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    Marderbiss am Auto vermeiden: So geht’s

    Bisse mit Folgen: Während der Paarungszeit im Sommer sind Marder besonders aggressiv – sie lassen ihre Aggressionen gerne an Schläuchen und Kabeln von Autos aus. Und das kann beträchtliche Fahrzeugschäden verursachen. Doch es gibt verschiedene Tricks und Hilfsmittel, wie Sie Ihr Fahrzeug vor einem Marderbiss schützen können. Wir erklären, wie es funktioniert.

    So entstehen Marderbisse: Der Motorraum als Marderrevier

    Weiche Kunststoff- und Gummiteile im Motorraum sind besonders häufig von Marderbissen betroffen. Aber entgegen der weitverbreiteten Meinung sind diese nicht das Resultat eines besonderen Appetits. Marder sind neugierig und suchen gerne den Motorraum eines Autos auf. Kommt dann ein fremder Artgenosse, riecht er den Vorgänger und will dessen „Bau“ zerstören, um ihn zu vertreiben. Im Frühjahr, zur Paarungszeit, sind die Revierkämpfe in vollem Gang und die Mardermännchen extrem beißwütig.

    Besonders häufig werden diese Teile im Auto durch Marderbisse beschädigt

    • Faltenbälge an Antriebswellen und an der Lenkung

    • Kunststoffschläuche

    • Kühlwasser- und Scheibenwaschwasser-Schläuche

    • Isoliermatten für die Geräusch- und Wärmedämmung

    • Zündkabel

    • Stromleitungen bzw. deren Isolierung

    • Unterdruckschläuche für die Motorsteuerung

    • Bremsschläuche

    Beschädigte Gummimanschetten

    Beschädigte Gummimanschetten

    Diese Schäden wirken sich nicht unmittelbar auf den Fahrbetrieb aus, da sie Schutzhüllen für Antriebs- und Achsgelenke sind. Sind jedoch diese Schutzhüllen angebissen, können Wasser und Schmutz eindringen und zu schnellerer Korrosion und damit höheren Reparaturkosten führen. Bei manchen älteren Autos kann auch Lagerfett austreten.
    Beschädigte Gummimanschetten
    Diese Schäden wirken sich nicht unmittelbar auf den Fahrbetrieb aus, da sie Schutzhüllen für Antriebs- und Achsgelenke sind. Sind jedoch diese Schutzhüllen angebissen, können Wasser und Schmutz eindringen und zu schnellerer Korrosion und damit höheren Reparaturkosten führen. Bei manchen älteren Autos kann auch Lagerfett austreten.

    Angebissene Zündkabel

    Angebissene Zündkabel

    Wenn der Motor plötzlich stottert oder ausgeht, kann eine unregelmäßige Zündung Ursache sein. Deshalb wird nicht aller Kraftstoff verbrannt, die Leistung lässt nach und der Katalysator kann beschädigt werden. Fahren Sie dann unbedingt zur Werkstatt! Auch kleinste Kabel, wie etwa das zum Öldrucksensor, können – durch Marderbisse zernagt – zu Startproblemen führen. Die Motorsteuerung versagt dann, weil sie keine Signale mehr erhält.
    Angebissene Zündkabel
    Wenn der Motor plötzlich stottert oder ausgeht, kann eine unregelmäßige Zündung Ursache sein. Deshalb wird nicht aller Kraftstoff verbrannt, die Leistung lässt nach und der Katalysator kann beschädigt werden. Fahren Sie dann unbedingt zur Werkstatt! Auch kleinste Kabel, wie etwa das zum Öldrucksensor, können – durch Marderbisse zernagt – zu Startproblemen führen. Die Motorsteuerung versagt dann, weil sie keine Signale mehr erhält.

    Durchgebissene Kühlwasserschläuche

    Durchgebissene Kühlwasserschläuche

    Selbst winzigste Löcher in Wasserschläuchen können im Überdruck-Kühlsystem zu Wasserverlust und als Folge zu Überhitzung führen. Solche Marderbiss-Stellen haben meist einen kleinen Kreis (Rückstand des Kühlmittels), sind aber schwer zu entdecken. Überhitzte Motoren können Schaden nehmen. Fällt hingegen die Leistung des Motors ab und der Motor wechselt unter Umständen in das Notlaufprogramm, kann das auch an beschädigten Unterdruckschläuchen liegen.
    Durchgebissene Kühlwasserschläuche
    Selbst winzigste Löcher in Wasserschläuchen können im Überdruck-Kühlsystem zu Wasserverlust und als Folge zu Überhitzung führen. Solche Marderbiss-Stellen haben meist einen kleinen Kreis (Rückstand des Kühlmittels), sind aber schwer zu entdecken. Überhitzte Motoren können Schaden nehmen. Fällt hingegen die Leistung des Motors ab und der Motor wechselt unter Umständen in das Notlaufprogramm, kann das auch an beschädigten Unterdruckschläuchen liegen.

    Wie kann man Marder aus Autos vertreiben?

    Tests von Tierforschern haben ergeben, dass weder WC-Steine noch Hundehaare oder Mottenkugeln effektiv gegen Marder wirken, schon gar nicht auf Dauer. Leider gewöhnen sich die Tiere schnell an diese Gerüche und suchen den Motorraum bald wieder heim.

    Wirksamer ist es dagegen, den Motorraum von unten mit einem engmaschigen Drahtgeflecht abzuschließen, sodass das Tier nicht an die gefährdeten Stellen gelangen kann.

    Große Autohersteller bieten bei manchen Modellen Marderschutz ab Werk an – und auch zum Nachkauf für ältere Großserienmodelle: Borstenvorhänge sollen den Motorraum abdichten.

    Welche Hausmittel helfen gegen Marder?

    Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) beschreibt einfachen und preiswerten Trick: Ein etwa ein Quadratmeter großes Stück Maschendraht, weiß angestrichen und lose unter den Motorraum des Autos gelegt, soll Marder wirkungsvoll fernhalten. Marder sind sehr vorsichtig und meiden Dinge, die sie nicht kennen.

    Wirksam ab Werk sind schlauchartige Manschetten, die über gefährdete Kabel oder Schläuche gezogen werden. „Schrauber“ können sich im Baumarkt Kabelordner (für PC-Kabel usw.) als Meterware kaufen und damit Schläuche schützen. Doch Vorsicht: Diese Schutzhüllen müssen sauber verlegt werden und mechanischen Beanspruchungen (Fahrtwind) standhalten.

    Um einem Marderschaden im Auto vorzubeugen, gibt es weiterhin diese Tricks, die Sie anwenden können:

    • Wählen Sie im Idealfall immer denselben Parkplatz.
    • Parken Sie Ihr Auto nach Möglichkeit in einer Garage.
    • Marder sind nachtaktiv und scheuen das Licht. Parken Sie Ihr Auto im Lichtkegel oder noch besser vor einer Lichtanlage, die an einen Bewegungsmelder gekoppelt ist. Diese reagiert dann auf den herannahenden Vierbeiner und sollte ihn vom Wagen fernhalten.

    Sie können außerdem zur nächsten Werkstatt Ihres Vertrauens fahren und eine Unterbodenwäsche oder Motorwäsche durchführen sowie einen bissfesten Kabelschutz einbauen lassen. Durch diesen Marderschutz haben die Tiere eine geringere Chance, Schaden an Ihrem Auto zu verursachen.

    Unser Tipp: Motorwäsche

    Ein Mann waescht den Motor eines Autos.

    Marder werden durch den Geruch eines anderen Marders angelockt und sind dann besonders aggressiv. Daher ist es sinnvoll eine Motorwäsche durchzuführen, sobald der Verdacht naheliegt, dass Marder in der Nähe sind.

    Weitere Maßnahmen, um Marderschäden zu vermeiden

    Um Marderschaden vorzubeugen, finden Sie auch Verschiedenes im Zubehörhandel:

    • Kabelschutz

      Eine Ummantelung der Kabel aus Hartkunststoff, wobei jedoch die Manschetten und Schläuche weiterhin ungeschützt sind.

    • Elektroschockgeräte

      Kontaktplättchen, die an den Zugangsstellen befestigt werden und bei Berührung einen Stromschlag verpassen (ähnlich einem Weidezaun). Sie verbrauchen nur wenig Strom und sind bei eingeschalteter Zündung oder geöffneter Motorhaube außer Betrieb.

    Marderbiss und das Auto ruckelt: Zahlt die Versicherung?

    Mit einem Marderbiss ist nicht zu spaßen. Konnten Sie den Marderschaden nicht verhindern, sollten Sie diesen innerhalb von einer Woche der Versicherung melden.

    Denken Sie aber daran, dass die normale Kfz-Haftpflichtversicherung Marderschäden am Auto nicht abdeckt. Entscheiden Sie sich lieber für eine Teilkaskoversicherung oder eine Vollkaskoversicherung mit Premium- oder Komfort-Schutz. Denn dann sind auch Folgeschäden durch Marderbisse abgedeckt und Sie bleiben nicht auf den Kosten sitzen.

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