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Gefahrenquelle Haushalt

Nirgendwo passieren mehr Unglücke als im Haushalt. Gefahren entstehen hier oft durch Leichtsinnigkeit. Wer kennt es nicht: Mal eben schnell die Glühbirne in der Deckenlampe austauschen – eigentlich müssten wir dafür die Leiter holen. Ach was, der Hocker tut es doch auch, oder? Weit gefehlt! Stürze wegen waghalsiger Balanceakte auf wackligem Mobiliar sind die Hauptursache für Brüche, Prellungen oder gar schlimmere Verletzungen bei Haushaltsunfällen.

Die Statistik zeigt es

Wenn die Rede von schweren Unfällen ist, denken die meisten Menschen an Verkehrsunfälle. Diese Assoziation ist jedoch falsch: Statistisch gesehen ist es viel wahrscheinlicher, zu Hause zu stürzen, einen Stromschlag durch Unachtsamkeit zu bekommen, sich eine Schnittwunde oder aber eine Verbrennung zuzuziehen. Leider gilt diese erhöhte Wahrscheinlichkeit auch für Unfälle mit Todesfolge.

Wussten Sie?

Im Jahr 2015 starben 3.459 Menschen durch einen Verkehrsunfall. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind im Zeitraum 2010-2015 in Deutschland durchschnittlich rund 8.300 Menschen bei einem Haushaltsunfall pro Jahr verstorben.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Zu Hause in den eigenen vier Wänden fühlt man sich sicher. Was viele Menschen vergessen: Durch eine kleine Unachtsamkeit kann man sich gerade dort ziemlich schwer verletzen. Da kann es schon reichen, dass Gegenstände auf dem Boden liegen und man deshalb unglücklich stürzt. Besonders oft passiert das mit Kinderspielsachen. Apropos Kinder: Wenn die Kleinen anfangen auf Entdeckungsreise zu gehen, heißt es, die Wohnung krabbelsicher machen. Zuerst sollten Sie alle Steckdosen mit einer Kindersicherung versehen. Vor dem Umgang mit Strom seien aber auch vermeintliche Profi-Heimwerker gewarnt. Nicht umsonst gibt es den Beruf des Elektrikers. Holen Sie sich im Zweifel immer Hilfe von einem Fachmann.

Schutz für die Kleinen

Gesichert sollten auch Treppen für Krabbelkinder sein. Dafür gibt es praktische Treppenschutzgitter, die leicht montiert werden können. Vorsicht ist auch bei Chemikalien und Medikamenten geboten: Die oftmals bunten Verpackungen von Waschpulver, Putzmitteln und Spülmaschinentabs sowie die bunten Pillen aus der Hausapotheke wirken auf Kleinkinder oft besonders anziehend. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie diese Dinge im Haushalt so aufbewahren, dass Kinder nicht damit in Berührung kommen.

Die meisten Unfälle passieren in der Küche

Die Küche ist der Ort in einem Haus oder einer Wohnung, in dem die meisten Haushaltsunfälle passieren. Schnittwunden, Verbrennungen oder Verbrühungen sind schnell geschehen. Auch für Kinder birgt die Küche eine Menge Gefahren. Beim Kochen mit Kindern gilt deshalb: nur unter Aufsicht eines Erwachsenen.

Erste Hilfe ist entscheidend

Niemand kann seinen Haushalt vollkommen sicher machen. Es kann immer mal etwas passieren. Und weil das so ist, ist es extrem wichtig, für den Notfall zu Hause gut ausgestattet zu sein. Das fängt natürlich bei Vorsichtsmaßnahmen an, zu denen auch die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder gehören. Es geht damit weiter, dass jeder Haushalt an einem zentralen Ort einen gut ausgestatteten Erste-Hilfe-Kasten haben sollte.

Unser Tipp:

Bewahren Sie den Erste-Hilfe-Kasten so auf, dass er im Notfall schnell greifbar ist. Der Aufbewahrungsort sollte kühl und trocken sein, und Sie sollten den Inhalt regelmäßig auf dessen Verfallsdatum prüfen.

Mit dem Vorhandensein eines Erste-Hilfe-Kastens ist es aber nicht getan. Jeder sollte die wesentlichen Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen, um in einer Notfallsituation reagieren zu können. Denn es sind die ersten Minuten nach einem Unfall, die oft entscheidend sind, bis der Notarzt vor Ort ist.

Erste-Hilfe-Kurs regelmäßig auffrischen

Wann haben Sie Ihren letzten Erste-Hilfe-Kurs absolviert? Laut Statistik liegt bei 80 Prozent der Bundesbürger der zuletzt besuchte Kurs 15 Jahre zurück. Experten raten jedoch dazu, den Erste-Hilfe-Kurs alle zwei bis drei Jahre aufzufrischen. Im Zweifel kann das Wissen, das Ihnen in diesem Kurs vermittelt wird, das Leben eines Familienmitglieds retten.

Wussten Sie, dass es spezielle Erste-Hilfe-Kurse für die Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern gibt? Wenn Sie Nachwuchs erwarten oder bereits kleine Kinder zur Familie gehören, ist das in jedem Fall überlegenswert.

Bei den Johannitern können Sie zum Beispiel eine Postleitzahlsuche für solch einen Kurs durchführen.

Hinterlegen Sie dort, wo Sie den Erste-Hilfe-Kasten aufbewahren, alle wichtigen Notrufnummern:

  • Feuerwehr und Rettungsdienst:
    112
  • Polizei:
    110
  • Giftzentrale in Bonn:
    0228 19240

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Unfälle: Kein Schutz zu Hause und in der Freizeit

Autor/in

C. Hartmann

Jan. 2017

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