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    NÜTZLICHE INFOS RUND UM DEN AUTOMARKT

    Test: Ford Focus Turnier-Kaufberatung

    Im Februar 2014 präsentierte Ford auf dem Mobile World Congress das Facelift des Ford Focus. Auf den Markt kam er offiziell am 29. November 2014, sprich inzwischen gibt es sogar schon die ersten interessanten Gebrauchtfahrzeuge auf dem Markt. Ein guter Zeitpunkt sich den Ford Focus Turnier mal etwas genauer in einem Test anzusehen, oder?

    Ford Focus Turnier-Fahrbericht: Der erste Blick auf das Facelift

     

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    Das Facelift unterscheidet sich äußerlich vor allem durch eine neugestaltete Frontpartie. Auf den ersten Blick sieht man die schmalen Scheinwerfer und den großen Kühlergrill, der entfernt an die Luxus-Marke Aston Martin erinnern könnte.

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    Unter der Haube unseres 2015 Ford Focus Turnier findet man im Test einen 2.0 Liter TDCI 4-Zylindermotor mit einer Leistung von 110 kW / 150 PS und einem maximalen Drehmoment von 370 Nm, das zwischen 2.000 und 3.500 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht. Der frontgetriebene Kölner beschleunigt innerhalb von 9,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei 210 km/h ist der Vortrieb dann zu Ende.

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    So durstig ist der Ford Focus nicht

    Der Durchschnittsverbrauch liegt laut NEFZ bei 4,0 Litern Diesel-Kraftstoff auf 100 km. Ich habe – wie immer – zwei Liter mehr benötigt. Der Tank fasst satte 60 Liter; wir sprechen hier also über eine Reichweite von 1.000 km mit nur einer Tankfüllung. Die CO2-Emissionen liegen bei 105 Gramm pro Kilometer. Geschaltet wird per 6-Gang-Getriebe, optional bekommt man auch die Ford PowerShift Automatik.

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    Das manuelle 6-Gang Getriebe des Ford Focus Turnier hat im Test tadellos funktioniert, hier gab es nichts zu meckern. Der Motor ist spritzig, das Fahrverhalten gut, auch die Fahrwerksabstimmung ist tadellos. Sicherlich ist der Ford Focus Turnier kein emotionales Fahrzeug, aber als Daily Driver durchaus eine Empfehlung wert!

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    Der Ford Focus Turnier im Platz-Test

    Der Brisbane-Braun-Metallic-farbene Ford Focus Turnier ist 4,56 m lang, 1,49 m hoch und mit Außenspiegeln 2,01 Meter breit. Der Radstand beträgt 2,64 m. Das kommt den Insassen vorne und hinten zugute, vergrößert aber auch den Wendekreis auf 11,49 m.

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    Das Leergewicht beträgt 1.460 kg, das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 2.050 kg. Maximal zugeladen werden dürfen 600 kg. Ein guter Wert! Damit wird der Ford Focus Turnier im Test zu einem gut nutzbaren Kombi.

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    In den Kofferraum vom Ford Focus Turnier passen maximal 1.516 Liter – vorausgesetzt es ist kein Notrad an Bord und die Rücksitze sind umgeklappt. Mit aufrechtstehenden Rücksitzen sind es 490 Liter.

    Wem das nicht reicht, der kann noch die Anhängerkupplung (optional) benutzen. Die maximale gebremste Anhängelast beträgt bei dieser Motorisierung 1.800 kg, ungebremst (soll es ja auch noch geben) sind es 730 kg.

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    Welche Assistenzsysteme gibt es?

    In allen vier Ausstattungsvarianten des Ford Focus Turnier gibt es serienmäßig die wichtigen Airbags, das ABS und ESP und falls es doch mal zu einem Unfall kommen sollte, werdet ihr durch ein umfangreiches Sicherheitspaket mit diversen Assistenzsystemen, zum Teil optional erhältlich, geschützt. Die Rückfahrkamera zeigt ein gutes Bild. Mit dieser Unterstützung konnte ich den Ford Focus Turnier im Test ohne Probleme einparken:

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    Zu den Assistenten gehören zum Beispiel der Berganfahrassistent, Ford ECO-Mode, Sicherheits-Bremsassistent, Toter-Winkel-Assistent, der Fahrspur-Assistent, der Fernlicht-Assistent, der Müdigkeitswarner und das Active City Stop-System, welches Auffahrunfälle verhindern bzw. die Auswirkungen vermindern soll.

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    In der Aufpreisliste stehen unter anderem noch eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, eine Sitzheizung, Xenon-Scheinwerfer und ein Einpark-Assistent und man kann es gar nicht oft genug loben: Die Frontscheibenheizung! Man was liebe ich die bei Ford! Zugegeben, bei 30° im Sommer braucht man die nicht, aber im Winter ist sie Gold wert!

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    Der Innenraum erklärt sich von selbst, alles ist dort, wo man es vermutet und auch das Infotainmentsystem lässt sich im Ford Focus Turnier-Test intuitiv bedienen. Die Sitze sind bequem und auch auf den hinteren Plätzen gibt es ausreichend Platz für zwei Kindersitze bzw. zwei Erwachsene.

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    Die Preisfrage?

    Los geht es beim 150 PS starken 2.0 Liter TDCI ab 26.760 Euro. Mit etwas zusätzlicher Ausstattung liegt man am Ende bei über 30.000 Euro; unser Ford Focus Turnier-Testwagen kostet beispielsweise 32.825 Euro. Ich hatte es in der Einleitung aber schon geschrieben, nun sind die ersten Modelle bereits 6 Monate „alt“ und kommen als junge Gebrauchte wieder auf den Markt, hier kann man sicherlich das ein oder andere Schnäppchen machen.

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    Was mich wirklich gestört hat?

    Das war das „billige“ Geräusch, was die automatischen Kantenschoner beim Ford Focus Turnier-Test verursacht haben. Ihr öffnet die Tür und ein Plastik-Keil schiebt sich vor die Kante. Das ist super, denn zum einen reduziert es Parkplatz-Rempler, und zum anderen schützt es den eigenen Lack. Doch leider klingt es so als würde beim Türauf- oder -zumachen irgendwas kaputt gehen. Ansonsten hat mich der Ford Focus Turnier nicht enttäuscht, ganz und gar nicht.

    Wer keinen „langweiligen“ Diesel haben möchte, der kann zum Ford Focus ST Turnier greifen, der hat dann 250 Pferdestärken, eigentlich müsste ich ja 184 kW angeben, und ein maximales Drehmoment von 360 Nm unter der Haube. Damit wird der Kombi zum Lust-Laster, denn innerhalb von 6,5 Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h (wenn der Pilot hinterm Steuer auch schnell genug schalten kann) und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h.

    Die Kosten und natürlich der Verbrauch steigen bei dem Fahrzeug allerdings in die Höhe und ich könnte mir vorstellen, dass die Vorderachse bei der Leistung dann auch schnell überfordert ist, denn dem Ford Focus ST Turnier fehlt eine Sperre.

     

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    Das schreiben die anderen Onliner über den Ford Focus Turnier im Test:

    Oli Walther: „Wer in der Kompaktklasse einen sehr sportlichen Kombi sucht, muss sich den Ford Focus ST EcoBoost unbedingt anschauen und Probe fahren. Er bietet erstklassige Fahreigenschaften, lässt aber im Grenzbereich, durch das fehlende Sperrdifferential, etwas Traktion liegen. Die Verarbeitung ist sehr ordentlich und Ford verbaut durch die Bank wertig anmutende Materialien. Die Platzverhältnisse sind typisch für Vertreter der Kompaktklasse, ohne dabei zu eng zu wirken. Wem der EcoBoost Benziner zu durstig ist, kann zum 185 PS starken Diesel ST greifen.“

     

    Kurz notiert:

    Der Ford Focus Turnier überzeugt im Test sowohl bei der Optik als auch bei der Ausstattung. Der 4-Zylindermotor ermöglicht bis zu 150 PS, was jetzt nicht unbedingt für einen Sportwagen spricht. Die serienmäßige Ausstattung wie Klimaautomatik sowie diverse Assistenzsysteme sorgen für ein angenehmes Fahrgefühl. Überzeugt hat mich beim Ford Focus Turnier auch das Zuladegewicht von 600 kg. Bei der Höhe steht Familienurlauben im Grunde nichts im Wege. Allerdings gibt es auch einen Faktor, der mir als Fahrer der neuen Generation dieses Modells negativ aufstößt: Das billige Geräusch des Kantenschoners. Allerdings ist dies Meckern auf hohem Niveau. Denn alles in allem schneidet der Ford Focus Turnier im Test wirklich sehr gut ab.

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    Tipp

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    Zuletzt aktualisiert: Juli 2022

    Jens Stratmann

    Automobil-Journalist

    Baujahr 1979, technisch im einwandfreien Zustand! Nach einer Ausbildung und über elf Jahren Erfahrung im KFZ-Bereich, machte Jens seine Passion zu seinem Beruf. Jens schreibt Beiträge über Neu- und Gebrauchtwagen, die auf persönlichen Erfahrungen und Fahrtests zu dem jeweiligen Auto basieren.

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