1. Altersvorsorge

Sorglos in die Zukunft mit der Betriebsrente

Die Diskussionen um die gesetzliche Rente reißen nicht ab: Laut Rentenexperten muss sich fast jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland im Alter deutlich einschränken, wenn er nicht rechtzeitig privat oder betrieblich vorsorgt. Deshalb fördert der Staat private und betriebliche Vorsorgemodelle. Warum die betriebliche Rente ab 2018 noch attraktiver ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Betriebsrentenstärkungengesetz: Betriebliche Altersversorgung jetzt noch attraktiver

Zum 1. Januar 2018 ist das Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft getreten. Sein Ziel ist es, die betriebliche Altersversorgung (bAV) für Arbeitgeber und Arbeitnehmer noch attraktiver zu machen – vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen. Darüber hinaus wird der Anreiz zur Eigenvorsorge für Beschäftigte mit geringerem Einkommen verbessert.

Von der betrieblichen Altersversorgung können Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen profitieren: So zahlen Arbeitnehmer weniger Steuern und Sozialabgaben und Arbeitgeber können qualifizierte Mitarbeiter für die Zukunft gewinnen und binden. Trotz dieser Vorteile nehmen immer noch zu wenige die Angebote wahr.

So profitieren Arbeitnehmer: Weniger Steuern, weniger Abgaben, mehr Vorsorge

Vereinfachte Annahmen:

  • Angestellter, ledig, ohne Kinder, Steuerklasse I, Kirschensteuer 9 %, Beitragssatz gesetzliche Krankenversicherung 15,7 %.
  • Die Sozialversicherungsersparnis kann Auswirkungen auf die gesetzliche Rente haben. Auf die gezahlten Leistungen aus der bAV werden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge fällig.
  • Entgeltumwandlung von 100 Euro monatlich.
Ohne betriebliche AltersversorgungMit betrieblicher Altersversorgung
Brutto-Arbeitslohn 2.500,00 EUR 2.500,00 EUR
Entgeltumwandlung in betriebliche Altersversorgung 0,00 EUR -100,00 EUR
Gesamt-Brutto 2.500,00 EUR 2.400,00 EUR
Steuern (Einkommensteuer, Kirchensteuer 9%, Solidaritätszuschlag) -342,07 EUR -315,07 EUR
Sozialabgaben (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflegeversicherung) -518,12 EUR -497,40 EUR
Netto-Arbeitslohn 1.639,81 EUR 1.587,53 EUR
Steuer- und Sozialabgabenerspanis 47,72 EUR
Eigenbeitrag zur Entgeltumwandlung 0,00 EUR 52,28 EUR

Es wurden die Steuer- und Sozialversicherungswerte des Jahres 2018 zu Grunde gelegt.

Beim Aufbau einer Altersversorgung über die betriebliche Altersversorgung (bAV) mit 100 EUR monatlich hat der Arbeitnehmer lediglich eine monatliche Belastung von 52,82 EUR.

So spart der Arbeitnehmer sofort Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, denn die eingezahlten Beiträge sind bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung (West) steuerfrei, im Jahr 2018 sind das 6.240 EUR und bis zu 4 % sozialversicherungsfrei. Bei Rentenbeginn hat er einen Anspruch auf eine lebenslange Rentenzahlung. Diese wird zwar später besteuert und verbeitragt, doch ist die nachgelagerte Besteuerung durch meist niedrigere Einkünfte im Rentenalter häufig vorteilhafter als die Besteuerung während der Erwerbszeit

Betriebliche Altersversorgung mit vermögenswirksamen Leistungen aufstocken

Nahezu jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen. Oft werden diese in Sparpläne, wie zum Beispiel Bausparverträge oder Investmentfonds investiert. Der Nachteil dabei: Die vermögenswirksamen Leistungen werden wie Bruttolohn behandelt, d.h. es sind darauf Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Dies belastet das Nettogehalt des Arbeitnehmers und für den Arbeitgeber erhöht dies die Lohnnebenkosten. Werden die vermögenswirksamen Leistungen jedoch in eine betriebliche Altersversorgung investiert, fließt der volle Betrag, ohne Steuern und Sozialabgaben, in die Altersversorgung. Dabei profitieren Arbeitnehmer von einer höheren Altersvorsorge, ohne weiteren Nettoaufwand, und Arbeitgeber sparen Lohnnebenkosten.

So profitieren Arbeitgeber: Mitarbeitergewinnung und -bindung für die Zukunft

Qualifizierte Mitarbeiter sind die Zukunft eines Unternehmens. Sie gilt es zu gewinnen und zu binden. Eine betriebliche Altersversorgung ist dabei ein entscheidendes Instrument. Sie lohnt sich für jedes Unternehmen, unabhängig von der Betriebsgröße. Damit wird auch der gesetzliche Anspruch der Angestellten auf Entgeltumwandlung erfüllt. Mit der R+V-Direktversicherung und der R+V-Pensionskasse bieten wir eine einfache, sichere und verwaltungsarme Form der betrieblichen Altersversorgung an. Der Ausweis in der Unternehmensbilanz entfällt und es sind keine Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein zur Insolvenzsicherung zu zahlen.

Neu ab 2019: 15 Prozent Arbeitgeberzuschuss

Bei einer Entgeltumwandlung sparen in der Regel Arbeitnehmer und Arbeitgeber Sozialabgaben. Ab 2019 ist der Arbeitgeber bei Neuverträgen (Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds) gesetzlich verpflichtet, seine Ersparnis an den Arbeitnehmer weiterzugeben. Dazu kann er pauschal 15 % in den bAV-Vertrag des Arbeitnehmers als Zuschuss einzahlen. Bei bestehenden Verträgen greift diese Regelung ab 2022. Das macht die bAV für Arbeitnehmer attraktiver und Arbeitgeber können künftig noch mehr Mitarbeiter mit einem bAV-Angebot erreichen. Daher ist es besonders für Arbeitgeber schon jetzt in 2018 wichtig, bestehende Regelungen zu Arbeitgeberzuschüssen zu überprüfen, um Doppelansprüche zu vermeiden.

Weitere Informationen zur betrieblichen Altersversorgung:

Arbeitgeberwechsel - keine Probleme mit der betrieblichen Altersvorsorge

Anspruch auf betriebliche Altersversorgung

Die R+V-Spezialisten für die betriebliche Altersversorgung stehen Ihnen und Ihren Mitarbeitern gerne für weitere Informationen zur Verfügung.

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Autor/in

S. Nies

Feb. 2018

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