20Mär2006

    Renovieren in der Schwangerschaft kann Gesundheit von Neugeborenen gefährden

    R+V-Infocenter: Höhere Chemikalienkonzentration in der Luft - Allergie- und Asthmarisiko steigen

    Wiesbaden, 20. März 2006. Sobald sich Nachwuchs ankündigt, erwacht bei vielen Eltern der Nestbautrieb: Vor der Geburt wollen sie noch schnell das Kinderzimmer renovieren und neu einrichten. Doch gerade das kann die Gesundheit des Neugeborenen gefährden, warnt das Infocenter der R+V Versicherung in Wiesbaden. Denn bunte Tapeten, frisch gestrichene Wände und nagelneue Teppiche können Stoffe ausdünsten, die das Immunsystem der Kleinen schwächen. Die Folge: Das Risiko, Heuschnupfen oder andere Allergien zu bekommen, steigt umweltmedizinischen Studien zufolge deutlich an.

    Sowohl neue Bodenbeläge und Farben als auch neue Möbel geben dem Umweltbundesamt zufolge oft chemische Stoffe an die Luft ab. Darauf reagieren Babys in den ersten Monaten besonders empfindlich. Wenn sie diese Substanzen einatmen, erhöht sich das Risiko für Heuschnupfen, Neurodermitis, Asthma und Atemwegserkrankungen. Und: Die Ausdünstungen von Farben und Möbeln können Untersuchungen zufolge auch schon negative Auswirkungen auf das Immunsystem der ungeborenen Kinder haben, wenn die Mutter während der Schwangerschaft selbst renoviert oder sich lange in frisch gestrichenen oder renovierten Räumen aufhält. Dies ist möglicherweise die Ursache für spätere Erkrankungen des Kindes.
    Erst ein Jahr nach der Geburt renovieren
    Schwangere Frauen sollten deswegen besser nicht zu Farben, Pinsel und Tapeten greifen. So lässt sich das Risiko für Allergien, die generell bei immer mehr Kindern auftreten, vermindern. Das Infocenter der R+V Versicherung empfiehlt, frühestens ein Jahr nach der Geburt das Kinderzimmer zu verschönern. Wer die Renovierung während der Schwangerschaft nicht vermeiden kann, sollte unbedingt gut lüften, damit die Schadstoffe schneller aus den frisch gestrichenen Räumen abziehen. Weitere Möglichkeit: sich gezielt über die Inhaltsstoffe informieren und auf Biofarben oder andere schadstoffarme Materialien zurückgreifen.