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Altersvorsorge für 50-Jährige: Aufstocken für die Zukunft

Erste große Karriereschritte, der Bau des Eigenheims, Kinder im schulpflichtigen Alter: Das alles haben Bernd (52) und seine Frau Anna (50) schon hinter sich. Rund 15 Jahre vor dem Renteneintritt überlegen sie, was sie noch für ihre Altersvorsorge tun könnten. Dass sie mit solchen Gedanken nicht allein sind, zeigen auch die Ergebnisse einer TNS Infratest Umfrage.

Altersvorsorge wieder im Vordergrund

In den vergangenen 15 Jahren hat das Ehepaar Mertens die Ausgaben für die Altersvorsorge auf das Nötigste beschränkt, denn Anna arbeitete wegen der Kinder nur halbtags. Für das Ehepaar war damals das wichtigste Ziel, den Kredit für das Haus zu bedienen. Nun sind ihre Kinder ausgezogen und das Haus ist abbezahlt. Bernd hat eine leitende Position in einem mittelständischen Betrieb und steht finanziell gut da. Anna ist weiterhin in Teilzeit tätig. Für die eigene Altersvorsorge hat Bernd bislang nur mit einer staatlich geförderten Rürup-Rente vorgesorgt. Außerdem nutzt er noch die Möglichkeit mit einer betrieblichen Altersversorgung durch Entgeltumwandlung die gesetzliche Rente zu ergänzen.

Es ist nie zu spät die Altersvorsorge zu optimieren

Nun sind es noch rund 15 Jahre bis zum Renteneintritt und Bernd weiß, dass die gesetzliche Rente und seine bisherige betriebliche und staatlich geförderte Altersvorsorge nicht ausreichen werden, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Er möchte seine Rente noch weiter aufstocken, damit er mit Anna die Zeit nach dem Berufsleben finanziell sorgenfrei in vollen Zügen genießen kann.

Bernd und Anna sind mit ihren Sorgen nicht allein

So wie dem Ehepaar Mertens geht es vielen. Rund 63 Prozent der über 50-Jährigen gehen davon aus, dass sie sich im Rentenalter weniger leisten können als jetzt. Diese Altersgruppe ist sich der Wichtigkeit einer privaten Altersvorsorge bewusst: So halten knapp 62 Prozent eine zusätzliche private Altersvorsorge für wichtig oder sogar äußerst wichtig.

Mehr als 82 Prozent der über 50-Jährigen sorgen außerdem wie Bernd und Anna bereits persönlich für ihr Alter vor – die Mehrheit ebenfalls mit einer eigenen Immobilie (52,8 Prozent), an zweiter Stelle befindet sich die private Rentenversicherung (44,4 Prozent). Dahinter folgen die betriebliche Altersvorsorge (37,2 Prozent) und die staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukte (28,3 Prozent), also die Riester- und Rürup-Rente. Das sind Ergebnisse einer Studie von TNS Infratest, für die im Oktober 2016 2.005 Deutsche im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt wurden.

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Die verbleibenden Arbeitsjahre nutzen

Bernd hat nachgerechnet und festgestellt, dass er für eine gemeinsame finanziell sorgenfreie Zukunft tatsächlich noch etwas tun sollte. Seine Rürup-Rente wird ihm zwar lebenslang ein monatliches Zusatzeinkommen garantieren und auch das Eigenheim wird sich als nützlich erweisen. Doch damit er mit Anna finanziell später noch flexibler sein kann, hat er – wie viele andere – als zusätzliche Absicherung eine weitere private Rentenversicherung gewählt.

Dabei hat er sich angesichts seiner finanziell entspannten Situation und der vergleichsweise wenigen verbleibenden Zeit bis zum Renteneintritt für die Zahlung von relativ hohen monatlichen Beiträgen entschieden. Außerdem profitiert Bernd von Steuervorteilen bei der Auszahlung, wenn er sich für eine einmalige Kapitalauszahlung, eine lebenslange monatliche Rentenzahlung oder eine Mischung aus beidem entscheidet.

Sicherheit und Flexibilität: Beides ist wichtig

Eine Investition in Aktien oder Fonds kommt für das Ehepaar Mertens dagegen nicht in Frage, da die Sicherheit ihrer Kapitalanlage bei ihnen im Vordergrund steht. Damit befinden sich die beiden in guter Gesellschaft: Denn laut der Studie von TNS Infratest sorgen lediglich 21 Prozent der über 50-Jährigen mit Aktien oder einem Fondssparplan vor.

Ein Grund hierfür könnte sein, dass mit steigendem Alter auch das Bedürfnis nach Sicherheit und Flexibilität bei der Kapitalanlage steigt. Die Studie zeigt zudem, dass mehr als 41 Prozent der über 50-Jährigen bereit wären, im Rentenalter einen Nebenjob anzunehmen, um auf diese Weise ihre Liquidität im Ruhestand zu sichern.

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Gut zu wissen: Die Rürup-Rente

Die nach ihrem Erfinder und ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup benannte private Vorsorgemöglichkeit gibt es seit 2005. Sie dient vor allem Selbstständigen, Gewerbetreibenden und Freiberuflern als BasisRente. Bei der Rürup-Rente handelt es sich in erster Linie um eine staatlich geförderte private Altersvorsorge für Berufsgruppen, die bei der Riester-Rente keine staatlichen Zulagen in Anspruch nehmen können. Aber auch für besserverdienende Angestellte und Beamte kann die Rürup-Rente eine Möglichkeit darstellen, zusätzlich für später vorzusorgen.

Die BasisRente hat zudem steuerliche Vorteile. So können Sparer in der Ansparphase einen Teil steuerlich geltend machen. Insbesondere ältere Arbeitnehmer und Selbstständige können bei der Rürup-Rente einige Jahre vor Renteneintritt noch einmal aufstocken und hohe Einmalbeiträge investieren.

Die 12/62-Regel beachten

Wählt der Versicherte eine einmalige Kapitalauszahlung, so gilt bereits seit 2012 bei privaten Rentenversicherungen die sogenannte 12/62-Regel (ehemals 12/60-Regel): Es bleiben 50 Prozent der Erträge steuerfrei, wenn

  • der Vertrag über mindestens zwölf Jahre läuft und
  • der Steuerpflichtige (Empfänger der Kapitalauszahlung) zum Zeitpunkt der einmaligen Kapitalauszahlung mindestens 62 Jahre alt war.

Aufgepasst!

Entscheidet sich der Versicherungsnehmer gegen eine einmalige Kapitalauszahlung und für eine lebenslange monatliche Rentenzahlung, sind die Erträge in der Ansparphase von der Steuer befreit. Das bedeutet,

  • dass die erwirtschafteten Erträge der Ansparphase in voller Höhe im Vertrag bleiben und
  • nur die Erträge der Rentenphase besteuert werden. Die lebenslange Rentenleistung wird mit dem so genannten Ertragsanteil versteuert.

Auch an die Familie denken

Die Sorge um die Liquidität im Alter gilt jedoch oft nicht nur für sich selbst. Bernd macht sich auch Gedanken um seine Frau Anna. Dadurch dass sie den Großteil ihres Arbeitslebens in Teilzeit tätig gewesen ist, wird ihre gesetzliche Rente noch geringer ausfallen als seine. Solange sie gemeinsam den Ruhestand bestreiten, stellt das noch kein großes Problem dar. Was passiert aber, wenn Bernd nicht mehr da ist? Deshalb denkt das Ehepaar auch über den Einschluss einer Hinterbliebenen-Zusatzversicherung bei seiner privaten Rentenversicherung nach. In diesem Fall würde seine private Rente nach seinem Ableben an seine Frau weitergezahlt werden.

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Autor/in

S. Nies, I. Weyrauch

Feb. 2018

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