Kopfschmerzen, gereizte Schleimhäute oder Atembeschwerden: Treten solche Beschwerden plötzlich in der eigenen Wohnung auf, können Schadstoffe oder Allergene die Auslöser sein. Oft stecken unsichtbare Quellen wie Schimmel, Milben oder chemische Ausdünstungen hinter den Symptomen. Wir geben Tipps, wie Sie die Gefahrenherde systematisch erkennen, welche Sofortmaßnahmen helfen und was Sie vorbeugend für ein gesundes Raumklima tun können.
Plötzliche Allergie in der Wohnung: Ursachen finden & effektiv vorbeugen
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Auslöser identifizieren
Meist sind Hausstaubmilben oder Schimmelpilze die Ursache für plötzliche Beschwerden. Ein Allergietagebuch hilft Ihnen und Ihrem Arzt dabei, Zusammenhänge zwischen Symptomen und bestimmten Räumen schnell zu erkennen.
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Gezielte Prävention im Schlafzimmer
Schaffen Sie eine gesunde Schlafumgebung: Nutzen Sie z. B. Encasing-Sets, waschen Sie Bettwäsche bei 60 Grad und verbannen Sie Pflanzen aus dem Schlafraum. Das entzieht Allergenen wie Milben effektiv die Lebensgrundlage.
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Schadstoffe nicht unterschätzen
Ob Asbest in Altbauten oder Formaldehyd in neuen Möbeln – chemische Belastungen können chronische Symptome auslösen. Achten Sie beim Kauf auf Umweltgütesiegel und lassen Sie im Zweifel eine professionelle Schadstoffmessung durchführen.
Allergene oder Schadstoffe in der Wohnung: Ursachen finden
Wenn Sie vermuten, dass Sie in Ihrer Wohnung Schadstoffen oder allergieauslösenden Substanzen (Allergenen) ausgesetzt sind, sollten Sie schnell handeln. Das Wichtigste ist herauszufinden, welche Auslöser für die Beschwerden verantwortlich sind. Doch das ist nicht so einfach, denn die Beschwerden können ganz unterschiedliche Ursachen haben, trotzdem sind die Symptome dabei oft ähnlich.
Etwa 30 % der Deutschen leiden an Allergien. Eine der häufigsten Formen ist dabei laut Robert-Koch-Institut der Heuschnupfen, den etwa knapp 15 % der Deutschen haben. Bei einer Sensibilisierung bildet das Immunsystem beim Erstkontakt bereits ein Antigen, bei einem erneuten Kontakt kann es zu einer allergischen Reaktion kommen. Dabei handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems auf eine bestimmte Substanz.
„Die Symptome aufgrund von Belastungen in Innenräumen sind ausgesprochen vielfältig. Sie können sich sowohl auf der Haut mit Juckreiz und Ekzemen, Schleimhautreizungen der Augen, der Nase und des Rachens oder in den Atemwegen mit Husten, verstopfter Nase, Niesreiz, Schnupfen bis hin zur akuten Atemnot manifestieren“, erläutert PD Dr. Mario Bauer vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig. „Bei Kindern treten noch häufiger Mittelohrentzündungen, eine Bronchitis oder sogar Asthma auf, wenn die Eltern in der Wohnung rauchen“, so der Spezialist für Toxikologie und Umweltgesundheit.
Die häufigsten Beschwerden in der Wohnung gehen nicht vom Baumaterial oder von Einrichtungsgegenständen aus. Umweltexperte Bauer sagt: „Sie werden von ‚Mitbewohnern‘ verursacht, die wir durch die Bausubstanz oder unser Wohnverhalten ungewollt einziehen lassen. Das sind zum einen Hausstaubmilben, die sich hauptsächlich von unseren Hautschuppen ernähren, zum anderen Schimmelpilze, die sich an feuchten Stellen mit organischer Substanz, wie etwa Tapeten, prächtig vermehren können.“
Obwohl es in Schlafzimmern meist kühl ist, schafft der schlafende Mensch unter der Bettdecke ein ideales Klima für Hausstaubmilben – dort ist es warm und feucht. Ihre Nahrung in Form von Hautschuppen finden sie etwa in Matratzen, Kissen, Polstermöbeln, aber auch in Teppichen, Vorhängen, Plüschtieren und Büchern.
Die allergischen Reaktionen werden von den zerfallenden und aufgewirbelten Exkrementen der Hausstaubmilben ausgelöst. Die Hausstaubmilben-Allergie kann sich durch Neurodermitis oder auch Heuschnupfen äußern – im schlimmsten Fall sogar durch Asthma.
So beugen Sie Hausstaubmilben im Schlafzimmer vor:
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Keine Pflanzen im Schlafzimmer
Pflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Zimmer und fördern damit günstige Bedingungen für Hausstaubmilben. Pflanzen gehören daher nicht ins Schlafzimmer.
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Nicht mit nassen Haaren ins Bett
Gehen Sie nicht mit nassen Haaren ins Bett, weil das die Luftfeuchtigkeit erhöht. Denn Milben lieben es feucht und warm.
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Encasing-Sets benutzen
Nutzen Sie Encasing-Sets. Das sind spezielle Kopfkissen- und Bettdeckenbezüge für Allergiker, die den Kontakt zu Hausstaubmilben vermindern. Die Kosten werden von manchen Krankenkassen anteilig übernommen.
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Bettwäsche regelmäßig wechseln und waschen
Wechseln Sie regelmäßig die Bettwäsche (mindestens alle 2 Wochen) und waschen Sie Ihre Bettwäsche bei mindestens 60 Grad.
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Allergikerfreundliche Fußböden verwenden
Glatte Böden, z. B. Parkett oder Laminat, lassen sich besser reinigen und enthalten daher weniger Allergene als Teppichböden. Deshalb sind glatte Böden zu bevorzugen.
Durch offene Fenster und Türen sowie durch Anhaftung an Kleidung, Schuhen und Haaren gelangen sie auch in Haus und Wohnung. Neben Niesanfällen, lästigem Schnupfen und Augenreizungen kann eine Pollenallergie im schlimmsten Fall zu allergischem Asthma führen.
Eine Hyposensibilisierung kann die Beschwerden deutlich lindern. Um Pollen im Schlafzimmer zu vermeiden, ist z. B. in Stadtgebieten das Lüften frühmorgens oder nach einem Regenguss sinnvoll. Auch Pollenflug-Karten des Deutschen Wetterdienstes geben Auskunft über die optimalen Lüftungszeiten.
So beugen Sie Pollen im Schlafzimmer vor:
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Pollenschutz-Gitter anbringen
Bringen Sie Pollenschutzgitter am Schlafzimmerfenster an.
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Schlafhygiene beachten
Achten Sie auf eine gute Betthygiene, d. h. nicht mit benutzter Straßenkleidung aufs Bett legen. Legen Sie benutzte Kleidung, die Sie draußen getragen haben, nicht im Schlafzimmer ab, sondern im Nebenraum.
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Abends duschen und Haare Waschen
Abends duschen und Haare waschen – damit spülen Sie Staub und Pollen von der Haut und den Haaren und vermeiden einen langen Kontakt mit den Allergenen.
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Ein Luftreinigungsgerät verwenden
Stellen Sie ein Luftreinigungsgerät im Schlafzimmer auf, um Pollen aus der Luft zu filtern.
Mehr Infos zu dem Thema finden Sie in unserem Ratgeberartikel:
Schimmelpilze gedeihen auf allen organischen Stoffen im Haus. Dazu gehören Holz und Wände genauso wie Kunststoffe. Sie entwickeln sich am besten bei einer hohen Luftfeuchtigkeit (über 70 %). Ursache für die allergischen Reaktionen sind die vom Schimmel in die Wohnräume abgegebenen Schimmelpilzsporen. Es können Hautreizungen, grippeähnliche Symptome, Erschöpfungszustände, Schwindel oder Gedächtnis- und Sprachstörungen auftreten. Schimmelpilze können auch Atemwegserkrankungen wie Reizhusten und allergisches Asthma verursachen.
Am besten vermeiden Sie Schimmel, indem Sie regelmäßig und richtig lüften. Richtig lüften bedeutet, dass das Fenster für mindestens 5 Minuten weit geöffnet wird. Wenn möglich: Querlüften mit 2 gegenüberliegenden Fenstern.
Gut zu wissen: Ein gekipptes Fenster ist nicht optimal für den Luftaustausch im Raum. Im Gegenteil: Der Luftaustausch ist eher gering und bei einem dauerhaft gekippten Fenster kühlt die Wand um das Fenster herum aus. Es kann zur Bildung von Kondenswasser kommen. Das ist wiederum die ideale Grundlage für eine mögliche Schimmelbildung.
Mehr Infos zur Vermeidung von Schimmel finden Sie in unserem Ratgeberartikel:
Wenn der Freund auf 4 Pfoten zum Allergieauslöser wird, ist das besonders tragisch. Am weitesten verbreitet sind Allergien gegen Katzen, Hunde und Nagetiere. Auslöser sind nicht die Tierhaare selbst, sondern Proteine in Hautschuppen oder Reste von Schweiß, Speichel, Kot oder Urin, die an den Haaren haften.
Die einzige Lösung ist eine Kontaktvermeidung. Das bedeutete bisher bei einer Katzenallergie leider: ein neues Zuhause für die Katze finden. Eine neue Therapieform macht jedoch Hoffnung. Sie ermöglicht es, das Katzenallergen durch eine Impfung der Katze drastisch zu reduzieren und das Tier somit im Haushalt belassen zu können.
Eine weitere Möglichkeit ist die Hyposensibilisierung. Dabei erhalten Betroffene etwa alle 4 bis 6 Wochen eine Tablette, Spritze oder Tropfen, in denen das Allergen in abgeschwächter Form enthalten ist. Die Therapie ist wie eine Art Training, bei dem sich der Körper an das Allergen gewöhnt.
In unserer modernen Welt sind wir manchmal von Schadstoffen umgeben, sogar in unserer eigenen Wohnung. Von der Luft, die wir atmen, bis hin zu den Oberflächen, die wir berühren – überall können Schadstoffe in verschiedenen Formen und Quellen auftreten.
Wenn eine plötzliche Allergie in der Wohnung mit ungeklärten Gesundheitsstörungen auftritt, gehen Sie den Ursachen schnellstmöglich auf den Grund. Wenn die Beschwerden bei einem längeren Aufenthalt außerhalb der Wohnung abnehmen, zum Beispiel im Urlaub, ist dies ein Indiz für eine Belastung durch Allergene oder Schadstoffe in der Wohnung.
Besonders in älteren Häusern oder Wohnungen können unentdeckt Schadstoffe vorhanden sein. Asbest und andere schädliche Baumaterialien wurden früher häufig verwendet, bevor man deren Gesundheitsgefährdung festgestellt hat.
Bei Verdacht auf mögliche Schadstoffe geben das Baujahr des Gebäudes oder die Bauakten genauere Auskunft über die verwendeten Materialien. Was viele nicht wissen: Baumaterialien, die mit Schadstoffen belastet sind, können diese auch noch nach Jahrzehnten an ihre Umgebung abgeben.
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Asbest: Oftmals gut versteckt
Asbest wurde etwa in der Zeit von 1950 bis 1993 häufig im Hausbau eingesetzt. Als Deckenverkleidung, in Zement, Platten und in Fugenmasse war es im Einsatz.
Das Material ist krebserregend und kann Asbestose hervorrufen, eine Lungenerkrankung, die durch Asbeststaub hervorgerufen wird. Seit 1993 ist daher die Herstellung und Verwendung von Asbest in Deutschland verboten.
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PCB im Baumaterial
PCB (Polychlorierte Biphenyle) kann in Fugenmasse, Deckenplatten, Wandfarben, besonderen Bodenklebern und Holzschutzmitteln enthalten sein. Es wurde bis 1978 verwendet.
Dann wurde bekannt, dass der Stoff krebserregend und gesundheitsschädigend ist und wird seitdem nicht mehr in Baumaterialien verwendet.
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Formaldehyd in der Wohnung vermeiden
Formaldehyd wird zum Binden von Holzwerkstoffen in Spanplatten und Möbeln eingesetzt, aber auch in Farben, Lacken, Fußbodenbelägen oder Textilien. Eine Belastung durch Formaldehyd äußert sich meist durch Reizung der Augen und Atemwege und kann irreversible Schäden an inneren Organen verursachen.
Formaldehyd sollte in Innenräumen einen Höchstwert von 100 Mikrogramm pro Kubikmeter (100 µg/m3) nicht überschreiten, empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Umweltbundesamt.
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Lack und Kleber ohne Lösungsmittel verwenden
Lösungsmittel sind zum Beispiel in Farben, Lacken, Verdünnern und Klebern enthalten. So geben etwa Kunstharzlacke Lösungsmittel an die Raumluft ab. Lösungsmittel sind häufig Verursacher von Schadstoffbelastungen in Innenräumen.
Sie können das Zentralnervensystem angreifen, Leber und Nieren schädigen, krebserregend oder erbgutschädigend sein und Allergien auslösen. Nach einem Kontakt können Symptome wie Kopfschmerzen, Atemwegs- und Schleimhautreizungen, Sehstörungen, Schwächezustände oder Schwindel auftreten.
Nicht jeder Kontakt mit einem Schadstoff führt sofort zu einer Erkrankung. Hier muss unterschieden werden, ob es zu einem direkten Hautkontakt gekommen ist oder die Schadstoffe über die Raumluft aufgenommen wurden. Auch die Konzentration des Schadstoffs und die Dauer des Kontakts bestimmen die Auswirkungen auf den Körper. Dazu kommt, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Schadstoffe reagiert. Eine Analyse der Raumluft oder von Materialproben kann Aufschluss über Schadstoffe im Raum geben.
Im Fall einer plötzlichen Allergie in der Wohnung kann ein Mediziner den Patienten bei der Suche nach der Ursache für die Beschwerden unterstützen. „Der behandelnde Arzt benötigt eine möglichst detaillierte Aufstellung, wann und wo die Beschwerden auftreten oder abklingen. Hilfreich in einem solchen Protokoll sind auch begleitende Informationen zu eigenen Aktivitäten, Mahlzeiten oder Veränderungen wie Umzügen, Renovierungen oder neuen Gegenständen in der Wohnung“, empfiehlt Dr. Mario Bauer. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen (AEDA) bietet auf seiner Internetseite eine Allergologen-Suche nach Postleitzahl an.
Ein Allergietest kann dann Aufschluss darüber geben, ob es sich bei den Beschwerden um eine bislang unbekannte Allergie handelt. „Wenn ich unter Haut- und Schleimhautreizungen leide, könnte eine Schimmelpilzbelastung vorliegen, die es aufzuspüren und zu beseitigen gilt“, sagt Bauer. Häufigkeit und Heftigkeit der Symptome einer Allergie unterlägen oft größeren Schwankungen oder träten nur saisonal auf. Giftstoffe verursachten eher chronische, kontinuierliche Beschwerden.
In einem Allergietagebuch, zum Beispiel einem Taschenkalender oder Zeitplaner, können Sie genau notieren, wann und unter welchen Bedingungen Symptome auftreten. Ihrem Arzt hilft das, mögliche Ursachen einzugrenzen. Folgende Informationen sollte das Allergietagebuch enthalten:
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Welche Beschwerden treten auf?
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Grenzen Sie die Symptome zeitlich und räumlich ein.
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Treten die Beschwerden vornehmlich in bestimmten Räumen auf? Prüfen Sie vor allem sensible Bereiche wie Schlafzimmer oder Kinderzimmer.
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Sind andere Personen, Tiere oder Pflanzen von Schädigungen betroffen?
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Treten offensichtliche Gefahrenträger auf (z. B. Schimmelpilz, stechende Gerüche)?
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Wurden in der Wohnung oder in Möbeln problematische Baustoffe oder Materialien verwendet (z. B. Spanplatten, Holzschutzmittel, Bleirohre)?
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Gab es einen Wasserschaden?
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Befinden sich in der Nähe Ihrer Wohnung mögliche Verursacher von Schadstoffausstößen (z. B. Fabrik, chemische Reinigung)?
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Haben Sie die Beschwerden erst, seitdem Sie in die Wohnung eingezogen sind, seit einer Renovierung oder seit einer bestimmten Neuanschaffung?
Tipp: Schadstoffarme Produkte auswählen
Am besten sorgen Sie dafür, dass gefährliche und potenziell für Sie gefährliche Stoffe erst gar nicht in die Wohnung gelangen:
- Farben und Putze müssen für den Innenbereich geeignet sein. Produkte für den Außenbereich haben in der Wohnung nichts zu suchen.
- Farben, Lacke oder Kleber sollten nicht in der Wohnung gelagert werden.
- Bei der Wahl emissionsarmer Produkte helfen verschiedene Gütesiegel und Umweltzeichen. Finden Verbraucher diese auf einem Produkt, können sie davon ausgehen, dass bestimmte Schadstoffgrenzwerte nicht überschritten werden. Das Umweltbundesamt gibt einen Überblick über die wichtigsten Umweltsiegel.
Befindet sich die Schadstoffquelle im Gebäude selbst, greift das Mietrecht. Durch die sogenannten Gewährleistungsrechte ist der Vermieter zur Sanierung, Reparatur und möglicherweise zu Schadensersatz verpflichtet. Aber nur bei wenigen Schadstoffquellen, wie Bleirohren oder Asbest, sind Höchstgrenzen klar definiert. Eine Schadstoffbelastung ist jedoch nur schwer nachweisbar, wenn es dazu keine gesetzlichen Vorgaben mit Grenzwerten für den Innenraum gibt.
Wenn der Mieter Ansprüche gegen den Vermieter geltend machen will, liegt die Beweislast beim Mieter. Solche Auseinandersetzungen lassen sich oft nur vor Gericht klären. Es ist in diesem Fall sinnvoll, eine Rechtsberatung, etwa durch den örtlichen Mieterverein, vorab in Anspruch zu nehmen. Streitigkeiten können so möglicherweise außergerichtlich geklärt werden.
Die häufigsten Ursachen sind sogenannte „Mitbewohner“ wie Hausstaubmilben und Schimmelpilze. Milben gedeihen besonders gut in warm-feuchten Betten, während Schimmel an kalten Außenwänden oder hinter Möbeln wächst. Auch Schadstoffe wie Formaldehyd aus neuen Möbeln oder Lösungsmittel in Farben können allergieähnliche Symptome auslösen.
Ein starkes Indiz ist das Abklingen der Symptome (wie Reizhusten, Kopfschmerzen oder tränende Augen), wenn Sie sich längere Zeit außerhalb der Wohnung aufhalten, beispielsweise im Urlaub. Um die Ursache einzugrenzen, empfiehlt PD Dr. Mario Bauer das Führen eines Allergietagebuchs, in dem Symptome, Räume und Aktivitäten genau notiert werden.
Um Milben zu bekämpfen, sollten Sie die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen senken. Nutzen Sie Encasing-Sets (allergendichte Bezüge), waschen Sie Bettwäsche regelmäßig bei mindestens 60 Grad und verzichten Sie auf Pflanzen im Schlafzimmer. Auch das Vermeiden von nassen Haaren beim Schlafengehen reduziert die Feuchtigkeit in der Matratze.
In älteren Häusern (Baujahr vor 1993) kann Asbest in Deckenplatten oder Fugenmassen stecken. In Neubauten oder nach Renovierungen sind es oft Formaldehyd aus Spanplatten oder Lösungsmittel aus Lacken und Klebern. Diese Stoffe können die Schleimhäute reizen und sogar das Nervensystem schädigen.
Zuletzt aktualisiert: Februar 2026
R+V-Team
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