Auch Diebe lieben Kunst: Sammler sollten ihre wertvollen Schätze gut absichern

Wiesbaden, 26.10.2017:

R+V-Infocenter. Ob Erbstück oder Geldanlage in Zeiten des Niedrigzinses: Immer mehr private Kunstliebhaber schmücken ihre Wohnungen mit wertvollen Gemälden oder Skulpturen. Doch wenn sie bei einem Einbruch gestohlen werden, ersetzt die normale Hausratversicherung oft nur einen Teil des Wertes, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Jeder dritte Deutsche fürchtet Diebstahl und Einbruch

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 hat über 150.000 Einbruchsfälle erfasst. Da ist es kein Wunder, dass laut einer R+V-Studie jeder dritte Deutsche große Angst davor hat, Opfer eines Diebstahls oder Einbruchs zu werden. Weit oben auf der „Wunschliste“ von Einbrechern stehen dabei Kunstgegenstände. Für ihre Besitzer ist der Diebstahl jedoch unter Umständen doppelt bitter. Zum einen bekommen sie die wertvollen Stücke meistens nicht zurück – die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen lag 2016 insgesamt bei knapp 17 Prozent. Zum anderen bleiben sie oft auf dem finanziellen Schaden sitzen. „Eine klassische Hausratversicherung sichert Gemälde, Zeichnungen, Grafiken oder Skulpturen nicht ausreichend ab“, sagt Ursula Schaumburg-Terner, Kunstexpertin beim R+V-Infocenter. „Nur eine spezielle Kunstversicherung übernimmt den Schaden komplett, etwa auch bei sogenanntem einfachen Diebstahl, wenn die Diebe beispielsweise durch die offene Terrassentür in die Wohnung gelangen oder Gäste bei einer Party ein Bild mitgehen lassen.“

Wert der Kunstwerke dokumentieren

Grundsätzlich empfiehlt die R+V-Expertin, Kunstgegenstände genau zu dokumentieren. „Am besten ist ein Gutachten als Nachweis für den Wert geeignet.“ Aber auch Rechnungen, Fotos, Maßangaben und detaillierte Beschreibungen helfen, wenn es tatsächlich zu einem Diebstahl kommt. Zudem können die Objekte bei einer Datenbank für gestohlene Kunstgegenstände gemeldet werden. Dies erhöht die Chance, dass die Besitzer sie wiederbekommen.

Um es Langfingern so schwer wie möglich zu machen, können Kunstbesitzer auch Bewegungsmelder oder Scheinwerfer im Außenbereich oder eine Alarmanlage installieren. Zusatzschlösser, Querriegel, Sicherheitsglas, Rollgitter und Gittertüren können Einbrüche ebenfalls erschweren.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters

  • Die „Allgefahrendeckung“ einer Kunstversicherung schließt nahezu alle Schäden ein – auch beispielsweise durch Feuer, Wasser oder Sachbeschädigung. Eine normale Hausratversicherung entschädigt Kunstgegenstände hingegen oft nur bis zu einer gewissen Höhe und unter gewissen Bedingungen.
  • Wertgegenstände sind während längerer Abwesenheiten in einem Tresor zu Hause oder einem Bankschließfach gut aufgehoben.
  • Keine Fotos auf Sozialen Medien veröffentlichen, auf denen die Kunstwerke im Haus zu sehen sind – auch das kann Einbrecher anlocken.

Kontakt für die Medien:

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