04Jun2024 Bauen, Wohnen & Technik

    Schimmel im Keller: Was ist versichert?

    Schimmelpilze finden in feuchten Kellern ideale Bedingungen. Sie befallen Kellerwände genauso wie Möbel, Vorräte oder Kleidung. Ob die Hausratversicherung für die Schimmelschäden aufkommt, hängt von der Ursache ab. Darauf weist das Infocenter der R+V Versicherung hin.

    Überschwemmungen, zu hohe Luftfeuchtigkeit, marodes Mauerwerk: Die Gründe für feuchte Keller sind vielfältig. Doch längere Feuchtigkeit zieht nicht nur die Bausubstanz in Mitleidenschaft, sie kann auch elektrische Geräte, Mobiliar, Vorräte und andere „Kellerschätze“ unbrauchbar machen. „Schimmelschäden werden oft erst bemerkt, wenn nicht mehr viel zu retten ist“, sagt Hausratexpertin Christine Gilles von der R+V Versicherung. 

     

    Folgeschäden können versichert sein

    Ob eine Versicherung für diese Schäden an Gegenständen im Keller aufkommt, hängt von der Ursache ab. Wichtig ist dabei, ob die Ursache im Versicherungsvertrag eingeschlossen ist. „Dann gilt der Schutz auch für Folgeschäden“, sagt R+V-Expertin Gilles. Ein Beispiel: Die Hausratversicherung deckt Schäden durch Leitungswasser ab. Doch ein Haarriss in der Leitung zeigt sich oft erst später – etwa weil die Stelle durch Regale verdeckt wird. Bildet sich deswegen später Schimmel an den gelagerten Gegenständen, deckt die Hausratversicherung dies in der Regel ab. Anders sieht es aus, wenn die Wände durch gestiegenes Grundwasser oder Regen feucht werden. „Wenn sich dadurch Schimmel am Inventar bildet, greift die Hausratversicherung nicht“, erklärt Gilles.

     

    Weitere Tipps des R+V-Infocenters:

     

    • Überschwemmung und Rückstau durch Witterungsniederschläge gehören zu den Elementarschäden. Diese können in vielen Versicherungspolicen zusätzlich abgesichert werden.
    • Eine solche Police gilt dann auch für den Hausrat in Kellerräumen.
    • Hohe Luftfeuchtigkeit und kühle Umgebungstemperatur im Keller begünstigen das Wachstum von Schimmelpilzen. In den Sommermonaten sollte der Keller möglichst früh am Morgen gelüftet werden, nur dann ist die Außenluft trockener.
    Kontakt für die Medien

    Gesa Fritz

    Pressesprecherin Kfz- und Sachversicherungen, Rückversicherung, Verbraucherthemen, Studie „Die Ängste der Deutschen“

    0611 533-52284

    gesa.fritz@ruv.de

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