Akupunktur
Naturheilkunde

Durch Akupunktur aufhören zu rauchen

Viele Raucherinnen und Raucher möchten eigentlich die Finger vom Glimmstängel lassen – doch oft scheitern sie an ihrem Vorhaben. Akupunktur kann helfen, endlich von der Zigarette loszukommen. Lesen Sie hier, wie die fernöstliche Therapie bei der Raucherentwöhnung hilft.

 

Was bewirkt Akupunktur?

Die Akupunktur entstammt der Traditionellen Chinesischen Medizin und wirkt auf die Energiebahnen und die Energie im Körper, auch als Qi bezeichnet. Auf den Energiebahnen, Meridiane genannt, liegen Punkte, die mithilfe der Akupunktur stimuliert werden können. So will der Therapeut energetische Ungleichgewichte im Körper korrigieren. Die Ausläufer der Nervenzellen enden unter der Haut und sind sehr empfänglich für Reize durch Druck oder Nadelstiche. Durch die Akupunktur kann der Therapeut die Nervenzellen stimulieren, die wiederum ein Reizsignal über das Rückenmark ans Gehirn senden.
 

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Akupunktur und Raucherentwöhnung

Beim Einsatz der Akupunktur zur Raucherentwöhnung werden zumeist die Punkte, sogenannte Pressure Points, an den Ohren behandelt, da dies erfahrungsgemäß die beste Wirkung zeigt.

Bei der Akupunktur zum Rauchstopp wählt der Arzt Punkte, die eine positive Wirkung auf die Lunge, den Magen und die Psyche haben sowie für das Suchtverhalten verantwortlich sind, denn Rauchen ist eine psychische und körperliche Abhängigkeit. Nikotin erhöht die Ausschüttung von Dopamin und anderen Neurotransmittern, die psychische und körperliche Auswirkungen haben. So hemmt Nikotin zum Beispiel den Appetit, steigert die Gedächtnisleistung, beruhigt und entspannt.

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Die Akupunktur

  • lindert die körperlichen und psychischen Entzugssymptome,

  • wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem,

  • reduziert das Verlangen nach Zigaretten.

Neben den Punkten am Ohr gibt es noch weitere an der Arminnenseite oberhalb des Handgelenks. Bei der Stimulation dieser Punkte wird die Durchblutung des Nasen- und Rachenraums angeregt. Dadurch soll sich das Geschmacksempfinden der Patientinnen und Patienten verbessern und so Zigaretten für diese ungenießbar machen.

Sind Sie abhängig von Nikotin: Ja oder nein?

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Internationale Krankheitsklassifikation ICD-10 herausgegeben, wonach Krankheiten und Symptome klassifiziert werden. Demnach liegt eine Abhängigkeit vor, wenn von den folgenden Symptomen mindestens drei zutreffen:

  • Toleranzentwicklung: Die benötigte Menge an Zigaretten steigt immer mehr an.
  • Entzugserscheinungen: Sobald der Betroffene nicht raucht, treten Entzugserscheinungen auf.
  • Suchtverhalten: Drang zum Tabak lässt sich nicht vermeiden.
  • Kontrollverlust: Der Raucher hat es nicht unter Kontrolle, wie oft und wie viel er raucht.
  • Vernachlässigung anderer Aktivitäten: Rauchen ist wichtiger.
  • Selbstgefährdung: Trotz  des Wissens über gesundheitliche Risiken wird geraucht.

 

Heißhunger und Stress durch die Raucherentwöhnung

Um den psychischen Stress zu kompensieren, verlangt der Körper häufig nach Alternativen zur Zigarette. Am einfachsten wird dieses Verlangen durch Nahrung befriedigt. Der ständige Gang zum Kühlschrank ist vorprogrammiert. Denn auch wenn die Betroffenen es durchhalten, nicht zu rauchen, sind sie gegen die Heißhungerattacken meist machtlos.

Die Folge: Gewichtszunahme, ungesunde Ernährung, Schlafstörungen. All dies bedeutet noch mehr Stress für den Körper.

Die Akupunkturbehandlung soll diese Nebenwirkung verhindern und beruhigend auf die Psyche einwirken. Ebenfalls stärkt die Akupunktur den Willen, mit dem Rauchen aufzuhören und durchzuhalten. Sie wirkt positiv auf die Produktion des Glückshormons Endorphin, was die Patientinnen und Patienten bestärken soll, an ihrem Vorhaben festzuhalten. Auch Symptome wie innere Unruhe, Nervosität sowie vegetative Beschwerden wie Herzklopfen oder Schwitzen werden gemildert.

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So wirkt die Akupunktur

Die Akupunktur soll in erster Linie beruhigend auf die Psyche einwirken. Denn der Entzug des Rauchens bedeutet für die Betroffenen großen Stress. Dadurch entsteht ein energetisches Ungleichgewicht im Körper. Dies ist unter anderem ein Grund, warum so viele Raucher wieder rückfällig werden. Mithilfe der Akupunktur und der Stimulierung der speziellen Punkte erlangt der Körper sein energetisches Gleichgewicht zurück.

Wie oft erfolgt eine Behandlung?

Zunächst sollen die Patientinnen und Patienten bereits das Rauchen eingestellt und mindestens 24 Stunden lang keine Zigarette konsumiert haben. Nur dann sind die energetischen Punkte an der Ohrmuschel aktiv und empfindlich für die Nadeln. Die Behandlung durch Akupunktur erfolgt zwei- bis dreimal pro Woche, insgesamt sind etwa fünf- bis sechs Sitzungen nötig je nach Verlauf.

Bei der Behandlung sind etwa sechs bis sieben Nadeln im Einsatz. Nach der Sitzung entfernt der Therapeut sie aus dem Ohr. Es gibt aber auch die Möglichkeit der Langzeitbehandlung, wobei die Nadeln bis zu zwei Wochen im Ohr bleiben und mit einem Pflaster fixiert werden.

Sport und Meditation

Sport und Meditation unterstützen Körper und Geist bei der Raucherentwöhnung. Das Gehirn produziert mehr Endorphine und das Verlangen nach dem Glimmstängel sinkt.

Sport bei der Raucherentwöhnung

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Sport hilft dabei, mit dem Rauchen aufzuhören, weil es für Körper und Geist eine Ersatzbefriedigung ist. Die Freisetzung der Endorphine mindert das Verlangen nach Zigaretten deutlich, außerdem lenkt Sport vom Griff zur Zigarette ab. Studien zeigen, dass Sport-treibende Jugendliche deutlich seltener rauchen als jene, die körperlich nicht aktiv sind.

Es lohnt sich also, dranzubleiben, auch wenn Raucher zunächst einen „nicht so langen Atem haben“. Denn durch den Zigarettenkonsum enthält das Blut deutlich mehr Kohlenmonoxid, was die Leistungsfähigkeit durch einen entstehenden Sauerstoffstoffmangel mindert. Der Grund: Kohlenmonoxid wird viel leichter vom roten Blutfarbstoff Hämoglobin der roten Blutkörperchen gebunden als Sauerstoff. Deshalb leiden Raucher häufig unter Kurzatmigkeit und Bluthochdruck. Bei sportlichen Aktivitäten senkt das Rauchen die Leistungsfähigkeit um etwa 15 Prozent.

Wichtige Tipps, die Sie als Sport Anfängerin oder Anfänger beachten sollten und die Ihnen beim Aufhören des Rauchens helfen, finden Sie in unserem Artikel Fitness für Anfänger.
 

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Meditation bei der Raucherentwöhnung

Gereiztheit, Nervosität, schlechte Stimmung oder das dringliche Verlangen nach einer Zigarette – all das sind mögliche Nebenwirkungen des Rauchstopps. Mit Meditation können Betroffene gegensteuern und Entzugserscheinungen lindern. Das tiefe Atmen hilft ebenfalls dabei, Körper und Geist zu entspannen. Achtsamkeitsübungen für den Alltag lenken von dem Wunsch zu rauchen ab und geben dem Denken eine neue Richtung. Wir haben zwei verschiedene Techniken zusammengestellt, die bei der Raucherentwöhnung unterstützend wirken.

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