Aktuelle Ergebnisse: Die Zahlen im Überblick

    Grafiken veranschaulichen die Sorgen der Deutschen 2026 und ordnen diese ein.

    Düsterer Blick auf die Wirtschaft 

    Wirtschaftlicher Pessimismus bestimmt 2026 die Ängste der Deutschen. Die mit Abstand größte Angst in diesem Jahr: Insgesamt 59 Prozent der Befragten fürchten, dass ihr Geld dauerhaft nicht zum Leben reicht (Platz 1) – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig fürchtet mehr als die Hälfte der Bevölkerung, dass die Steuern erhöht oder Leistungen gekürzt werden. Düster der Blick auf die Wirtschaft: Die Furcht vor einer Rezession ist um 10 Prozentpunkte gestiegen – und damit stärker als jede andere Angst.

     

    Die größte Angst: weiter steigende Preise

    Tanken, Wohnen, der wöchentliche Einkauf – alles wird teurer. Entsprechend viele Menschen (59 Prozent) fürchten steigende Lebenshaltungskosten. Im Westen und bei Frauen ist diese Angst besonders deutlich ausgeprägt. 

     

    Angst vor Steuererhöhungen oder Leistungskürzungen

    Für die Finanzierung von Sozialversicherungen, Verteidigung und Infrastruktur will der Staat viel Geld in die Hand nehmen. In dieser Situation steigt die Angst vor Steuererhöhungen oder Leistungskürzungen auf 53 Prozent – Platz 2 der aktuellen Studie.

    Angst vor Konflikten durch Zuwanderung

    Die Zuwanderung nach Deutschland nimmt ab, trotzdem zählen die Migrationssorgen zu den Top Ten der Ängste-Studie. Die Furcht vor einer Überforderung des Staates durch Geflüchtete landet auf Platz 3. Auf Platz 7 rangiert die Befürchtung, dass es durch den Zuzug ausländischer Menschen zu Spannungen kommt. Beide Sorgen sind im Osten größer als im Westen.

    Angst vor Rezession steigt deutlich

    Bemerkenswert: Die Angst vor einer Rezession springt um 10 Prozentpunkte nach oben – der stärkste Anstieg einer Sorge in diesem Jahr. Mehr als die Hälfte der Deutschen fürchten sich vor einer schlechteren Wirtschaftslage, 2025 waren es noch 41 Prozent.

    Angst vor unbezahlbarem Wohnen

    Knapper Wohnraum, hohe Preise und viel Konkurrenz bei der Wohnungssuche: Jeder zweite Befragte fürchtet, dass Wohnen unbezahlbar wird (Platz 5). Bei Frauen ist diese Angst stärker ausgeprägt als bei Männern. 

    Vertrauensverlust in die Politik

    Traditionell trauen die Deutschen ihren Politikerinnen und Politikern wenig zu. 2026 zeigt sich ein weiterer deutlicher Vertrauensverlust. Fast jeder zweite Deutsche fürchtet, dass die Politikerinnen und Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind. Damit steigt die Angst innerhalb eines Jahres kräftig an. Besonders gering ist das Vertrauen weiterhin im Osten. 

    Schlechte Schulnoten für Politikerinnen und Politiker

    Miserabel sind die Schulnoten, die die Menschen der Regierung und der Opposition für ihre Arbeit geben. Der Notendurchschnitt liegt bei 4,1 (2025: 3,8). Noch schlechter waren die Noten zuletzt 2018, damals war Angela Merkel an der Regierung. 

    Angst vor autoritären Herrschern und vor der Politik von Trump

    Eine nachgeordnete Rolle bei den Ängsten der Deutschen spielt dieses Jahr der Blick auf die Weltpolitik: 45 Prozent der Befragten fürchten, dass die Politik von Donald Trump die Welt gefährlicher macht (Platz 8). Die Angst, dass weltweit autoritäre Herrscher immer mächtiger werden, liegt bei 41 Prozent (Platz 10). Beide Ängste sind bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern. 

    Angst vor politischem Extremismus

    Die Angst vor Extremismus bleibt im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert: 2026 liegt sie bei 41 Prozent. Doch welches politische Spektrum haben die Deutschen dabei im Hinterkopf? Auf Nachfrage zeigt sich folgende Gewichtung: Mit 45 Prozent haben die meisten Befragten Angst vor islamistischem Extremismus. Rechtsextremismus ängstigt 43 Prozent und vor Linksextremismus fürchten sich lediglich 7 Prozent.

    Die zehn größten Ängste 2026

    Wirtschaftlicher Pessimismus und politische Skepsis bestimmen 2026 die Ängste der Deutschen. Am meisten fürchten sich die Menschen vor steigenden Lebenshaltungskosten. Mehr als die Hälfte der Deutschen hat Angst vor Steuererhöhungen oder Leistungskürzungen. Die erste gesellschaftspolitische Sorge belegt Platz 3 im Ranking. Auf Platz 4 liegt die Furcht vor einer Rezession. 52 Prozent der Befragten fürchten, dass der Staat durch die Zahl der Geflüchteten überfordert ist. Neu in den Top Ten: Die Angst vor politischem Extremismus. 

    Ranking 2026 – Plätze 11 bis 25

    Der Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert an – die Furcht, Deutschland könnte zur Kriegspartei werden, fällt derweil auf 34 Prozent. Immer neue Manipulationsmöglichkeiten durch Künstliche Intelligenz: Jeder dritte Deutsche fürchtet die Folgen von KI. Die Furcht, Opfer einer Straftat zu werden, ist 2026 die geringste Sorge der Deutschen.

    Der Angstindex – der Durchschnitt aller Ängste

    Die gesamte Stimmung auf dem Tiefpunkt? Regiert die „German Angst“? Der Durchschnitt aller abgefragten Ängste zeigt etwas anderes: Er beläuft sich aktuell auf 38 Prozent. Damit liegt das Angstniveau insgesamt nur 2 Prozentpunkte höher als im bisher sorgenärmsten Jahr 2021. Und deutlich unter dem Spitzenwert von 52 Prozent im Jahr 2016.

    Angst, im Alter pflegebedürftig zu werden

    Die Gesellschaft altert, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. 41 Prozent der Deutschen fürchten, dass sie im Alter auf Pflege angewiesen sind. 

    Angst vor Spaltung der Gesellschaft 

    Nimmt die Spaltung der Gesellschaft zu und entstehen daraus Konflikte? Das fürchten 37 Prozent der Deutschen.

    Welche Art gesellschaftlicher Spaltung ist gemeint?

    Große Angst vor einer gesellschaftlichen Spaltung haben 37 Prozent der Deutschen. Doch welche Form der Spaltung meinen sie? Auf Nachfrage zeigt sich: 75 Prozent fürchten eine Spaltung zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. 59 Prozent bereitet eine Trennung zwischen Arm und Reich große Sorgen. Das dritte dominierende Spaltungsthema ist mit 54 Prozent die Haltung zu demokratischen Werten. Eine Spaltung zwischen Ost und West ängstigt nur 26 Prozent der Befragten.

    Angst vor Terroranschlägen

    Die Angst vor terroristischen Anschlägen geht 2026 weiter zurück. Sie liegt mit 34 Prozent auf Platz 15 der aktuellen Studie. 

    Kriegsangst nimmt ab

    Der Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert an. Die Furcht, Deutschland könnte zur Kriegspartei werden, geht auf 34 Prozent zurück. Besonders groß ist diese Sorge im Osten Deutschlands und bei Frauen.

    Geringe Angst vor Arbeitslosigkeit

    Nach einer Entspannung am Arbeitsmarkt steigt die Arbeitslosenquote 2026 weiter an. Gleichzeitig wächst die Furcht vor einem Anstieg der bundesweiten Arbeitslosenzahlen. Um den eigenen Job bangen nur 20 Prozent. Diese Sorge geht sogar zurück.

    Umweltängste gehen zurück

    Rekordhitze bereits im Juni, Niedrigwasser in den Flüssen, Ernteausfälle in der Landwirtschaft und heftige Waldbrände: Trotzdem geht die Angst vor dem Klimawandel zurück (30 Prozent; 2025: 36 Prozent). Noch geringer ist die Furcht vor Naturkatastrophen. Sie fällt um 9 Prozentpunkte auf 27 Prozent (2025: 36 Prozent), das ist der stärkste Rückgang einer Angst in diesem Jahr. Auffällig ist hier der Unterschied zwischen Männern und Frauen: Bei beiden Umweltthemen geben deutlich mehr Frauen an, dass sie große Angst haben. 

    Die Top-Ängste im Ost-West-Vergleich

    Ein Blick auf die zehn größten Ängste zeigt: Am deutlichsten ist der Unterschied zwischen Ost und West beim Vertrauen in die Politik. Im Osten fürchten entschieden mehr Menschen, dass die Politikerinnen und Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind. Die Befragten im Westen haben hingegen mehr Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten. 

    Die Top-Ängste von Frauen und Männern im Vergleich

    Die steigenden Lebenshaltungskosten sind bedrohlich – da sind sich die meisten Frauen und Männer 2026 einig. Bei Frauen ist diese Angst jedoch acht Prozentpunkte größer als bei Männern. Nur bei einem Thema unter den Top Ten zeigen sich die Männer etwas besorgter: Dass die Politik von ihren Aufgaben überfordert ist.  

    Mit dem Alter steigt die Angst

    Je älter, desto besorgter: Generell steigt die Angst mit den Lebensjahren an. Das zeigt der Durchschnitt aller abgefragten Ängste in den einzelnen Altersgruppen.

    Die Top-Ängste in den Altersgruppen

    Was ist die größte Angst? Steigende Lebenshaltungskosten zählen 2026 bei allen Altersgruppen zu den größten Sorgen. Nur bei den jüngsten Befragten zählt die Furcht vor den Folgen der Politik von US-Präsident Trump zu den Top-Ängsten. Für die Befragten im Alter von 20 bis 39 Jahren steht die Sorge weit oben, dass Wohnraum unbezahlbar wird. Die 40- bis 59-Jährigen bewegt die Angst vor einer Rezession mehr als die anderen Altersgruppen. Eine Sorge, die besonders die Gruppe 60+ umtreibt: Im Alter pflegebedürftig zu werden.