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Zahngesundheit

Was wird bei der professionellen Zahnreinigung gemacht?

Auch wer täglich seine Zähne mindestens zweimal putzt, kann nicht vollkommen vermeiden, dass sich an den für die Zahnbürste nur schwer zu erreichenden Stellen Beläge bilden können. Diese führen dann zu hartem Zahnstein, weicher Plaque oder, schlimmer noch, zur Bildung von Zahnfleischtaschen. Abhilfe kann die professionelle Zahnreinigung – kurz PZR - schaffen. Diese wird in Zahnarztpraxen vorgenommen. Wie die Behandlung abläuft, wie oft man sich dieser unterziehen sollte und wer die Kosten trägt, erfahren Sie hier.

Wie läuft die professionelle Zahnreinigung ab?

In der Regel bieten die allermeisten Zahnarztpraxen eine professionelle Zahnreinigung an. Sie wird dann von der Zahnärztin oder dem Zahnarzt selbst durchgeführt. Häufig führen auch Dentalhygieniker oder Prophylaxe-Assistenten die Behandlung durch.

Der Ablauf ist meist in folgende Schritte unterteilt:
 

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Schritt 1: Ist eine PZR notwendig?

Um das festzustellen, muss die Zahnärztin oder der Zahnarzt Ihre Zähne und auch das Zahnfleisch untersuchen. Ziel ist es, die von Zahnbelägen betroffenen Zähne gründlich zu reinigen. Auch Verfärbungen, die sich z. B. durch Tee, Kaffee, Rotwein oder Nikotin bilden, werden entfernt. 

Schritt 2: Die Reinigung

Mit Hilfe von Ultraschallgeräten, Haken (bei hartnäckigen Belägen) und Pulverwasserstrahlgeräten (auch Airflow-Reinigung genannt), wie auch Bürsten (bei weicher Plaque) werden die unliebsamen Zahnbeläge entfernt. 

Schritt 3: Polieren

Nach der Reinigung erfolgt die Politur der Zähne durch eine spezielle Paste, die mit einer kleinen Bürste auf die Zähne gegeben wird. Diese bewegt sich und entfernt so mittels kleiner Schleifpartikel etwaige, verbliebene Zahnbeläge. Außerdem enthält sie Fluorid, um den Zahnschmelz zu härten. Zudem können Keime schlechter an glatten Oberflächen haften.

Schritt 4: Versiegeln

Nun werden die Zähne mit einem hochkonzentrierten Fluorid-Lack oder Gel versiegelt. Dieses wird mit einem Pinsel aufgetragen und schützt die Zähne sowohl vor Karies als auch vor angreifenden Säuren aus Lebensmitteln. 

Die Dauer der Behandlung hängt davon ab, wie stark die Zähne von etwaigen Belägen betroffen sind. Sie beträgt in etwa aber zwischen 45 und 60 Minuten. Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte raten dazu, die PZR ein- bis zweimal im Jahr durchführen zu lassen. 
Für Schwangere gilt: Auch während der Schwangerschaft ist eine PZR möglich. Empfohlen wird die Behandlung ab der 15. Schwangerschaftswoche.
 

Wie sinnvoll ist die professionelle Zahnreinigung?

Vorteile einer PZR
  • Sie beugen mit einer professionellen Zahnreinigung der Bildung von Karies und Parodontitis vor, denn die Behandlung spürt schwer zu reinigende Stellen auf und säubert diese von rauem Zahnstein oder Plaque. Keime, die zu Karies oder Parodontose führen, können sich an glatten Oberflächen schlechter festsetzen als an rauen.

  • Weil bei der PZR auch Verfärbungen entfernt werden, die durch Kaffe, Tee, Rotwein oder Nikotin entstehen können, werden Ihre Zähne weißer.

Nachteile einer PZR
  • Nicht fachgerecht durchgeführt, können bei der professionellen Zahnreinigung Blutungen und Zahnschmerzen entstehen und die Zahnsubstanz kann beschädigt werden.

  • Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht oder nur teilweise übernommen.

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Wird die professionelle Zahnreinigung auch für Kinder empfohlen?

Die professionelle Zahnreinigung wird auch für Kinder und Jugendliche angeboten. Auch bei Kindern gibt es schwer erreichbare Stellen im Mund, die dadurch gründlich gereinigt werden können. Eine PZR ersetzt eine tägliche, gute Mundhygiene aber keinesfalls und dient lediglich als Ergänzung wie bei den Erwachsenen auch.

Die PZR für Kinder ist an deren Bedürfnisse geknüpft. Sie verläuft möglichst sanft und Fachkräfte klären auch darüber auf, wie die erschwerte Mundhygiene, etwa beim Tragen einer Zahnspange, durchgeführt wird. Im Zuge diese Behandlung kann die Zahnärztin oder der Zahnarzt außerdem Rillen an speziell gefährdeten Backenzähnen mit einer Kunststoffschicht überziehen (Fissurenversiegelung), um so dem Kariesrisiko vorzubeugen.

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Tipps für die richtige Zahnprophylaxe zu Hause

Die Bundeszahnärztekammer rät dazu, Zähne täglich zweimal zu putzen und das jeweils für zwei bis drei Minuten. Einmal am Tag sollten Sie zusätzlich die Zahnzwischenräume reinigen. Wie Sie das machen, hängt von der Beschaffenheit Ihrer Zähne ab. Eng stehende Zähne sind nur schwer mit einer Interdentalbürste zu reinigen. Hier bietet sich eher Zahnseide an. Zahnfleischbluten sollte nach dem regelmäßigen Reinigen der Zahnzwischenräume von selbst verschwinden. Sind Sie unsicher, so sprechen Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt darauf an und lassen Sie sich auch Tipps für die richtige Pflege Ihrer Zahnzwischenräume geben. 

Antibakterielle Mundspüllösungen (etwa mit Chlorhexidin) können sinnvoll sein, wenn Menschen beim Zähneputzen Probleme haben,
z. B. gebrechliche Menschen, die manuelle Zahnreinigung nicht mehr richtig ausführen können. 

Wie viel kostet eine professionelle Zahnreinigung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen pro Jahr einmal das Entfernen von Zahnstein. Ob Sie auch anteilig Kosten für eine PZR übernehmen, müssen Sie mit Ihrer jeweiligen Krankenkasse abklären. In der Regel kostet eine PZR-Behandlung zwischen 80 und 120 Euro. Die Behandlung ist grundsätzlich aber eine Privatleistung. Die R+V Zahnzusatzversicherung beinhaltet eine jährliche professionelle Zahnreinigung. Sprechen Sie mit den Beraterinnen und Beratern der R+V über weitere Vorteile, die eine Zahnzusatzversicherung für Sie bietet.

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Lohnt sich eine Zahnzusatz-versicherung?

Eine Zahnzusatzversicherung hilft, den Eigenanteil bei Zahnbehandlungen zu reduzieren und übernimmt andere sogar komplett. Der Tarif ZahnVorsorge der R+V umfasst unter anderem eine jährliche professionelle Zahnreinigung inkl. Politur und Fluoridierung zur Zahnschmelzhärtung und hilft Ihnen so, Ihre Zähne vor Karies zu schützen.

Möchten Sie mehr über unsere Zahnzusatzversicherung erfahren?

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