Frau mit Erkältung trinkt eine Tasse Tee.
    Gesund werden

    Die besten Hausmittel gegen Erkältung

    Wen eine Erkältung richtig erwischt hat, der möchte sie am liebsten so schnell wie möglich wieder loswerden. Schließlich geht der grippale Infekt mit unangenehmen Beschwerden wie Schnupfen, Husten, Halsweh und manchmal mäßigem Fieber einher. Im Gegensatz zur echten Grippe (Influenza) ist eine Erkältung in der Regel harmlos und verschwindet von selbst wieder. Beeinflussen kann man den Krankheitsverlauf nicht – auch nicht mit Medikamenten. Lediglich viele der lästigen Symptome lassen sich lindern. Dabei können oft auch Hausmittel helfen.

    Was ist eigentlich eine Erkältung?

    Eine Erkältung ist eine durch Viren verursachte Atemwegserkrankung. Sie betrifft vor allem die Schleimhäute in Nase und Hals. Die häufigsten Erkältungssymptome sind:

    • Halsschmerzen
    • Husten
    • eine verstopfte Nase
    • damit einhergehend oft auch Druck auf den Ohren und in den Nasennebenhöhlen
    • Kopf- und Gliederschmerzen

    Bei Kindern kommt es in vielen Fällen auch zu Fieber, bei Erwachsenen ist das eher selten.

    Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage

    In der Regel brauchen Sie gar nichts tun, wenn Sie sich erkältet haben: Der Infekt verschwindet ganz von allein. Orientieren kann man sich bei der Erkältungsdauer grob an dem Spruch, den mancher vielleicht noch von den Großeltern kennt: Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage. Nach anderthalb bis zwei Wochen hat man den Infekt also meist ausgestanden, wobei es bei Kindern auch länger dauern kann.

    Eine Erkältung kann man weder durch Medikamente noch mithilfe von Hausmitteln heilen. Allerdings kann man die Beschwerden etwas erträglicher machen. Dafür eignen sich auch Hausmittel.

    Gut zu wissen:
    • Erwachsene  bekommen zwei- bis viermal im Jahr eine Erkältung, Kinder bis zu achtmal.
    • Ein grippaler Infekt wird durch Viren, meist Rhinoviren, ausgelöst.
    • Es gibt so viele verschiedene Untertypen von Erkältungsviren, dass der Körper keine dauerhafte Immunität aufbauen kann.
    • Beeinflussen lässt sich der Krankheitsverlauf weder durch Medikamente noch durch Hausmittel. Lediglich die Symptome kann man lindern.
    • Nach anderthalb bis zwei Wochen ist eine Erkältung in der Regel ausgestanden.

    So verhalten Sie sich richtig bei einer Erkältung

    Wenn Sie gerade einen Infekt haben, können Sie in erster Linie auf ganz simple Helfer setzen:

    • Achten Sie darauf, genug zu trinken. Warmen Tee empfinden Menschen mit einer Erkältung meist als besonders wohltuend.

    • Ruhen Sie sich aus und schlafen Sie viel. Vermeiden Sie Anstrengung und Stress.

    • Halten Sie sich warm.

    • Sorgen Sie für frische Luft, indem Sie regelmäßig lüften.

    • Wenn Ihre Beschwerden länger anhalten oder besonders stark sind, suchen Sie bitte Ihre hausärztliche Praxis auf.

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    Pfefferminztee in der Kanne

    Welcher Tee bei Erkältung?

    Während eines grippalen Infekts ist es wichtig, den Körper mit viel Flüssigkeit zu versorgen. Als besonders wohltuend empfinden die meisten Halsweh-Geplagten warme Getränke. Tee auf Basis von Heilpflanzen können Erkältungsbeschwerden lindern. So helfen etwa Kamillen- oder Salbeitee bei entzündetem Rachen. Mehr als zwei Tassen Salbeitee sollten Sie nicht trinken: Eine Überdosierung des Inhaltsstoffes Thujon kann zu Vergiftungserscheinungen führen.

    Auch Früchte-, Kräuter- oder Pfefferminztee tut bei Halsschmerzen gut. Koffeinhaltige Sorten (etwa schwarzer oder grüner Tee) sollten Sie generell nur in Maßen konsumieren.

    Geeignete Tees in Schwangerschaft und Stillzeit

    Tee als Hausmittel gegen Erkältung ist auch bei Schwangeren beliebt: Früchte-, Kamillen- und Melissentee dürfen werdende Mamas bedenkenlos trinken. 

    Aufgepasst: Bestimmte Teesorten (z. B. aus Himbeerblättern, Zimt, Pfefferminze oder Salbei sowie größere Mengen Anis-, Fenchel- oder Kümmeltee) können wehenfördernd wirken. Um vorzeitige Wehen zu vermeiden, besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin oder Ihrer Hebamme, welche Teesorten in welchen Mengen für Sie geeignet sind. Salbei- und Pfefferminztee können zudem die Milchbildung hemmen und sollten in der Stillzeit nicht getrunken werden.

    Teetasse mit Honig und heißer Zitrone und Ingwer.

    Heiße Zitrone, Hühnersuppe, Ingwer und Kurkuma bei Erkältung

    Dieses Erkältungsmittel kennt jeder: Die heiße Zitrone. Aber wussten Sie, dass man die Mischung aus Zitronensaft und Wasser besser nur lauwarm genießt? Hitze zerstört nämlich die wertvollen Inhaltsstoffe der Zitrusfrucht, darunter Vitamin C

    Hühnersuppe versorgt den angeschlagenen Körper ebenfalls mit Flüssigkeit und enthält Cystein, einen Eiweißstoff, der Entzündungen hemmt und die Schleimhäute abschwellen lässt. Diesen Effekt konnten Forscher sogar in Studien nachweisen. Das beliebte Hausmittel gegen Infekte ist auch für Kinder und Schwangere geeignet. 

    Entzündungshemmend soll auch Ingwer wirken. Wissenschaftlich bewiesen ist die Wirkung der scharfen Wurzel gegen Erkältungen aber nicht hinreichend. Wer mag, probiert einfach aus, ob ihm Ingwer guttut. Am besten bereiten Sie Ihren Ingwertee wie folgt zu:

    • Einige Scheiben mit heißem Wasser übergießen.
    • Ein paar Minuten ziehen lassen.
    • Mit einem Löffel Honig verfeinern und langsam nippen.

    Eine Alternative ist Kurkuma: Einen Teelöffel Pulver in ein Glas warme Milch einrühren und genießen.

    Inhalierende Frau

    Ist Inhalieren sinnvoll bei einer Erkältung?

    Eine verstopfte Nase ist wohl eines der lästigsten Symptome einer Erkältung. Oft sind auch die Nasennebenhöhlen betroffen, was Kopfschmerzen und Druck auf den Ohren auslösen kann. Das Inhalieren von Wasserdampf ist ein traditionelles Hausmittel, das auch bei Kindern und Schwangeren angewendet wird, um festsitzenden Schleim zu lösen und Husten zu lindern. 

    Es gibt spezielle Geräte, die das Inhalieren erleichtern. Doch ein einfacher Topf tut es auch:

    • Heißes Wasser in den Topf füllen, mit einem Handtuch über dem Kopf über den Topf beugen und für zehn bis 20 Minuten langsam ein- und ausatmen.
    • Um Verbrühungen zu vermeiden, halten Sie bitte genug Abstand zum heißen Dampf und lassen Sie Kinder keinesfalls unbeaufsichtigt.
    • Ruhen Sie sich danach aus. 

    Wenn Sie mögen, können Sie dem heißen Wasser etwas Kamillentee, Kochsalz, ein paar Tropfen Eukalyptus- bzw. Teebaumöl oder eine Messerspitze Tiger Balm (oder Tigerbalsam, der auch ein beliebtes Hausmittel gegen Kopfschmerzen ist) hinzufügen.

    Vorsicht: Ätherische Öle wie Eukalyptus, Menthol oder Pfefferminz beziehungsweise Präparate, die solche Öle enthalten, sind für Kinder unter drei Jahren ungeeignet. Sie können im Extremfall zu Erstickungsanfällen führen.

    Frau mit Nasendusche

    Sind Nasendusche und Sauna wirksam gegen Schnupfen?

    Eine Nasendusche verspricht bei Schnupfen ebenfalls Erleichterung. Dabei wird jedes Nasenloch mit einer Kochsalzlösung durchspült, um die Nase von Schleim zu befreien. Sitzt dieser allerdings sehr fest oder sind die Schleimhäute stark geschwollen, verzichtet man besser auf die Nasenspülung. Die Flüssigkeit kann ansonsten nicht mehr richtig abfließen. Für die Schnupfennase von Babys und Kleinkindern hat sich als Hausmittel ebenfalls Kochsalzlösung bewährt. Entsprechende Präparate gibt es in der Apotheke. Halten Sie vor der Anwendung bitte mit dem Kinderarzt oder der Kinderärztin Rücksprache.

    Ein Saunabesuch ist Kranken nicht zu empfehlen. Erstens können sie andere Saunagänger anstecken. Zweitens setzt die große Hitze dem bereits geschwächten Körper stark zu.

    Honig im Glas

    Honig als Hausmittel gegen Husten

    Honig ist in vielen Fällen wirksamer als Erkältungsmedikamente. Das ergab eine Übersichtsarbeit, die im August 2020 in der Fachzeitschrift „BMJ Evidence Based Medicine“ veröffentlicht wurde. Bei der Analyse von 14 Studien mit insgesamt 1.761 Teilnehmern (darunter auch Kinder) linderte Honig Erkältungssymptome im Allgemeinen und die Häufigkeit sowie die Intensität von Husten im Speziellen.

    Aufgrund seiner anti-mikrobiellen Eigenschaften hemmt Honig das Wachstum von Bakterien und anderen Mikroorganismen. Manuka-Honig gilt dabei sogar als besonders wirksam. Der Honig aus Neuseeland ist aber auch entsprechend teuer.

    Die Anwendung ist denkbar einfach: Ein paar Teelöffel Honig (bei Manuka-Honig reicht ein Teelöffel) über den Tag verteilt – pur, auf dem Brot oder aufgelöst im Tee oder als Milch mit Honig – genießen. Lösen Sie den Honig nicht in heißen Flüssigkeiten auf, damit  seine wertvollen Inhaltsstoffe d nicht zerstört werden.

    Vorsicht: Babys unter einem Jahr dürfen keinen Honig zu sich nehmen! Er enthält manchmal Bakterien, die den lebensgefährlichen Säuglingsbotulismus auslösen können.

    Zwiebel und Knoblauch

    Aus Erfahrung gut: Knoblauch und Zwiebel gegen Erkältung

    Die Zwiebel ist nicht nur ein beliebtes Gemüse, sondern scheint aufgrund ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften ein Alleskönner unter den Hausmitteln zu sein: Als Zwiebelwickel wird sie gerne bei Ohrenschmerzen eingesetzt, als Saft mit Honig soll sie Husten lindern und aufgeschnitten auf dem Nachttisch platziert erleichtert die Zwiebel Schnupfennasen angeblich nachts das Atmen. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung nicht hinlänglich. Auf einen Versuch kann man es allemal ankommen lassen, zumal die Zwiebel als Hausmittel auch für Kinder und Schwangere unbedenklich ist.

    Knoblauch wirkt ebenfalls entzündungshemmend. In einer Studie mit 146 Teilnehmern stellte man vor allem eine vorbeugende Wirkung gegen Erkältungen fest.

    Welche Vitamine und Mineralstoffe bei Erkältung?

    Der Körper braucht Vitamine und Mineralstoffe, um zu funktionieren. Daher sollte man auch während einer Erkältung zu Lebensmitteln – etwa Obst und Gemüse – greifen, die reich an solchen Mikronährstoffen sind. Die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist bei Erkältungen meist nicht notwendig. Ein bestehender Infekt lässt sich Studien zufolge durch Vitamin C nicht lindern. Das Spurenelement Zink kann die Erkältungsdauer geringfügig verkürzen (es blockiert beispielsweise die Rezeptoren der Rhinoviren), wenn es gleich bei den ersten Symptomen eingenommen wird. Lassen Sie sich dazu in der Apotheke oder von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt beraten.

     

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