1. Altersvorsorge

Sorglos in die Zukunft mit der Betriebsrente

Wer möchte die Jahre nach dem Berufsleben nicht frei von finanziellen Sorgen verbringen. Doch die Diskussionen um die gesetzliche Rente reißen nicht ab: Demographischer Wandel durch steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtenzahlen, drohende Altersarmut, steigendes Renteneintrittsalter. Das sind nur einige Punkte, die in diesem Zusammenhang durch die Medien gehen. Laut Rentenexperten muss sich fast jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland im Alter deutlich einschränken, wenn er nicht rechtzeitig privat oder betrieblich vorsorgt. Deshalb fördert der Staat private und betriebliche Vorsorgemodelle.

Von der betrieblichen Altersversorgung können Arbeitnehmer und Arbeitgeber schon heute gleichermaßen profitieren: So zahlen Arbeitnehmer weniger Steuern und Sozialabgaben und Arbeitgeber können Lohnnebenkosten einsparen. Trotz dieser Vorteile nehmen Studien zufolge immer noch zu Wenige die Angebote war.

"Die Mehrzahl der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen steuert ungewollt auf die Altersarmut zu. Sie sind zur Zukunftssicherung bereit, verstehen aber die komplizierten Regelungen nicht", erklärt Jugendforscher Professor Klaus Hurrelmann. Er stützt sich dabei auf eine Studie, für die mit TNS Infratest 2.500 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 17 bis 27 Jahren befragt wurden. Daneben schätzen die meisten Unternehmen (60 %) den Stellenwert der betrieblichen Altersversorgung als Vergütungsbestandteil als wichtig ein. Fast 70 % der in einer Umfrage der Unternehmensberatung KPMG vom Juli 2010 befragten 150 Unternehmen bieten sogar eine über das gesetzlich geforderte Maß hinaus gehende Möglichkeit zur Eigenvorsorge an.

So profitieren Arbeitnehmer: Weniger Steuern, weniger Abgaben, mehr Vorsorge

Vereinfachte Annahmen:

  • Arbeitnehmer, 30 Jahre alt, ledig, ohne Kinder, Steuerklasse I
  • Entgeltumwandlung von 100 EUR monatlich.
Ohne betriebliche AltersversorgungMit betrieblicher Altersversorgung
Brutto-Arbeitslohn 2.500,00 EUR 2.500,00 EUR
Entgeltumwandlung in betriebliche Altersversorgung 0,00 EUR -100,00 EUR
Gesamt-Brutto 2.500,00 EUR 2.400,00 EUR
Steuern (Einkommensteuer, Kirchensteuer 9%, Solidaritätszuschlag) -378,51 EUR -349,97 EUR
Sozialabgaben (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflegeversicherung) -489,38 EUR -469,80 EUR
Netto-Arbeitslohn 1.632,11 EUR 1.580,23 EUR
Steuer- und Sozialabgabenerspanis 48,12 EUR
Eigenbeitrag zur Entgeltumwandlung 0,00 EUR 51,88 EUR

Es wurden die Steuer- und Sozialversicherungswerte des Jahres 2015 zu Grunde gelegt.

Beim Aufbau einer Altersversorgung über die betriebliche Altersversorgung (bAV) mit 100 EUR monatlich, hat der Arbeitnehmer lediglich eine monatliche Belastung von 51,88 EUR.

So spart der Arbeitnehmer sofort Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, denn die eingezahlten Beiträge sind bis zu einer bestimmten Höhe (4 % der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung (West), im Jahr 2015 sind das 2.904 EUR) steuer- und sozialversicherungsfrei. Bei Rentenbeginn hat er einen Anspruch auf eine lebenslange Rentenzahlung. Diese wird zwar später besteuert und verbeitragt, doch ist die nachgelagerte Besteuerung durch meist niedrigere Einkünfte im Rentenalter häufig vorteilhafter als die Besteuerung während der Erwerbszeit.

Betriebliche Altersversorgung mit vermögenswirksamen Leistungen aufstocken

Nahezu jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen. Oft werden diese in Sparpläne, wie zum Beispiel Bausparverträge oder Investmentfonds investiert. Der Nachteil dabei: Die vermögenswirksamen Leistungen werden wie Bruttolohn behandelt, d.h. es sind darauf Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Dies belastet das Nettogehalt des Arbeitnehmers und für den Arbeitgeber erhöht dies die Lohnnebenkosten. Werden die vermögenswirksamen Leistungen jedoch in eine betriebliche Altersversorgung investiert, fließt der volle Betrag, ohne Steuern und Sozialabgaben, in die Altersversorgung. Dabei profitieren Arbeitnehmer von einer höheren Altersvorsorge, ohne weiteren Nettoaufwand, und Arbeitgeber sparen Lohnnebenkosten.

So profitieren Arbeitgeber: Weniger Lohnnebenkosten, mehr Mitarbeitermotivation

Die betriebliche Altersversorgung lohnt sich für jedes Unternehmen, unabhängig von der Betriebsgröße. Neben der Senkung der Lohnnebenkosten wird der gesetzliche Anspruch der Angestellten auf Entgeltumwandlung erfüllt. Mit der R+V-Direktversicherung und der R+V-Pensionskasse bieten wir eine einfache, sichere und verwaltungsarme Form der betrieblichen Altersversorgung an. Der Ausweis in der Unternehmensbilanz entfällt und es sind keine Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein zur Insolvenzsicherung zu zahlen.

In der Belegschaft führt eine betriebliche Altersversorgung Untersuchungen zufolge zu einer erhöhten Bindung an das Unternehmen und zu einer höheren Motivation der Mitarbeiter. Nach der Studie "Global Workforce Study 2010" (März 2010) der Unternehmensberatung Tower Watson müssen Unternehmen künftig vermehrt "in das Engagement ihrer Mitarbeiter investieren, um es nachhaltig zu machen." Bei Mitarbeitern, die ihre betriebliche Altersversorgung nicht kennen, ging rund die Hälfte in der Befragung davon aus, auch nach dem Eintritt in das Rentenalter nebenbei arbeiten zu müssen. "Unternehmen müssen ihre betriebliche Altersversorgung transparent machen, um Mitarbeitern im Hinblick auf ihre finanzielle Zukunft Sicherheit zu geben", fordert daher Studienautorin Heike Ballhausen.

Weitere Informationen zur betrieblichen Altersversorgung:

Arbeitgeberwechsel - keine Probleme mit der betrieblichen Altersvorsorge

Anspruch auf betriebliche Altersversorgung

Die R+V-Spezialisten für die betriebliche Altersversorgung stehen Ihnen und Ihren Mitarbeitern gerne für weitere Informationen zur Verfügung.

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Autor/in

S. Nies

Feb. 2015

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