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Rund ums Fahren

Führerschein: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Inhalt:

Auf dem Weg zur Fahrerlaubnis gibt es einige Hindernisse zu überwinden. Dazu gehören neben kognitiven und praktischen Leistungsanforderungen auch die meistens hohen Kosten. Für Schüler und Studenten, aber auch Berufstätige, die den Führerschein zu einem späteren Zeitpunkt im Erwachsenenalter ablegen möchten, kann sich die Finanzierung als schwierig gestalten. Informieren Sie sich daher gründlich über alle Führerschein-Kosten, mit denen Sie bis zur Prüfung rechnen müssen, bevor Sie sich bei einer Fahrschule anmelden.

AUF EINEN BLICK

Das Wichtigste zum Thema „Führerschein Kosten“

  • Durchschnittskosten von ca. 3.400 EUR

    Im Jahr 2026 müssen Fahranfänger der Klasse B mit einer Preisspanne von 2.500 bis 4.500 EUR rechnen. Der bundesweite Durchschnitt liegt aktuell bei etwa 3.400 EUR, wobei es große regionale Unterschiede (Stadt versus Land) gibt.

  • Fahrstunden sind der größte Posten

    Die Fixkosten für Gebühren und Theorie machen nur einen kleinen Teil aus. Die Fahrstunden (Übungs- und Sonderfahrten) machen oft über 75 % der Gesamtsumme aus. Eine Übungsstunde kostet derzeit meist zwischen 60 und 100 EUR.

  • Geplante Reformen

    Auf EU-Ebene werden die Führerscheinregeln derzeit überarbeitet. Geplant sind unter anderem ein digitaler Führerschein, eine europaweit einheitliche Probezeit für Fahranfänger und Fahrverbote. 

Führerschein Klasse B: Das dürfen Sie fahren

Wer eine Fahrerlaubnis erwerben möchte, wählt meistens die Führerscheinklasse B. Damit dürfen Sie folgende Kraftfahrzeuge nutzen:

  • Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse (zGM) von maximal 3.500 kg und maximal 8 Beifahrerplätzen
  • auch mit Anhänger (zGM des Anhängers: maximal 750 kg)
  • auch mit schwererem Anhänger, sofern die Kombination aus Auto und Anhänger 3.500 kg nicht übersteigt

Vorbereitung auf den Führerschein

Das müssen Sie vorher erledigen

Bevor Sie sich bei einer Fahrschule anmelden können, müssen Sie noch diese 2 Dinge erledigen:

Sehtest für den Führerschein

Den Sehtest lassen Sie von einer amtlich anerkannten Stelle durchführen. Wenn Sie keinerlei Einschränkungen haben, reicht dafür der Optiker Ihres Vertrauens aus. Die Kosten für solche Tests liegen bei rund 7 bis 15 EUR.

Wer unter einer Sehschwäche leidet, muss sich eine Bescheinigung vom Augenarzt holen. Ärztliche Untersuchungen zahlt in der Regel Ihre Krankenkasse. Wenn Sie für Ihren Auto-Führerschein Klasse B allerdings eine neue Brille brauchen, hängt es von Ihrem Versicherungstarif ab, welche Kosten Sie selbst übernehmen müssen.

Erste-Hilfe-Kurs

Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein

Zusätzlich zu den normalen Ausgaben für den Führerschein kommen die Kosten für den Erste-Hilfe-Kurs hinzu, zu dem Sie verpflichtet sind. Auch die Schulung zu Erste-Hilfe-Maßnahmen findet nicht direkt über die Fahrschule statt. Stattdessen können Sie sich vor Ort an Einrichtungen wenden, wie beispielsweise Johanniter, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser oder ADAC. Je nach Anbieter variieren die Preise für einen Erste-Hilfe-Kurs zwischen 50 und 85 EUR.

Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie im Ratgeberartikel:

Keine Angst vor Erster Hilfe: Jeder kann's!

So stellen Sie den Führerscheinantrag

Sobald Sie sich an einer Fahrschule angemeldet haben, kann diese in Ihrem Auftrag einen offiziellen Antrag beim Straßenverkehrsamt stellen. Hierfür müssen Sie folgende Unterlagen einreichen:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Bescheinigung über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs
  • Sehtest-Bescheinigung

    Nicht älter als 2 Jahre

  • Aktuelles biometrisches Passbild: Frontalaufnahme

    Die Kosten für ein biometrisches Passfoto liegen je nach Anbieter zwischen 10 EUR und 20 EUR. Tipp: Es muss nicht unbedingt ein teurer Fotograf sein. Viele Drogerie-Märkte bieten diesen Service ebenfalls zu einem günstigen Preis an.

  • Führerscheinantrag

    Wenn sämtliche Unterlagen vorliegen, kommen für Ihren Führerschein Klasse B noch Kosten in Höhe von etwa 40 bis 70 EUR auf Sie zu, damit das örtliche Straßenverkehrsamt Ihren Antrag bearbeitet.

Der Führerschein wird immer teurer: Reformen sollen Kosten senken

Der Pkw-Führerschein ist in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Zwischen 2.500 und 4.500 EUR hat die Mehrheit der Fahranfänger zuletzt für den Führerschein bezahlt. In Großstädten oder bei vielen Übungsstunden können die Kosten auch darüber liegen.

Für viele junge Menschen wird der Führerschein damit zunehmend zur finanziellen Hürde. Deshalb arbeitet das Bundesverkehrsministerium (BMV) gemeinsam mit den Ländern aktuell an Reformen, die den Erwerb der Fahrerlaubnis einfacher, digitaler und günstiger machen sollen. Diskutiert werden unter anderem:

  • ein stärker digitalisierter Theorieunterricht
  • ein reduzierter Fragenkatalog (geplant ist eine Kürzung um ca. 30 %)
  • flexiblere Ausbildungsmodelle (z. B. Übungsstunden ohne Fahrlehrer in Begleitung von erfahrenen Personen)
  • Reduzierung der vorgeschriebenen Sonderfahrten

Ziel der Maßnahmen ist es, die Kosten für Fahrschüler zu senken, ohne die Verkehrssicherheit zu gefährden. Erste gesetzliche Schritte werden für Anfang 2027 erwartet.

Mindestanzahl von Stunden für den Führerschein

Wenn Sie alle bürokratischen Angelegenheiten hinter sich gebracht haben, wird es Zeit für den tatsächlichen Unterricht. Dieser gliedert sich in 2 Teile:

  • Theoriesitzungen in der Schule
  • Übungsfahrten mit dem Fahrlehrer im Auto

Welche Führerschein-Kosten dabei insgesamt auf Sie zukommen, hängt stark von Ihrem individuellen Lernfortschritt ab.

Wenn Sie den Führerschein der Klasse B machen, also ab 18 Jahren oder schon mit B17 ab 17 Jahren, dann sind 12 Doppelstunden Theorie-Unterricht für den Grundstoff Pflicht. Dazu kommen noch 2 Doppelstunden à 90 Minuten für den Zusatzstoff.

In der Fahrschüler-Ausbildungsverordnung gibt es sogenannte Pflichtfahrten, die Sie machen müssen, und Übungsstunden. Wie viele Übungsstunden Sie brauchen, hängt von Ihnen ab. Manche Fahrschüler kommen mit 10 Übungsstunden aus, andere brauchen wesentlich mehr.

Die gesetzlichen Vorschriften für die Mindestzahl an absolvierten Stunden lauten wie folgt:

Unterricht­sart Vorge­schrie­bene Stunden­anzahl
Theorie 14 Ein­heiten à 90 Minuten
Praxis individuell
Sonderfahrten auf Bundes- oder Landstraße 5 Fahrstunden à 45 Minuten
Sonder­fahrten auf der Autobahn 4 Fahrstunden à 45 Minuten
Sonderfahrten bei Dämmerung bzw. Dunkelheit 3 Fahrstunden à 45 Minuten

 

So setzen sich die Kosten für den Führerschein zusammen

Fahrschulen müssen laut Gesetz klare Preise angeben: Das heißt, sie müssen für jede Leistung einen festen Preis nennen und sich auch daran halten. Es gibt keine feste Gebührenordnung, das heißt jede Fahrschule kann ihre Tarife selbst bestimmen. Es empfiehlt sich daher, mehrere Anbieter zu vergleichen, bevor Sie den Ausbildungsvertrag unterschreiben.

  • Grundgebühr (Anmeldung und Theorie)

    Die Fahrschulen nehmen eine Grundgebühr, durch die auch die Theoriestunden abgedeckt sind. Die Grundgebühr liegt zwischen 350 und 600 EUR.

  • Reguläre Fahrstunden

    Der Preis für eine reguläre Fahrstunden à 45 Minuten liegt zwischen 60 und 100 EUR. Wie viele Übungsfahrten Sie brauchen, hängt von Ihnen ab. Manche kommen mit 10 Stunden aus, andere brauchen 25.

  • Sonderfahrten

    12 Sonderfahrten sind Pflicht. Diese kosten zwischen 70 und 110 EUR kosten, je nach Region auch mehr.

  • Lernmaterial

    Für Lernmaterialien wie Bücher und Online-Zugänge müssen Sie zwischen 100 und 300 EUR einplanen.

  • Prüfungsgebühren

    Die Gebühr für die theoretische Prüfung liegt zwischen 60 und 137 EUR und für die praktische Prüfung bei 160 bis 289 EUR.

Führerschein-Prüfung: So läuft sie ab

Sowohl der Theorie- als auch der Praxisteil laufen über eine externe Prüfstelle wie TÜV oder DEKRA. Meistens meldet Ihre Fahrschule Sie an und rechnet die Gebühren dann direkt mit Ihnen ab. Viele Anbieter verlangen für diesen Service einen zusätzlichen Aufschlag.

Führerschein Klasse B: Soviel kostet er

Wer eine Fahrerlaubnis erwerben möchte, darf nicht zu knapp kalkulieren. Hier eine Übersicht über die Kosten, die im Durchschnitt anfallen, bis Sie einen Führerschein besitzen:

Kategorie Kosten
Sehtest, Passfoto und Erste-Hilfe-Kurs 67–120 EUR
Führerscheinantrag (Amt) 40–70 EUR
Grundgebühr der Fahrschule und Lernmaterial 450–900 EUR
Fahrstunden (15 Übungs- und 12 Sonderfahrten) 1.740–2.820 EUR
Prüfungsgebühren 220–426 EUR
Gesamt 2.517–4.336  EUR

 

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Führerschein-Kosten abhängig von der Führerschein Klasse

Die Kosten für den Führerschein-Kosten hängen auch davon ab, welche Führerschein-Klasse Sie machen wollen. Entschließen Sie sich beispielsweise dazu, einen Mofa-Führerschein zu machen, sind Sie verhältnismäßig günstig dabei. Anders sieht es bei den anderen Klassen aus. Hier eine Übersicht:

  • Mofa-Führerschein (bis 25 km/h)

    Für den Mofa-Führerschein (bis 25 Km/h) ist keine praktische Prüfung erforderlich ist und die Anzahl der theoretischen Unterrichtsstunden ist begrenzt. Rechnen Sie mit Ausgaben von 300 bis 400 EUR. Wenn Sie bereits einen Führerschein der Klasse B besitzen, müssen Sie keine zusätzliche Prüfung ablegen.

    Den Mofa-Führerschein können Sie bereits mit 15 Jahren machen.

  • Roller-Führerschein (AM, bis 45 km/h)

    Die Kosten für den Roller-Führerschein (bis 45 Km/h) variieren je nach Bundesland und Fahrschule. Sie liegen zwischen 1.000 und 1.500 EUR. Auch hier gilt: Wenn Sie bereits einen Führerschein der Klasse B besitzen, müssen Sie keine zusätzliche Prüfung ablegen.

    Das Mindestalter für den Erwerb des Roller-Führerscheins ist 15 Jahre. Diese Erlaubnis ist bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres ausschließlich im Inland gültig. Fahrten ins Ausland sind nicht erlaubt.

  • Motorrad-Führerschein (A/A2)

    Beim Motorradführerschein unterscheidet man zwischen verschiedenen Fahrerlaubnisklassen:

    • Fahrerlaubnis Klasse A: Für das Führen eines schweren Motorrads ohne Beschränkungen bei Hubraum, Leistung und Geschwindigkeit benötigen Sie eine Fahrerlaubnis der Klasse A. Das Mindestalter hierfür liegt bei 24 Jahren. Der Führerschein A berechtigt Sie zur Nutzung aller Krafträder sowie dreirädrigen Kraftfahrzeuge ohne Leistungsbegrenzung.
    • Fahrerlaubnis Klasse A2: Die Fahrerlaubnisklasse A2 erlaubt das Fahren von Krafträdern mit einer maximalen Leistung von 35 kW und einem Hubraum bis zu 125 cm³. Das Mindestalter für den Erwerb dieser Klasse beträgt 18 Jahre.

    Die Kosten für den Motorradführerschein Klasse A bewegen sich laut ADAC zwischen 2.200 und 4.500 EUR. Wenn Sie bereits eine Fahrererlaubnis der Klasse A2  besitzen, wird es meistens günstiger.

Wo braucht man einen internationalen Führerschein?

Gut zu wissen: Es gibt Länder, da reicht Ihr normaler Führerschein nicht aus. Sie müssen dann einen internationalen Führerschein beantragen, der zusätzliche Kosten mit sich bringt. Dies ist aber in der Regel nur außerhalb der EU notwendig.

Führerschein Klasse B machen und Steuern sparen?

Angesichts der stolzen Summe, die sich aus den Preisen für die Ausbildung an der Fahrschule und sämtlichen Nebenkosten ergibt, suchen viele Fahranfänger nach Wegen, die finanzielle Belastung wenigstens teilweise zu reduzieren. In einigen Fällen können Sie die Kosten für Ihren Führerschein von der Einkommenssteuer absetzen.

Wenn Sie die Fahrerlaubnis nachweislich für berufliche Zwecke erlangen müssen, fallen die entstandenen Ausgaben in der Steuererklärung unter die Kategorie Werbungskosten. Diese Einstufung akzeptiert das Finanzamt aber meistens nur bei Bus- oder Lkw-Fahrern. Für Pkw-Fahrer der Klasse B bleiben die Möglichkeiten beschränkt.

Einzige Ausnahme: Menschen mit Gehbehinderung können die Kosten für den Pkw-Führerschein als außergewöhnliche Belastungen von ihrer Steuer absetzen.

Änderungen auf EU-Ebene geplant

Auf EU-Ebene werden die Führerscheinregeln derzeit überarbeitet. Geplant sind unter anderem ein digitaler Führerschein, eine europaweit einheitliche Probezeit für Fahranfänger und Fahrverbote, die künftig in der gesamten EU gelten können. Die neuen Vorgaben sollen schrittweise bis zum Ende des Jahrzehnts umgesetzt werden.

FAQs

Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Führerschein“

Die Kosten für den Pkw-Führerschein liegen 2026 meist zwischen 2.500 und 4.500 EUR. Der bundesweite Durchschnitt beträgt etwa 3.400 EUR, wobei es je nach Region große Unterschiede geben kann.

Der größte Kostenfaktor sind die Fahrstunden, die oft über 75 % der Gesamtsumme ausmachen. Eine Übungsstunde kostet in der Regel zwischen 60 und 100 EUR.

 

Vor dem Antrag benötigen Sie einen Sehtest (ca. 7–15 EUR) und einen Erste-Hilfe-Kurs (ca. 50–85 EUR). Zusätzlich fallen Kosten für ein biometrisches Passfoto und den Führerscheinantrag an.

Die wichtigsten Posten sind:

              •            Grundgebühr der Fahrschule: ca. 350–600 EUR

              •            Fahrstunden: je nach Anzahl mehrere Tausend EUR

              •            Lernmaterial: ca. 100–300 EUR

              •            Prüfungsgebühren: ca. 220–426 EUR

Es gibt keine feste Anzahl an Übungsstunden, da diese vom Lernfortschritt abhängen. Pflicht sind jedoch 12 Sonderfahrten sowie 14 Theorieeinheiten.

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Zuletzt aktualisiert: Februar 2026

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