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Elementarschäden: Jeder ist gefährdet

Schwere Stürme, tennisballgroße Hagelkörner, heftige Gewitter, starker Schneefall, sintflutartiger Regen und weitläufige Überschwemmungen – das sind nur einige Beispiele für Unwetterrisiken. Doch viele Versicherte wissen nicht, welche Schäden durch ihre Versicherung eigentlich abgedeckt werden. Wir zeigen Schadenfälle aus der täglichen Praxis.

Was sind eigentlich Natur­gefahren?

Naturgefahren, auch als Elementargefahren bezeichnet, sind – vereinfacht ausgedrückt – Gefahren, die durch das Einwirken der Natur verursacht werden. Die Versicherungen unterscheiden in der Regel zwischen zwei Arten von Elementargefahren bzw. Elementarschäden:

  • Elementargefahren: Schäden, die durch die Naturgefahren Sturm und Hagel verursacht werden, nennt man Elementarschäden.
  • Weitere Elementargefahren: Als so genannte weitere Elementargefahren werden Überschwemmung und Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch bezeichnet.

Wie die Schadenbeispiele in diesem Artikel verdeutlichen, gibt es für Haus- und Wohnungseigentümer sowie Geschäftsinhaber gute Gründe, ihre Gebäude, den Hausrat oder die Betriebseinrichtung umfassend gegen die Elementargefahren sowie die weiteren Elementargefahren abzusichern.

Überschwemmungen nehmen zu

Die Bilder der Jahrhundertfluten in den Jahren 2002 und 2013 mit Toten und Verletzten sowie Sachschäden in Milliardenhöhe haben viele noch gut in Erinnerung – manche sprechen gar von Jahrtausendfluten. In beiden Fällen handelt es sich um Sommer-Hochwasser, die in den letzten Jahren häufiger aufgetreten sind, so im Juli 1997 an der Oder, im Mai 1999 und August 2005 an der Donau und im Mai 2010 an Oder und Weichsel. Doch nicht nur in flussnahen Gebieten tritt von Zeit zu Zeit das Wasser über die Ufer, durch plötzlich auftretenden Starkregen werden ebenso Orte überflutet, die weit abseits von Gewässern liegen. Mit anderen Worten: Überschwemmungen können nahezu jeden betreffen und die Überschwemmungen der letzten Jahre haben gezeigt, welche katastrophalen Schäden die Wassermassen anrichten können.

Überschwemmungen können jeden treffen.

Beispiele für Elementar­schäden: Das kann alles passieren

Elementarschaden: Sturm deckt Dach ab

Durch einen Sturm wird das Dach eines Wohngebäudes abgedeckt. Der eindringende Regen beschädigt zudem die Einrichtung der betroffenen Räume.

Elementarschaden: Hagel beschädigt Gebäude

Durch einen Hagelschauer werden sowohl Dachziegel, Fenster als auch der Verputz des Gebäudes stark beschädigt.

Erweiterter Elementarschaden: Schneemassen drücken Hausdach ein

Nach schwerem Schneefall wird der Dachstuhl des Gebäudes eingedrückt und die Einrichtung wird erheblich beschädigt.

Erweiterter Elementarschaden: Rückstau nach Starkregen

Nach einem lokalen Starkregen kann die Kanalisation die Wassermengen nicht mehr aufnehmen – das Gebäude wird überschwemmt und das Wasser staut sich durch Toiletten und Waschbecken zurück. Das Regenwasser vermischt sich mit dem Abwasser aus der Kanalisation und durchnässt und verschmutzt Wände, Möbel, Kleidung und Elektrogeräte.

Erweiterter Elementarschaden: Überschwemmung nach Starkregen

Nach heftigen Niederschlägen wird der kleine Bach zum reißenden Strom und überflutet die Produktionshalle. Sämtliche Maschinen und Vorräte werden beschädigt bzw. zerstört und die Produktion steht tagelang still.

Versicherungsschutz für Privatkunden

In der R+V-Hausratversicherung sind automatisch die Naturgefahren Sturm und Hagel mitversichert. In die R+V-Wohngebäudeversicherung können Sturm und Hagel sowie die weiteren Naturgefahren eingeschlossen werden. Weitere Naturgefahren können jeweils dazu gewählt werden.

Versicherungsschutz für Firmenkunden

Um auch gegen die finanziellen Folgen von Sachschäden und Umsatzeinbußen durch Betriebsunterbrechungen in Folge von Naturgefahren geschützt zu sein, empfehlen wir Unternehmen zusätzlich die Sach- + Betriebs­unterbrechungs­versicherungen von R+V. Speziell für landwirtschaftliche Unternehmen bietet R+V die Gebäude­versicherung und Inhalts­versicherung.

Was im Schadenfall zu tun ist

  • Melden Sie den Schaden so rasch wie möglich Ihrer Versicherung, am besten sofort.
  • Haben Sie bereits eine Versicherung bei R+V? Dann wenden Sie sich im Schadenfall direkt an die R+V-Schaden-Hotline 0800 533-1111* oder Sie melden den Schaden online per E-Mail.
  • Führen Sie Schadenminderungsmaßnahmen durch, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.
  • Bewahren Sie beschädigte Sachen bis zu einer Entscheidung des Versicherers auf. Gegebenenfalls schickt der Versicherer einen Gutachter zur Prüfung.

* Kostenfrei aus allen deutschen Fest- und Mobilfunknetzen.

So hilft R+V weiter

  • Sofortmaßnahmen zur Schadenminderung: Hier hilft beispielsweise die Sprint Sanierung GmbH
  • Kurzfristige Besichtigung durch eigene Reguliererorganisation
  • Bei größeren Schäden: Einsatz externer Sachverständiger
  • Gerne stehen Ihnen unsere Ansprechpartner vor Ort für ein persönliches Gespräch zur Verfügung: Ansprechpartner finden

Autor/in

K. Waldheim

Jun. 2017

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