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Achtsamkeit

Mit Waldbaden gegen Stress

Kennen Sie den Begriff Waldbaden? Was im deutschen Sprachgebrauch vielleicht nicht gleich jedem geläufig ist, gilt in Japan und auch in China längst als Medizin: eintauchen in die wohltuende Stille und Kraft der Wälder. Steckt mehr dahinter als das, was man früher schlichtweg als Sonntagsspaziergang bezeichnet hat? Wem soll das Bad im Wald besonders guttun? Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Hilft Waldbaden wirklich der Gesundheit?

Stellt man diese Frage einer Japanierin oder einem Japaner, kann man mit einem klaren „Ja!“ rechnen. Der fernöstliche Inselstaat führte schon zu Beginn der 1980er Jahre Forschungsprogramme durch, um die medizinische Wirkung des Waldes auf die Gesundheit von Menschen nachzuweisen. „Shinrin yoku“ nennt sich das Ganze, was ins Deutsche übersetzt dem Begriff „Waldbaden“ entspricht.

Wer denkt, es handelt sich hier um schlichtes Spazierengehen, der irrt. Mittlerweile ist der Trend auch in Deutschland angekommen. Anders als japanische sind deutsche Hochschulen jedoch noch weit davon entfernt, Spezialisierungen im Fach Medizin für den Bereich Waldmedizin anzubieten. In Japan und auch in China hingegen gilt Waldbaden zum Beispiel im Bereich psychischer Krankheiten als staatlich anerkanntes Präventionsprogramm.

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Für wen eignet sich das Waldbad?

Belächeln sollten wir die Wirkung der Natur nicht. Auch im europäischen Raum haben sich Naturheilverfahren immer mehr etabliert. Als grundlegend gilt die Erkenntnis eines schwedischen Forschers, der 1984 herausfand, dass Menschen schneller genesen, wenn sie in ihrem Krankenzimmer ins Grüne schauen dürfen anstatt auf eine Mauer. Allein diese Maßnahme führte dazu, dass Patientinnen und Patienten im Schnitt einen Tag früher entlassen werden konnten.

Das Waldbaden geht darüber hinaus: Sie sollen dabei in das direkte Umfeld der Natur eintauchen. Der Hintergrund dabei ist, dass vor allem gestresste Menschen auf diese Weise zur Ruhe kommen sollen. Es gibt weder Zeit- noch Leistungsdruck. Sie walken oder joggen eben gerade nicht durch den Wald, sondern tauchen bewusst in die Natur und ihre Einzigartigkeit ein. Dabei versuchen Sie, diese mit all Ihren Sinnen wahrzunehmen. Was sehen Sie? Was hören Sie? Was riechen Sie? Wie fühlt sich all das an? Viele intensivieren das Waldbad auch mit Meditation oder Atemübungen.

Japanische Studien belegen die positive Wirkung eines bis zu dreistündigen Waldbades folgendermaßen:

  • Der Blutdruck sinkt.

  • Die Abwehrzellen im Körper steigen an.

  • Der Cortisolspiegel, der als Biomarker für Stress gilt, sinkt.

  • Stressbedingte Erkrankungen, Depressionen und Angststörungen werden positiv beeinflusst.

Tipps fürs Waldbaden

Sie interessieren sich fürs Waldbaden und würden gerne wissen, wie Sie die Kraft Ihres heimischen Waldes optimal nutzen können? Hier ein paar Tipps:

Die Dauer für ein optimales Waldbad liegt zwischen einer und drei Stunden.

Lassen Sie also Ihr Smartphone und andere Dinge, die Sie ablenken könnten, zu Hause. Es geht darum, Ihre Umgebung genau wahrzunehmen. Verzichten Sie deshalb auch darauf, nebenbei Musik zu hören.

Schärfen Sie Ihr Bewusstsein dadurch, dass Sie vor und während des Waldbadens auf alkoholische Getränke verzichten. Am besten auch auf Kaffee, denn Koffein beeinflusst den Organismus durch einen schnellen Herzschlag und geweitete Gefäße. All das sind Aspekte, die dem Entschleunigen im Wege stehen. 

Wann Sie Ihr Waldbad nehmen, bleibt Ihnen überlassen. Sie brauchen dazu nicht unbedingt warme Temperaturen und Sonnenschein. Wie fühlt sich der Wald an, wenn es gerade geregnet hat und die Erde feucht ist?

Riechen, fühlen, sehen, hören und schmecken Sie Ihre Umgebung. Probieren Sie allerdings nur Dinge, von denen Sie sicher sind, dass sie ungiftig sind.

Sie gehen nicht in den Wald, um zu joggen oder zu walken. Verweilen Sie lieber und bauen Sie bewusst Pausen ein.

Wer darf Waldbademeister sein?

In Deutschland ist Waldbaden nicht so etabliert wie in Japan, China oder auch Südkorea, doch das könnte sich bald ändern: Immer mehr Menschen interessieren sich für das Thema, denn auch die wissenschaftliche Datenlage verdichtet sich weiter und zeigt all die positiven Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Derzeit gibt es in Österreich und Deutschland Forschungen dazu, inwieweit der heimische Wald ebenfalls für medizinische Zwecke eingesetzt werden kann.

Die Bewegung des Waldbadens ist bereits in vollem Gange: Schon jetzt werden sogenannte Waldbademeister durch spezielle Kursleiter ausgebildet, etwa an der Deutschen Akademie für Waldbaden und Gesundheit. Laut eigenen Angaben haben diese Ausbildung bereits über 800 Menschen absolviert. Ziel ist es, Interessierten eine gewisse Anleitung mit an die Hand zu geben, denn nicht jeder weiß, worauf er sich beim Besuch im Wald fokussieren soll, um eine entschleunigende Wirkung des Waldbadens zu genießen (siehe Tipps weiter oben). Wer sich mit der Thematik auseinandergesetzt hat, kann sein Waldbad auch allein genießen – denn allein ist die Ablenkung am geringsten.

Kur- und Heilwälder sind speziell ausgesuchte Gebiete, in denen die Vegetation besonders vielfältig und abwechslungsreich ist. Das sorgt für eine hohe Luftqualität und stimuliert die Sinne, etwa durch unterschiedliche Gerüche oder Geräusche. Davon soll es künftig auch immer mehr in Deutschland geben. Es gibt sie z. B. in Heringsdorf auf Usedom oder in Bad Doberan bei Rostock. Andere Bundesländer, wie Bayern, möchten wie in Bad Birnbach mit dem geplanten Pilotprojekt „Gesundheitswald“ nachziehen.

Sie können aber natürlich auch einfach Ihren heimischen Forst für das Waldbad genießen.

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