12. Mai ist "Tag der Pflege"

Wiesbaden, 10.05.2016:

R+V: Fünf Fakten zu Frauen und häuslicher Pflege

Mehr als 2,5 Millionen Pflegebedürftige gibt es aktuell in Deutschland – mit steigender Tendenz. Rund zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Und auch die häusliche Pflege von Angehörigen übernehmen großenteils Frauen. Hier kommen fünf Fakten zur Pflegesituation:

Fakt 1: Häusliche Pflege ist weiblich

Die „typische Pflegende“ ist 61 Jahre alt, verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder, ist nicht berufstätig und pflegt länger als drei Jahre. Dies zeigt die Studie „Weil Zukunft Pflege braucht“ der R+V Versicherung auf Grundlage von zwei repräsentativen Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Fakt 2: Häusliche Pflege kostet Zeit und dauert lang

Mehr als die Hälfte der Frauen, die zu Hause Angehörige pflegen, ist damit drei Stunden und mehr beschäftigt. Pflege ist damit fast ein „Halbtagsjob“, so die R+V-Studie. Auch dauert Pflege häufig länger, als viele vermuten: Weitaus die meisten Frauen versorgen ihre Angehörigen seit mehr als einem Jahr – jede Zweite pflegt länger als drei Jahre und jede Zehnte sogar länger als zehn Jahre.

Fakt 3: Häusliche Pflege geht auf Kosten der Karriere

Beruf und Pflege – das lässt sich nur schwer vereinbaren. Lediglich 42 Prozent der Frauen, die Angehörige pflegen, sind überhaupt berufstätig, vorwiegend in Teilzeit. Laut R+V-Studie reduziert die Mehrheit von ihnen (52%) zudem durch die Pflegesituation ihre Arbeitszeit oder gestaltet sie flexibler.

Fakt 4: Häusliche Pflege belastet die Partnerschaft

Pflege belastet auch die Partnerschaft, berichten 40 Prozent der pflegenden Frauen. Der Druck steigt mit der Schwere des Pflegefalls und mit den Jahren, so die R+V-Studie: 25 Prozent der Frauen, die erst seit einigen Monaten einen Angehörigen versorgen, klagen über Beziehungsprobleme – und 44 Prozent derjenigen, die schon drei Jahre oder länger pflegen.

Fakt 5: Häusliche Pflege zehrt an den Kräften

Rund die Hälfte aller Frauen zwischen 50 und 59 fürchtet, dass die Pflege irgendwann körperlich oder psychisch zu viel für sie wird. Und diese Angst nimmt mit dem Alter weiter zu, so die R+V-Studie: Ab 70 Jahren fürchten 78 Prozent der pflegenden Frauen eine körperliche und 68 Prozent eine psychische Überforderung.

Die R+V-Studie „Weil Zukunft Pflege braucht“ erschien Ende 2012 auf Basis von zwei Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach. Sie steht zum Download unter www.freiraum-fuers-leben.de und unter www.ruv.de im Pressebereich bereit.

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