Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) wurden im Jahr 2024 rund 246.600 Fahrraddiebstähle polizeilich erfasst, das sind 675 Fahrraddiebstähle pro Tag. Da längst nicht alle Diebstähle bei der Polizei angezeigt werden, liegt die tatsächliche Zahl viel höher. Nur die wenigsten Diebstähle werden aufgeklärt – 2024 lag die Aufklärungsquote nach Polizeiangaben bei unter 10 %. Umso wichtiger sind eine gute Versicherung und vorbeugende Maßnahmen, um einem Diebstahl vorzubeugen. Experten sagen, wie Sie Ihr Fahrrad sicher abstellen und sich gegen Fahrraddiebstahl versichern können.
Fahrraddiebstahl: So können Sie sich absichern
-
Rekordschäden trotz sinkender Fallzahlen
Obwohl die Zahl der polizeilich erfassten Fahrraddiebstähle zuletzt bei rund 246.600 Fällen pro Jahr stagnierte, verzeichnen Versicherer Rekordschäden. Der Grund: Diebe spezialisieren sich zunehmend auf teure E-Bikes und Lastenräder, was den durchschnittlichen Schaden auf fast 1.200 EUR pro Diebstahl hebt.
-
Diebstahl-Hotspots in Deutschland
Besonders in Uni-Städten wie Göttingen, Münster und Magdeburg ist das Risiko, dass das eigene Rad verschwindet, statistisch am höchsten. Während Berlin die meisten Diebstähle in absoluten Zahlen meldet, ist die Gefahr in den klassischen „Fahrradstädten“ im Verhältnis zur Einwohnerzahl oft um ein Vielfaches größer.
-
Achtung bei der „Nachtzeitklausel“
Viele ältere Hausratversicherungen enthalten noch die sogenannte Nachtzeitklausel: Das Fahrrad ist dann zwischen 22 und 6 Uhr im Freien nicht versichert. Prüfen Sie unbedingt Ihren Vertrag! Moderne Tarife, wie etwa bei der R+V, verzichten inzwischen auf diese Einschränkung und bieten Schutz rund um die Uhr.
Nur jeder 2. Fahrraddiebstahl wird angezeigt
Aus der polizeilichen Kriminalstatistik geht hervor, dass im Jahr 2024 rund 246.600 Fahrraddiebstähle bei der Polizei angezeigt wurden – das sind 675 Fahrräder pro Tag.
Die Dunkelziffer dürfe allerdings wesentlich höher liegen, denn viele Fahrraddiebstähle werden nicht bei der Polizei gemeldet.
Grund genug für Zweiradfreunde, ihr Fahrrad möglichst sicher abzustellen und gegebenenfalls gegen Fahrrad-Diebstahl zu versichern. Der langjährige ADFC-Rechtsexperte Roland Huhn gibt wertvolle Tipps.
Die Grafik zeigt die von der Polizei im Jahr 2022 erfassten Fahrraddiebstähle (Quelle GDV/PKS).
Die Grafik zeigt die von der Polizei im Jahr 2022 erfassten Fahrraddiebstähle (Quelle GDV/PKS).
Wie sollte man das Fahrrad anschließen?
Wo sollte das Rad stehen?
Was zeichnet ein gutes Fahrradschloss aus?
Fahrrad-Codierung schreckt Diebe ab
-
Fahrrad gut sichtbar abstellen
Stellen Sie Ihr Rad, wenn Sie unterwegs sind, möglichst an hellen, belebten Orten ab.
-
In geschlossenen Räumen deponieren
Wenn Sie die Möglichkeit haben, deponieren Sie Ihr Fahrrad zuhause am besten in abschließbaren Räumen wie Keller oder Garage.
-
Sorgen Sie für Abwechslung
Schließen Sie Ihr Fahrrad nicht immer an derselben Stelle ab, sondern sorgen Sie für Abwechslung. So erschweren Sie potenziellen Dieben die Arbeit.
-
Anschließen statt abschließen
Schließen Sie Ihr Fahrrad stets an fest verankerte Gegenstände an, am besten mit beiden Rädern und Rahmen. Verwenden Sie nur schwere, stabile Schlösser.
-
Verwenden Sie einen Fahrradpass
Halten Sie möglichst viele Details Ihres Fahrrads (Rahmennummer, Fabrikat, Farbe usw.) in einem Fahrradpass fest. Den gibt es bei Ihrem Fahrradhändler, der Polizei oder Ihrer Versicherung.
-
Fahrrad codieren lassen
Lassen Sie Ihr Fahrrad codieren – die Codierung zeigt sofort, wer der Eigentümer des gestohlenen Rads ist.
GPS-Tracker: eine sinnvolle Ergänzung
Wer sein Fahrrad nicht nur gegen Diebstahl schützen, sondern auch die Chance einer Wiederbeschaffung erhöhen möchte, für den kann ein ergänzendes Ortungssystem sinnvoll sein. Hierbei wird ein sogenannter GPS-Tracker möglichst unsichtbar am Fahrrad angebracht – zumeist im Rücklicht oder am Getränkehalter.
Die neuesten Systeme erlauben auch die Versenkung in der Sattelstütze oder den Einbau ins Tretlager. Per Smartphone lässt sich dann der Standort ermitteln – vorausgesetzt, die GPS-Verbindung wird nicht durch Hindernisse (z. B. Aufbewahrung im Keller) unterbunden.
Die Hausratversicherer verlangen meistens nur, dass das Fahrrad „in verkehrsüblicher Weise“ gesichert war, also durch ein eigenständiges Schloss. Spezialanbieter stellen in der Regel höhere Sicherheitsforderungen.
Wer eine Hausratversicherung bei der R+V hat, kann sein Fahrrad gegen einen geringen Zusatzbeitrag zu besonders guten Konditionen gegen den einfachen Fahrraddiebstahl mitversichern:
-
Die Höhe der Entschädigungsgrenze können Sie individuell festlegen.
-
Keine Nachtzeiteinschränkung – Versicherungschutz besteht rund um die Uhr.
-
Das Fahrrad muss durch ein Schloss gegen Diebstahl gesichert sein.
Der langjährige Experte Roland Huhn sagt: „Den Fahrrad-Diebstahl sollten Sie sofort der Polizei melden, mit möglichst genauen Angaben zum Fahrrad, also Hersteller, Marke und Rahmennummer.“ Die polizeiliche Anzeige und eine Bescheinigung, dass das Fahrrad nicht in einer bestimmten Zeit wiedergefunden wurde, sind zur Vorlage bei der Versicherung nötig.
Was, wenn das Rad nach Zahlung durch die Versicherung wieder auftaucht? Der Versicherungsnehmer muss die Versicherung benachrichtigen. Er hat nach den Bedingungen für die Hausratversicherung dann in der Regel die Wahl, ob er die Entschädigung zurückzahlt oder der Versicherung das wiedergefundene Fahrrad zur Verfügung stellt. Huhn: „Es gibt also keinen Zwang, die Entschädigung zurückzuzahlen.“
Pro Jahr werden in Deutschland etwa 246.000 Fahrraddiebstähle polizeilich gemeldet – das sind rechnerisch ca. 675 Räder jeden Tag. Die Dunkelziffer liegt jedoch weit höher, da viele Diebstähle, insbesondere von älteren oder unversicherten Rädern, gar nicht erst zur Anzeige gebracht werden.
In Relation zur Einwohnerzahl sind Göttingen, Münster und Magdeburg die gefährlichsten Pflaster für Fahrradbesitzer. In absoluten Zahlen liegt Berlin an der Spitze. Wer sein Rad in diesen Regionen abstellt, sollte besonders auf hochwertige Schlösser und eine GPS-Ortung setzen.
Durch den Boom von E-Bikes ist nach Angaben des GDV (Gesamtverband Deutscher Versicherer) der durchschnittliche Schaden pro Diebstahl auf etwa 1.190 EUR gestiegen. Das ist ein historischer Höchststand. Da hochwertige Räder attraktivere Beute bieten, wird ein umfassender Versicherungsschutz zum Neuwert immer wichtiger.
Nutzen Sie für teure Räder am besten zwei unterschiedliche Schlosstypen (z. B. Bügel- und Kettenschloss) und schließen Sie das Rad an einen festen Gegenstand an. GPS-Tracker, die im Rahmen oder Rücklicht versteckt sind, helfen zudem dabei, das Rad nach einem Diebstahl zu orten. Stellen Sie außerdem Ihr Fahrrad, wenn Sie unterwegs sind, möglichst an hellen, belebten Orten ab.
Normalerweise ist das Fahrrad über die Hausratversicherung nur gegen Einbruchdiebstahl aus dem Keller versichert. Für Diebstahl auf offener Straße ist ein Zusatzbaustein erforderlich. Dieser deckt das Rad dann meist rund um die Uhr ab, sofern es verkehrsüblich durch ein Schloss gesichert war.
Zuletzt aktualisiert: Februar 2026
R+V-Team
Mehr als nur die Versicherung! Das R+V-Team schreibt über Erfahrungen sowie Kenntnisse rund um die Produktpalette der R+V. So arbeitet ein bunt gemischtes Team daran, die Faszination und das Wissen für alles rund um das Thema Versicherungen zu teilen.