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Ernährung

Die richtige Ernährung bei Heuschnupfen

Juckende Augen, eine verstopfte Nase, ein Kratzen im Rachen und Atembeschwerden: Heuschnupfen belastet Menschen mit einer Allergie jeden Frühling aufs Neue. Doch mit ein paar Ernährungstipps können Sie die Allergie beeinflussen. Erfahren Sie, wie Heuschnupfen und Ernährung zusammenhängen und was Sie beachten müssen, damit Sie die Zeit des Pollenflugs gut überstehen.

 

Wie äußert sich Heuschnupfen?

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Gibt es etwas Schöneres als die ersten Frühlingstage nach einem langen, kalten Winter? Am liebsten möchte man sich bei den ersten Sonnenstrahlen das Fahrrad schnappen und eine ausgiebige Runde drehen. Oder spazieren gehen, draußen sitzen und den ersten Kaffee auf dem Balkon genießen. Wäre da nicht das lästige Jucken in den Augen und das Kitzeln in der Nase, das pünktlich mit den ersten Blüten einsetzt. 

Ist Heuschnupfen im Frühling auch Ihr ständiger Begleiter? Das können Sie durch eine Anpassung Ihrer Ernährung beeinflussen Denn mit ein paar Ernährungstipps lassen sich die Beschwerden mildern.

Das passiert bei Heuschnupfen

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem übertrieben auf harmlose Stoffe. Bei Heuschnupfen sind das Eiweiße im Blütenstaub verschiedener Bäume und Gräser.

Gelangen diese Eiweiße an die Schleimhäute in Augen, Nasen oder Rachen, setzt die allergische Reaktion ein. Der Körper schüttet den Botenstoff Histamin aus. Das Histamin ist dafür verantwortlich, dass die Augen tränen und jucken, die Nase läuft und der Rachen kratzt.

Heuschnupfen: Lebensmittel befeuern Allergie

Für Heuschnupfen-Geplagte folgen nun eine gute und eine schlechte Nachricht: In vielen Lebensmitteln steckt ebenfalls Histamin. Pollen-Allergiker haben nach dem Verzehr einiger Nahrungsmittel verstärkte Allergie-Beschwerden. Im Umkehrschluss können sie die Allergie durch die richtige Ernährung aber auch positiv beeinflussen.

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Folgende Lebensmittel sind bei einer Pollenallergie geeignet bzw. sollten gemieden werden

Pollenallergiker sollten vor allem im Frühjahr auf histaminreiche Nahrungsmittel verzichten. Kritisch sind Produkte, die besonders viel Histamin enthalten, aber auch Nahrungsmittel, die körpereigenes Histamin freisetzen.

Die Liste der Lebensmittel, die Sie als Allergikerin oder Allergiker meiden sollten, ist lang. Trotzdem müssen Sie auf nichts verzichten. Denn für all diese Produkte gibt es leckere Alternativen, die weniger Histamin enthalten.

 

  • Verzichten Sie auf histaminhaltige Lebensmittel
    • konservierte Lebensmittel
    • geräucherter Fisch und Meeresfrüchte 
    • geräuchertes Fleisch (z. B. Schinken, Salami) 
    • lang gereifter Käse (z. B. Brie, Camembert, Emmentaler, Parmesan) 
    • Sauerkraut 
    • Sojaprodukte (z. B. Sojabohnen, Sojasauce) 
    • Weizenprodukte 
    • überreifes Obst, Zitrusfrüchte 
    • Nüsse 
    • Tomaten, Spinat 
    • Schokolade, Nougat, Marzipan 
    • Marmelade, Erdnusscreme 
    • Alkohol, vor allem obergärige Biere (z. B. Weißbier, Kölsch), Rotwein, Sekt
  • Diese Lebensmittel sind für Pollenallergiker geeignet
    • frischer oder tiefgefrorener Fisch
    • frische Milch, Milchprodukte (z. B. Frischkäse, Speisequark, Butterkäse)
    • junger Käse
    • Koch- und Brühwurst
    • pflanzliche Lebensmittel (z. B. Gemüse, Salat, Getreideprodukte) 
    • Fruchtbonbons, Fruchtgummi
    • kleine Mengen Weißwein, Weinschorle oder untergärige Biersorten (z. B. Pils, Export)
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Führen Sie ein Ernährungstagebuch

Um den Effekt der Ernährung auf die Pollenallergie festzuhalten, ist ein Ernährungstagebuch eine gute Lösung. Schreiben Sie sich jeden Tag auf, was Sie gegessen haben und wie schlimm die Allergiesymptome waren. Wie Sie die Informationen festhalten, bleibt Ihnen überlassen. Online finden Sie Druckvorlagen und auch ein paar Apps.

Allergiesymptome lassen sich zum Beispiel mit einer Skala von 1 (keine Beschwerden) bis 10 (sehr schlimme Beschwerden) einteilen. Nach einiger Zeit können Sie vielleicht ein Muster erkennen. 

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Fastfood steigert das Allergie-Risiko

Doch Histamin ist nicht der einzige Zusammenhang zwischen Heuschnupfen und Ernährung. Eine Studie hat gezeigt, dass regelmäßiger Fast-Food-Konsum ebenfalls das Allergierisiko steigert. Wer sich mindestens dreimal in der Woche Burger, Pizza, Pommes und Co. gönnt, leidet häufiger an Asthma, allergischem Schnupfen und Neurodermitis. 

Kochen Sie frisch  

Wenn Sie selbst kochen, vermeiden Sie Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker. Auch ein Pizzateig lässt sich ganz einfach selbst herstellen.

Rezeptvorschlag für einen Allergiker-freundlichen Pizzateig
 

  • 500 Gramm Mehl (verwenden Sie gut verträgliches Roggenmehl)
  • 300 Milliliter Wasser
  • Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • Vermischen und verkneten Sie die Zutaten ordentlich – fertig ist der Allergiker-freundliche Pizzaboden!

Wenn Pollen Lebensmittel vermiesen: Kreuzallergie

Als wäre Heuschnupfen nicht schon schlimm genug, können Pollen eine fiese Kreuzallergie auslösen. Das betrifft etwa 60 Prozent der Personen, die auf Pollen, Hausstaubmilben oder Latex reagieren. Der Allergiker bemerkt dann plötzlich Symptome nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel.

Früchte und Pollen enthalten sehr ähnliche Eiweiße, der Körper verwechselt diese Stoffe. Birkenpollen-Allergiker bekommen beim Biss in den Apfel typische Heuschnupfen-Beschwerden. Ohne die Allergie gegen Birkenpollen wäre der Apfel aber kein Problem.

In der Tabelle finden Sie eine Übersicht, welche Kreuzallergien möglich sind:

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Eine Ernährungsberatung kann helfen

Wenn Sie als Heuschnupfen-Allergiker plötzlich auf Lebensmittel reagieren, sollten Sie das mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Allergologin oder Ihrem Allergologen besprechen. Diese können einen Allergietest durchführen.

Sie sehen, die richtige Ernährung bei Pollenallergie kann erheblichen Einfluss auf Ihr Wohlbefinden haben. Versuchen Sie herauszufinden, was Ihrem Körper guttut. Eine spezielle Ernährungsberatung kann Ihnen dabei helfen. Wenden Sie sich dazu zum Beispiel an die Experten des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB).

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