1. Recht + Geld
  2. Freizeit + Reise

Risiko Schuldenfalle: So vermeiden Sie die Zahlungs­unfähigkeit

Das Serien-Abo verlängern und nebenbei eine neue Jacke bestellen: Ein Klick genügt, um online mehr Geld auszugeben, als wir vorhaben. Der Weg in die Schuldenfalle ist kürzer als gedacht. Der Konsum im Internet ist eine der häufigsten Ursachen für die wachsende Überschuldung. Doch schon wenige Tipps können helfen, sich vor der Zahlungsunfähigkeit zu schützen.

Was sind typische Schuldenfallen?

Der Weg in die Schuldenfalle beginnt oft mit einer längerfristigen Zahlungsunfähigkeit, die verhindert, dass laufende Verbindlichkeiten beglichen werden können. Das Resultat ist im schlimmsten Fall ein Insolvenzverfahren. Knapp jeder Zehnte in Deutschland gilt als überschuldet. Oftmals hat eine Zahlungsunfähigkeit mehrere Gründe. Nach einem Schicksalsschlag oder einer Scheidung, fällt es vielen Menschen zunächst schwer, ihren Alltag wieder zu meistern. Dazu gehört auch, dass manchmal Rechnungen über Wochen ungeöffnet liegen bleiben. Andere lassen sich durch die zahlreichen Angebote im Online-Shopping verführen. Das Online-Shopping lockt mit seinen zahlreichen Angeboten. Summieren sich die Rechnungen, muss schnell reagiert werden.

Sicher im Internet

Die Hausratversicherung der R+V schützt Sie bei Schäden durch Internetnutzung. Dies können finanzielle Folgen sein, die durch Identitätstäuschung beim Online-Verkauf, beim Online-Kauf von Sachen, bei missbräuchlicher Kontoverfügung und Identitätsmissbrauch entstehen.

Wählen Sie dazu einfach den Zusatzbaustein SicherOnline in Verbindung mit der Hausratversicherung classic und comfort aus.

Jetzt Beitrag berechnen und online abschließen

Unsere Ansprechpartner vor Ort unterstützen Sie gerne mit weiteren Informationen.

Ansprechpartner finden

Die größten Schuldenfallen

Es gibt viele Gründe, die zu einer Zahlungsunfähigkeit führen können. Das macht es für Betroffene besonders schwierig, die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. Eine gute Vorsorge und eine regelmäßige Überprüfung der persönlichen Finanzlage ist daher besonders wichtig.

  • Arbeitslosigkeit, Trennung oder Schicksalsschlag: Wer nicht ausreichend vorgesorgt hat, wird von einem Jobverlust oder Unterhaltsforderungen besonders hart getroffen. Um die ausstehenden Beträge begleichen zu können, greifen viele auf überteuerte Kredite zurück, die das Schuldenrisiko nochmals erhöhen. Daher ist es besonders wichtig, sich über passende Kreditformen zu informieren und die Vor- und Nachteile der einzelnen Produkte abzuwägen.

  • Übermäßiger Konsum: Vor allem jüngere Menschen leben, begünstigt durch die Möglichkeiten des Online-Shoppings, häufig über ihren Verhältnissen. Durch Online-Bezahlsysteme wird das Geld unkompliziert abgerechnet und die Beträge verschwinden unter dem Radar – bis sie das Konto ins Minus ziehen. Ein regelmäßiger Blick auf die Kontoabgänge hilft, den Überblick zu behalten.
  • Mitgliedschaften und Abos: Ein Streaming-Abo gehört für viele Menschen genauso zum Standard wie die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio. Langfristige Verträge mit knapp kalkulierten Kündigungsfristen sorgen dafür, dass man unter Umständen für etwas bezahlt, das schon länger nicht mehr genutzt wird. Überprüfen Sie deshalb, welche Abos und Dienste Sie wirklich nutzen und welche Sie kündigen können.

Rechtsprobleme durch Online-Käufe? Wir helfen Ihnen weiter

Eine Rechtsschutzversicherung bietet eine umfassende Unterstützung bei Rechtsangelegenheiten. Von Rechtsproblemen im Zusammenhang mit Online-Käufen, über Streitfälle unter Nachbarn oder Unklarheiten im Beruf: Die R+V-Rechtsschutzversicherung schützt umfassend vor den finanziellen Folgen eines Rechtsstreits.

Sie möchten mehr erfahren?

Unsere Ansprechpartner vor Ort beraten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Ansprechpartner suchen

Fünf Tipps: So tappen Sie nicht in die Schuldenfalle

Größere Anschaffungen überdenken

Beim Kauf von teureren Produkten hilft es, sich an die sogenannte Drei-Tage-Regel zu halten: Kaufen Sie Produkte, die Ihnen gefallen, nicht sofort, sondern hinterfragen Sie diese zunächst. Warum möchte ich das neue Smartphone? Brauche ich es wirklich? Gerät das Produkt schnell in Vergessenheit, ist der Kauf oftmals nicht notwendig.

Gute Vorsorge

Schicksalsschläge wie Krankheit, Trennung oder Arbeitslosigkeit lassen sich meistens nicht vorhersagen. Daher ist es besonders wichtig, in finanziell guten Zeiten nach Möglichkeit einen Betrag zurückzulegen, auf den Sie in solchen Momenten zurückgreifen können.

Regelmäßig Ausgaben prüfen

Um einen guten Überblick über Ihre Finanzen zu bekommen, sollten Sie regelmäßig die Kontobewegungen checken. Vielen Menschen hilft es auch, so oft wie möglich bar zu bezahlen und dadurch die Ausgaben besser im Blick zu behalten. Eine weitere Option, die sich bewährt hat, ist das Führen eines Haushaltsbuchs. Dafür gibt es mittlerweile auch passende Apps.

Werbung zurückfahren

Wer bei sich selbst feststellt, stark auf Werbung zu reagieren, dem hilft womöglich eine Reduzierung der Angebotsinformationen. Das lässt sich durch die Abbestellung von Newslettern, Deinstallation von Verkaufs-Apps oder den klassischen Sticker am Briefkasten leicht umsetzen.

Ungenutzte Abos kündigen

Ungenutzte Verträge, zum Beispiel bei Streamingdiensten, sind versteckte Kostenfallen. Darum lohnt es sich zu checken, welche Services Sie tatsächlich und regelmäßig nutzen.

Was bedeutet Überschuldung?

Privathaushalte, deren Einkommen über einen längeren Zeitraum trotz Reduzierung des Lebensstandards bestehende Schulden nicht tilgen können, gelten als überschuldet. Liegt eine Überschuldung vor, wird der Weg aus dem Zahlungsverzug immer schwerer. Je länger ein bestimmter Betrag abgezahlt werden muss, desto höher ist der Zinsanteil, der dafür entrichtet wird. Dispo-Kredite erschweren aufgrund hoher Zinsen den Weg aus der Überschuldung zusätzlich und gelten daher als besonders gefährlich.

Hilfe im Ernstfall

Flattern eines Tages dennoch unbezahlbare Rechnungen ins Haus, sollten Sie nicht abwarten, sondern direkt aktiv werden. Menschen, die in Überschuldung geraten sind, finden bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung oder den Diensten verschiedener Wohlfahrtsverbände Hilfe. Der Gang zur Schuldnerberatung sollte lieber früher als später stattfinden. Nur so vermeiden Sie eine drohende Privatinsolvenz und können bestehende Schulden zeitnah begleichen.

Autor/in

F. Dogan

Jun. 2018

Produkte zu diesem Ratgeber Plus Artikel

Weitere Ratgeber Plus Artikel