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Elektroauto versichern: Auf die Akkus kommt es an

Immer mehr umweltbewusste Autofahrer denken über die Anschaffung eines Elektroautos nach. Die Kaufprämie und eine verbesserte Reichweite machen die Entscheidung leichter. Doch worauf sollte man bei Versicherungen für Elektrofahrzeuge achten? Das beantworten wir Ihnen und geben wichtige Tipps.

Schadstoffarm und effizient

Elektrofahrzeuge fahren schadstoffarm – und bei Verwendung von Strom aus erneuerbaren Quellen auch besonders klimaschonend. Dazu sind sie sehr energieeffizient: Der klassische Verbrennungsmotor kann nur knapp 30 Prozent der erzeugten Energie für den Antrieb des Autos nutzen. Elektrofahrzeuge erreichen laut Presse- und Informationsamt der Bundesregierung über 90 Prozent. Deshalb fördert die Bundesregierung im Zuge ihrer Klimaschutzmaßnahmen den Kauf von Elektrofahrzeugen. Das Ziel: Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren.

Aufklärungsbedarf für Elektrofahrzeuge

Noch geht der Umstieg schleppend voran: 2016 lag der Anteil von Neuwagen mit alternativen Antriebsarten bei nur 2 Prozent aller Neuzulassungen, so das Kraftfahrt-Bundesamt in einer Pressemitteilung 2017. Darunter fallen 47.996 Hybrid-Fahrzeuge, also Autos, die einen Elektro- und einen Verbrennungsmotor haben (davon 13.744 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge und 11.410 Elektro-Pkws). Neben den höheren Kaufpreisen für Elektroautos gehörte auch die bisher vergleichsweise niedrigere Reichweite zu den Gründen, warum sich Käufer zurückgehalten haben. Doch auch hier hat sich in den letzten Jahren viel getan: Dank verbesserter Akkus betragen die Reichweiten bei einigen Fahrzeugen bereits 300 Kilometer und mehr – mit steigender Tendenz. Darüber hinaus fördert die Bundesregierung den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Ladestationen.

Elektroauto versichern – R+V bietet gute Lösungen

Sie möchten Ihr Elektroauto versichern? Achten Sie darauf, dass die Akkus mitversichert sind!

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Günstiger im Unterhalt

Elektromodelle gibt es inzwischen von allen großen Automarken. Sie zeichnen sich durch deutlich geringere Verbrauchskosten als Benziner oder Diesel aus. Auch Wartung wie Ölwechsel, Reparaturen an Auspuffanlage oder Kupplung entfällt.

Überblick über verschiedene Elektrofahrzeuge

smart fortwo cabrio electric drive

Quelle: © Daimler AG

BMW i3 (94Ah)

Quelle: obs/BMW Group

Nissan Leaf 2016

Quelle: NISSAN CENTER EUROPE GmbH

Die Technik

Bei der Technik von Elektroautos ist zwischen diversen Bauweisen zu unterscheiden.

Elektroauto: Elektroautos werden von einem Elektromotor angetrieben. Die Stromversorgung kommt über einen Akku, der an der Steckdose aufgeladen wird. Das Netz dieser Ladesäulen in Deutschland ist bereits breitflächig und groß ausgebaut, wie die Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur verdeutlicht.

Plug-in Hybrid und Hybrid-Fahrzeuge

Hybrid-Fahrzeuge: Sie haben neben dem klassischen Verbrennungsmotor einen Akku an Bord. Ist der Akku leer oder wird zu viel Leistung abgefordert, springt der Benzin-Motor an. Bei den sogenannten Mild-Hybrid-Systemen läuft der Stromantrieb nur parallel unterstützend, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. Der Akku wird in der Regel durch Rekuperation, also der Energierückgewinnung beim Bremsen und einen Dynamo, geladen. Zusätzlich lassen sich einige Hybrid-Fahrzeuge bereits an der Steckdose aufladen.

Brennstoffzellen-Fahrzeug: Statt Benzin wird hier flüssiger Wasserstoff getankt. Dieser wird in einer chemischen Reaktion in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die dann das Fahrzeug antreibt.

Elektroautos nehmen Fahrt auf

Elektrofahrzeuge werden durch das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) speziell gefördert und erhalten zum Teil Sonderrechte. Um diese Privilegien nutzen zu können, müssen die Halter ein besonderes Kennzeichen beantragen.

Was hat es mit dem E auf sich?

Der Buchstabe E steht am Ende des Kennzeichens. Fahrzeuge mit diesem E-Kennzeichen können gewisse Sonderrechte nutzen, sofern die jeweilige Kommune diese eingerichtet hat. Diese Regelung gilt für Batterie- und Hybrid-Elektrofahrzeuge sowie für Brennstoffzellen-Fahrzeuge.

Vorteile für Elektrofahrzeuge

  • Bonus: Käufer von Elektroautos erhalten auf Antrag eine Prämie in Höhe von 4.000 Euro für rein elektrische Fahrzeuge und von 3.000 Euro für Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge in beiden Fällen müssen die Voraussetzungen der Förderungsfähigkeit gegeben sein. Mehr Informationen erhalten Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle.
  • steuerfrei: Wer sich ein neues Elektroauto zulegt, ist ab der Erstzulassung 10 Jahre lang von der Kraftfahrzeugsteuer befreit.
  • Besondere Vorrechte: Mit dem E-Kennzeichen können Elektrofahrzeuge Sonderrechte nutzen, sofern die Kommunen dies anbieten. Das können z. B. ermäßigtes oder kostenfreies Parken oder exklusive E-Auto-Parkplätze sein.

Elektroauto versichern: Darauf sollten Sie achten

Für jedes zugelassene Fahrzeug in Deutschland ist grundsätzlich eine Kfz-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Und so müssen Sie auch Ihr Elektroauto versichern. Auf die Höhe der Prämie für die Haftpflichtversicherung hat die Antriebsart bei den meisten Versicherungsunternehmen jedoch keinen Einfluss. Wie bei jedem anderen Auto richtet sich die Höhe des Versicherungsbeitrages u. a. nach den Typ- und Regionalklassen.

Sonderfall Akku bei Elektroautos

Bei Versicherungen für Elektrofahrzeuge gibt es jedoch Unterschiede, ob die Akkus in der Kaskoversicherung mitversichert sind. Einige Gesellschaften bieten spezielle Versicherungen für Elektrofahrzeuge an. Bei diesen werden Schäden am Akku gesondert geregelt.

Andere Versicherungen für Elektrofahrzeuge erstatten bei einem versicherten Schaden am Akku nur einen Teil des Wiederbeschaffungswertes.

Ein Beispiel: In den ersten zwei Jahren werden bei manchen Versicherungen 15 Prozent abgezogen, danach 10 Prozent pro Jahr. Schäden durch Verschleiß, Abnutzung oder chemische Reaktionen sind weiterhin ausgeschlossen.

Vorsicht beim Abschleppen

R+V bietet innerhalb der Schutzbriefversicherung auch Pannenhilfe, wenn der Akku bei Elektroautos entladen ist und das Fahrzeug nicht weiterfahren kann. Das Fahrzeug wird dann grundsätzlich zur nächsten Ladestation abgeschleppt. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie Ihr Elektroauto versichern.

R+V bietet komplette Neuwertentschädigung

Entschädigungsleistungen für den Akku

Der Ersatz des Akkus wird über die Kaskoversicherung geregelt. R+V bietet beispielsweise für Pkw innerhalb der R+V-KfzPolice-Plus die komplette Neuwertentschädigung innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf eines Neugeräts. Das heißt konkret: Bei einem Totalschaden durch ein versichertes Ereignis, wie zum Beispiel Brand oder bei einem Verlust durch Diebstahl des Akkus, erhalten die Kunden den Neupreis des Akkus erstattet. Danach wird pro Monat je ein Prozent vom Neupreis abgezogen.

Weiterhin sind zuschlagsfrei mobile Ladegeräte bis 1000 Euro und Ladekabel sowie die dazugehörigen Adapter mitversichert. Auch hier muss der Schaden durch ein versichertes Ereignis (wie zum Beispiel Diebstahl) entstanden sein. Weiterhin sind zum Beispiel im Rahmen der R+V-KfzPolice-Plus bei Pkw zusätzlich Wandladestationen (Wallboxen) bis zu einem Betrag von 1.000 Euro mitversichert. Voraussetzung hierfür ist, dass diese fest mit dem Gebäude verbunden sind.

Nach einem Totalschaden am Akku stellt sich die Frage, wer die Kosten für die Entsorgung übernimmt. Grundsätzlich ist der Hersteller verpflichtet die Kosten für die Entsorgung des Akkus zu übernehmen. Gibt es bei der Kostenübernahme Probleme oder wendet sich der Kunde zuerst an R+V, werden die Kosten bis zu einer Höhe von 2.000 Euro übernommen. Voraussetzung dafür ist, dass zum Beispiel für einen versicherten Pkw die R+V-KfzPolice-Plus bei Vertragsschluss vereinbart wurde und wiederum ein versichertes Ereignis, zum Beispiel Brand, Grund für die erforderliche Entsorgung war.

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Autor/in

A. Schneider

Jun. 2017

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