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Checklisten Umzug: von der Planung bis zur Ummeldung

Vor und nach einem Umzug sind viele Dinge zu erledigen. Wichtig ist, den Wohnungswechsel rechtzeitig vorzubereiten. Vieles können Sie bequem schon vor dem Umzug planen. Wir haben für Sie Umzug-Checklisten vorbereitet – von der Erstellung der Umzugsliste bis zur Ummeldung nach dem Umzug. Damit Sie an alles denken und im Umzugsstress den Überblick behalten.

Acht Wochen vor dem Umziehen: ausmisten, vorbereiten, ankündigen

Sie haben Ihre alte Wohnung gekündigt und der Countdown läuft. Spätestens jetzt sollten Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen beziehungsweise die privaten Helfer über Ihren Umzug informieren. Außerdem heißt es jetzt vor allem: aufräumen, planen, anmelden. Diese Dinge können Sie bereits acht Wochen vor dem Umzug erledigen:

  • Keller und Dachboden entrümpeln: Möbel und andere Dinge, die noch gut erhalten sind, die Sie aber nicht mehr benötigen, verschenken oder verkaufen. Alles andere landet auf dem Sperrmüll.
  • Kinder: Kinder im Kindergarten und der neuen Schule anmelden sowie im alten Kindergarten und der alten Schule abmelden.
  • Verträge: Telefon, Mobilfunkvertrag und Internetzugang ummelden beziehungsweise neu beantragen.
  • Adressliste erstellen: Wem müssen Sie die neue Adresse/Telefonnummer mitteilen, zum Beispiel Arbeitgeber und Krankenkasse?
  • Versicherungen: Versicherungen über den Umzug informieren.
  • Elterngeldstelle: Wenn Sie Elterngeld beziehen, müssen Sie die zuständige Elterngeldstelle zeitnah informieren. Meistens ist das online möglich.
  • Umzugsunternehmen: Umzugsunternehmen vergleichen und beauftragen. Falls Sie mit der Hilfe von Freunden/Familie umziehen möchten, informieren Sie diese rechtzeitig.
  • Telefon (Festnetz, Handy), Internet, Kabel-TV: Ihre Service-Anbieter können Sie in der Regel online von Ihrer Adressänderung in Kenntnis setzen. Prüfen Sie, ob der Service auch an Ihrem neuen Wohnort zur Verfügung steht.
  • Wohngeldstelle: Wenn Sie Wohngeld beziehen, müssen Sie Ihre zuständige Wohngeldstelle informieren und einen neuen Wohngeldantrag stellen.
Checkliste „Acht Wochen vor dem Umzug“ zum Abhaken

Drei Wochen vorher: Umzugstag planen und beginnen zu packen

Langsam wird es ernst. Wenn Sie ein Umzugsunternehmen beauftragt haben, bleibt Ihnen zwar nicht die ganze, aber doch viel Arbeit erspart. Für alle anderen beginnt jetzt der Endspurt. Hiermit sollten Sie spätestens drei Wochen vor Ihrem Umzug beginnen:

  • Packmaterial: Umzugskartons, Packpapier, Tragegurte, Abdeckmaterial und andere Hilfsmittel besorgen.
  • Bestandsaufnahme: Umzugsliste schreiben. Möbel und gepackte Kartons abzählen und abfotografieren.
  • Halteverbotsschilder beantragen: Bei Bedarf beim Straßenverkehrsamt eine Sondergenehmigung beantragen, damit Parkraum vor der Wohnung abgesperrt werden darf – sowohl vor der alten als auch vor der neuen Wohnung.
  • Packen: Gegenstände, die nicht mehr benötigt werden, schon jetzt verpacken.
  • Kinderbetreuung: Babysitter für Kinder und Haustiere für die Zeit des Umzugs organisieren.
  • Einwohnermeldeamt: Sie müssen sich nur dann beim Einwohnermeldeamt des alten Wohnorts abmelden, wenn Sie ins Ausland ziehen. Ansonsten reicht es aus, wenn Sie sich innerhalb von 14 Tagen an Ihrem neuen Wohnort anmelden.
  • Nachsendeauftrag: Diesen Service der Deutschen Post können Sie online beauftragen.
  • Arbeitsagentur: Wenn Sie arbeitslos oder arbeitssuchend sind, müssen Sie die Arbeitsagentur über Ihre neue Anschrift informieren.
    Tipp: Unter bestimmten Voraussetzungen beteiligt sich die Arbeitsagentur an den Umzugskosten.
  • Verpflegung: Ob Sie mit einem professionellen Umzugsunternehmen oder mit der Hilfe von Freunden umziehen: Sorgen Sie für ausreichend Getränke und eventuell auch eine kleine Verpflegung am Umzugstag.
Checkliste „Drei Wochen vor dem Umzug“ zum Abhaken

Gut zu wissen: Die Hausrat­versicherung passt sich an

Wussten Sie, dass sich die Leistung der R+V-Hausratversicherung kurzfristig Ihrem aktuellen Bedarf anpasst? Wenn Sie uns spätestens am Umzugstag informieren, geht die Hausratversicherung auf die neue Wohnung über und gilt auch noch zwei Monate nach dem Auszug für die alte Wohnung.

Haben Sie eine Hausratversicherung bei der R+V?

Im Kundenportal „Meine R+V“ können Sie uns einfach und sicher online über Ihren Umzug informieren. Oder Sie rufen das R+V-Servicecenter unter 0800 5333-1112* an – den Rest erledigen wir für Sie.

Login „Meine R+V“
R+V-Servicecenter: 0800 533-1112*

* Kostenfrei aus allen deutschen Fest- und Mobilfunknetzen.

Sie haben bisher keine Hausratversicherung?

Dann nutzen Sie den Neuanfang, der mit einem Umzug einhergeht, doch zur Überprüfung Ihres Versicherungsschutzes. Mit der R+V-Hausratversicherung schützen Sie Ihr wertvolles Hab und Gut, das Sie demnächst umziehen.

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Fragen beantworten Ihnen unsere Ansprechpartner gerne auch persönlich.

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Am Umzugstag: Überblick behalten und umziehen

Der wichtigste Ratschlag zuerst: Alles gut verstauen und die Nerven behalten. Wenn Sie bisher die zeitliche Planung einhalten konnten, steht am Umzugstag vor allem eines an – schleppen und den Überblick behalten.

  • Möbelwagen richtig beladen: Möbelwagen zuerst mit den Dingen bepacken, die man in der neuen Wohnung nicht sofort benötigt.
  • Wertvolles: Bargeld und Wertgegenstände immer selbst transportieren.
  • Namensschilder: Namensschilder von Briefkasten und Klingel in der alten Wohnung entfernen und in der neuen Wohnung anbringen.
  • Telefonleitung: Überprüfen, ob das Telefon in der alten Wohnung abgeschaltet ist, damit der Nachmieter keine Kosten verursachen kann.
  • Strom- und Wasserzähler: Zählerstände in der alten und in der neuen Wohnung ablesen und abfotografieren.
  • Übergabe der alten Wohnung und Übernahme der neuen Wohnung: Zustand der Wohnungen in einem Übergabe-Protokoll festhalten und unterzeichnen lassen.
Checkliste „Am Umzugstag“ zum Abhaken
Mustervorlage Übergabeprotokoll Wohnung

Nach dem Umzug: Wen müssen Sie informieren?

Geschafft! Sie sind mit all Ihrem Hab und Gut in Ihrer neuen Wohnung angekommen. Wen müssen Sie jetzt noch informieren? Und wo ist es zusätzlich sinnvoll? Damit Sie in der Hektik nach dem Umzug nichts vergessen, geben wir Ihnen im Folgenden einen Überblick in alpabetischer Reihenfolge.

Checkliste „Ummelden nach dem Umzug“ zum Abhaken

Ummelden nach dem Umzug von A bis Z

Arbeitgeber, Kindergarten, Schule

Am besten informieren Sie diese persönlich über Ihre neue Anschrift.

Arbeitsagentur

Wenn Sie arbeitslos oder arbeitssuchend sind, müssen Sie der Arbeitsagentur spätestens am Umzugstag Ihre neue Anschrift mitteilen. Am besten erledigen Sie das aber wesentlich früher.

BAföG-Amt

  • Beziehen Sie BAföG? Dann genügt eine formlose E-Mail an das zuständige Amt für Ausbildungsförderung.
  • Zahlen Sie BAföG zurück? Dann informieren Sie das Bundesverwaltungsamt.

Deutsche Rentenversicherung

Hier müssen Sie nichts unternehmen. Arbeitgeber und Krankenkasse informieren die Rentenversicherung automatisch.

Einwohnermeldeamt

Sie können sich nur persönlich oder durch einen bevollmächtigten Vertreter ummelden. Erledigen Sie die Ummeldung innerhalb von 14 Tagen, sonst kann ein Bußgeld fällig werden. Diese Unterlagen müssen Sie zum Einwohnermeldeamt mitbringen: Personalausweis, Reisepass, ausgefüllte Wohnungsgeber-Bescheinigung (bieten viele Gemeinden zum Download an).

Tipps:

  • Beantragen Sie Ihren Anwohner-Parkausweis bei der Anmeldung gleich mit.
  • Manche Einwohnermeldeämter und Bürgerbüros erledigen die Ummeldung Ihres Kfz bei einem Umzug innerhalb des Landkreises mit.

Elterngeldstelle

Wenn Sie Elterngeld beziehen, müssen Sie die zuständige Elterngeldstelle zeitnah informieren. Meistens ist das online möglich.

Energieversorger (Gas, Wasser, Strom)

Lesen Sie die Zählerstände und -nummern ab und informieren Sie die zuständigen Versorgungsunternehmen. Meistens ist das online möglich.

Finanzamt

Eine Mitteilung per E-Mail an an Ihr altes Finanzamt reicht aus. Geben Sie dabei auch Ihre Steuernummer an.

Geldinstitute

Viele Banken und Sparkassen bieten einen Umzugsservice für Bankkonten an.

Kfz-Zulassungsstelle:

Bringen Sie zur Ummeldung Ihres Autos bei der Kfz-Zulassungsstelle diese Unterlagen mit:

  • Zulassungsbescheinigung I und II (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief)
  • Personalausweis, Reisepass
  • Bescheinigung über die letzte Haupt- und Abgas-Untersuchung
  • eVB (elektronische Versicherungsbestätigung) als Nachweis für die Haftpflichtversicherung
  • Nummernschilder (optional): Seit 2015 dürfen Sie Ihr altes Kennzeichen nacheinem Umzug behalten. Wenn Sie neue Kennzeichen wünschen, müssen Sie zur Zulassungsstelle das SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer und ihre alten Nummernschilder mitbringen.

Tipps: Viele Zulassungsstellen bieten mittlerweile eine Terminvergabe online an. Bei einigen Städten und Gemeinden können Sie Ihr Kfz auch online umschreiben lassen. Das geht unter folgenden Voraussetzungen: Sie besitzen einen neuen Personalausweis mit eID-online-Funktion. Fahrzeugschein und -brief müssen verdeckte Sicherheitscodes haben.

Kundenkarten (Shopping, ÖPNV, Bonuskarten usw.)

Entscheiden Sie selbst, welche Anbieter Sie über Ihren Umzug informieren möchten. Vielleicht ist das eine gute Gelegenheit, einmal „auszumisten“.

Online-Shops, Online-Dienste

Aktualisieren Sie Ihre Adresse bei Ihrer nächsten Online-Bestellung in den „Kontoeinstellungen“. Tipp: Falls noch Warenlieferungen zu Ihnen auf dem Weg sind, informieren Sie den betreffenden Online-Dienst zeitnah.

Rundfunkbeitrag

Ihre neue Adresse können Sie online melden.

Vereine (Sportverein, Automobilclub usw.) und Freizeiteinrichtungen (Bibliotheken, Theater usw.)

Erstellen Sie eine Liste mit allen Institutionen, bei denen Sie Mitglied sind. Meistens können Sie diese telefonisch oder online informieren.

Verlage (Zeitschriften, Abo)

In der Regel können Sie Verlagen, bei denen Sie ein Abo haben, Ihre neue Adresse online mitteilen.

Versicherungen

Informieren Sie Ihre Versicherung(en) rechtzeitig über Ihren Umzug, wie zum Beispiel:

  • Hausratversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Krankenversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Tipp: Einige Versicherungen, zum Beispiel die Hausratversicherung, orientieren sich an der Wohnungsgröße. Bei einem Umzug ist es dann nötig, Ihre Versicherung entsprechend anzupassen.

Sind Sie bei der R+V versichert?

Dann können Sie uns Ihre Adressänderung ganz einfach online über den Umzugsservice der R+V mitteilen.

Wohngeldstelle

Wenn Sie Wohngeld beziehen, müssen Sie Ihre zuständige Wohngeldstelle informieren und einen neuen Wohngeldantrag stellen.
Der Grund: Der Wohngeldanspruch ist immer objektbezogen. Bei einem Umzug prüft die Wohngeldstelle erneut die Angemessenheit des Wohnraums. Wenn Sie Wohngeld beziehen und einen Umzug nicht melden, kann es zu hohen Strafen kommen.

Keine Zeit für die Hausrat­versicherung?

Mitten im Umzugsstress benötigt man seine Zeit für alles rund um den Umzug. Das wissen wir. Deshalb unterstützen wir Sie mit unserem Online-Service: Hier können Sie in wenigen Minuten den gerade jetzt enorm wichtigen Schutz für Ihren Hausrat abschließen.

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    Autor/in

    K. Waldheim

    Nov. 2019

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