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Zahngesundheit

Was sind Veneers? Funktion und Behandlung

Die meisten Menschen heutzutage legen Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild. Sie achten vermehrt auf die eigene Optik und investieren Zeit sowie Geld in ein möglichst makelloses Aussehen. Auffällig ist vor allem die Zunahme von strahlend-weißen Gebissen und perfekt geraden Zähnen. Das ist häufig auf eine zahnärztliche Behandlung mit Veneers zurückzuführen. Im Folgenden informieren wir über die Funktion, Behandlung sowie Vor- und Nachteile von Veneers. 

Der Begriff: Veneer

Der Begriff Veneers stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so etwas wie „Verblendschale“. Hierbei handelt es sich um dünne Schalen, die mit einem speziellen Kleber auf den Front- und seitlichen Zähnen befestigt werden. Veneers bestehen meistens aus Glaskeramik, da dieses Material besonders robust ist. Es gibt aber auch Varianten aus Komposit, einem zusammengesetzten Werkstoff aus Keramik-, Glas-, und Kunststoffpartikeln. Dieses Material hat den Vorteil hat, dass es der Farbe von Zähnen ähnelt und noch dazu gut formbar ist. Häufig wird es auch für klassische Füllungen verwendet.

Vorteile von Veneers

  • Veneer-Schalen aus Keramik werden zumeist gut vertragen und lösen kaum allergische Reaktionen aus.
  • Sie zeichnen sich bei guter Pflege durch eine lange Haltbarkeit von etwa zehn 10 bis 15 Jahren aus. Zur Pflege der Veneers zählen eine regelmäßige Zahnreinigung, die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten sowie die Kontrolle durch die Zahnärztin oder den Zahnarzt.
  • Im Gegensatz zu den eigenen Zähnen verfärben sich die Veneers kaum, denn Ablagerungen und Beläge, beispielsweise durch Kaffee oder Tee, bleiben an den Keramik-Schalen nicht haften.
  • Die Behandlung ist für die Patientinnen und Patienten aufgrund der örtlichen Betäubung schmerzfrei.

Nachteile von Veneers

  • Die Zahnärztin oder der Zahnarzt muss vor einer Behandlung gesunden Zahnschmelz abtragen, der nicht nachwächst. Die Patientin oder der Patient ist daher dann ein Leben lang auf Veneers angewiesen.
  • Es kann passieren, dass die Zähne durch den Schleifvorgang empfindlicher werden und auf kalte oder heiße Speisen und Getränke mit einem Ziehen oder Stechen reagieren. Bei Non-Prep-Veeners besteht dieses Risiko nicht.
  • Auch wenn die Veneers sehr stabil sind kann es jedoch vorkommen, dass eines abbricht. In solch einem Fall sollten Sie einen Termin in der Zahnarztpraxis vereinbaren, bei welchem die Zahnärztin oder der Zahnarzt Ihnen ein neue Verblendschale anfertigt.
  • Eine gründliche und regelmäßige Zahnpflege ist nach einer Behandlung zudem unabdingbar, da die Gefahr besteht, dass sich in den Räumen zwischen Zahn und Veneer Bakterien ansammeln und Karies verursachen.

Warum benötigt man Veneers?

Besonders zur Reparatur der vorderen Schneidezähne, beispielweise durch einen Bruch, kommt eine Veneer-Behandlung zum Einsatz. Außerdem kann sie zur Verbesserung der Ästhetik dienen und Zahnfehlstellungen kaschieren. Aber auch kariöse Zahnschäden, poröser Zahnschmelz oder Verfärbungen können mit Verblendungen behandelt werden.

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Wie läuft eine Veneer-Behandlung ab?

Nach einem ausführlichen Vorgespräch fragt die Zahnärztin oder der Zahnarzt zunächst, warum die Patientin oder der Patient Veneers in Erwägung zieht. Danach erfolgt eine Aufklärung über verschiedene Optionen. Die Zahnärztin oder der Zahnarzt nimmt einen Abdruck vom Gebiss, um ein Modell aus Gips und eine passende Schiene aus Kunststoff anfertigen zu können. So bekommt die Patientin oder der Patient einen erster Eindruck davon, wie das Ergebnis am Ende aussehen könnte.

Darüber hinaus stellt die Zahnärztin oder der Zahnarzt ein erstes Provisorium her, welches für einige Zeit von der Patientin oder dem Patienten probehalber getragen werden kann. Um die klassischen Veneers an den Zähnen zu befestigen, muss die Ärztin oder der Arzt die Zähne zunächst unter lokaler Betäubung abschleifen.

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Was sind Non-Prep-Veneers?

Non-Prep-Veneers bestehen aus einer speziellen Keramikart und sind mit 0,3 mm Stärke dünner als die klassischen Veneers von 1 mm. Im Gegensatz zu klassischen Veneers muss die Zahnärztin oder der Zahnarzt für eine Behandlung mit Non-Prep-Veneers die Zähne nicht vorher präparieren, also abschleifen. Sie werden einfach zusätzlich auf den Zähnen angebracht. Diese Methode kann allerdings nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Zahnstellung dies zulässt. Das ist der Fall, wenn die Zähne idealerweise eher klein und nicht zu eng angeordnet sind und genügend Platz in den Zahnzwischenräumen aufweisen.

Vorteile

  • Diese Veneer-Variante ist eine gute Alternative zu den herkömmlichen, da die Zahnärztin oder der Zahnarzt die Zähne der Patientin oder des Patienten nicht abschleifen muss.

  • Somit kann die Zahnärztin oder der Zahnarzt diese Veneer-Behandlung zu jedem Zeitpunkt ohne Probleme wieder rückgängig machen

Nachteile

  • Eine exakte Positionierung der dünnen Schalen auf den Zähnen ist für die 
    Zahnärztin oder den Zahnarzt oft nicht möglich und kann nur ungefähr erfolgen. 

  • Die aufgeklebten Veneers können unnatürlich aussehen. Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Zahnärztin oder der Zahnarzt sie lediglich auf die Zähne aufklebt, wodurch diese voluminöser oder länger wirken können.

  • Non-Prep-Veneers sind nicht ganz so stabil wie die Keramikversionen und können brechen.    
     

  • Sie eignen sich nicht bei stark verfärbten oder dunklen Zähnen, da aufgrund der geringen Stärke die Flecken durchscheinen können.

Was versteht man unter „Veneers to-go“? 

Eine neue und schnelle Art der Veneer-Behandlung stellen die sogenannten „Veneers to go“ dar. Die Schalen hierfür bestehen in der Regel aus Keramik oder einer Mischung aus Keramik sowie Kunststoff. Die Zahnärztin oder der Zahnarzt kann diese ohne großen Aufwand an die Zähne anpassen und anbringen. Eine aufwendige Präparation oder ein Abschleifen der einzelnen Zähne ist hierfür oftmals nicht erforderlich. Da diese Verblendungsschalen eine Einheitsgröße besitzen, kommen sie allerdings nur für einige wenige Patientinnen und Patienten infrage. 

Wie viel kosten Veneers?

Veneers kommen meist weniger aus medizinischen als aus ästhetischen Gründen zum Einsatz, etwa wenn Fehlstellungen behoben oder Zähne begradigt werden sollen. In solch einem Fall übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel einen Anteil. Grundsätzlich berechnet sich die Höhe der Kosten aus der Art und Anzahl der Veeners, dem Behandlungsaufwand sowie den Laborkosten und kann daher von Fall zu Fall unterschiedlich ausfallen. Die Kosten für ein Keramik-Veneer können sich zwischen 650 und 1250 Euro bewegen, je nachdem ob die Zahnärztin oder der Zahnarzt dieses individuell anfertigt oder durch ein Pressverfahren herstellt. Dazu kommen Kosten für weitere Leistungen, wie etwa das Zahnarzthonorar, den Abdruck, das Provisorium und das Einkleben der Schalen. Non-Prep-Veneers aus einer Keramikmasse sind mit 580 bis 850 Euro ein wenig günstiger und herkömmliche Kunststoff-Veneers (Prep-Veneers) sind häufig schon für unter 500 Euro zu haben. Eine Behandlung mit Keramik-Veneers liegt also ungefähr bei 1100 bis 1800 Euro, kann aber auch teurer werden.

Da die Zahnärztin oder der Zahnarzt die Veneers für jede Patientin und jeden Patienten individuell anfertigt, ist eine exakte Kostenschätzung schwer durchführbar. Attestiert die Zahnärztin oder der Zahnarzt eine medizinisch-notwendige Behandlung, etwa bei durch einen Unfall zerstörten Zähnen im Frontzahnbereich, kann ein Teil der Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Für nähere Auskünfte bezüglich Behandlungsmöglichkeiten und einen genauen Kostenvoranschlag, wenden Sie sich am besten direkt an die behandelnde Zahnärztin oder Zahnarzt.

Die R+V übernimmt im Rahmen der Tarife Zahn für medizinisch notwendige Behandlungen die Kosten für Veneers. Eine kosmetisch-ästhetische Versorgung mit Veneers ist nicht versichert. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gerne an unsere Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der R+V.

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