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    Elektromobilität

    Mit dem E-Auto in den Urlaub: Muss man mit Problemen rechnen?

    Viele angehende E-Auto-Käuferinnen, -Käufer und -Besitzer fragen sich nach wie vor, ob auch längere Reisen mit den aktuellen Elektrobatterien möglich sind. Voraussetzung dabei ist natürlich, dass der Wagen zumindest auf dem Papier über die entsprechenden Kapazitäten verfügt, um Reichweiten von 1.000 Kilometern oder mehr zu stemmen. Woran Sie außerdem denken sollten, wenn Sie mit dem E-Auto in den Urlaub fahren möchten, erfahren Sie im Folgenden.

    Die Ladeinfrastruktur variiert von Land zu Land

    Urlaub mit dem E-Auto setzt voraus, dass Sie in regelmäßigen Abständen Ladesäulen erreichen können, um „aufzutanken“.

    Über eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge verfügen allerdings längst nicht alle Länder. Bevor Sie verreisen, sollten Sie sich daher genau über die jeweilige Zielregion und die Strecke informieren. Idealerweise planen Sie Stopps an Tankstellen mit Ladesäulen schon im Voraus ein, um nichts dem Zufall zu überlassen.

    Auch mögliche Staus, Umleitungen und Straßensperrungen gilt es einzuberechnen.

    Besonders gefährlich: Bei Elektroautos erscheinen Warnungen, die einen niedrigen Akkustand anzeigen, meistens erst, wenn nur noch etwa 15 km Restreichweite übrig sind. Um eine passende Stromtankstelle zu erreichen, ist das oft zu wenig Saft. Achten Sie daher stets gut auf Ihren Akkustand.

    Welche Länder eignen sich für Reisen mit dem Elektroauto?

    Die Ladeinfrastruktur Europas ist nach wie vor ausbaufähig, einige Länder verfügen aber über vergleichsweise viele Lademöglichkeiten.

    Zu den Ländern, die sich für einen Elektroauto-Urlaub anbieten, gehören beispielsweise:

    • Niederlande: über 80.000 Ladesäulen
    • Frankreich: 46.000 Ladesäulen
    • Deutschland: 56.626 Ladesäulen
    • Italien: 17.397 Ladesäulen
    • Österreich: 10.400 Ladesäulen

    (Stand: 09.2022)

    Weniger gut eignen sich Reiseziele wie Rumänien – hier gibt es insgesamt nur etwa 500 Ladesäulen.

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    Die verschiedenen Arten von Ladesäulen

    Möchten Sie mit dem E-Auto in den Urlaub, ist die Reichweite des Modells von entscheidender Wichtigkeit. Wenn Sie einen Plan machen, sollten Sie aber auch einen Blick auf die Art der Ladesäulen auf dem Weg werfen. Ideal sind nämlich Schnellladestationen – bei diesen müssen Sie nur etwa 30 bis 40 Minuten warten, bis der Akku aufgeladen ist. An vielen Stationen werden Sie allerdings nur gewöhnliche Ladesäulen mit 22 kW oder sogar nur 11 kW finden. Hier können Sie sich dann auf eine längere Rast von mehreren Stunden einstellen.

    Das kann einem schonmal den Urlaub vermiesen.

    Das müssen Sie außerdem wissen, wenn Sie Ladesäulen nutzen wollen

    Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern für Ladesäulen, aber nicht jeder unterstützt alle Lademöglichkeiten. Bei dem Durcheinander an Anbietern ist es tatsächlich manchmal schwierig, den Überblick zu behalten.

    Wollen Sie also mit dem E-Auto in den Urlaub fahren, sollten Sie sich gleich bei mehreren registrieren und Ladekarten kaufen.

    Letztere werden per Post zugesandt – daher ist eine gewisse Vorlaufzeit nötig. Auch hier gilt: Informieren Sie sich vorher über die Bezahlsysteme.

    Urlaub mit dem Elektroauto: Gibt es Übersichten für Ladesäulen?

    Um sich optimal auf die Reise vorzubereiten, können Sie beispielsweise die Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur nutzen. Auch Apps wie Charge&Fuel oder Chargemap bieten sich an.

    Die Karten werden ständig aktualisiert und zeigen Ladesäulen unabhängig vom jeweiligen Anbieter an.

    Was tun, wenn alle Ladesäulen besetzt sind?

    Selbst wenn ausreichend Ladesäulen auf der Strecke Ihrer Wahl vorhanden sind, kann es sein, dass Sie vor Ort warten müssen. Das ist etwa dann der Fall, wenn sämtliche Säulen einer Raststätte oder Tankstelle von anderen besetzt sind.

    Einige Stromanbieter erheben zwar eine Blockiergebühr, diese greift aber erst nach vier Stunden.

    Dieses Problem können Sie umgehen, wenn Sie – bevor Sie mit dem E-Auto in den Urlaub fahren – Stromtankstellen aussuchen, bei denen mehrere Ladesäulen vorhanden sind.

    Sinnvoll ist es auch, wenn Sie die Stoßzeiten hoher Nutzung meiden. Beispielsweise ist es nie gut, am Wochenende zu fahren – während dieser sind die Autobahnen besonders stark befahren.

    Wollen Sie mit dem E-Auto in den Urlaub fahren, bieten sich stattdessen die Tage zwischen Montag und Donnerstag an. Auch wenn Sie nachts reisen, können Sie sich Frust und Wartezeiten ersparen.

    Wenn keine Ladesäulen beim Elektroauto-Urlaub erreichbar sind

    Was ist zu tun, wenn Sie mit dem E-Auto in den Urlaub fahren, aber keine Ladesäulen erreichbar sind?

    In diesem Fall empfiehlt sich eine sogenannte Wallbox.

    Eine Wallbox besteht aus einem Ladekabel mit Schuko-Stecker, welches über ein eigenes Lademanagement verfügt. Konkret überwacht sie die Ladegeschwindigkeit und hindert die Autobatterie daran, die Energie zu schnell aus dem Stromnetz zu ziehen. So können Sie Ihren Stromverbrauch deutlich reduzieren.

    Fazit: Kann man mit dem E-Auto problemlos in den Urlaub fahren?

    Also lohnt sich nun ein Elektroauto? Aller augenscheinlicher Hindernisse zum Trotz, steht einem Urlaub mit dem E-Auto kaum etwas im Wege. Gerade am Autobahnnetz finden sich viele Schnellladestationen, sodass die Zwangspausen nicht länger dauern, als sie wirklich müssen.

    Apropos Zwangspausen: Diese mögen zunächst abschreckend wirken, doch gerade wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, müssen Sie sowieso regelmäßige Pausen einlegen. Alle zwei bis drei Stunden (bzw. alle 300 km) bieten sich in diesem Fall sogar an.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie schlicht ausgeruhter sind und weniger gestresst Ihr Urlaubsziel erreichen. Trotzdem empfehlen wir Ihnen, die folgenden Punkte im Hinterkopf zu behalten:

     

    • Überprüfen Sie die Ladeinfrastruktur des Urlaubslandes
    • Planen Sie Ladepausen ein
    • Checken Sie, an welchen Ladepunkten Säulen zum Schnellladen vorhanden sind
    • Informieren Sie sich über die jeweiligen Anbieter
    • Fahren Sie bevorzugt nachts oder während der Woche
    • Greifen Sie ggf. auf eine Wallbox zurück
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    Zuletzt aktualisiert: Juli 2021

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