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Die fünf häufigsten Irrtümer zur privaten Kranken­versicherung

Den optimalen Gesundheitsschutz auszuwählen, ist wichtig. Denn die Leistungen Ihrer Krankenversicherung sollen zu Ihnen passen. Die private Kranken-Vollversicherung stellt in vielen Fällen eine gute Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung dar. Es gibt allerdings diverse Vorurteile gegenüber der Privaten – unser Fakten-Check zeigt die fünf häufigsten Irrtümer.

Der passende Gesundheitsschutz für Sie

Ihre Gesundheit ist Ihr höchstes Gut. Deshalb sollten Sie nicht auf Vorurteile vertrauen – wir beleuchten für Sie die häufigsten Irrtümer zur privaten Kranken-Vollversicherung und machen den Fakten-Check.

Mit einer privaten Kranken-Vollversicherung können Sie Ihren Gesundheitsschutz optimieren und von den Vorteilen eines Privatpatienten profitieren.

Unsere Ansprechpartner vor Ort unterstützen Sie gerne mit weiteren Informationen zur privaten Krankenversicherung von R+V.

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IRRTUM 1: In der privaten Krankenversicherung kommt es ständig zu Beitragssteigerungen.

Fakt ist: Willkürliche Steigerungen und auch solche aufgrund des Älterwerdens sind in der privaten Krankenversicherung (PKV) ausgeschlossen. Beitragserhöhungen erfolgen nur unter festgelegten gesetzlichen Voraussetzungen, z. B. bei steigenden Behandlungskosten und höherer Lebenserwartung.

Auch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist von den steigenden Kosten im Gesundheitswesen betroffen, was regelmäßige Beitragserhöhungen zur Folge hat. Darüber hinaus hat auch der demografische Wandel besonderen Einfluss auf die Beitragsentwicklung in der GKV, weil immer weniger Erwerbstätige die Krankheitskosten für immer mehr Rentner mitfinanzieren müssen.

Entwicklung von GKV-Höchstbeitrag1 und PKV-Beitrag2 anhand eines PKV-Versicherten bei R+V

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Warum hört man immer nur in der privaten Krankenversicherung von Beitragssteigerungen?

PKV-Unternehmen informieren ihre Versicherten über jede Beitragsänderung. Die GKV hingegen informiert nur über Änderungen des prozentualen Beitragssatzes oder eines Zusatzbeitrags.

Darüber hinaus gibt es in der GKV weitere Gründe für eine höhere finanzielle Belastung:

  • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze
  • Steigendes Einkommen
  • Leistungseinschränkungen (hohe Eigenbeteiligungen, z. B. für Zahnersatz, Wegfall von Leistungen)

IRRTUM 2: Die private Krankenversicherung ist im Alter viel zu teuer.

Fakt ist: In der privaten Krankenversicherung fallen im Alter Beitragsbestandteile weg. Der 10-prozentige gesetzliche Zuschlag entfällt mit 60 Jahren ebenso wie der Beitrag für die Krankentagegeldversicherung mit Renteneintritt.

Beispiele für Beiträge im Rentenalter in GKV und PKV

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Wie kann man bei R+V steigende Beiträge im Alter abfedern?

Um die Beiträge im Alter zu reduzieren, bietet R+V zur Krankheitskostenversicherung eine zusätzliche Beitragsentlastungskomponente an. Mit dem angesparten Guthaben können die Beiträge ab dem Alter von 65 um den vereinbarten Betrag gesenkt werden. Die Beiträge für die Beitragsentlastungskomponente sind im gleichen Maß wie die Krankheitskostenversicherung steuerlich abzugs- und arbeitgeberzuschussfähig.

IRRTUM 3: In der gesetzlichen Krankenversicherung bin ich genauso gut versorgt.

Fakt ist:

  • Der gewünschte Leistungsumfang kann in der PKV selbst gewählt werden. Im Gegensatz dazu richten sich die Leistungen der GKV nach einem festgelegten Leistungskatalog und bieten in vielen Bereichen nur eine Grundversorgung. Daher können die Leistungen in der PKV weit über dem Niveau der GKV liegen.
  • In der PKV sind die Leistungen vertraglich festgelegt. In der GKV hingegen kann es – wie schon früher – zu weiteren Leistungskürzungen kommen.
  • Privatversicherte erhalten in der Regel nicht nur schnell einen Termin beim Facharzt, sondern profitieren auch stark vom medizinischen Fortschritt, beispielsweise neuen Behandlungsmethoden und Medikamenten. In der GKV unterliegen Ärzte Einschränkungen – die PKV ist dagegen eine „budgetfreie Zone“.

Übersicht der Leistungen von GKV und PKV

Zuzahlungen in der GKV sind höher als man denkt

IRRTUM 4: In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es keinen Selbstbehalt.

Fakt ist: In der GKV fallen Zuzahlungen, z. B. für Arzneimittel, an. Die Zuzahlungen können bis zu 2 Prozent der Bruttojahreseinnahmen ausmachen. Bei einem Jahresgehalt von 55.000 Euro sind das 1.100 Euro pro Jahr, bevor eine Zuzahlungsbefreiung möglich ist.

Hinzu kommen Kosten für Leistungen, die von der GKV nicht oder nicht in vollem Umfang übernommen werden, wie z. B. Zahnersatz oder Sehhilfen. Gerade bei Zahnersatz können dies noch einmal mehrere Tausend Euro sein.

IRRTUM 5: Die private Krankenversicherung ist für Familien nicht geeignet.

Fakt ist: Die Absicherung ist für Familien in der PKV in vielen Fällen trotz Leistungsvorteilen nicht teurer oder sogar günstiger als in der GKV.

Beispiel für Beiträge in GKV und PKV für eine Familie mit zwei Kindern

Vater Daniel ist ganztags als Projektmanager in einem mittelständischen Unternehmen angestellt (brutto 5.000 EUR/Monat), während Mutter Anja in Teilzeit als Krankenschwester tätig ist (brutto 1.500 EUR/Monat). Die beiden Kinder Hanna und Tom besuchen den Kindergarten.

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Ihr Plus an Gesundheit

Sie sind freiwillig gesetzlich oder bereits privat krankenversichert? Sie überlegen in die private Krankenversicherung von R+V zu wechseln? Informieren Sie sich bei uns.

Unsere Ansprechpartner vor Ort unterstützen Sie gerne.

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Autor/in

C. Hartmann

Okt. 2017

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