15Jun2026 Vertrieb

    R+V-Sorgenfresser-Familienfest in Wiesbaden

    Man muss immer funktionieren, der Kopf macht nie Pause: Viele Mütter und Väter leiden unter dem alltäglichen „Gedankenkreiseln“. Beim großen R+V-Sorgenfresser-Familienfest am Sonntag im Wiesbadener Schlachthof gaben Prominente wie die Mental Load-Expertin Laura Fröhlich und der Psychologe Lukas Klaschinski wertvolle Impulse, wie Eltern besser mit Stress und mentaler Belastung umgehen. Kinder und Jugendliche konnten sich bei einem bunten Mitmach- und Erlebnisprogramm austoben. Bei schönem Sonntagswetter kamen über den Tag hinweg rund 6.500 Besucherinnen und Besucher. Am Nachmittag versammelten sich dann viele Familien vor der großen Bühne, als Tim Bendzko mit Songs wie „Nur noch kurz die Welt retten“ für Festivalstimmung sorgte.

    Familien eine Auszeit vom Alltag bieten und ihnen beim Umgang mit dem alltäglichen Dauer-Spagat zwischen „Kinder organisieren“ und „im Job funktionieren“ helfen: Das war das Ziel des R+V-Sorgenfresser-Familienfestes. „Wir wollten das Tabuthema der mentalen Belastung offen ansprechen, damit man seine ‘Mental Load’ und seine Ängste nicht für sich behält, sondern sie teilt und aktiv angeht“, sagt Michael Hein-Beuting, Gruppenleiter Marke und Media bei der R+V Versicherung: „Denn gemeinsam werden Sorgen leichter.“ 

    Gemeinsam werden Sorgen leichter.“
    Michael Hein-Beuting
    Gruppenleiter Marke und Media bei der R+V Versicherung
    Vier von fünf Familien leiden unter Mental Load

    Wie wichtig das ist, zeigt eine repräsentative Studie der Versicherung. Danach fühlen sich 80 Prozent der Familien in Deutschland mental belastet. Der Psychologe Lukas Klaschinski betonte in seinem „Hör auf zu funktionieren“-Vortrag, dass man im Familienalltag Gefühle ernst nehmen und nicht nur Aufgaben abarbeiten sollte.“ Sonst kann es sein, dass wir immer wieder über eigene Grenzen gehen, bis hin zu Burnout oder Depression.“ Auch Mental Load-Expertin Laura Fröhlich betonte, dass es nicht allein entscheidend ist, wer etwas auf Aufforderung erledigt, sondern wer es im Blick behalten muss. „Frauen geraten oft in diese Falle, dass andere denken: Du bist doch dafür zuständig, alles schön zu machen, mir zuzuhören, ständig auf mich einzugehen.”

    Drei Tipps von Laura Fröhlich gegen das „Gedankenkreiseln im Kopf“
    • Gemeinsame Aufgabenliste. Die regelmäßigen Aufgaben aufschreiben und die Verantwortung dafür in der Familie verteilen. ‘Du machst immer die Schulthemen, ich den Einkauf’. 
    • Zeitinseln suchen, um etwas für sich selbst zu tun und runterzukommen. Dazu kann auch die Bereitschaft gehören, manchmal etwas wegzulassen.
    • Kinder einbeziehen. Sie sollten Raum für ihre Sorgen bekommen, aber auch mehr Verantwortung im Alltag übernehmen. Eigentlich sind Kinder nämlich sehr willige ‘Teammitglieder’.
    Wir wollen, dass Menschen mutig in die Zukunft gehen. Dafür war das hier ein sehr gutes Forum.“
    Sascha Eschmann
    von Nur Mut

    Gut besucht waren am Sonntag auch die Vorträge im Kesselhaus, beispielsweise von dem Mutmacher Marcel Friederich und Ann Lang vom Jane Goodall Institut. Auch die Vorträge von Sinem Kumar zu mentalem Gleichgewicht und Sascha Eschmann zu Zukunftsimpulsen für Jugendliche fanden viel Anklang, ebenso wie die Veranstaltungen mit Workshop-Charakter. Bei der DLRG ging es um „Krisen meistern wie Profis“, bei Tina Ochs und Valentina Riehle um Achtsamkeit und Entlastung. Viel Andrang herrschte auch an verschiedenen Informationsständen von Organisationen und Initiativen aus der Region. „Wir wollen, dass Menschen mutig in die Zukunft gehen. Dafür war das hier ein sehr gutes Forum“, sagt Sascha Eschmann von Nur Mut. 

     

    Familien sprechen offen über ihre Sorgen und Wünsche

    Wie wichtig Gespräche und ein offener Austausch sind, zeigte auch die Talkrunde mit Moderatorin Bärbel Schäfer, Laura Fröhlich und zwei Familien. Die alleinerziehende Mutter Sarah Niggemann-Grey gibt tiefe Einblicke in ihre Situation: „Es gibt so Momente, da geht nichts mehr, da ist einfach Schicht im Schacht, aber ich muss ja funktionieren.” Familie Braun erzählte, wie ihr Sohn in der Schulzeit ausgegrenzt wurde: „Auch für ihn als Rollstuhlfahrer wären viel mehr Dinge möglich gewesen, aber er wurde einfach nicht gefragt und eingeladen. Das schmerzt”, sagt Vater Alexander. Beide Familien sind Teil einer 15-minütigen Interview-Dokumentation, die einen authentischen Einblick in die Lebenssituationen und ganz persönliche Schicksalsschläge gibt. Abrufbar ist der Film auf gedankenkreisel.ruv.de

    Auf andere Gedanken kommen und mal entspannen – auch das war ein Ziel des Sommerfestes. Mit Kinderzirkus, Hüpfburg, Ballonkünstlern, Torwandschießen, Vertrauensparcours, Rollstuhlbasketball und vielen Aktionen bot das R+V-Sommerfest jede Menge Spaß und Aktivitäten. „Meinen Sohn hat der Ehrgeiz gepackt, er will unbedingt alle Stationen besuchen”, sagte eine begeisterte Mutter. Denn wer genügend Stempel gesammelt hatte, durfte einen der begehrten Plüsch-Sorgenfresser mit nach Hause nehmen.

    „Noch 148 Mails checken“: Diese Liedzeile von Tim Bendzko könnte mit Blick auf Mental Load entstanden sein. Mitsingen konnte sie fast jeder, als der Künstler seine Songs auf der Schlachthof-Hauptbühne präsentierte. Auch die Kinder – viele davon auf den Schultern ihrer Papas – gingen begeistert mit, während sie ihre heliumgefüllten Sorgenfresser-Ballons und Plüschfiguren in die Höhe hielten. Nach dem gut besuchten Auftakt sind bereits weitere Sorgenfresser-Familienfeste mit verändertem Programm geplant. Infos zu den verschiedenen Tour-Stationen gibt es unter familienfest.ruv.de

    Kontakt für die Medien

    Inge Neudahm

    Pressesprecherin Kunden & Vertrieb

    0611 533-4034

    inge.neudahm@ruv.de