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    Auf dem Weg in die Public Cloud – Google zu Gast bei der R+V

    Die IT Conference „Talks4Nerds“ hat regelmäßig externe Speaker zu Gast, um den Blick über den Tellerrand zu richten: Am 25. November beschäftigte sich die 25. Veranstaltung mit der Google Cloud.

    Gastbeitrag von Nadine Göbel und Celine Göbbels

    Talks4Nerds
    Willkommen zur 25. Talks4Nerds

    Neben lokalen Rechenzentren und Serverräumen ist auch Cloud heute im Unternehmenskontext nicht mehr wegzudenken. Auch die R+V nutzt bereits seit fünf Jahren eine on-premises Cloud und setzt immer mehr auch auf Public Cloud-Lösungen. Darum ging es am 25. November auf der Talks4Nerds, der IT Conference der R+V: Zu Gast war der Cloud-Provider Google mit zwei Speakern zur Google Cloud. Gleichzeitig konnten die knapp 300 Teilnehmenden mehr über die Reise der DZ BANK hin zum Cloud Hyperscaler Google sowie damit einhergehende Herausforderungen erfahren. 

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    Talk von Axel Panten
    “Public Cloud first – aber nicht Public Cloud only” – Axel Panten, IT-Bereichsleiter und Schirmherr der Talks4Nerds

    Die R+V ist in Sachen Cloud nicht unerfahren, im Gegenteil: Mit der RUV Cloud hat sie zunächst eine eigene Lösung aufgebaut. Aber jetzt gehe es darum, sukzessive den Sprung in die Public Cloud zu meistern, erklärt der IT-Bereichsleiter Axel Panten in seiner Keynote. So bieten große Hyperscaler wie Google nicht nur modernste Cloud-Funktionalitäten, sondern sie stellen ihre IT-Infrastruktur in einem hochstandardisierten und hochautomatisierten Prozess zur Verfügung. Das bringt Schnelligkeit und Flexibilität, um auf Marktveränderungen reagieren und Angebote an Kundenbedürfnisse individuell anpassen zu können. Herausfordernd seien allerdings die regulatorischen und datenschutzrechtlichen Anforderungen. „Letztlich müssen daher Public Cloud-Lösungen so in unsere Infrastruktur integriert werden, dass wir als Versicherer sie sicher und ordnungsgemäß nutzen können.“

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    Talk von Sven Mundschenk
    Google bei der R+V – Sven Mundschenk und Corinna Ludwig, beide Customer Engineer bei Google Cloud

    Zwei Speaker kamen von Internet-Giganten Google: Gastredner Sven Mundschenk gab einen Blick hinter die Kulissen. So ist Googles Rezept für Innovation zum einen die Technik, aber vor allem auch die Unternehmenskultur – auch genannt das „googley mindset“ oder auch die „googleyness“. Ein wesentlicher Aspekt hiervon ist beispielsweise „Fail Fast“ und damit die Offenheit, Fehler zu machen, zu scheitern und daraus zu lernen. 

    Zudem gab der Berater für die Genossenschaftliche Finanzgruppe den Zuhörern einen Einblick, wie Google Unternehmen mit der Google Cloud unterstützen kann. So stellt der Provider eine Vielzahl von Services bereit, die Unternehmen sich nach dem „Baumarkt Prinzip“ zusammenstellen können – das Unternehmen bucht immer jeweils die Komponenten, die es benötigt.
     

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    Talk von Corinna Ludwig

    Anschließend sprach Svens Kollegin Corinna Ludwig, über Machine Learning in der Google Cloud.  Sie ist überzeugt: Auch die Versicherungswelt kann mit Hilfe von Cloud-Lösungen und KI-Modellen schneller werden, etwa bei der Klassifizierung von Kfz-Schäden. So können in der Google Cloud speziell trainierte KI-Modelle bereitgestellt werden, die helfen, auf hochgeladenen Fotos KFZ-Schäden zu bewerten und Kostenschätzungen abzuleiten. Als weiteres Beispiel nannte Corinna eine App, die Leberflecken scannt und den Gang zum Arzt empfehlen kann. Darüber hinaus gibt es Machine Learning-Modelle, die konkrete Versicherungs-Produktempfehlungen für Kunden ableiten oder Underwriting-Prozesse automatisieren und verbessern.

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    Talk von Miki Mustapic
    „Es war ein Kulturschock“ – Miki Mustapic, Gruppenleiter IT-Betrieb & Product Owner Google Cloud Platform, berichtet vom Weg der DZ BANK in die Google Cloud

    Dass der Weg in die Cloud zwar zukunftsweisend, aber auch steinig ist – das weiß die DZ BANK aus eigener Erfahrung. Über Hindernisse und Stolperfallen berichtete Miki Mustapic von der DZ BANK. "Es war ein Kulturschock, die Daten herauszugeben und zu verstehen, dass sie nicht weg sind", gibt Miki zu bedenken. 

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    Die Speaker Sven Mundschenk, Corinna Ludwig und Miki Mustapic (v.l.n.r)

    Seinen Talk veranschaulichte er anhand des ersten Google Use Case „Harissa“ (Highly Available Risk Service Architecture). Dabei handelt es sich um ein modernes Handelsrisikosystem, das die DZ BANK komplett Microservice-basierend in der Google Cloud aufgebaut hat. Insgesamt lautet sein Appell an die 300 Teilnehmenden der Talks4Nerds: "Seid bereit, Dinge zu verändern."

    Du hast auch Lust, bei Talks4Nerds dabei zu sein? Über Meetup können auch externe Gäste an unserer IT Conference teilnehmen!

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