Was sollten Hundebesitzer beim Thema Hunde-OP-Versicherung beachten?

Interview mit Stephanie Ohm, Gesellschafts-Tierärztin der R+V Versicherung

Jeder Hundebesitzer möchte, dass es seinem Liebling gut geht. Dazu gehört auch die medizinische Versorgung. Bandscheibenvorfälle, Knochenbrüche oder rassetypische Leiden – es gibt einige Krankheiten, bei denen eine Operation erforderlich ist. Tieroperationen können aber schnell teuer werden und bis zu 5.000 Euro kosten.

Stephanie Ohm, Gesellschafts-Tierärztin der R+V Versicherung

Mit der R+V-OP-Versicherung für Hunde können Hundehalter ihre Vierbeiner für entsprechende ärztliche Leistungen versichern. Wie groß das Interesse an dieser Möglichkeit ist, zeigen die vielen Fragen, die uns zu diesem Thema auf Social Media erreichen.

Stephanie Ohm, Gesellschafts-Tierärztin der R+V Versicherung, beantwortet die häufigsten Fragen rund um spezielle Hundekrankheiten, notwendige Operationen und die OP-Versicherung für Hunde.

Frau Ohm, für welche Hunde ist die R+V-OP-Versicherung geeignet?

Grundsätzlich kann bei der R+V jeder Hund bis zum Alter von zehn Jahren versichert werden – das gilt auch für Hunde aus dem Tierschutz oder dem Ausland. Wenn man aber einem Straßenhund ein neues Heim bietet, kennt man natürlich meist nicht sein genaues Alter. Kein Hinderungsgrund für eine Versicherung: Der Tierarzt kann das Alter des Hundes bei der ohnehin notwendigen Untersuchung schätzen. Und auch Hunde ohne Identifikationschip können in der R+V-OP-Versicherung versichert werden, solange diese anderweitig eindeutig zu identifizieren sind.

Während und nach der OP: Welche Leistungen beinhaltet die Hunde-OP-Versicherung?

Mit der Versicherung können Hundehalter medizinisch notwendige Operationen unter Narkose, je nach ausgewähltem Tarif, in einer frei wählbaren Tierarztpraxis oder -klinik durchführen lassen. Dies gilt auch im Urlaub, falls der Vierbeiner etwa einen Unfall hat. Dabei sind die Kosten für Diagnostik, Medikamente, Unterbringung und die direkte OP-Nachsorge eingeschlossen.
 

Bandscheibe, Hüfte, Brachycephalie: Welche angeborenen Leiden gibt es bei bestimmten Rassen?

Manche Hunderassen leiden an speziellen Krankheiten – ein Beispiel ist hier die Brachycephalie bei bestimmten Hunderassen. Dieser kurze, im Vergleich zu anderen Rassen breite Kopf lässt manche Rassen wie den Mops besonders „niedlich“ erscheinen - allerdings geht dies oft zu Lasten des Tierwohls. Eine spezielle Zucht hin auf diese Merkmale führt leider oft zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen. Das „Brachycephale Obstruktive Syndrom“ zeigt sich in schneller Erschöpfung, starkem Hecheln nach Belastung und Atemwegsgeräuschen. Dies sind Symptome für eine Verengung der Atemwege. Viele Hunde, die daran leiden, benötigen eine Operation, etwa eine Vergrößerung der Nasenlöcher oder eine Verkürzung der Gaumensegel.

Hüftgelenksdysplasie (HD) ist ein weiteres Beispiel einer „typischen“ Hundekrankheit. An dieser Erkrankung des Bewegungsapparates erkranken vor allem große Hunde wie der Schäferhund. Bei älteren Hunden äußert sich dies beispielsweise in einer zunehmenden Arthrose, die Hunde wollen vor Schmerzen nicht laufen oder haben einen instabilen Gang. Aber auch junge Hunde kann es bereits treffen. Die Behandlung dieser Erkrankung ist abhängig vom Schweregrad. In leichten Fällen hilft eine medikamentöse Therapie oder Physiotherapie – manchmal ist aber eine OP nötig.

Sind angeborene Krankheiten auch versicherbar in der Hunde-OP-Versicherung?

Sowohl Brachycephalie als auch Hüftgelenksdysplasie sind als angeborene Fehlentwicklungen im Tarif „Exzellent“ der Hunde-OP Versicherung versichert, wenn die Erkrankung nach Ablauf der einjährigen Wartezeit auftritt. Aus tierärztlicher Sicht ist deshalb besonders bei bestimmten Hunderassen der frühzeitige Abschluss einer Versicherung empfehlenswert.

Hunde-OP-Versicherung

Auch ein kleiner Hund kann große Kosten verursachen: Die R+V-Hunde-OP-Versicherung übernimmt die Operationskosten für Ihren vierbeinigen Freund.

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