersvorsorge zu investieren. Vielleicht haben Sie auch schon einmal daran gedacht, eine Immobilie zu erwerben?

Tipp: Ob mit staatlicher Förderung oder ohne, ob mit garantierter Sicherheit oder der Kombination von Sicherheit und Ertragschancen: Sie haben jetzt besonders viele Möglichkeiten, für später privat vorzusorgen. Schließen Sie spätestens jetzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, um sich gegen einen möglichen Einkommensausfall abzusichern. Zudem ist eine Pflegezusatzversicherung empfehlenswert. Denn jeder Zweite wird im Laufe seines Lebens pflegebedürftig und kann dann großen finanziellen Belastungen ausgesetzt sein.

Zwar nehmen in Deutschland immer mehr Männer nach der Geburt Elternzeit. Dennoch: Frauen bleiben für die Kindererziehung häufiger zuhause als Männer – zumindest im ersten Jahr. Danach folgt meist für einige Jahre nur ein Teilzeitjob. Umso wichtiger ist es also gerade für Mütter, für die Altersrente privat vorzusorgen. Denn ein sicheres finanzielles Fundament ist eine der Grundvoraussetzungen dafür, dass es auch Ihren Kindern gut geht und Sie in Ihre Zukunft investieren können.

Sorgen Sie grundsätzlich unabhängig von Ihrem Partner vor. So sichern Sie Ihren Ruhestand auch für den Fall einer Trennung oder des Todes des Partners ab.

Mit Kindern verschieben sich die Prioritäten und die Verantwortung. Reichte vorher eine gemütliche Mietwohnung, wollen Sie jetzt vielleicht lieber aufs Land in die eigenen 4 Wände mit Garten ziehen. Zeit also, sich Gedanken über die Absicherung des neuen Glücks zu machen.

Mit dem R+V-Vorsorge-Check erfahren Sie in wenigen Minuten, wie Ihre aktuelle Vorsorge-Situation aussieht. Er gibt Ihnen erste Ideen für einen cleveren Vorsorge-Mix aus Einkommensschutz, Altersvorsorge und Gesundheitsvorsorge und verrät, wo Sie noch optimieren können.

Unser Tipp: Schließen Sie eine Risikolebensversicherung ab. So sind Ihre Kinder finanziell abgesichert, falls Ihnen etwas zustößt. Denken Sie neben der eigenen Altersvorsorge auch an die Vorsorge für Ihre Kinder. Die Pläne Ihrer Kinder sollten später nicht an fehlenden finanziellen Mitteln scheitern.

Wenn die Kinder selbstständiger werden oder aus dem Haus sind, rücken die eigenen Bedürfnisse wieder stärker in den Vordergrund. Vielleicht können Sie nun ein wenig Geld beiseitelegen, mit dem Sie in Ihre Zukunft investieren möchten. Oder Sie haben geerbt und möchten früher in Rente gehen. Dieser Lebensabschnitt ist besonders geeignet, um noch einmal die eigene Altersvorsorge zu überprüfen und eventuelle Lücken zu schließen.

Tipp: Weiterhin ratsam ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese bietet Ihnen die Garantie, dass Sie im Leistungsfall keine niedriger qualifizierte Tätigkeit annehmen müssen. Sinnvoll ist auch eine Pflegezusatzversicherung, um im Pflegefall sofort finanziell abgesichert zu sein.

Das Renteneintrittsalter rückt in greifbare Nähe. Im Ruhestand ist vieles möglich, was vorher zu kurz kam. Sie genießen Ihre freie Zeit und freuen sich auf Freizeit mit der Familie. Der Zukunft blicken Sie gelassen entgegen. Schließlich haben Sie gut vorgesorgt und müssen sich keine Sorgen machen.

Tipp: Prüfen Sie, wie hoch Ihre gesetzliche Rente ist und welche Abschläge Sie in Kauf nehmen müssen, wenn Sie früher in Rente gehen. Gerne beraten wir Sie dazu, wie Sie Ihre Rentenlücke schließen können. 

So berechnen Sie Ihre Rentenlücke

Die Versorgungslücke, auch Rentenlücke genannt, beschreibt den Abstand zwischen dem gewohnten Arbeitseinkommen und der ausbezahlten Rente. Neben der oft geringeren Anzahl an Versicherungsjahren und häufigeren Teilzeitarbeit kommt bei Rentnerinnen der demografische Faktor hinzu, da Frauen eine höhere Lebenserwartung haben.

Frauen in Deutschland werden im Durchschnitt 83 Jahre alt. Sie leben damit durchschnittlich 5 Jahre länger als Männer. Beziehen Sie vom 67. bis zum 83. Lebensjahr Rente, müssen Sie diese Lücke 16 Jahre lang schließen. Nur so halten Sie Ihren Lebensstandard und vermeiden Altersarmut.

Berechnen Sie jetzt Ihre persönliche Rentenlücke:

Beispiel zur Berechnung der Rentenlücke

Anna Müller geht mit 67 Jahren in Rente und erhält eine gesetzliche Altersrente von 1.300 EUR. Außerdem bezieht sie eine Betriebsrente und erzielt Zinseinnahmen. Um ihren gewohnten Lebensstandard zu halten, benötigt sie jedoch monatlich 2.000 EUR. Für Anna ergibt sich daraus folgende Versorgungslücke:

  • Für gewohnten Lebensstandard benötigtes Einkommen: 2.000 EUR
  • Gesetzliche Rente: 1.300 EUR
  • abzüglich 7,3 % Krankenversicherung: 94,90 EUR

  • abzüglich 3,4 % Pflegeversicherung: 44,20 EUR (Anna hat 1 Kind; bei Kinderlosen liegt der Beitragssatz für die Pflegeversicherung bei 4,0 %)

  • Zwischensumme Rente: 1.160,90 EUR

  • Betriebsrente: 200 EUR
  • Zinserträge: 100 EUR
  • Alterseinkünfte: 1.460,90 EUR

  • Steuern: 0 EUR*

  • Monatliche Versorgungslücke: 539,10 EUR

Anna fehlen im Rentenalter monatlich 539,10 EUR, um ihren Lebensstandard zu halten. Bei einer Lebenserwartung von 83 Jahren (laut Statistischem Bundesamt für Frauen für das Jahr 2022/2024) muss sie eine Lücke von insgesamt 103.500 EUR schließen.


* Der Grundfreibetrag liegt für Alleinstehende bei 12.348 EUR. Bezogen auf ihre gesetzliche Rente würde Frau Müller daher keine Steuern zahlen. Die Höhe der Steuerbeiträge variiert jedoch je nach Renteneintrittsjahr und dem Rentenfreibetrag. Und private Renteneinkünfte oder Kapitalerträge werden auch als Einkünfte in der steuerlichen Veranlagung berücksichtigt. Fazit: Für Frau Müller wäre es sinnvoll, eine Steuererklärung zu machen, um mit Angaben zu Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen eine mögliche Steuerpflicht auszugleichen.

Auch auf die gesetzliche Rente können Steuern fällig werden. In der jährlichen Renteninformation, die alle Arbeitnehmenden ab 27 Jahren erhalten, steht daher der Bruttobetrag – also die Regelaltersrente ohne Abzug von Steuern. Die Gesamteinkünfte sind entscheidend bei der Höhe der Rentenbesteuerung. Dabei werden Einkünfte berücksichtigt, wie die gesetzliche Rente, private oder betriebliche Altersvorsorge, Witwenrente, Kapitalerträge, Gehälter und Mieteinnahmen. Einfluss auf die Besteuerung hat auch das Jahr des Rentenbeginns. Die Deutsche Rentenversicherung setzt einen sogenannten Anpassungsbetrag fest. Dabei wird auch ein Rentenfreibetrag ermittelt; das ist der Anteil der Rente, der nicht versteuert wird.

Positiver Effekt auf die Rente: Warum sich längeres Arbeiten für Frauen lohnt

Bei Rentenversicherten, die mindestens 35 Versicherungsjahre vorweisen können, fallen die Renten insgesamt höher aus. Auch der Abstand zwischen Frauen und Männern ist geringer. Betrachtet man die Altersrente mit mindestens 15 Jahren Einzahlung in die deutsche Rentenversicherung, zeigt sich noch einmal mehr, wie wertvoll eine regelmäßige Berufstätigkeit mit möglichst wenigen Lücken im Arbeitsleben für die Altersvorsorge ist.

Die Grafik zeigt die durchschnittlich gezahlten Altersrenten im Jahr 2023 nach Beitragszeiten in EUR.

Durchschnittlich gezahlten Altersrenten im Jahr 2023 nach Beitragszeiten

341 EUR Rente unter 15 Beitragsjahre
617 EUR Rente 15 bis unter 25 Beitragsjahre
951 EUR Rente 25 bis unter 35 Beitragsjahre
1355 EUR Rente 35 bis unter 45 Beitragsjahre
1631 EUR Rente 45 Beitragsjahre und mehr

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FAQs

Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Rente für Frauen“

Seit der Abschaffung der sogenannten Frauenrente im Jahr 1992 liegt das Renteneintrittsalter für alle ab 1964 geborenen Frauen und Männer bei 67 Jahren.

Weder für Frauen noch für Männer gibt es Mindestrenten. Ausschlaggebend für die Rentenhöhe ist die Höhe und Dauer der Einzahlung in die Rentenkasse. Menschen, die eine sehr geringe Rente erhalten, haben aber unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Grundsicherungsleistungen – unabhängig vom Geschlecht.

Auch hier ist die Regelung genderneutral. Das frühestmögliche Renteneintrittsalter liegt bei 63 Jahren. Wenn Sie mit 62 Jahren in Rente gehen möchten, werden Sie bis zum Zeitpunkt Ihres Renteneintrittsalters keine gesetzliche Rente erhalten. Für jeden Monat, den Sie vor dem Erreichen des 67. Lebensjahres in Rente gehen, gibt es einen Rentenabschlag in Höhe von 0,3 %.

Gehen Sie statt mit 67 Jahren bereits mit 63 Jahren in Rente, betrifft das 48 Monate. 48 x 0,3 % = 14,4 % Rentenabschlag. Dieser Abschlag mindert Ihre Rente ein Leben lang.

Für die Erziehung Ihrer Kinder bekommen Sie Entgeltpunkte (Rentenpunkte) auf Ihrem Rentenkonto gutgeschrieben. 1 volles Erziehungsjahr entspricht genau 1 Rentenpunkt. Seit der Rentenanpassung im Juli 2026 erhöht jeder Rentenpunkt Ihre spätere Monatsrente um 42,52 EUR. Die Anrechnungsdauer richtet sich aktuell noch nach dem Geburtsjahr Ihres Kindes:

  • Geburt ab 1992: Sie erhalten 36 Monate (3 Jahre / 3 Rentenpunkte = 127,56 EUR monatliche Rente).
  • Geburt vor 1992: Sie erhalten derzeit 30 Monate (2,5 Jahre / 2,5 Rentenpunkte = 106,30 EUR monatliche Rente).

Gut zu wissen für Väter: Die Erziehungszeit steht grundsätzlich der Person zu, die das Kind überwiegend erzieht. Kümmern Sie sich als Vater vorrangig um die Erziehung, können Sie sich die Rentenpunkte über eine gemeinsame Erklärung bei der Rentenversicherung anrechnen lassen.

Ausblick auf 2027 (Mütterrente III): Ab dem 1. Januar 2027 entfällt die Unterscheidung nach dem Geburtsjahr. Dann gelten auch für vor 1992 geborene Kinder volle 36 Monate Erziehungszeit.

Mehr Details finden Sie in unserem Ratgeber Kindererziehungszeit und Rente: Das sind Ihre Ansprüche.

Das Renteneintrittsalter lag im Jahr 2024 in Schweden bei 68 Jahren, in Frankreich bei 67 und in Dänemark bei 66 Jahren. Global gesehen, geht die Spanne weit auseinander: Die USA haben auch das Renteneintrittsalter bei 66 Jahren festgelegt, Korea dagegen bei 62 Jahren.

Die früheste Möglichkeit, in Rente zu gehen, ist mit 63 Jahren. Dann erhalten Sie weniger Rente, als wenn Sie bis 67 gearbeitet hätten. Sie zahlen 4 Jahre weniger in die Rentenversicherung ein und sammeln weniger Rentenpunkte. Daher fällt Ihre Rente entsprechend niedriger aus.

Eine Familie mit Vater, Mutter und zwei Kindern liegt vergnügt in einer Hängematte.

Mehr Flexibilität ab 2027: Das neue Altersvorsorgedepot

Das neue Altersvorsorgedepot eröffnet neben Garantieprodukten auch die Möglichkeit, ETFs und Investmentfonds einzubeziehen. So können Sie stärker an den Chancen des Kapitalmarkts teilhaben. Welche Möglichkeiten das neue Modell bietet, erfahren Sie hier.

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Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

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