Vorsicht an der Haustür: Trickdiebstahl ist nicht versichert

Wiesbaden, 22.10.2012:

R+V-Infocenter: Fremde vor der Tür warten lassen - Wertsachen sicher aufbewahren

Mehr als jeder vierte Deutsche hat Angst davor, auf einen Betrüger hereinzufallen. Das zeigt die aktuelle Studie "Die Ängste der Deutschen" des Infocenters der R+V Versicherung. Dafür gibt es gute Gründe: Trickdiebe gehen immer raffinierter vor, um an Geld und Wertsachen zu gelangen - und richten nachhaltigen Schaden an. "Wer einen Dieb in gutem Glauben in die Wohnung lässt, bekommt den Verlust von der Versicherung meist nicht ersetzt", warnt Michael Urban, Schadenexperte beim Infocenter der R+V Versicherung.

Beliebte Maschen der Gauner: Eine nette junge Frau bittet um ein Glas Wasser, ein gepflegter Mann fragt nach Stift und Papier, um dem Nachbarn eine Nachricht zu hinterlassen, ein vermeintlicher Mitarbeiter der Stadtwerke prüft den Stromzähler. Dadurch lenken sie die Bewohner ab, während ein Komplize unbemerkt die Wohnung durchsucht. Nach dem "Besuch" sind Bargeld und Wertsachen weg - und das ist meist nicht versichert. "Trickdiebstahl gilt als sogenannter einfacher Diebstahl, und der ist normalerweise nicht über die Hausratversicherung abgedeckt. Denn das Opfer hat die Tür selbst geöffnet und keinen ‚erkennbaren Widerstand’ geleistet", erklärt R+V-Experte Michael Urban. Anders sieht es bei Raub oder gewaltsamem Einbruch aus: In solchen Fällen ersetzt die Hausratversicherung die Wertsachen.

Hilfsbereit - aber vorsichtig

Vor allem ältere Menschen, die alleine wohnen, sind das Ziel von Trickbetrügern. R+V-Experte Urban rät, Fremde nicht in die Wohnung zu lassen. "Natürlich sollte jeder Menschen in Notsituationen helfen. Aber im Zweifelsfall ist es besser, Unbekannte erst einmal vor der geschlossenen Tür warten zu lassen oder einen Nachbarn dazu zu holen."

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:

  • Von vermeintlichen Amtspersonen immer den Dienstausweis zeigen lassen. Wer unsicher ist, sollte lieber telefonisch bei der entsprechenden Behörde nachfragen. Gas-, Strom- und Wasserableser kündigen sich zudem in der Regel schriftlich an.
  • Wer keinen Handwerker bestellt hat, sollte keinen in die Wohnung lassen.
  • Wertsachen in einem Schließfach bei der Bank oder einem versteckten Tresor deponieren, größere Bargeldbeträge nicht zu Hause lagern.
  • Schlüssel nicht direkt neben der Tür aufbewahren. Diebe könnten sie heimlich mitnehmen und später einfach die Tür aufschließen.
  • Über die neuesten Tricks der Betrüger informieren auch die Beratungsstellen der Polizei und die Internetseite www.polizeiberatung.de

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