Warm, aber gefährlich: Winterjacke beim Autofahren erhöht Verletzungsgefahr

Wiesbaden, 17.01.2018:

R+V-Infocenter. Bei eiskalten Temperaturen ans Steuer setzen: Da lassen viele Autofahrer einfach ihre dick gefütterte Winterjacke an. So frieren sie nicht – aber die Verletzungsgefahr bei einem Unfall steigt, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Funktion des Sicherheitsgurts eingeschränkt

Der Grund: Dicke Daunenjacken können die lebensrettende Funktion des Sicherheitsgurts einschränken. „Der Gurt liegt durch den dicken Stoff nicht richtig am Körper an. Er wirkt zunächst auf die Kleidung und erst danach auf den Körper. Dadurch wird der Körper bei einem Unfall später abgebremst – die Verletzungen können schwerer ausfallen“, sagt Karl Walter, Kfz-Experte beim R+V-Infocenter. Zudem ist der Stoff der Jacken oft sehr glatt, der Gurt kann verrutschen.

Der Experte rät deshalb, dicke Jacken vor der Autofahrt auszuziehen. „Das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder im Kindersitz.“ Wem das zu kalt ist, kann auf Fleecejacken oder andere dünnere Modelle ausweichen.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters

  • Eine dicke Jacke schränkt auch die Bewegungsfreiheit des Fahrers ein – und damit unter Umständen auch die Reaktionsschnelligkeit.
  • Absolut tabu ist, die Jacke während der Fahrt auszuziehen und sich dafür abzuschnallen. Besser ist es, kurz anzuhalten.
  • Autofahrer sollten auch auf dick gefütterte Winterhandschuhe und Fäustlinge verzichten. Eine Alternative sind dünne Lederhandschuhe.

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