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Woran lässt sich ein guter Arzt erkennen und wie finde ich diesen?

Internet, Branchenbuch, Empfehlungen von Bekannten – die Suche nach einem geeigneten Arzt kann unterschiedlich verlaufen und unter Umständen ziemlich aufwendig sein. Fachlich ausgezeichnet, freundlich und in höchstem Maße vertrauenswürdig soll der Mediziner sein. Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten auf, wie Sie Ihre Arztsuche erfolgreich angehen können.

Arztsuche online

Die Recherche nach einem guten Arzt im Internet stellt den Suchenden vor eine große Herausforderung. Durch die Vielzahl an Internetseiten und Internetportalen sollte der Nutzer die Suche deshalb differenziert und kritisch angehen. Eine fundierte und verlässliche Quelle für die Online-Suche bei der Arztwahl ist beispielsweise die Bundesärztekammer. Hier werden Interessenten je nach Wohnort bzw. dem dazugehörigen Bundesland durch das Menü navigiert, um so passende Ärzte in Ihrer Nähe zu finden.

Auch der Verband der privaten Krankenversicherung bietet für die Suche nach einem Allgemeinmediziner, einem Facharzt oder Spezialisten mit der Arzt-Suchmaschine einen besonderen Service. Auf die gleiche Weise finden Arztsuchende auch das passende Krankenhaus. Und mit der kostenlosen App von R+V sogar den richtigen Arzt im Ausland.

Optimieren Sie Ihren Gesundheitsschutz

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bieten nur eine Grundversorgung. Beispielsweise für Zahnersatz oder Unterbringung im Ein- und Zweibettzimmer müssen Sie einen Großteil oder sogar alle Kosten selbst tragen.

Mit den R+V-Krankenzusatzversicherungen können Sie diese Kosten deutlich reduzieren und sich eine bessere medizinische Versorgung leisten.

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Gerne steht Ihnen unser Ansprechpartner vor Ort in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

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Arzt-Bewertungsportale umstritten

Im Internet sind auch private Gesundheitsportale zu finden. Dazu zählen beispielsweise jameda und sanego, die als sogenannte „Arztbewertungsportale“ nicht nur Auskunft geben, sondern auch Bewertungen zu einzelnen Medizinern beinhalten und als erster Anhaltspunkt dienen können.

Zudem veröffentlichen sie Patientenmeinungen zu den Ärzten. Diese Bewertungen können eine zusätzliche Hilfe bei der Arztwahl liefern und als Orientierung dienen. Sie sind aber nicht unumstritten, da die einzelnen Aussagen nicht nachprüfbar sind und damit nicht seriös sein können.

Persönliche Empfehlungen bei der Arztwahl

Wer sich bei der Arztsuche nicht durchs Netz klicken möchte, dem können oft auch Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis bei der Suche nach einem passenden Mediziner nützlich sein. Fragen Sie in ihrem persönlichen Umfeld nach – häufig findet sich dort eine Person mit einem ähnlichen Krankheitsbild, die erfolgreich behandelt wurde und sich gleichzeitig gut aufgehoben fühlte.

Klassische Arztsuche im Branchenbuch

Alternativ lässt sich auch in Branchenbüchern wie den „Gelben Seiten“ nach einem Arzt suchen. Unter der Rubrik „Ärzte“ sowie der jeweiligen Spezialisierung finden Sie Praxen in Ihrer Nähe.

Lassen Sie sich nicht von der Größe der Anzeige beeindrucken und scheuen Sie sich nicht, direkt in einigen Praxen anzurufen. Auch hierbei erhalten Sie bereits einen Eindruck von Erreichbarkeit, Service und Freundlichkeit.

Unser Tipp

Achten Sie bei der Arztsuche auf mögliche Zusatzqualifikationen! Häufig stellen diese ein erstes Qualitätsmerkmal des Arztes dar. Dazu zählen etwa eine Ausbildung zum Osteopathen, Chiropraktiker oder Schmerztherapeuten.

Der Ärzte-Check

Eine Behandlung ist umso Erfolg versprechender, je genauer Sie sich an die Therapievorschläge des Arztes halten. Dieses Vertrauen setzt aber voraus, dass der Arzt Sie als gleichberechtigten Partner im Einsatz für die Gesundheit wahrnimmt. Der Arzt sollte Ihnen seine Therapievorschläge verständlich erklären und bei allen Schritten der Behandlung auf Ihre Wünsche als Patient Rücksicht nehmen. Zudem sollte die Praxis gut organisiert sein und der Patient nicht zu lange warten müssen.

Checkliste: Merkmale einer guten Arztpraxis

  • Können Sie die Arztpraxis gut telefonisch erreichen?
  • Erhalten Sie einen zeitnahen Termin und müssen am Behandlungstag nicht lange warten, bis Sie aufgerufen werden?
  • Treten Arzt und Praxispersonal freundlich auf und achten Ihre Privatsphäre?
  • Wie steht es mit dem Hygienefaktor?
  • Sind die Räumlichkeiten ansprechend und die Ausstattung der Praxis gut?

Checkliste: Merkmale eines guten Behandlungsgesprächs

  • Erkundigt sich der Arzt ausführlich nach Ihren Beschwerden und bisherigen Behandlungsversuchen, bevor er eine Diagnose stellt?
  • Erklärt der behandelnde Arzt Ihnen seine Diagnose mit Worten, die auch der Laie versteht?
  • Stimmt der Arzt alle Schritte der Behandlung mit Ihnen ab?
  • Ermutigt der Arzt Sie, Fragen zur Diagnose und Behandlung zu stellen?
  • Gibt der Arzt Ihnen bei wichtigen Informationen schriftliches Info-Material mit und kann Ihnen Adressen von Beratungseinrichtungen nennen?
  • Akzeptiert der Arzt es, wenn Sie eine zweite Meinung einholen wollen?
  • Gewährt der Mediziner Ihnen jederzeit Zugang zu Ihren Patientenunterlagen?
  • Nimmt der Arzt Ihre Beschwerden ernst, die trotz seiner Behandlung bestehen bleiben und erklärt Ihnen alternative Behandlungsmethoden?

Gut vorbereitet zum Arzt

Kommen Sie mit Ihren Beschwerden zum ersten Mal zu einem Arzt, wird dieser zunächst ein Anamnese-Gespräch durchführen. Es handelt sich dabei um eine systematische Befragung, die die aktuellen Beschwerden, die gesundheitliche Vorgeschichte, besondere Dispositionen (wie z. B. Allergien), die Lebensumstände sowie das genetische Risiko erfasst. Diese Informationen werden benötigt, um eine möglichst genaue Diagnose stellen zu können.

Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass Sie sich gut auf die Anamnese vorbereiten. Denn je genauer Ihre Aussagen sind, desto besser kann der Arzt Ihre Beschwerden beurteilen.

Um welche Krankheit handelt es sich? Die Anamnese kann dem Arzt oft weiterhelfen.

Typische Fragen des Arztes

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl typischer Fragen, die ein Mediziner während der Anamnese stellen könnte.

  • Welche Beschwerden haben Sie?
  • Wenn Sie Schmerzen haben, wo treten diese auf?
  • Strahlen die Schmerzen aus? Wenn ja, wohin?
  • Wie lang haben Sie die Beschwerden schon?
  • Wann und bei welcher Gelegenheit traten die Beschwerden zum ersten Mal auf?
  • Wann treten die Beschwerden mittlerweile auf?
  • Wann werden die Beschwerden schlimmer, wann werden sie besser?
  • Gab oder gibt es in Ihrer Familie ähnliche Beschwerden?
  • Haben Sie Röntgenbilder oder andere Untersuchungsergebnisse (z. B. eine Computertomographie)?
  • Welche Therapien wurden bislang durchgeführt und welche Medikamente nehmen Sie?
  • Trat oder tritt durch die bisherige Behandlung eine Verbesserung ein?
  • Welche ernsthaften oder ähnlichen Vorerkrankungen hatten Sie?
  • Sind Sie schon einmal operiert worden?
  • Gibt es weitere Anzeichen dafür, dass es Ihnen insgesamt nicht gut geht?
  • Welche Belastung bringen Ihr Beruf und Ihr Privatleben momentan mit sich?

Unser Tipp

Am besten notieren Sie sich die Antworten auf diese Fragen bereits vor dem Arztbesuch stichpunktartig. So können Sie sicher sein, im Gespräch mit ihrem Arzt nichts zu vergessen. Vor allem die Namen von eingenommenen Medikamenten sollten Sie sich aufschreiben. Legen Sie sich zudem eventuell benötigte Röntgenaufnahmen, soweit vorhanden, für den Tag des Arztbesuches bereit.

Checkliste: Typische Fragen des Arztes

Verlauf des Arzt-Gesprächs

Nach der Anamnese erklärt der Arzt den möglichen Grund für Ihre Beschwerden. Falls die Ausführungen nicht verständlich sind, fragen Sie nach! Das gleiche gilt auch für Therapievorschläge oder weitere Untersuchungsmethoden. Nur wenn Sie nachvollziehen können, welche Maßnahmen Ihnen von Ihrem Arzt vorgeschlagen werden, können Sie diese beurteilen.

Unsere Empfehlung

Fragen Sie bei Unverständlichkeiten so lange nach, bis Sie die Aussagen des Arztes verstanden haben!

Ihr Plus: Gewisse Extras

Hochwertiger Zahnersatz, Sehhilfen oder Heilpraktikerbehandlungen? Informieren Sie sich über Leistungen, die keine Wünsche offenlassen. Die Krankenzusatzversicherungen von R+V.

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Mögliche Fragen für Sie als Patient

Medizinische Informationen sammeln

Da die Krankheit Sie und Ihr Leben beeinflusst, ist es oft sehr hilfreich, sich bereits vor dem Arztbesuch über Ihre Beschwerden oder das Krankheitsbild zu informieren. Kleinere Erkrankungen wie eine Erkältung erfordern keine intensive Recherche. Insbesondere jedoch bei chronischen Krankheiten oder stark beeinträchtigenden Beschwerden kann es hilfreich sein, sich medizinisch weiterzubilden.

Eine sehr gute Informationsquelle finden Sie im Internet unter www.patienten-information.de – einem Gemeinschaftsprojekt der Bundesärztekammer (BÄK) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Auch die 1996 gegründete unabhängige „Stiftung Gesundheit“ stellt eine seriöse Recherchequelle dar.

Wenn Sie Informationen zu bestimmten Medikamenten suchen, werden Sie beim Verband der privaten Krankenversicherung in der Arzneimittel-Datenbank fündig. Wenn Sie eine Beratung wünschen, ist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ein möglicher Ansprechpartner.

Aufgepasst!

Bleiben Sie bei einer fachbezogenen Recherche und lassen Sie sich nicht in Foren locken. Hier finden Sie häufig sehr lückenhafte Beschreibungen von Krankheitsbildern, die Sie verunsichern könnten.

Pfeifen Sie auf lange Wartezeiten!


Nutzen Sie als Mitglied der R+V BKK den Arzt-Terminservice. Auf diesem Wege vermeiden Sie lange Wartezeiten beim Facharzt und können Ihre notwendige Behandlung zeitnah starten. Der Arzt-Terminservice der R+V BKK organisiert umgehend und kostenlos einen zeitnahen Termin.

Rufen Sie dazu einfach gebührenfrei unter 0800-42-65-44-6 an. Der Arzt-Terminservice ist montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr erreichbar. Oder nutzen Sie den Online-Service.

Nach dem Arzt-Termin: Wenn die Rechnung kommt ...

Grundlage für die Abrechnung bei Patienten ist die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Wenn Sie die Rechnung Ihres Arztes überprüfen möchten, können Sie die GOÄ dafür nutzen. Wenn Sie dann noch offene Fragen haben, sollten Sie diese zunächst mit Ihrem Arzt besprechen. Kann dieser Sie nicht ausreichend aufklären, sollten Sie sich an Ihre Krankenversicherung wenden.

Unser Tipp

Nutzen Sie als Kunde der R+V Krankenversicherung zum Einreichen Ihrer Belege unsere komfortable R+V-Scan App. Damit können Sie Ihre Arztrechnungen, Rezepte und Belege für Heil- und Hilfsmittel direkt per Smartphone einreichen. Sie müssen die Unterlagen dann nicht zusätzlich per Post schicken – bitte bewahren Sie aber die Originale 24 Monate lang auf, nachdem Sie unsere Erstattung erhalten haben.

Autor/in

C. Hartmann

Feb. 2018

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