Sicher in den Winterurlaub: Skier in der Dachbox festzurren

Wiesbaden, 03.01.2013: R+V-Infocenter: Auf zulässige Dachlast achten - Zusätzliche Ladung verändert das Fahrverhalten des Autos

Skier, Snowboard, Stiefel und warme Skikleidung: Wer in den Winterurlaub startet, benötigt viel Platz für sperriges Gepäck. Eine Dachbox bietet zusätzlichen Raum - ist in manchen Fällen aber auch ein Sicherheitsrisiko. "Gerade billigere Modelle halten Gefahrensituationen wie unerwarteten Bremsmanövern oder einem Aufprall nicht immer Stand", erklärt Karl Walter, Kfz-Experte beim R+V-Infocenter. Reisende sollten ihre Ski deshalb unbedingt in der Dachbox mit Spanngurten fixieren. "Die scharfen Kanten können sonst die Kunststoffwand durchstoßen und auf die Straße oder vorrausfahrende Autos fliegen - die Unfallgefahr ist enorm."

Generell gehören in die Dachbox sperrige, aber leichte Gegenstände wie Skier, Snowboards oder Ski-Bekleidung. Eine zusammengerollte Decke, ein Styroporblock oder der Skianzug in der Spitze der Dachbox können bei einer Vollbremsung oder einem Auffahrunfall als Puffer wirken. Damit das Auto sicher auf der Straße liegt, muss die Ladung im und auf dem Fahrzeug möglichst gleichmäßig verteilt sein. Auf keinen Fall darf die Dachbox samt Inhalt die zulässige Dachlast des Fahrzeugs überschreiten. Sie steht in der Bedienungsanleitung des Autos und beträgt je nach Fahrzeugtyp üblicherweise zwischen 50 und 100 Kilogramm.

Um das Sicherheitsrisiko zu begrenzen, ist neben der richtigen Beladung auch eine sorgfältige Montage wichtig. Fehlerhaft befestigte Boxen verwandeln sich rasch in lebensgefährliche Geschosse, warnt der R+V-Experte. Er empfiehlt Autofahrern deshalb, die Dachbox ganz in Ruhe anzubringen und nicht erst in der Hektik kurz vor der Abfahrt. Dabei ist es wichtig, zu dem Fahrzeug passende und solide Träger zu verwenden. Die Anleitung des Herstellers sollten Skiurlauber genau befolgen und auf eine korrekte Verbindung zum Dach achten. Regelmäßige Kontrollen von Verschraubungen und Halterung sorgen für zusätzliche Sicherheit vor Fahrtantritt und bei jeder Pause, so Walter vom R+V Infocenter.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:

  • Längerer Bremsweg, verlangsamte Beschleunigung: Autofahrer müssen unbedingt beachten, dass sich durch die zusätzliche Last das Fahrverhalten ihres Wagens verändert.
  • Wer noch nie mit einer Dachbox gefahren ist, sollte zur Eingewöhnung eine kleine Testfahrt und Bremsproben machen zum Beispiel auf einem leeren Parkplatz.
  • Da sich das Fahrzeug in Kurven stärker zur Seite neigt, wird Ausweichen schwieriger. Verkehrsexperten empfehlen, mit der zusätzlichen Last nicht schneller als 130 Stundenkilometer zu fahren.

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