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Vorsorge – gewusst wann!

Immer mehr Deutschen ist die Wichtigkeit der eigenen, privaten Altersvorsorge bewusst, um im Alter den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Auch die Deutsche Rentenversicherung empfiehlt, neben der gesetzlichen Rente in die private Altersvorsorge zu investieren.

Die Zukunft planen

Wir haben mit Andrea Matt, Rentenexpertin der Deutschen Rentenversicherung in Baden-Württemberg, gesprochen und sie nach ihren Erfahrungen und Empfehlungen gefragt.

Das Thema private Vorsorge erstreckt sich über alle Altersbereiche. Ob als Lehrling, Berufseinsteiger nach der Uni, kurz nach der Familiengründung oder wenn die Kinder aus dem Haus sind – keiner kann darauf verzichten.

Für die Altersvorsorge gelten zwei wichtige Punkte

  1. Je früher man anfängt, umso einfacher wird es, eine sichere Vorsorge aufzubauen.
  2. Wichtig ist, dass man überhaupt vorsorgt. Auch ab dem 50. oder 55. Lebensjahr lohnt es sich noch, die verbleibenden Jahre des Berufslebens zur Optimierung der eigenen Vorsorge zu nutzen.

Doch welche Altersvorsorge ist die passende? Die Rentenexpertin informiert im Folgenden.

Vom Lehrling bis Anfang 30

Zunächst gilt es einmal zu prüfen, welche finanziellen Mittel überhaupt zur Verfügung stehen. Während der Ausbildung und zu Beginn des Berufslebens ist das Budget junger Leute eher klein. In dieser Altersklasse gilt es nach Ansicht der Expertin zunächst, existenzbedrohende Risiken abzusichern.

Andrea Matt empfiehlt, als erstes eine Privathaftpflichtversicherung abzuschließen. Denn laut Gesetz muss jeder für Schäden aufkommen, die er anderen zufügt. Und das in unbegrenzter Höhe. Zudem sollte man zur Absicherung der eigenen Arbeitskraft eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ins Auge fassen. Dies ist gerade für junge Menschen wichtig. Denn vom Staat erhalten die Betroffenen in den ersten fünf Berufsjahren nur in Ausnahmefällen gesetzliche Leistungen (Erwerbsminderungsrente). „Wenn dann noch Geld übrig bleibt, macht es Sinn, früh in die Altersvorsorge einzusteigen“, so die Rentenexpertin.

Mit der Altersvorsorge möglichst früh starten

In Frage kommt laut Andrea Matt für jüngere Menschen eine Vorsorge, die auf der betrieblichen Altersversorgung basiert (zum Beispiel die Direktversicherung) oder die RiesterRente, als staatlich geförderte Privatvorsorge. „Welche Absicherung für den Einzelnen dabei die bessere ist, kann man nicht pauschal sagen“, sagt die Rentenexpertin. Das hänge beispielsweise bei der betrieblichen Altersversorgung auch vom Zuschuss des Arbeitgebers ab. „Der Weg über die RiesterRente kann für junge Menschen der Geschicktere sein“, erklärt sie mit Blick auf den Berufseinsteigerbonus von 200 Euro für unter 25-Jährige, den der Staat als Zulage an den jungen Kunden zahlt und einem Mindesteigenbeitrag von nur 60 Euro jährlich. Auf jeden Fall gelte: „Je früher man anfängt, umso leichter tut man sich.“

Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung

Service-Zentren für Altersvorsorge der deutschen Rentenversicherung

Wie sieht es mit Ihrer Altersvorsorge aus?

Sie haben viele Möglichkeiten, um im Alter abgesichert zu sein. Gerne beraten Sie unsere Ansprechpartner vor Ort in einem persönlichen Gespräch.

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Anfang 30 bis Mitte 50

Hat man den Einstieg in den Beruf gemeistert und eventuell mit der Gründung einer Familie begonnen, soll diese natürlich auch abgesichert werden. „Oft gilt es, zugleich eine Immobilienfinanzierung zu stemmen“, berichtet Andrea Matt. Zur Absicherung der Angehörigen oder von Hypothekendarlehen böte sich für Alleinverdiener oftmals der Weg, eine Risikolebensversicherung abzuschließen. 

Eine weitere für diese Altersgruppe interessante Altersvorsorgeart sei die betriebliche Altersversorgung. So hat jeder in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf „Gehaltsumwandlung“ (offiziell spricht man von „Entgeltumwandlung“). Das heißt, Arbeitnehmer können ihren Anspruch auf Entgeltumwandlung beim Arbeitgeber geltend machen, also von ihm „verlangen“, dass er Teile ihres Gehalts in eine betriebliche Altersversorgung einzahlt.

Gut zu wissen

Die Entgeltumwandlung wird aus dem Bruttoeinkommen finanziert, so dass Arbeitnehmer von besonderen Steuervorteilen und Ersparnissen bei der Sozialversicherung profitieren können. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem Ratgeberartikel „Sorglos in die Zukunft mit der Betriebsrente“.

R+V empfiehlt

Wer über die finanziellen Möglichkeiten verfügt, kann seine Vorsorge darüber hinaus noch mit einer privaten Rentenversicherung optimieren, die sich an die persönliche Lebenssituation anpassen lässt (Kapitalentnahme, Zuzahlung, Beitragspause oder Hinterbliebenenabsicherung). Zudem gibt es auch fondsgebundene Vorsorgemöglichkeiten.

Gerne beraten Sie auch unsere Ansprechpartner in einem persönlichen Gespräch.

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Mitte 50 bis Renteneintritt

Hier geht es darum, das Vorsorgekonzept noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. In der Altersvorsorge könne sich eine BasisRente (auch Rürup-Rente genannt) lohnen, so die Rentenexpertin.

Sonderausgabenabzug nutzen

Grundsätzlich gilt, dass Beiträge zur BasisRente gemeinsam mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und vergleichbaren Versorgungseinrichtungen als Sonderausgaben steuerlich absetzbar sind, bis zu bestimmten Höchstgrenzen. Für das Jahr 2019 können 88 Prozent der gezahlten Beiträge (von maximal 24.305 Euro bei Ledigen bzw. 48.610 Euro bei Verheirateten/eingetragenen Lebenspartnern) als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Bis zum Jahr 2025 steigt der Sonderausgabenabzug um jährlich 2 Prozentpunkte an.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem Ratgeberartikel „So wird der Sonderausgabenabzug berechnet“.

Einkommensteuerliche Behandlung der Renten

Durch die steuerliche Förderung der Beiträge sind im Gegenzug später die Rentenleistungen mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern (bei einem Renteneintritt bis zum Jahr 2040 zu einem Teil und ab 2040 in voller Höhe). Dabei ist die steuerliche Belastung im Alter aber meist niedriger als im Berufsleben, da der individuelle Steuersatz während der Erwerbsphase in der Regel höher ist.

Besonders rentennahe Jahrgänge profitieren von der BasisRente. Denn durch den relativ geringen Besteuerungsanteil der Rente in den nächsten Jahren sichern sie sich langfristig einen hohen Rentenfreibetrag für die Zeit des Rentenbezugs. Wer 2019 die Rürup-Rente ausgezahlt bekommt, muss 78 Prozent mit dem individuellen Steuersatz versteuern. Der Besteuerungsanteil erhöht sich bis zum Jahr 2040 auf 100 Prozent. Der steuerfreie Anteil, der zum Rentenbeginn gilt, wird dann für den gesamten Ruhestand in Euro festgeschrieben.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem Ratgeberartikel „Einkommensteuerliche Behandlung der Basisversorgung“.

Beratung ist wichtig

Auch andere Absicherungsmöglichkeiten, wie beispielsweise eine Betriebsrente oder private Rentenversicherung, können sich in diesem Alter noch lohnen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die aber individuell durchgerechnet werden müssen. Deshalb weist Andrea Matt deutlich darauf hin, dass Beratung unerlässlich sei. Zudem empfiehlt sie, die Altersvorsorge mit einem Steuerberater abzusprechen.

Vor allem Frauen, so die Rentenexpertin, sollten sich angesichts steigender Scheidungsraten frühzeitig und im weiteren Lebensverlauf immer wieder um ihre eigene Altersvorsorge kümmern. „Mein Mann macht das schon – das geht heute nicht mehr allzu oft gut“, sagt die Expertin. Lesen Sie dazu auch unsere Ratgeberartikel „Altersvorsorge für Frauen: unabhängig bleiben“ und „Ihre Rentenansprüche nach einer Scheidung“

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Gerne gibt Ihnen unser Ansprechpartner vor Ort nähere Informationen zu den Versicherungen zur Altersvorsorge. Vereinbaren Sie einfach ein persönliches Gespräch.

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Die drei Säulen der Altersvorsorge

R+V empfiehlt Ihnen eine Vorsorge, die auf den drei Säulen gesetzliche Rente, betriebliche Altersversorgung und private Zukunftsvorsorge basiert.

Erste Säule der Altersvorsorge: Die gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rente ist nach wie vor für viele Menschen die wichtigste Einnahmequelle im Alter und damit die Existenzgrundlage im Ruhestand. Einen Überblick über die zu erwartende gesetzliche Rente erhalten Sie mit der jährlich zugesandten Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Prüfen Sie, ob die gesetzliche Rente ausreicht oder ob Sie mit einer Versorgungslücke rechnen müssen.

Wer im Alter arm ist, kann dies aus eigener Kraft nicht mehr ändern. Umso wichtiger ist es deshalb, Altersarmut rechtzeitig vorzubeugen und die Rentenlücke möglichst frühzeitig auszugleichen. Das geht im Idealfall, indem Sie die gesetzliche Rente durch eine betriebliche sowie private Altersvorsorge ergänzen.

Zweite Säule der Altersvorsorge: bAV

Bei der betrieblichen Altersversorgung (bAV) können Arbeitnehmer Teile ihres Gehalts oder Sonderzahlungen (zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld) in Beiträge zu einer bAV umwandeln und sich dadurch eine ergänzende Rente aufbauen. Bis zu einer bestimmten jährlichen Höchstgrenze können die Beiträge in der Ansparphase sogar unversteuert und sozialabgabenfrei direkt aus dem Bruttogehalt gezahlt werden.

Dritte Säule der Altersvorsorge: Die private Altersvorsorge

Unsere privaten Rentenversicherungen lassen sich optimal an Ihre persönliche Lebenssituation anpassen – ob Kapitalentnahme, Zuzahlung, Beitragspause oder Hinterbliebenenabsicherung. Darüber hinaus bieten wir Ihnen fondsgebundene Vorsorgemöglichkeiten. Ihre PrivatRente können Sie ganz einfach berechnen. Zudem kann eine staatlich geförderte private Altersvorsorge für Sie interessant und lohnend sein.

Private Altersvorsorge mit Zuschuss vom Staat

Der Staat unterstützt die private Altersvorsorge mit finanziellen Zuschüssen und Steuerersparnissen. Das macht die Riester-Rente und Rürup-Rente attraktiv. Auch hier haben Sie die Möglichkeit neben der klassischen Variante in Fonds zu investieren.

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Weitere Informationen der Deutschen Rentenversicherung

Die Adressen der „Service-Zentren für Altersvorsorge der Deutschen Rentenversicherung“ finden Sie auf deren Internetseite.

Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung

Gebührenfreies Service-Telefon der Deutschen Rentenversicherung

Sie erreichen die Experten der Deutschen Rentenversicherung unter dem gebührenfreien Service-Telefon 0800 10004800. Das Service-Telefon ist Montag bis Donnerstag von 07:30 Uhr bis 19:30 Uhr und Freitag von 07:30 Uhr bis 15:30 Uhr für Sie besetzt.

Muster-Produktinformationsblatt

Das Muster-Produktinformationsblatt für dieses Produkt finden Sie unter www.ruv-pib.de.

Autor/in

S. Nies

Dez. 2018

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