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Ernährung

Die richtige Ernährung bei Heuschnupfen

Inhalt:

Juckende Augen, Fließschnupfen, ein Kratzen im Rachen und Atembeschwerden: Heuschnupfen belastet Allergiker jeden Frühling aufs Neue. Doch mit ein paar Ernährungstipps können Sie die Allergie beeinflussen. Die passende Ernährung bei Heuschnupfen hilft Ihnen, die Symptome aktiv zu lindern. Erfahren Sie, wie Heuschnupfen und Ernährung zusammenhängen, welche Lebensmittel Ihre Beschwerden mildern und wie Sie entspannt durch die Pollensaison kommen.

 

Auf einen Blick

Das Wichtigste zum Thema „Heuschnupfen und Ernährung“

  • Histaminaufnahme bewusst steuern

    Histaminreiche Nahrungsmittel sind oft „Symptomverstärker“. Verzichten Sie während der Heuschnupfenzit gezielt auf stark verarbeitete Speisen wie geräucherten Schinken oder Fertigprodukte, um Ihre Beschwerden zu mildern.

  • Kreuzallergien im Blick behalten

    Etwa 60 % aller Pollenallergiker reagieren auch auf bestimmte Nahrungsmittel, da deren Eiweiße den Pollen ähneln. Achten Sie darauf, ob nach dem Verzehr von Obst oder Nüssen ein Kribbeln im Mund entsteht, und passen Sie Ihre Ernährung bei Heuschnupfen entsprechend an.

  • Frische Küche bevorzugen

    Setzen Sie auf frische, unverarbeitete Lebensmittel statt auf Fast Food oder Fertiggerichte. Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker können allergische Reaktionen befeuern, während eine nährstoffreiche Kost Ihre Abwehrkräfte stärkt.

Symptome lindern durch die richtige Ernährung bei Heuschnupfen

Genießen Sie die ersten warmen Tage des Jahres lieber auf dem Fahrrad oder Balkon statt mit Taschentüchern? Wenn die Pollen fliegen, reagiert Ihr Körper oft prompt. Mit einer gezielten Ernährung bei Heuschnupfen steuern Sie aktiv gegen das Kitzeln in der Nase und tränende Augen.

Plagt Sie der Heuschnupfen jedes Frühjahr? Passen Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten an. Schon kleine Änderungen lindern Ihre Beschwerden spürbar.

Das passiert bei Heuschnupfen

Bei einer Allergie reagiert Ihr Immunsystem übertrieben auf harmlose Stoffe. Bei Heuschnupfen sind das Eiweiße im Blütenstaub verschiedener Bäume und Gräser.

Gelangen diese Eiweiße an die Schleimhäute in Augen, Nasen oder Rachen, setzt die allergische Reaktion ein. Ihr Körper schüttet daraufhin den Botenstoff Histamin aus. Dieser verursacht die typischen Symptome wie brennende und tränende Augen, eine laufende Nase oder einen kratzigen Rachen.

Heuschnupfen: Warum Histamin Ihre Allergie verstärkt

Für Heuschnupfen-Geplagte folgen nun eine gute und eine schlechte Nachricht: In vielen Lebensmitteln steckt ebenfalls Histamin. Pollen-Allergiker haben nach dem Verzehr einiger Nahrungsmittel verstärkte Allergie-Beschwerden. Im Umkehrschluss können sie die Allergie durch die richtige Ernährung aber auch positiv beeinflussen.

Pollenallergiker sollten auf histaminreiche Lebensmittel verzichten

Sind Sie Pollenallergiker? Dann sollten Sie vor allem im Frühjahr auf histaminreiche Nahrungsmittel verzichten. Kritisch sind Produkte, die besonders viel Histamin enthalten, aber auch Nahrungsmittel, die körpereigenes Histamin freisetzen.

Die Liste der Lebensmittel, die Sie als Allergikerin oder Allergiker meiden sollten, ist lang. Doch keine Sorge: Für fast alles gibt es leckere, histaminarme Alternativen.

 

Verzichten Sie auf histaminreiche Lebensmittel wie ...

  • Konservierte Lebensmittel

  • Fisch (geräuchert, konserviert), Meeresfrüchte 

  • Geräuchertes Fleisch (z. B. Schinken, Salami) 

  • Lang gereifter Käse (z. B. Brie, Camembert, Emmentaler, Parmesan) 

  • Sauerkraut 

  • Sojaprodukte (z. B. Sojabohnen, Sojasauce) 

  • Weizenprodukte 

  • Überreifes Obst, Zitrusfrüchte 

  • Nüsse 

  • Tomaten, Spinat 

  • Schokolade, Nougat, Marzipan 

  • Marmelade, Erdnusscreme 

  • Alkohol, vor allem obergärige Biere (z. B. Weißbier, Kölsch), Rotwein, Sekt

Geeignet sind histaminarme Alternativen...

  • Frischer oder tiefgefrorener Fisch

  • Frische Milch, Milchprodukte (z. B. Frischkäse, Speisequark, Butterkäse)

  • Junger Käse

  • Koch- und Brühwurst

  • Pflanzliche Lebensmittel (z. B. Gemüse, Salat, Getreideprodukte) 

  • Fruchtbonbons, Fruchtgummi

  • Frische Eier

  • Kleine Mengen Weißwein, Weinschorle oder untergärige Biersorten (z. B. Pils, Export)

So optimieren Sie Ihren Gesundheitsschutz

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bietet Ihnen lediglich eine Grundversorgung. Für Zahnersatz oder eine Unterbringung im Ein- und Zweibettzimmer bei einem Krankenhausaufenthalt müssen Sie z. B. einen Großteil oder sogar alle Kosten selbst tragen.

Mit den R+V-Krankenzusatzversicherungen können Sie diese Kosten deutlich reduzieren und sich eine bessere medizinische Versorgung leisten.

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Führen Sie ein Ernährungstagebuch

Um den Effekt der Ernährung auf die Pollenallergie festzuhalten, ist ein Ernährungstagebuch eine gute Lösung. Schreiben Sie sich jeden Tag auf, was Sie gegessen haben und wie schlimm die Allergiesymptome waren.

Allergiesymptome lassen sich zum Beispiel mit einer Skala von 1 (keine Beschwerden) bis 10 (sehr schlimme Beschwerden) einteilen. Nach einiger Zeit können Sie vielleicht ein Muster erkennen. 

Fastfood steigert das Allergie-Risiko

Doch Histamin ist nicht der einzige Zusammenhang zwischen Heuschnupfen und Ernährung. Eine Studie hat gezeigt, dass regelmäßiger Fastfood-Konsum ebenfalls das Allergierisiko steigert. Wenn Sie 3 Mal in der Woche oder noch häufiger Fastfood wie Burger, Pizza, Pommes und Co. essen, steigt Ihr Risiko für Asthma, allergischen Schnupfen und Neurodermitis deutlich. 

Kochen Sie möglichst frisch  

Wenn Sie selbst kochen, vermeiden Sie Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker. Auch ein Pizzateig lässt sich ganz einfach selbst herstellen.

Rezept: Histaminarmer Pizzateig

  • 500 g Roggen- oder Dinkelmehl
  • 300 ml Wasser
  • Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe

Vermischen und verkneten Sie die Zutaten ordentlich – fertig ist der Allergiker-freundliche Pizzaboden!

Wenn Pollen Lebensmittel vermiesen: Kreuzallergie

Als wäre Heuschnupfen nicht schon schlimm genug, können Pollen eine fiese Kreuzallergie auslösen. Das betrifft etwa 60 % der Allergiker, die auf Pollen, Hausstaubmilben oder Latex reagieren. Der Allergiker bemerkt dann plötzlich Symptome nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel.

Früchte und Pollen enthalten sehr ähnliche Eiweiße, der Körper verwechselt diese Stoffe. Birkenpollen-Allergiker bekommen beim Biss in den Apfel typische Heuschnupfen-Beschwerden. Ohne die Allergie gegen Birkenpollen wäre der Apfel aber kein Problem.

Nutzen Sie unsere Übersicht, um mögliche Kreuzallergien zu identifizieren:

 

Allergie gegen Mögliche Kreuzallergien
Birke, Erle, Hasel Äpfel, Haselnüsse, Karotten, Sellerie, Soja, Birnen, Aprikosen, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen
Gräser Tomaten, Getreidekörner, Erdnüsse, Hülsenfrüchte
Beifuß, Wegerich Sellerie, Karotten, Fenchel, Curry, Estragon, Anis, Muskat, Pfeffer, Paprika, Ingwer, Kümmel, Koriander, Kardamom, Dill, Petersilie, Mango
Ambrosia Melonen, Zucchini, Gurken, Bananen, Äpfel, Sellerie
Lieschgras, Roggen Sojamehl, Weizen, Erdnüsse, Kartoffeln, Tomaten, Beifuß, Sellerie, Karotten, Kamille, Anis, Paprika, Gurken, Melone, Muskat, Pfeffer, Zimt, Ingwer
Ficus benjamina Feigen, Kiwis, Bananen, Papayas, Ananas, Avocados, Brotfrucht, Jackfrucht

 

Eine Ernährungsberatung kann helfen

Wenn Sie als Heuschnupfen-Allergiker plötzlich auf Lebensmittel reagieren, sollten Sie das mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Allergologin oder Ihrem Allergologen besprechen. Diese können einen Allergietest durchführen.

Sie sehen, die richtige Ernährung bei Pollenallergie kann erheblichen Einfluss auf Ihr Wohlbefinden haben. Versuchen Sie herauszufinden, was Ihrem Körper guttut. Eine spezielle Ernährungsberatung kann Ihnen dabei helfen. Wenden Sie sich dazu zum Beispiel an die Experten des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB).

FAQs

Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Ernährung bei Heuschnupfen“

Eine gezielte Ernährung bei Heuschnupfen ist keine Heilung im medizinischen Sinne, aber eine wertvolle Unterstützung. Indem Sie histaminarme Lebensmittel wählen, senken Sie die Entzündungsbereitschaft Ihres Körpers. Viele Betroffene berichten, dass ihre Symptome dadurch um bis zu 30 % oder mehr zurückgehen.

Das liegt vermutlich an einer sogenannten Kreuzallergie. Die Eiweiße in Birkenpollen ähneln denen im Apfel sehr stark. Wenn im Frühjahr Ihr Immunsystem durch den Pollenflug bereits unter Hochspannung steht, reagiert es zusätzlich auf das Obst. Außerhalb der Saison ist die Belastung oft so gering, dass Sie den Apfel problemlos genießen können.

Es gibt Hinweise darauf, dass der Verzehr von regionalem Honig wie eine kleine Desensibilisierung wirken kann, da er kleinste Mengen lokaler Pollen enthält. Wissenschaftlich belegt ist dieser Effekt jedoch nicht vollständig. Achten Sie darauf, dass Honig bei einer starken Allergie in seltenen Fällen sogar Reaktionen auslösen kann.

Ein kompletter Verzicht ist nicht zwingend, aber ratsam. Alkohol erweitert die Gefäße und fördert die Histaminaufnahme im Darm. Besonders Rotwein und obergäriges Bier enthalten zudem selbst viel Histamin. Wenn Sie etwas trinken möchten, greifen Sie lieber zu 1 kleinen Glas trockenem Weißwein oder einer Weinschorle.

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Zuletzt aktualisiert: April 2026

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