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    Wissenswertes zu Umweltplakette/Feinstaubplakette, Schadstoffklasse und Umweltzonen

    Im Jahr 2008 wurden Umweltzonen in Deutschland eingeführt – und somit die Umweltplakette bzw. Feinstaubplakette. 
    In diesen „Low Emission Zones“ dürfen nur Fahrzeuge fahren, die bestimmte Abgasstandards bzw. Grenzwerte erfüllen. Im Vordergrund steht dabei der Gesundheitsschutz. Denn die von Fahrzeugen ausgestoßenen Schadstoffe sind unter anderem für Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma und Allergien verantwortlich. Aus diesem Grund plädieren Experten seit langem dafür, die Umweltzonen zu erweitern und Vorschriften zu verschärfen. Mehr dazu im Folgenden.

    Vier Schadstoffklassen und Umweltplaketten im Überblick

    Obwohl es viele Diskussionen darüber gibt, die Vorschriften zu verschärfen, bleibt es aktuell bei den schon seit Jahren geltenden vier Schadstoffgruppen:

    Keine Abgasplakette - Fahrzeuge der&nbsp;<strong>Schadstoffgruppe 1</strong> erhalten&nbsp;<strong>keine Umweltplakette</strong>. In diese Kategorie fallen Dieselfahrzeuge mit Euro-1-Norm oder schlechter sowie Benziner ohne geregelten Katalysator.<br/>

    Keine Abgasplakette - Fahrzeuge der&nbsp;<strong>Schadstoffgruppe 1</strong> erhalten&nbsp;<strong>keine Umweltplakette</strong>. In diese Kategorie fallen Dieselfahrzeuge mit Euro-1-Norm oder schlechter sowie Benziner ohne geregelten Katalysator.

    Rote Abgasplakette - Die&nbsp;<strong>rote Feinstaubplakette</strong>&nbsp; der&nbsp;<strong>Schadstoffgruppe 2</strong>&nbsp; erhalten Diesel der Euro-2-Norm sowie der Euro-1-Norm mit Partikelfilter.<br/>

    Rote Abgasplakette - Die&nbsp;<strong>rote Feinstaubplakette</strong>&nbsp; der&nbsp;<strong>Schadstoffgruppe 2</strong>&nbsp; erhalten Diesel der Euro-2-Norm sowie der Euro-1-Norm mit Partikelfilter.

    Gelbe Abgasplakette - Wer einen Diesel Euro-3-Norm oder Euro-2-Norm mit Partikelfilter f&auml;hrt, erh&auml;lt die&nbsp;<strong>gelbe Plakette</strong>&nbsp; der&nbsp;<strong>Schadstoffgruppe 3</strong>.<br/>

    Gelbe Abgasplakette - Wer einen Diesel Euro-3-Norm oder Euro-2-Norm mit Partikelfilter f&auml;hrt, erh&auml;lt die&nbsp;<strong>gelbe Plakette</strong>&nbsp; der&nbsp;<strong>Schadstoffgruppe 3</strong>.

    Grüne Abgasplakette - Die&nbsp;<strong>gr&uuml;ne Plakette</strong>&nbsp; der&nbsp;<strong>Schadstoffgruppe 4&nbsp;</strong>gibt es f&uuml;r Diesel der Euro-4-Norm sowie Euro-3-Norm und Partikelfilter. F&uuml;r eine gr&uuml;ne Umweltplakette ben&ouml;tigen Benziner einen geregelten Katalysator respektive die Euro-1-Norm oder besser.<br/>

    Grüne Abgasplakette - Die&nbsp;<strong>gr&uuml;ne Plakette</strong>&nbsp; der&nbsp;<strong>Schadstoffgruppe 4&nbsp;</strong>gibt es f&uuml;r Diesel der Euro-4-Norm sowie Euro-3-Norm und Partikelfilter. F&uuml;r eine gr&uuml;ne Umweltplakette ben&ouml;tigen Benziner einen geregelten Katalysator respektive die Euro-1-Norm oder besser.

    Aber was genau ist eine Feinstaubplakette überhaupt? Um in einer Umweltzone fahren zu dürfen, müssen alle Fahrzeuge (sowohl Pkw als auch Lkw) mit einer entsprechenden Feinstaubplakette auf der Windschutzscheibe gekennzeichnet sein. Eine gelbe, rote oder grüne Plakette zu kaufen, kostet zwischen 5 und 20 Euro. 

    Achtung: Es ist Pflicht, eine Umweltplakette in Umweltzonen zu tragen. Wenn Sie ohne entsprechende Plakette fahren, riskieren Sie in Deutschland ein Bußgeld von bis zu 100 Euro. Welche Bußgelder es sonst noch gibt, erfahren Sie im Bußgeldkatalog.

    Welche Umweltzonen und Umweltplaketten gibt es?

    Die Farbe der Umweltplakette markiert die Schadstoffklasse des Autos. In Umweltzonen der strengsten Stufe 3 dürfen nur Autos mit einer grünen Umweltplakette unterwegs sein. Zonen der Stufe 2 erlauben nur Fahrzeuge mit einer grünen oder gelben Plakette. In Stufe 1 darf es auch eine rote Plakette sein.

    Das gilt aber nur theoretisch. Denn seit Einführung der Umweltzonen sind die Regelungen strenger geworden. Von den 50 Umweltzonen in Deutschland gehören derzeit 48 zur strengsten Stufe 3 (grüne Plakette) und nur zwei zur Stufe 2 (gelbe Plakette). Faktisch ist in fast allen Umweltzonen also die grüne Plakette Pflicht, um die Luftbelastung zu reduzieren.

    Welche Umweltplakette bekommt mein Auto?

    Wenn es um die Art der Umweltplakette geht, ist die Schadstoffklasse (Euro-Norm) des jeweiligen Fahrzeugs entscheidend – die Autofahrer und -fahrerinnen allerdings nicht mit der Zahl auf der Umweltplakette verwechseln sollten. Letztere bezieht sich ausschließlich auf die Schadstoffgruppe. Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie eine grüne Umweltplakette für Ihr Auto bekommen, benötigen Sie dafür die Zulassungsbescheinigung I bzw. den Fahrzeugschein.

    Dort finden Sie unter „14.1“ (im Fahrzeugschein unter „zu 1“) die Emissionsklasse in Form eines vierstelligen Codes. Anhand dessen können Sie Ihre Feinstaubplakette in Deutschland ermitteln:

    Gleichen Sie den Code mit den Schlüsselnummern bzw. mit den Emissionsschlüsselnummern ab:

     

    • 36N0 bis 36Y0 → Euro 6
    • 35A0 bis 35M0 → Euro 5
    • 32, 33, 38, 39, 43, 62-70 → Euro 4
    • 30, 31, 36, 37, 42, 44-61 → Euro 3
    • 25-29, 34, 35, 40, 41, 49, 71 → Euro 2
    • 01-04, 09, 11-14, 16, 18, 21, 22, 77 → Euro 1
    • 00, 05-08, 10, 15, 17, 19, 20, 23, 24, 88 → Andere

    Wo kann ich eine Umweltplakette kaufen?

    Die Umweltplakette für Benziner oder Diesel zu kaufen, ist heutzutage problemlos online möglich. Zudem können Sie Ihre Feinstaubplakette an folgenden Ausgabestellen kaufen:

    • TÜV
    • Dekra
    • Zulassungsstellen
    • Bürgerämtern

    Oftmals ist es so, dass Sie die (grüne) Plakette direkt bei der Zulassungsstelle kaufen können, wenn Sie Ihr Fahrzeug anmelden. Das ist eigentlich die einfachste Möglichkeit, da Sie die Anmeldung sowieso vornehmen müssen.

    Ausnahmen: Diese Fahrzeuge benötigen keine Feinstaubplakette

    Wie bei jeder Regelung gibt es auch hier Ausnahmen. Neben Rollern und Motorrädern zählen dazu:

     

    • Arbeitsmaschinen (z.B. Kehrmaschinen, Rasenmäher, Zugmaschinen)
    • Staatliche Fahrzeuge (z.B. Bund, Zoll, Feuerwehr)
    • Oldtimer mit H-Kennzeichen
    • Fahrzeuge mit folgenden Schlüsselnummern: 03 = Schadstoffarm E, 07 = Elektroantrieb, 11 = Schadstoffarm E1

    Das sollten Sie außerdem über die Feinstaubplakette wissen

    Damit Sie sich schnell einen Überblick verschaffen können, haben wir im Folgenden einige der häufigsten Fragen beantwortet.

    Zur Anbringung der Umweltplakette sollten Sie wissen, dass sie gut sichtbar vorne rechts auf Ihrer Windschutzscheibe kleben muss. Dadurch ist Ihre eigene Sicht nicht gefährdet und Kontrollsysteme in Umweltzonen können schnell prüfen, ob Sie für die Durchfahrt berechtigt sind.

    Sie dürfen an der Umweltplakette keine Änderungen vornehmen – auch nicht bei einem anderen Kennzeichen. Sie benötigen daher eine neue Plakette für ein neues Kennzeichen. Ändern Sie selbstständig das Kennzeichen, handelt es sich um Urkundenfälschung und Sie können mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro belangt werden.

    Ausländische Fahrzeuge benötigen selbstverständlich ebenfalls eine gültige Feinstaubplakette, um Deutschlands Umweltzonen befahren zu dürfen.

    Nein, es sei denn, Sie wollen eine Umweltzone befahren.

    2016 wurde entschieden, eine weitere Schadstoffgruppe sowie die Abgasnorm oder Abgasstufe Euro 6 einzuführen. Das Bundesministerium für Umwelt lehnte dies jedoch ab. Es ist noch nicht klar, ob und wann es eine blaue Umweltplakette geben wird.

    Sofern Sie über ein altes Fahrzeug verfügen, könnten Sie den Katalysator nachrüsten und Ihre Grenzwerte verbessern. Dann würde sich gegebenenfalls Ihre Umweltplakette ändern.

    Frau und Mann unterwegs mit dem Campingauto.

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