Mit einem Mofa sind Sie im Alltag einfach und unabhängig unterwegs. Rechtlich gesehen ist der Nachweis Ihrer Fahrberechtigung kein klassischer Führerschein, sondern eine Mofa-Prüfbescheinigung. Da der Begriff Mofa-Führerschein im Sprachgebrauch üblich ist, nutzen wir beide Begriffe synonym. In diesem Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, wer die Mofa-Prüfbescheinigung braucht, wie Ihre Ausbildung abläuft und welche Kosten auf Sie zukommen.
Mofa-Führerschein: Alles zu Kosten, Alter und Ablauf
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Wer braucht einen Mofa-Führerschein?
Für das Fahren eines Mofas brauchen Sie keinen klassischen Führerschein. Eine Mofa-Prüfbescheinigung oder eine gültige Fahrerlaubnis einer beliebigen Klasse reichen aus. Wenn Sie vor dem 1. April 1965 geboren wurden, benötigen Sie nur Ihren Personalausweis als Altersnachweis.
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Ab wann ist ein Mofa-Führerschein möglich?
In Deutschland können Sie den Mofa-Führerschein bereits mit 15 Jahren erwerben. Ihre Ausbildung in der Fahrschule dürfen Sie bereits 6 Monate vor Ihrem 15. Geburtstag starten. Die theoretische Prüfung legen Sie frühestens 3 Monate vor Ihrem Geburtstag ab.
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Wie viel kostet der Mofa-Führerschein?
Die Kosten für eine Mofa-Prüfbescheinigung (Fahrzeuge bis 25 km/h) liegen in der Regel zwischen 270 und 400 EUR, abhängig von Fahrschule und Region. Dazu kommen noch die Gebühren für die Theorieprüfung und die Ausfertigung der Bescheinigung.
Was ist eine Mofa-Prüfbescheinigung?
Die Mofa-Prüfbescheinigung ist Ihr offizieller Nachweis zum Fahren von Mofas mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h.
Die Bescheinigung ist kein klassischer Führerschein. Sie erhalten sie nach Ihrer theoretischen und praktischen Ausbildung sowie einer bestandenen Theorieprüfung.
Gut zu wissen: Besitzen Sie bereits eine gültige Fahrerlaubnis oder sind Sie vor dem 1. April 1965 geboren, benötigen Sie keine Mofa-Prüfbescheinigung. In allen anderen Fällen müssen Sie das Dokument beim Fahren immer mitführen.
Für den Erwerb der Mofa-Prüfbescheinigung müssen Sie vorab einige Voraussetzungen erfüllen. Danach starten Sie mit der Ausbildung in der Fahrschule. Nach der bestandenen Theorieprüfung halten Sie Ihr Dokument in den Händen.
Wir zeigen Ihnen, welche Regeln gelten und wie Sie Schritt für Schritt zu Ihrem Mofa-Führerschein gelangen.
Der Erwerb der Mofa-Prüfbescheinigung ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Dazu gehören vor allem das Mindestalter, die Teilnahme an der Ausbildung in der Fahrschule sowie das Bestehen der theoretischen Prüfung:
- Mindestalter: Die Prüfung können Sie mit 15 Jahren ablegen. Ihre Ausbildung dürfen Sie 6 Monate vorher starten.
- Theoretische Ausbildung: Vorgeschrieben sind mindestens 6 Doppelstunden à 90 Minuten.
- Praktische Ausbildung: Erforderlich ist mindestens 1 Doppelstunde Fahrunterricht im Einzelunterricht oder 2 Doppelstunden im Gruppenunterricht. Eine praktische Prüfung gibt es nicht.
- Theoretische Prüfung: Die theoretische Prüfung findet beim TÜV oder bei DEKRA statt. Sie setzt den Abschluss des Theorieunterrichts und der praktischen Ausbildung voraus.
- Erforderliche Unterlagen: Sie benötigen ein biometrisches Passbild. Wenn Sie unter 18 sind, brauchen Sie die Einverständniserklärung Ihrer Eltern.
Die Ausbildung vermittelt Ihnen das notwendige Wissen und grundlegende Fahrfertigkeiten. Sie gliedert sich in einen Theorie- und einen Praxisteil.
Der Weg zum Mofa-Führerschein folgt einem festen Plan. Da es keine praktische Fahrprüfung gibt, liegt der Fokus auf der Theorie. Eine praktische Ausbildung gehört zwar dazu, eine separate Fahrprüfung im Straßenverkehr ist jedoch nicht vorgesehen:
- Ausbildung in der Fahrschule: Sie schließen die Theorie- und Praxisstunden ab.
- Theoretische Prüfung: Sie absolvieren die digitale Prüfung am PC/Tablet bei TÜV oder DEKRA.
- Prüfungsdauer und Ergebnis: Die Prüfung umfasst 20 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren. Das Ergebnis erfahren Sie sofort.
- Ausstellung der Bescheinigung: Nach bestandener Prüfung stellt Ihnen die Prüfstelle Ihre Mofa-Prüfbescheinigung aus.
- Voraussetzung für das Fahren: Für Ihr Mofa benötigen Sie vor der ersten Fahrt ein gültiges Versicherungskennzeichen.
Kosten für den Mofa-Führerschein
Die Kosten für den Erwerb der Mofa-Prüfbescheinigung variieren je nach Fahrschule und Region. Fahrschulen bieten meist Gesamtpakete an. Ein Preisvergleich lohnt sich. Folgende Ausgaben müssen Sie einplanen:
- Gesamtpaket der Fahrschule: Die Kosten liegen meist zwischen 270 und 400 EUR und umfassen den Theorieunterricht, Lehrmaterialien (Lern-App) sowie die Praxisschulung.
- Prüfungsgebühr: Für die theoretische Prüfung bei TÜV oder DEKRA fallen rund 25 EUR an.
- Ausstellung der Prüfbescheinigung: Nach bestandener Prüfung berechnet die Prüfstelle zusätzlich etwa 8 bis 15 EUR für die Ausfertigung Ihres Dokuments.
Mofa steht für „Motorisiertes Fahrrad“. Rechtlich gilt es als einspuriges Fahrrad mit Hilfsmotor. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 25 km/h begrenzt. Der Hubraum von Verbrennungsmotoren beträgt maximal 50 ccm. Bei Elektromotoren liegt die maximale Nenndauerleistung bei 4 kW.
Jede Pkw- oder Motorrad-Fahrerlaubnis schließt das Mofa ein. Besitzen Sie einen Führerschein der Klasse B, AM, A1, A2 oder A, benötigen Sie keine separate Mofa-Prüfbescheinigung.
Die Prüfbescheinigung ist lediglich der Mindestnachweis für Personen ohne vollwertige Fahrerlaubnis.
Nein, für die Mofa-Prüfbescheinigung ist gesetzlich kein Erste-Hilfe-Kurs vorgeschrieben. Auch ein Sehtest ist nicht verpflichtend. Trotzdem empfehlen wir Ihnen die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs. Sie erhöhen damit Ihre Sicherheit und können die Bescheinigung später direkt für Ihren Pkw- oder Motorradführerschein nutzen.
Auf einem klassischen Mofa dürfen Sie grundsätzlich nur allein fahren. Die Mitnahme einer 2. Person ist nur erlaubt, wenn das Fahrzeug laut Betriebserlaubnis für 2 Personen zugelassen ist. Dafür sind eine 2. Sitzgelegenheit, Haltegriffe und Fußrasten Pflicht.
Eine Ausnahme gilt für Kinder unter 7 Jahren, sofern sie in einem geeigneten und zugelassenen Kindersitz mitfahren.
Ja, beim Fahren eines Mofas in Deutschland müssen Sie einen Helm tragen. Da Mofas als Kraftfahrzeuge gelten, ist gemäß § 21a StVO ein geeigneter Schutzhelm vorgeschrieben, der den geltenden Sicherheitsnormen entspricht und korrekt sitzt, um Fahrer und Mitfahrer zuverlässig zu schützen.
Nein. Während eines Fahrverbots ist das Fahren eines Mofas nicht erlaubt, da ein Fahrverbot grundsätzlich für alle Kraftfahrzeuge gilt und damit auch Mofas und E-Bikes bis 25 km/h einschließt.
Anders kann die Situation aussehen, wenn Ihnen die Pkw-Fahrerlaubnis entzogen wurde (Entzug der Fahrerlaubnis im Unterschied zum bloßen Fahrverbot): In solchen Fällen kann unter bestimmten Voraussetzungen das Fahren mit einer separaten Mofa-Prüfbescheinigung erlaubt sein. Das hängt jedoch immer vom Einzelfall ab.
Für normale Pedelecs mit Tretunterstützung bis 25 km/h benötigen Sie keinen Nachweis.
Für S-Pedelecs (Tretunterstützung bis 45 km/h) oder E-Bikes, die ohne Treten bis 25 km/h fahren, benötigen Sie mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung.
Nein, die deutsche Mofa-Prüfbescheinigung gilt grundsätzlich nur im Inland. Sie ist kein internationaler Führerschein. Möchten Sie im Ausland ein vergleichbares Fahrzeug mieten oder fahren, benötigen Sie meist einen Führerschein der Klasse AM.
Ja, eine Haftpflichtversicherung ist gesetzlich Pflicht. Ohne Versicherungskennzeichen dürfen Sie nicht im öffentlichen Straßenverkehr fahren.
Das Moped-Versicherungsjahr läuft immer vom 1. März bis zum letzten Tag im Februar des Folgejahres. Zum 1. März wechselt die Kennzeichenfarbe (Schwarz, Blau, Grün). Eine Teilkasko schützt Sie zusätzlich vor Diebstahl.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026
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