1. Schäden vorbeugen

Einbruch: Die Täter mögen es ungestört

Alle dreieinhalb Minuten geschieht in Deutschland ein Einbruch in eine Wohnung. Die Täter nutzen besonders gerne dunkle Jahreszeiten oder Tageszeiten, zu denen die Bewohner unterwegs sind. Doch worauf achten Einbrecher, bevor sie einsteigen? Wann schlagen sie am liebsten zu und welche Wege nutzen sie?

Worauf achten Täter vor einem Einbruch?

Nach Hause kommen und einen Einbruch feststellen – das ist für viele Menschen ein Alptraum. Da Einbrecher gern leichtes Spiel haben, setzen sie besonders auf Zeiten der Abwesenheit: Dunkle Räume, tagsüber geschlossene Rollläden und ähnliche Anzeichen sind für Einbrecher wie eine Einladung. Die Täter sind oft "Profis" und haben ein Auge dafür, ob eine Wohnung gerade leer steht. Ist man länger unterwegs, empfiehlt es sich, Vorkehrungen gegen einen Einbruch zu treffen.

Einbruch: Terrassentür und Fenster bieten Einstiegschancen

Die Haustür ist nicht unbedingt die "erste Wahl" bei einem Einbruch. Terrassentür und Fenster sind für die Täter oft leichter zu knacken und werden daher bei dem Versuch, ins Haus einzudringen, bevorzugt.

Einbruch bei Dunkelheit

Gerade in den Wintermonaten haben Einbrecher bei früher Dämmerung einen Vorteil. Sie bleiben in der Dunkelheit meist unentdeckt. Der Einbruch passiert dann zum Beispiel nachmittags oder am frühen Abend, wenn die Wohnungsbesitzer noch bei der Arbeit sind. Dass das Haus gerade leer steht, verrät das Fehlen der Beleuchtung – wenn der Eigentümer nicht an eine Zeitschaltuhr und Außenbeleuchtung gedacht hat. Einbrecher durchschauen jedoch, wenn die Zeitschaltuhren bestimmte Räume immer zur gleichen Zeit erhellen. Außerdem wirkt es verdächtig, wenn die Rollläden den ganzen Tag über herabgelassen sind. Das Haus mag dann vielleicht sicherer erscheinen, aber: Diese Maßnahme schützt nicht vor einem Einbruch.

Einbrecher erkennen ein vernachlässigtes Grundstück

Wer die Nachbarn oder Bekannte nicht darum gebeten hat, sich um das Haus zu kümmern, läuft Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden. Über einen längeren Zeitraum wirken Wohnung oder Haus unvermeidbar verwaist. Dann quillt nämlich der Briefkasten über – mit Briefen und alten Zeitungen. Ebenso können nicht geleerte Mülleimer und eine ständig leere Einfahrt Zeichen von Abwesenheit sein. Im Sommer lassen trockene Pflanzen und ein überwucherter Garten das Grundstück unbewohnt erscheinen und zeigen den Tätern, dass der Zeitpunkt günstig ist.

Keine Schlüssel am Haus verstecken

Natürlich können Bekannte nach dem Rechten sehen und das Risiko für einen Einbruch verringern. Entscheidet man sich dafür, sollte man den Schlüssel für die Wohnung jedoch direkt übergeben. Trotz vieler Warnungen verstecken Hausbesitzer immer noch ihre Ersatzschlüssel auf dem Grundstück selbst: unter der Fußmatte, in echt wirkenden Steinen aus Plastik, Blumentöpfen oder dem Briefkasten. Einbrecher kennen und nutzen diese leichtsinnigen Verstecke.

Auch Urlaubsbilder auf Facebook können Einbrecher aufmerksam machen

Ebenso gefährlich wie detaillierte Auskünfte auf dem Anrufbeantworter, sind heute die Mitteilungen über soziale Netzwerke. Nur der engste Freundeskreis sollte die genauen Reisedaten kennen. Natürlich teilt man gern die schönsten Urlaubserinnerungen – nur lieber nicht in Echtzeit. Ansonsten verbreitet sich die Information vielleicht in weitere Kreise, als einem lieb ist.

Einbruch auch bei kurzer Abwesenheit

Wer nur zur Arbeit fährt oder einen Besuch bei Freunden macht, denkt oft nicht an die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen: Fenster oder Balkontüren stehen noch auf Kipp. Türen werden nur zugezogen und nicht abgeschlossen. Im Garten liegen noch die Leiter oder große Gartenmöbel. Das alles sind willkommene Einstiegshilfen für die Täter.

Autor/in

K. Albrecht

Nov. 2014

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