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Hilfe, mein Kind wird sitzenbleiben – und nun?

Zuerst der blaue Brief und dann die Ehrenrunde? Kaum ein Thema polarisiert Schüler, Lehrer und Eltern so sehr wie das Sitzenbleiben. Während es die einen für veraltet und kontraproduktiv halten, sehen andere darin eine große Motivationshilfe und Zusatzchance. Lesen Sie, was für und gegen die Wiederholung einer Klasse spricht und welche Alternativen es gibt.

Sitzenbleiben – was bedeutet das überhaupt?

Reichen die schulischen Leistungen eines Schülers nicht aus, kann ihm in den meisten der deutschen Bundesländern der Aufstieg in die nächste Klassenstufe verweigert werden. Er muss sitzenbleiben und dann das komplette Schuljahr noch einmal durchlaufen. Die Entscheidung über eine mögliche Wiederholung der Klasse wird in der Zeugniskonferenz getroffen, in der die betreuenden Lehrer auf Basis der aktuellen Noten eine Prognose für das kommende Schuljahr abgeben. Die Richtlinien für das Sitzenbleiben unterscheiden sich dabei stark nach Bundesland und Schulform.

Gute Schulnoten und eine sichere Zukunft

Neben einer erfolgreichen Schullaufbahn, sind auch Gesunheit und Sicherheit die Basis für ein gutes Leben. Doch Gefahren lauern überall im Alltag der Kinder und Jugendlichen.

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Zeugnis schlecht? Und jetzt?

In manchen Bundesländern können bis zu drei mangelhafte Noten auf dem Zeugnis durch gute Noten in anderen Fächern „ausgeglichen“ werden. In der gymnasialen Oberstufe kann man nicht mehr sitzenbleiben – hier kann ein Schüler jedoch freiwillig ein Jahr zurückgehen, wenn das Abitur gefährdet ist. Wenn ein Schüler zum erneuten Male dieselbe Klasse wiederholen muss, raten Experten über die Schulform nachzudenken, denn diese könnte für den Schüler zu anspruchsvoll sein.

Sitzenbleiben und trotzdem versetzt werden?

Es muss nicht immer direkt die Wiederholung sein. In manchen Bundesländern gibt es Alternativen und Ausnahmen, die das endgültige Sitzenbleiben verhindern sollen.

So gibt es in Baden-Württemberg zum Beispiel die „Versetzung auf Probe“. Hier darf der Schüler trotz Sitzenbleiben aufrücken. Innerhalb von vier Wochen wird dann geprüft, ob die im Rahmen einer Zielvereinbarung getroffenen Leistungen erreicht wurden. Gelingt es, darf der Schüler in der Klasse bleiben.

Neue Mitschüler, neue Lehrer, alter Lernstoff

Das Kind muss sich neu orientieren. Durch den Wissensvorsprung kann es aber auch positive Erfahrungen machen. Diese Schüler folgen dem Unterricht leichter und können Versäumtes aufholen. Aber auch das umgekehrte Problem gibt es: Der bekannte Stoff kann zur Langeweile führen.

Schlechte Noten hängen aber nicht nur vom Lernstoff ab. Die Schüler, die teils bedingt durch die Pubertät eine leistungsschwache Phase haben, sei es, weil sie sich mit dem Lehrer nicht gut verstehen oder die Freundin Schluss gemacht hat. Da kann die Schule zwischenzeitlich in den Hintergrund rücken. Sobald die akuten Probleme gelöst sind, verbessern sich auch die Schulnoten.

Letzter Ausweg: die Nachprüfung

Wenn beispielsweise zwei „mangelhaft“ auf dem Zeugnis stehen, kann der Schüler direkt nach den Sommerferien im Rahmen einer Prüfung seine Note verbessern. Besteht er mit mindestens „ausreichend“, wird das Schulzeugnis angepasst und er muss die Schulklasse nicht wiederholen.

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Sitzenbleiben: Geduldsprobe für Eltern

Eltern müssen sich darüber im Klaren sein: Die Umstellung auf ein neues Lernverhalten braucht Zeit und Geduld. Es hilft wenig, das Sitzenbleiben einfach pauschal als „lehrreiche Lektion“ anzusehen. Wichtig ist es, im gemeinsamen Alltag Veränderungen in Gang zu bringen.

Lesen Sie mehr zum Thema:

So helfe ich meinem Kind bei schlechten Schulnoten

Das Elterntelefon des Deutschen Kinderschutzbundes bietet Unterstützung, kostenlos und anonym: 0800 111 0 550

Autor/in

F. Dogan

Juni 2018

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