1. Auto
  2. Freizeit + Reise
  3. Versicherungsinfos
  4. Schäden vorbeugen

Wann sind neue Reifen fällig? Alles Wichtige rund um Ihre Reifen

Nicht immer ist gleich sichtbar, ob Reifen erneuert werden müssen oder nicht. Unsere Sicherheit hängt jedoch in hohem Maße von intakten und griffigen Reifen ab. Reifen mit einer zu geringen Profiltiefe oder einem zu hohen Alter müssen ausgetauscht werden. Wir geben Ihnen Tipps, woran Sie erkennen, ob neue Reifen fällig sind.

Abnutzung und Überalterung

Auch wenn das Reifenprofil noch einwandfrei oder der Reifen gar unbenutzt ist, kann es trotzdem sein, dass der Reifen nicht mehr verkehrssicher ist – nämlich dann, wenn er zu alt ist. Schon Sommerreifen, die älter als acht und Winterreifen, die älter als sechs Jahre sind, sollten nicht mehr benutzt werden. Die Gummimischung des Reifens wird mit zunehmendem Alter hart, das Material ermüdet und wird somit brüchig. Genauso wichtig, wie das Alter des Reifens ist die Profiltiefe. Sie sollten regelmäßig die Profiltiefe Ihres Reifens überprüfen. Denn der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor.

Versicherungs­schutz bei alten Reifen?

Auf den Versicherungsschutz hat das Alter keinen Einfluss – der Reifen sollte allerdings verkehrssicher sein. Unsachgemäße Behandlung, wie zum Beispiel das Fahren mit zu geringem Luftdruck oder das Überfahren eines Bordsteins machen sich oft erst viel später durch einen sichtbaren Schaden bemerkbar.

Sichern Sie sich in jedem Fall vor einem Schaden oder einem Unfall mit der Kfz-Haftpflichtversicherung von R+V ab.

Jetzt Beitrag berechnen und online abschließen

Unsere Ansprechpartner vor Ort helfen Ihnen gerne bei Fragen.

Ansprechpartner finden

Ursachen von Reifenschäden

Hochdruckreiniger

Der harte Strahl aus den Reinigungsdüsen setzt den Reifen zu. Auf keinen Fall sollte der Abstand weniger als 20 cm betragen. Empfohlen wird, eine direkte Bestrahlung des Reifens zu vermeiden.

Falsche Lagerung

Sowohl Sommer- als auch Winterreifen sollten trocken gelagert und nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Reifen mit Felgen sollten immer liegend, Reifen ohne Felgen immer stehend gelagert werden.

„Kavalierstarts“

Durch diese Vollgasbeschleunigung wird der Reifen unnötig stark abgenutzt.

Schräges Auffahren auf den Bordstein

Dadurch kann der Reifen im Inneren beschädigt werden. Im schlimmsten Fall droht ein Reifenplatzer.

Kontakt mit Ölen, Benzin und Chemikalien

Öl, Benzin oder ähnliche Substanzen greifen die Reifenoberfläche an, indem sie die Materialeigenschaften verändern. Das Reifengummi wird weich oder porös, was man oft nicht gleich sehen kann.

Sichtbare Reifenschäden

Bei folgenden Schäden ist ein umgehender Reifenwechsel bzw. eine Reparatur notwendig, um einen Reifenplatzer zu vermeiden!

Risse

Ist ein Reifen zu alt, wird das Gummi porös. Das zeigt sich durch feine Risse auf den Außenseiten des Reifens.

Eingefahrene Fremdkörper

Ein Nagel in der Lauffläche eines schlauchlosen Reifens führt zu Luftverlust. Die eindringende Feuchtigkeit kann den Stahlgürtel im Reifeninnern zum Rosten bringen.

Beulen

Ist die innere Struktur des Reifens beschädigt, entstehen Beulen an der Reifenflanke.

Der richtige Reifendruck

Ist der Reifendruck zu niedrig, kann das Folgen haben. Der Reifen kann, von außen nicht sichtbar, innen geschädigt werden, was zu Unfällen (zum Beispiel verursacht durch Reifenplatzer) führen kann.

Messen Sie den Luftdruck immer bei kalten Reifen, da sich die erwärmte Luft ausdehnt und einen höheren Druck anzeigt. Ist der Reifen erwärmt, dann sollte der Reifendruck 0,3 Bar über dem angegebenen Wert liegen. Grundsätzlich kann der Reifendruck ruhig 0,2 Bar über dem angegebenen Wert liegen. Auf jeden Fall sollte der Reifendruck um 0,2 Bar höher liegen als angegeben bei

  • längeren Fahrten auf Autobahnen,
  • bei beladenen Fahrzeugen, wie bei Urlaubsfahrten.

Versicherungs-Check

Denken Sie an die richtige Absicherung Ihres Autos. Welche Versicherung macht für Sie eher Sinn – die Kfz-Vollkaskoversicherung oder reicht Ihnen eine Kfz-Teilkaskoversicherung?

Jetzt Beitrag berechnen und online abschließen

Unsere Ansprechpartner vor Ort helfen Ihnen gerne bei Ihren Fragen.

Ansprechpartner finden

Schutz vor Aquaplaning

Die Abnutzung lässt sich an der Profiltiefe feststellen. Je höher das Profil ist, desto besser ist die Fahreigenschaft des Reifens bei Nässe. Umgekehrt bedeutet das: Je niedriger das Profil, desto höher die Gefahr von Aquaplaning. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe innerhalb der EU beträgt zwar 1,6 mm, aus Sicherheitsgründen sollte der Reifen jedoch schon früher ausgetauscht werden: Sommerreifen ab 2,5 mm und Winterreifen ab 4 mm.

ADAC-Studien zufolge kann bei einer geringen Profiltiefe selbst auf lediglich feuchten Straßen beim Bremsen im Geschwindigkeitsbereich von 100 km/h Aquaplaning entstehen.

Autor/in

F. Dogan

Mai 2018

Produkte zu diesem Ratgeber Plus Artikel

Weitere Ratgeber Plus Artikel