Demenz verstehen
Menschen mit Demenz erleben viele kognitive Veränderungen: Sie leiden unter Gedächtnisschwäche, verlieren die Orientierung, denken langsamer, nehmen ihre Umgebung anders wahr und entwickeln manchmal Wahnvorstellungen oder Halluzinationen. Dadurch ordnen sie Situationen oft falsch ein. Wenn zum Beispiel ein Gegenstand verschwunden ist, beschuldigen sie manchmal andere, ihn genommen zu haben. Hinter solchen Vorwürfen steckt meist das Bedürfnis nach Sicherheit, der Verlust von Kontrolle und die Tatsache, dass sie sich nicht mehr erinnern, was vorher passiert ist.
Im Verlauf einer Demenz, besonders bei fortgeschrittener Erkrankung, nehmen solche Anschuldigungen zu. Denken Sie daran: Es steckt keine böse Absicht dahinter, sondern es handelt sich um ein Symptom der Krankheit. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz, aber nicht jede Demenz beginnt mit Vergesslichkeit. Schon früh können sich Persönlichkeit und Verhalten verändern.
Begegnen Sie demenziell erkrankten Menschen immer respektvoll. So helfen Sie, Überforderung zu vermeiden – bei sich selbst und bei Ihrem Angehörigen.