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    Nützliche Infos rund um den Automarkt

    2020 Fiat Panda Cross Hybrid Fahrbericht | Review | Test

    Elektrifizierung bei Fiat? Das war bislang Mangelware. Doch nun rührt sich etwas bei den Italienern: Die Modelle 500 und Fiat Panda bekommenen zu ihrem Benziner einen Riemen-Starter-Generator zur Seite gestellt und wollen damit um die Gunst der Kunden werben. Wie und ob ihnen das gelingt? Das klärt der Drive Check!

    Fiat Panda Cross Hybrid Seitenansicht

    Fiat Panda Cross Design Check

    Wem der Fiat 500 etwas zu rundlich und vielleicht auch etwas zu tief ist, wer stattdessen aber gerne etwas höher sitzt, ohne gleich ein SUV ins Auge zu fassen, der könnte mit dem Fiat Panda Cross Hybrid glücklich werden. Sein Einsatzgebiet ist dabei aber trotzdem klar: die Stadt!

    In der Innenstadt unterwegs.

    Andererseits wirkt der Italiener durchaus so, als würde er nicht vor einem Wald- und Wiesenweg zurückschrecken müssen – seiner großzügigen Kunststoff-Beplankung rundum sei Dank. Doch diese kann im hektischen Alltag in der Stadt ebenfalls nützlich sein. Was man aber mögen muss, sind die Gesichtszüge des Fiat Panda Cross Hybrid: Die Scheinwerfer und Nebellampen an der Front machen ihn ein wenig zum Frosch-König – wenn auch zu einem putzigen!

    Zu erkennen gibt sich der Antrieb, also der Hybrid, an einem Badge an der B-Säule, sowie an einem weiteren Schriftzug am Heck. Die Seitenlinie ist, unabhängig von der Motorisierung, das Alleinstellungsmerkmal des Fiat Panda. So, wie sich die Fensterlinie zum Fenster zwischen C- und D-Säule verjüngt – das ist einzigartig. Weiteres Erkennungsmerkmal des Cross ist der gleichnamige Schriftzug an den hinteren Türen.

    Heckansicht

    Am Heck ähnelt der Fiat Panda Cross Hybrid dem Bild, das man üblicherweise von einem Panda hat, am meisten. Die hochgesetzten, nicht gerade kleinen Rückleuchten dürften hierbei besonders herausstechen. Apropos klein: von außen gibt sich der Italiener äußert kompakt und misst gerade einmal 3,68 m in der Länge. Dazu ist er mit einer Breit von 1,66 m fast so hoch, wie er breit ist (1,63 m) – die würfel-ähnliche Formensprache kommt also nicht von ungefähr. Aber ist der Italiener auch von innen klein, oder hat er das Zeug zum Raumwunder?

    Blick in den Innenraum

    Fiat Panda Cross Innenraum Check

    Kleinwagen-Charm at it´s best! Premium-Anspruch? Braucht kein Mensch. Dafür dominieren günstige Kunststoffe, die dafür aber robust wirken und leicht zu reinigen sind. Der Fiat Panda ist eben auch als Cross Hybrid pragmatisch und bodenständig. Und ein Raumwunder ist er obendrein, um die gestellte Frage zu beantworten. Wie das geht? Nun, Platz ist schließlich in der kleinsten Hütte, wie es so schön heißt. Gerade was Transportaufgaben anbelangt, geht der Italiener nicht so schnell in die Knie. Man klappt einfach den Beifahrersitz um, klappt die Rückbank zusätzlich vor und schon ist der Kleinwagen zum veritablen City-Transporter geworden, den nicht nur Pizza-Bringdienste zu schätzen wissen. So werden aus den 225 in Windeseile 870 Liter Kofferraum Volumen. Ein wenig Vorsicht ist dennoch geboten: Die Rücksitzlehnen sind lackiert, wenn man vom Kofferraum auf sie schaut, und ungeschützt – Kratzer sind vorprogrammiert.
    Dennoch kann man den Fiat Panda Cross Hybrid als nachhaltigen Begleiter sehen: In der Launch Edition bekommt man besonders umweltverträgliche Sitzbezüge, die aus recycelten Materialien hergestellt wurden. Dazu wurden teilweise Kunststoff verwendet, die aus den Müllbergen der Weltmeere stammen – Chapeau! Noch nachhaltiger wird es mit dem Versprechen von Fiat, für jeden verkauften Fiat Panda Hybrid fünf Bäume zu pflanzen!

    Die Sitze sind bequem, bieten aber wenig Seitenhalt!

    Bleiben wir aber beim Auto selbst – und das ist ein einfach zu handhabender Zeitgenosse. Die Bedienung gibt wenig Rätsel auf, nichts ist verschachtelt, alles gut erreich- und einstellbar. Selbst die Smartphone-Integration ist denkbar einfach: Man bekommt einen Halter für das Endgerät – das war´s. Kein kompliziertes Koppeln oder Spiegeln, sondern einclipsen und fertig!

    Platz ist auch für die Passagiere vorhanden – sowohl vorn, wie auch hinten. Dass man keine fürstliche Beinfreiheit erwarten darf, ist angesichts von 3,64 m Außenlänge wohl zu erwarten. Dennoch geht das Angebot vollkommen in Ordnung. Mit den üblichen Airbags, ABS und ESP ist der Kleinwagen darüber hinaus hinreichend sicher. Und der von uns typischerweise erwähnte Einklemmschutz für die hinteren Fensterheber? Den gibt es natürlich auch – in Form einer Fensterkurbel! Simply clev…. Ach nein, das war ja ein anderer Hersteller…

    Blcik auf das Apple CarPlay

    Fiat Panda Cross Hybrid Motoren Check

    In dieser Form einzigartig dürfte der Antrieb sein. Auch, wenn der Fiat Panda Cross Hybrid etwas nach Allradler aussieht, leitet er seine Kraft von 51 kW/70 PS ausschließlich an die Vorderräder weiter. Für Schub sorgt ein 1.0 Liter Dreizylinder und entwickelt 92 Nm. Unterstützend greift ein Riemen-Starter-Generator (RSG) ein und steuert 3,6 kW/5 PS bei. Das hilft dabei Sprit und CO2 zu sparen, ist aber auch beim Spurten dienlich: Auf 100 km/h geht es in 10,1 Sekunden. Schluss ist bei 155 km/h. Passable Fahrleistungen für 71 PS, besonders das Sprintvermögen!

    Gespeist wird der Akkus des RSG durch Rekuperation, also Bremsenergie-Rückgewinnung. Wenn man besonders sparen möchte, kann man bei weniger als 30 km/h den Gang rausnehmen und vom Gas gehen. Dann nämlich segelt der Panda dahin. Weiterer Vorteil des RSG: 20 zusätzliche Newtonmeter an Kraft, die zusätzlich boosten – und das spürt man beim Beschleunigen. Was man nicht spürt, ist wiederum die Einstufung entsprechend der Euro 6d-Abgasnorm. Dafür freut man sich an der Zapfsäule über den Normverbrauch von 4,1 Litern, der auch in der Realität nicht weit davon entfernt liegt.

    Fiat Panda Cross Hybrid Fahreindruck Check

    Wer bereits einen aktuellen Fiat Panda gefahren ist, wird sich auch mit dem Fiat Panda Cross Hybrid anfreunden. Der heisere Klang des Dreizylinders ermuntert den Fahrer beim Ausdrehen der Gänge, klingt aber nie unangenehm rau. Geschaltet wird mit einem knackigen Sechsgang-Getriebe.

    Fiat Panda Cross Hybrid im R+V Drive Check

    Insgesamt ist der Fiat Panda Cross Hybrid recht kommod abgestimmt. Die Lenkung ist angenehm leichtgängig und die Federung schluckfreudig. Keine bösen Überraschungen also.

    Fiat Panda Cross Hybrid Preis Check

    Die schlechte Nachricht zuerst: Der Fiat Panda Cross Hybrid kostet rund 1.000 Euro mehr, als sein fast gleichstarker Vorgänger. Skandal! Na ja, nicht ganz. Der Verbrauch ist spürbar niedriger und dürfte sich – je nach Fahrprofil – zügig amortisieren. Zumal die Fahrleistungen deutlich flotter sind. Als Cross Cross ist der Panda obendrein ordentlich ausgestattet: eine Klimaautomatik, ein Lederlenkrad oder elektrische, beheizbare Außenspiegel sind mit an Bord.

    Schriftzugt "Cross" auf der Seite

    Der City Cross scheint dennoch empfehlenswerter, da er mit integrierten Nebelscheinwerfern und einem Unterfahrschutz vorfährt und auch sonst das Wichtigste mitbringt. Die Geländeoptik ist zwar nicht unbedingt nötig, passt aber gut zum 4×4-Erscheinungsbild – auch, wenn der Fiat Panda Cross Hybrid ausschließlich die Vorderräder antriebt. Angeboten wird der City Cross für 13.881 Euro.

    Fiat Panda Cross Test in der Innenstadt

    Fiat Panda Cross Hybrid Zielgruppencheck und Fazit

    Fiat hat es also endlich geschafft und hat im unteren Preissegment die Elektrifizierung eingeführt. Das ändert aber nichts an den Qualitäten des Fiat Panda Cross Hybrid: Er ist praktisch, lässt sich einfach bedienen, ist komfortabel und sparsam. Die Ergänzung des RSG ist also wirklich geglückt! Was wünscht an sich mehr von einem Kleinwagen?

    Fiat Panda Cross Hybrid im R+V Drive Check

    Tipp

    So viel würde Ihre Fiat-Panda-Versicherung bei der R+V kosten. Jetzt persönlichen Tarif berechnen.

    Jens Stratmann

    Automobil-Journalist

    Baujahr 1979, technisch im einwandfreien Zustand! Nach einer Ausbildung und über elf Jahren Erfahrung im KFZ-Bereich, machte Jens seine Passion zu seinem Beruf. Jens schreibt Beiträge über Neu- und Gebrauchtwagen, die auf persönlichen Erfahrungen und Fahrtests zu dem jeweiligen Auto basieren.

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