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Eine Frau lässt sich von ihrer Augenärztin auf Grünen Star untersuchen.
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Grüner Star (Glaukom): Symptome erkennen und das Sehvermögen schützen

Inhalt:

Der Begriff „Grüner Star“ bezeichnet bestimmte Augenkrankheiten, die Netzhaut und Sehnerv schädigen. Ärzte sprechen auch von einem Glaukom. Grüner Star tritt meist ab dem 40. Lebensjahr auf und begleitet Betroffene lebenslang. Da ein Glaukom meist schmerzfrei beginnt, bleibt es oft jahrelang unentdeckt. Ohne Behandlung droht der Verlust des Augenlichts. Wir erklären Ihnen, wie Sie Warnsignale deuten, welche Vorsorge sinnvoll ist und wie moderne Therapien Ihr Sehvermögen bewahren.

 

AUF EINEN BLICK

Das Wichtigste zum Thema „Grüner Star“

  • Tückischer Verlauf ohne Schmerzen

    Ein Grüner Star entwickelt sich oft schleichend. Da das Gehirn Sehausfälle lange Zeit ausgleicht, bemerken Betroffene die Schäden meist erst spät. Regelmäßige Check-ups sind daher unverzichtbar.

  • Risikoanstieg ab 40 Jahren

    Ab dem 40. Lebensjahr erhöht sich die Gefahr für ein Glaukom. Etwa 800.000 Menschen in Deutschland sind bereits erkrankt, wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegt.

  • Vorsorge zahlt sich aus

    Ein erhöhter Augeninnendruck kann ein Warnsignal sein. Da ein Grüner Star lange Zeit schmerzfrei verläuft, ist eine regelmäßige Vorsorge ab dem 40. Lebensjahr wichtig. Durch die Kombination aus Druckmessung und Sehnerv-Check lassen sich Schäden frühzeitig erkennen und ein dauerhafter Sehverlust verhindern.

Was ist Grüner Star (Glaukom)?

Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, steht im Grunde für mehrere Augenkrankheiten, die nach und nach die Nervenzellen der lichtempfindlichen Netzhaut und des Sehnervs schädigen. Grüner Star ist eine der häufigsten Erblindungsursachen deutscher Erwachsener.

Hierzulande leiden etwa 800.000 Menschen daran. Allerdings ist eine hohe Dunkelziffer wahrscheinlich. Die Beschwerden stellen sich oft nur langsam ein, so dass Betroffene erst spät zum Arzt gehen. Viele wissen nicht, dass sie an Grünem Star erkrankt sind.

Etwa 8 Millionen Deutsche sind gefährdet, ein Glaukom zu entwickeln. Die Gründe dafür sind verschieden: Es können Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck dazu beitragen, aber auch genetische Veranlagungen, wenn bereits Familienmitglieder erkrankt sind.

Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko für ein Glaukom ebenfalls. Die meisten Fälle treten ab dem 40. Lebensjahr auf. Jenseits des 75. Lebensjahres sind 7 bis 8 % der Menschen betroffen, nach dem 80. Lebensjahr sogar 10 bis 15 %.

Primäre und sekundäre Glaukome

Ein Glaukom kann in verschiedenen Varianten auftreten. Ärzte unterscheiden beispielsweise nach der Ursache:

  • Primäre Glaukome

    Diese treten eigenständig, also ohne erkennbare Ursache auf.

  • Sekundäre Glaukome

    Sie sind eine Folge von anderen Erkrankungen, Augenverletzungen, chirurgischen Eingriffen oder von bestimmten Medikamenten.

Diese Formen von Grünem Star gibt es

Außerdem lassen sich Glaukome anhand der Gegebenheiten in der vorderen Augenkammer – dem Raum zwischen Hornhaut und Iris – einteilen. Dort fließt normalerweise das Wasser der Augenkammer seitlich über das sogenannte Trabekelwerk (feines Netz aus Bindegewebe) und den natürlichen Abflusskanal (Schlemm-Kanal) ab. Dieses Abflusssystem liegt im Kammerwinkel, der sich am äußeren Irisrand zwischen Iris und Hornhaut bildet.

Mediziner unterscheiden zwischen:

  • Offenwinkel-Glaukom (Weitwinkel-Glaukom)

    Es stellt die häufigste Form von Grünem Star bei älteren Menschen dar. Diese Glaukomform entsteht, weil das Kammerwasser im Trabekelwerk nicht ordentlich abfließen kann. Dadurch steigt der Augeninnendruck, was wiederum Netzhaut und Sehnerv schädigt.

  • Engwinkel-Glaukom (Winkelblock-Glaukom)

    Bei dieser Form des Glaukoms ist der Kammerwinkel verengt. Typischerweise liegt dies an einer flachen vorderen Augenkammer. Die Flüssigkeit kann das Trabekelwerk nur schwer erreichen, um dort abzufließen. Die Folge auch hier: Der Augeninnendruck steigt.

  • Normaldruck-Glaukom

    Bei einigen Glaukom-Patienten kommt es zu typischen Beschwerden, obwohl der absolute Augeninnendruck nicht erhöht ist.

  • Kongenitales Glaukom bei Babys (angeborene Form)

    Das Trabekelwerk im Augenwinkel ist nicht vollständig angelegt oder der Abfluss des Kammerwassers durch embryonales Gewebe behindert.

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Typische Symptome eines Glaukoms

Wie sich ein Glaukom äußert, hängt davon ab, welche Form vorliegt und wie weit diese bereits fortgeschritten ist. In vielen Fällen handelt es sich um ein Glaukom, das chronisch zunimmt. Im frühen Stadium bemerken Betroffene den Grünen Star oft gar nicht. Erst im weiteren Krankheitsverlauf entwickeln sie nach und nach Beschwerden.

Fragen Sie sich ob Sie an einem Glaukom leiden? Folgende typische Symptome könnten dafür sprechen:

  • Gesichtsfeldausfälle (Sie bemerken eine Art Tunnelblick und nehmen den Rand des Blickfeldes nicht mehr gut wahr)
  • Augenrötung
  • Kopfschmerzen
  • Augenbrennen bis Augenschmerzen
  • Sehen von farbigen Ringen um helle Lichtquellen herum 

 

Notfall Glaukomanfall

Bei einem Glaukomanfall kann das Kammerwasser plötzlich nicht mehr abfließen. Er ist meist die Folge eines Engwinkelglaukoms. Ärzte sprechen dann auch von einem akuten Winkelblock. Der Kammerwinkel ist plötzlich nicht mehr durchlässig. Innerhalb kurzer Zeit steigt dadurch der Augeninnendruck und schädigt Netzhaut und Sehnerv.

Hier besteht akuter Handlungsbedarf: Jede Minute zählt, um Ihr Augenlicht zu retten. Suchen Sie umgehend eine Augenklinik oder den Notdienst auf.

So erkennen Sie einen Glaukomanfall

Bei einem Glaukomanfall steigt der Augeninnendruck plötzlich sehr stark an. Innerhalb kurzer Zeit bemerken Sie dann diese Symptome:

  • Augapfel wird hart

  • Augen sind gerötet

  • Starke Augenschmerzen

  • Starke Kopfschmerzen, eventuell auch Gesichtsschmerzen

  • Sehen von Ringen um helle Lichtquellen (Halos, möglicherweise erstes Zeichen eines Glaukomanfalls)

  • Sehschärfe verringert sich

  • Fixierte Pupille (Pupille verengt sich bei Lichteinfall wenig bis gar nicht)

  • Übelkeit und Erbrechen

Glaukom bei Kindern und Babys

Babys und Kleinkinder können an einem seltenen angeborenen Glaukom leiden (kongenitales Glaukom). In diesem Alter ist es jedoch schwer, die Symptome des Grünen Stars zu erkennen. Gehen Sie zum Arzt, wenn Ihr Baby folgende Beschwerden zeigt:

  • Vergrößerung des Augapfels und der Hornhaut (das erkennen Sie an großen und leicht hervortretenden Augen)
  • Trübe Einfärbung der Hornhaut
  • Tränende Augen
  • Lichtempfindliche Augen (das Kind kneift die Augen zusammen, meidet helle Lichtquellen und zeigt Unbehagen)

 

 

Die Ursachen für Grünen Star im Überblick

Grüner Star kann verschiedene Ursachen haben. Nicht immer ist der genaue Auslöser bekannt. Doch es gibt eine Reihe von Faktoren, die das Risiko für ein Glaukom steigern. Und auch einige Vorerkrankungen gelten als Risikofaktor für ein Glaukom.

Glaukom-Risikofaktoren

  • Ablagerungen im Auge, die das Trabekelwerk im Kammerwinkel „verstopfen” (Offenwinkelglaukom). Die Ablagerungen entstehen in vielen Fällen altersbedingt.

  • Niedriger Perfusionsdruck: Druckunterschied zwischen Augeninnendruck und dem Druck in den Netzhautgefäßen ist zu gering. Risikofaktoren sind z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

  • Folge einer Kortisonbehandlung (über mehrere Jahre).

  • Pupillen-Vergrößerung, etwa durch die Pupillen erweiternde Medikamente, durch Angstreaktionen oder bei Dunkelheit, wenn eine bereits flache Augenkammer vorliegt (Engwinkelglaukom): Die Pupille wird größer, indem sich Muskeln in der Iris zusammenziehen und dicker werden. Das engt den Kammerwinkel weiter ein oder blockiert ihn gänzlich (akuter Winkelblock, Glaukomanfall).

  • Starke Kurz- oder Weitsichtigkeit (mehr als 4 Dioptrien), bei denen die Form des Augapfels und der vorderen Augenkammer verändert ist.

  • Gehäufte Fälle von Grünem Star in der Familie (Hinweis auf genetische Vorbelastung).

  • Schwarze Menschen erkranken häufiger an einem Glaukom.

  • Rauchen verengt die Blutgefäße.

Vorerkrankungen als Grund

  • Niedriger Blutdruck oder ein sehr niedriger zweiter Blutdruckwert, z. B. wegen eines Herzklappenfehlers oder bestimmter Störungen der Gefäßfunktion.

  • Bluthochdruck (Hypertonie), der die Blutgefäßwand schädigt.

  • Erhöhte Blutfettwerte (wie Hypercholesterinämie), die zu Ablagerungen in den Gefäßen führen (Arteriosklerose).

  • Diabetes mellitus und andere Stoffwechsel-Erkrankungen, die die Innenwände der Blutgefäße schädigen.

  • Autoimmunerkrankungen, die die Blutgefäße angreifen.

  • Krampfhafte Gefäßverengungen, wie zum Beispiel beim Raynaud-Syndrom, Migräne oder bei Tinnitus.

  • Entzündungen am oder im Auge: Dadurch können Vernarbungen oder Ablagerungen im Kammerwinkel entstehen und ihn verlegen.

Erhöhter Augeninnendruck als Ursache für Grünen Star?

Bislang galt ein erhöhter Augeninnendruck als Hauptursache für Grünen Star. Neuere Untersuchungen legen allerdings nahe, dass nur etwa jeder 2. Glaukom-Patient tatsächlich einen erhöhten Druck im Augenapfel hat. Die Hälfte der Betroffenen weist einen normalen Augeninnendruck auf. Was ist dann das Problem?

Ursächlich ist ein Missverhältnis zwischen dem absoluten Druck im Augeninneren und dem Druck in den Augengefäßen. Ist der Augeninnendruck höher als in den Gefäßen, werden diese regelrecht zusammengedrückt. Das stört die Durchblutung empfindlicher Zellen im Auge und schädigt diese.

Wie stellen die Ärzte ein Glaukom fest?

Grüner Star kann verschiedene Ursachen haben. Nicht immer ist der genaue Auslöser bekannt. Doch es gibt eine Reihe von Faktoren, die das Risiko für ein Glaukom steigern. Und auch einige Vorerkrankungen gelten als Risikofaktor für ein Glaukom.

Haben Sie das Gefühl, schlechter zu sehen, ist Ihre Hausarztpraxis oft die geeignete erster Anlaufstelle. Alternativ können Sie sich auch direkt an eine Augenärztin oder einen Augenarzt wenden.

Bei akuten, starken Augenschmerzen benötigen Sie hingegen umgehende medizinische Hilfe. Rufen Sie den Notarzt oder lassen Sie umgehend in die Notfallambulanz einer (Augen)Klinik bringen.

Zunächst wird Ihnen der Arzt einige Fragen stellen. Er erkundigt sich nach Ihren genauen Beschwerden, etwa wann diese angefangen und ob sie zugenommen haben. Zudem befragt er Sie zu möglichen Risikofaktoren und Vorerkrankungen. Dabei achtet er auch auf die Medikamente, die Sie einnehmen. Bei Kindern informiert sich der Arzt über die Eltern.

Anschließend untersucht er Sie genauer. Mittels spezieller Lampen begutachtet er die vorderen und hinteren Augenabschnitte. Gerade beim akuten Glaukomanfall tastet er einen steinharten Augapfel. Beim chronischen Glaukom misst er unter örtlicher Betäubung den Augeninnendruck. In der sogenannten Perimetrie prüft der Arzt zudem, ob das Blickfeld bereits eingeschränkt ist.

So wird Grüner Star behandelt

Ziel der Therapie ist es, den Augeninnendruck bestmöglich zu senken. Dies schützt die empfindliche Netzhaut und den Sehnerv. Direkt heilbar ist Grüner Star jedoch nicht. Zur Glaukombehandlung setzen Ärzte vor allem Medikamente ein. Sie reichen manchmal nicht aus. Dann ist eine Operation notwendig. Kinder mit einem angeborenen Glaukom operieren Ärzte immer.

Diese Medikamente helfen bei einem Glaukom

Die häufigste Ausprägung – das chronische primäre Offenwinkel-Glaukom – behandeln Ärzte mit verschiedenen Präparaten. Diese Medikamente drosseln die Bildung des Kammerwassers:

  • Betablocker
  • Carboanhydrase-Hemmer
  • Alpha-Sympathomimetika

Andere wirksame Medikamente verbessern den Abfluss. Hier spielen vor allem Prostaglandine (Latanoprost, Bimatoprost) eine große Rolle.

Beim meist akuten auftretenden Engwinkelglaukom setzen Ärzte ebenfalls die genannten Medikamente ein, um den Augendruck rasch zu senken. Zudem verabreichen sie Schmerzmittel. Darüber hinaus helfen Cholinergika wie Pilocarpin. Sie verengen die Pupille, erweitern den Kammerwinkel und erleichtern den Abfluss des Kammerwassers.

Operation bei Grünem Star

Die folgenden operativen Verfahren können Patienten mit einem chronischen Glaukom helfen:

  • Trabekulektomie: Hier legen Ärzte eine Öffnung in der Augenbindehaut (Sklera) an, durch die das Kammerwasser abfließen kann.
  • Kanaloplastik: Ärzte dehnen dabei den natürlichen Abflusskanal (Schlemm-Kanal) auf. Der Kammerwinkel muss folglich offen sein.
  • Trabekulotomie: Ärzte zerschneiden hier das Trabekelwerk vor dem Abflusskanal. Es ist ein typisches Verfahren bei Kindern mit Glaukom, da ihr Trabekelwerk nicht richtig ausgebildet ist.
  • Laser-Trabekuloplastik: Der Laser richtet sich gegen das schwammartige Gewebe im Kammerwinkel (Trabekelwerk). Dadurch wird eine Abflussöffnung erzeugt, so dass das Kammerwasser besser abfließt.
  • Zyklophotokoagulation/Zyklokryokoagulation: Der Arzt verödet mit einem Laser oder Kältestift den Ziliarkörper. Dadurch bildet das Auge weniger Kammerwasser.

Auch beim primären Engwinkel-Glaukom operieren Ärzte. Im Rahmen einer sogenannten Iridektomie oder Laser-Iridotomie eröffnen sie entweder mit einem feinen Messer oder einem Laser die Regenbogenhaut (Iris). Durch das Loch kann das Kammerwasser abfließen und den Augeninnendruck normalisieren.

Bei sekundären Glaukomen stehen je nach Ursache noch weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Wie verläuft ein Glaukom und wie können Sie vorbeugen?

Die Prognose ist umso besser, je früher der Arzt einen Grünen Star feststellt und entsprechend behandelt. Das kann die Zerstörung der Sehzellen aufhalten. Unbehandelt erblinden Betroffene jedoch für gewöhnlich.

So können Sie vorbeugen

Nutzen Sie die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt, um ein Glaukom möglichst frühzeitig zu erkennen. Lassen Sie sich mindestens jedes 2. Jahr ärztlich untersuchen und lassen Sie mögliche Augenerkrankungen abklären. So fallen Veränderungen schnell auf und der Arzt kann gezielt eingreifen.

Wissen Sie bereits von Ihrem Glaukom, halten Sie sich an die Empfehlungen Ihres Augenarztes. Nehmen Sie zudem notwendige Kontrolluntersuchungen wahr.

Achten Sie außerdem auf einen gesunden Lebensstil. Dadurch können Sie das Risiko für Grünen Star womöglich reduzieren.

FAQs

Häufige Fragen und Antworten zum Thema Grüner Star

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Glaukom-Früherkennung in der Regel nicht. Sie gilt als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Untersuchung meist nur bei einem konkreten Verdacht oder bestehender Erkrankung. Als reine Vorsorgeleistung müssen Patienten den Check (Augeninnendruckmessung und Sehnerv-Beurteilung) meistens selbst tragen. Eine private Zusatzversicherung erstattet diese Kosten im Rahmen von Vorsorge-Budgets.

Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko senken, aber nicht ausschalten. Wichtig sind der Verzicht auf das Rauchen (Gefäßverengung) und die Einstellung von Bluthochdruck oder Diabetes. Da auch die Genetik eine Rolle spielt, ersetzt ein gesunder Alltag niemals den regelmäßigen Gang zum Augenarzt.

Das Tückische ist: Es gibt kaum Frühwarnsignale. Erst bei fortgeschrittener Schädigung treten Gesichtsfeld-Ausfälle auf. Ein akuter Glaukomanfall hingegen äußert sich sofort durch starke Augenschmerzen, Übelkeit und das Sehen von farbigen Ringen um Lichtquellen.

Nein. Einmal abgestorbene Nervenzellen des Sehnervs können nach heutigem medizinischem Stand nicht regeneriert werden. Ziel jeder Therapie bei Grünem Star ist es, den aktuellen Zustand einzufrieren und ein weiteres Fortschreiten der Erblindung zu verhindern.

Der Hauptunterschied liegt im Ort des Schadens:

  • Beim Grauen Star (Katarakt) trübt sich die Augenlinse, was meist operativ gut behandelbar ist.
  • Beim Grünen Star (Glaukom) wird jedoch der Sehnerv geschädigt. Während der Graue Star das Sehen „nur“ verschleiert, führt der Grüne Star ohne Behandlung zu irreversiblen Gesichtsfeldausfällen und zur Erblindung.

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Zuletzt aktualisiert: April 2026

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