Italienische Ape Piaggio parkt an Steinmauer.
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    Wissenswertes über Leichtmobile und Leichtfahrzeuge

    Sie sind mit Ihrem Auto unterwegs, genießen die Fahrt und plötzlich sehen Sie ein kleines Fahrzeug aus dem Augenwinkel. Hierbei handelt es sich bestimmt um ein sogenanntes Leichtmobil. Sie sind klein, leicht und sie benötigen weder Pkw-Führerschein noch TÜV. Das klingt zunächst sehr gut. Bevor Sie allerdings ein Leichtfahrzeug kaufen, sollten Sie sich über die Vor- und Nachteile informieren.

    Was ist ein Leichtfahrzeug?

    Leichtmobile werden auch als Mopedautos bezeichnet die zwischen 25 km/h und maximal 45 km/h fahren können. Sie eignen sich für jeden, der (noch) nicht im Besitz eines Autoführerscheins der Klasse B ist. Leichtmobile sind quasi die Fliegengewichte unter den Autos. Dieser Umstand lässt sich einfach verdeutlichen: Auf einen regulären Parkplatz passen bis zu drei Leichtmobile. Die kleinen Modelle wiegen maximal 350 Kilogramm.

    Versicherung für Leichtfahrzeuge

    Die Ähnlichkeit zum Moped zeigt sich auch beim obligatorischen Versicherungsschutz. Leichtmobile benötigen ein Mopedkennzeichen. Sie schließen eine Kfz-Versicherung mit Haftpflicht ab und erhalten dafür ein entsprechendes Kennzeichen, welches jeweils bis zum 28./29. Februar des Folgejahres gilt.

    Was ein Leichtmobil mit sich bringt

    Vorteile

    • Verbrauch: Leichtfahrzeuge haben einen deutlich geringeren Verbrauch. Sie benötigen teilweise nur 3 Liter auf 100 Kilometer. Dadurch gehören sie zu den umweltfreundlichsten und sparsamsten Fahrzeugen.

    • Unterhalts- und Wartungskosten: Sie müssen für ein Mopedauto weder Steuern noch TÜV bezahlen. Dadurch sind bei Leichtfahrzeugen die Kosten sehr gering.

    • Voraussetzungen: Leichtmobile sind mehr oder weniger führerscheinfrei. Sie benötigen keine Führerscheinklasse B. Dadurch ist das Fahrzeug auch für Jugendliche ab 16 Jahre geeignet – seit 2013 benötigen Sie lediglich einen Führerschein der Klasse AM.

    • Mobilität: Leichtfahrzeuge sind platzsparend, weshalb die Parkplatzsuche deutlich einfacher ist. Zudem bieten die Leichtmobile älteren und gehbehinderten Menschen die ideale Möglichkeit, um mobil zu bleiben.

    Nachteile

    • Platz: Klein bedeutet auch gleichzeitig wenig Platz – das kann durchaus zum Nachteil werden. Die meisten Leichtfahrzeuge bieten lediglich Platz für zwei Personen, auf einer Rückbank gibt es nur selten noch zusätzliche Sitzgelegenheiten. Auch ein Großeinkauf lässt sich in einem Leichtmobil kaum unterbringen.

    • Geschwindigkeit: Die Möglichkeiten des kleinen Autos sind mit einer Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h sehr begrenzt.

    • Sicherheit: Während Leichtfahrzeuge für den Stadtverkehr gut geeignet sind, können sie außerorts auf ländlicheren Strecken zum Verkehrshindernis werden. Die passive Sicherheit gegenüber herkömmlichen Pkws ist zudem deutlich geringer. Eine Fahrt auf der Autobahn ist bei einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h natürlich tabu.

    Grundsätzlich gilt: Wer mobil und unabhängig sein möchte, keinen Pkw-Führerschein der Klasse B besitzt, vor Wind und Wetter geschützt sein möchte und lange Wartezeiten an Bushaltestellen und Bahnhöfen nicht in Kauf nehmen will, für den ist ein Leichtfahrzeug eine gute Lösung.

    Die Sicherheit ist ein relevanter Faktor

    Leicht und wendig ist natürlich schön, Leichtfahrzeuge können jedoch schnell mit normalen Autos verwechselt werden. Wenn andere Verkehrsteilnehmer die langsame Geschwindigkeit falsch einschätzen, besteht großes Potenzial für Unfälle. Zudem können Leichtmobile ein Verkehrshindernis darstellen, da sie mit maximal 45 km/h unterwegs sind. Die Modelle sind zwar nicht für die Autobahn zugelassen, auf Landstraßen könnte es dennoch gefährlich werden.

    Ein weiterer Aspekt ist die Karosserie. Diese ist nicht so stabil wie die eines normalen Autos. Sie bieten ihren Insassen zwar einen guten Schutz vor Witterungsbedingungen, bei Unfällen bieten Leichtmobile dennoch wenig Pufferzone. Insbesondere für junge Fahrer können beide Punkte gefährlich werden. Wer mit 15 oder 16 Jahren Leichtfahrzeuge fährt, hat in der Regel kaum Fahrpraxis und reagiert entsprechend unsicherer auf Gefahrensituationen als passionierte Fahrer.

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    Zuletzt aktualisiert: November 2021

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