1. Schäden vorbeugen

Was versteht man unter "Skimming"?

Mit dem Fremdwort "Skimming" wird das Ausspähen von sensiblen Daten der Bank- oder Kreditkarte bezeichnet. Dazu werden falsche Kartenlesegeräte hergestellt und an einem Geldautomaten oder dem Türöffner von Bankenfoyers angebracht. Zunehmend sind von dieser Methode auch Karten-Terminals im Handel, Tankautomaten sowie Fahrkartenautomaten der Bahn betroffen.

Der manipulierte Kartenleser nimmt die Daten des Magnetstreifens unbemerkt auf. Der Bedienungsvorgang am Automaten läuft dabei ganz normal ab. Mit den erbeuteten Informationen können dann Kartenduplikate hergestellt werden. Über eine präparierte Tastatur oder eine kleine Kamera wird zusätzlich die PIN ausspioniert. Die Skimming-Täter heben dann mit den duplizierten Karten problemlos Geld vom Konto des Opfers ab.
Das ist jedoch nur im außereuropäischen Ausland möglich, denn: In Europa garantiert seit 2011 der EMV-Chip in der Bank- /Kreditkarte einen besseren Sicherheitsstandard und Kopierschutz.

Wer nicht allzu oft verreist, kann zur Sicherheit den Verfügungsrahmen für das Ausland sperren bzw. begrenzen lassen. Individuelle Möglichkeiten und weitere Informationen können dazu beim kartenausgebenden Institut angefragt werden.

Skimming am Bankautomaten erkennen

Um einen manipulierten Bankautomaten zu erkennen, kann es helfen, Transaktionen immer in der gleichen Bankfiliale durchzuführen. Skimming und Veränderungen an Geräten fallen an bekannten Geräten schneller auf. Bei Auffälligkeiten wie zusätzlichen Leisten, Klebstoffspuren oder überstehenden sowie lockeren Teilen sollte man keine Karte einführen. Um die Stabilität zu prüfen, kann man an den Lesegeräten auch etwas rütteln. Wer über mehrere Karten verfügt, sollte unterschiedliche Karten für den Türöffner und die Transaktion verwenden. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn Zutrittslesegeräte die Eingabe der PIN erfordern.

Es kann auch etwas fehlen: der Sichtschutz an der Tastatur des Automaten zum Beispiel. Am besten verständigt man in diesen Fällen direkt das Geldinstitut und die Polizei. Achtsamkeit im Umgang mit Automaten sollte die Regel sein. Die Skimming-Gefahr besteht nämlich auch an Zapfsäulen- sowie Fahrkartenautomaten oder Kontoauszugsdruckern.

Bankkarte vor Skimming schützen

Generell sollte man seine Bank-/Kreditkarte nie aus der Hand geben. In Geschäften oder Restaurants kann man darauf bestehen, die Zahlung selbst am Gerät vorzunehmen. Bei der Eingabe der PIN ist es grundsätzlich besser, die Tasten mit einer Hand oder dem Geldbeutel zu verdecken – in der Bank, wie an der Tankstelle oder in Geschäften. Zusätzlich ist der Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden wichtig. Halten sich andere nicht daran, weist man sie ausdrücklich darauf hin.

Richtiges Verhalten bei Skimming

Ist es doch zu Skimming gekommen, entdeckt man den Betrug meist erst auf dem Kontoauszug. Es ist daher ratsam, den Kontostand regelmäßig zu überprüfen, um gleich handeln zu können. Auch wenn es sich nur um einen Verdacht handelt, sollte man die Karte sicherheitshalber direkt sperren lassen. Das geht einfach bei der eigenen Bank oder über den Sperr-Notruf 116 116. Zusätzlich ist die Polizei von dem Skimming-Verdacht und den unberechtigten Abbuchungen zu informieren.

Autor/in

K. Kudric

Dez. 2012

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