Ergebnisse nach Bundesländern

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Die Ängste der Deutschen 2017: Die Bundesländer im Vergleich

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Die Deutschen sind insgesamt etwas optimistischer geworden. Obwohl die aktuellen Sicherheitsprobleme den Bürgern nach wie vor große Sorgen bereiten, ist die Angst in den meisten Bundesländern gesunken. Am deutlichsten hat sich die Stimmung in Hessen aufgehellt. Um ganze 16 Prozentpunkte ist hier die Angst gesunken – der Spitzenwert. Damit rückt Sachsen-Anhalt in diesem Jahr wieder auf Platz eins der ängstlichsten Bundesländer, gefolgt von Thüringen und Bayern. Besonders sorgenfrei sind einmal mehr die Berliner. In der Hauptstadt ist das Angstniveau gegenüber dem Vorjahr jetzt sogar noch weiter zurückgegangen.



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Baden-Württemberg (Platz 12)

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  • Die Stimmung in Baden-Württemberg hat sich so deutlich verbessert wie in kaum einem anderen Bundesland. Das durchschnittliche Angstniveau ist um 14 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Der Grund: Alle Ängste sind gegenüber dem Vorjahr gesunken – das ist deutschlandweit einzigartig. Nur die Berliner blicken insgesamt noch optimistischer in die Zukunft.
  • Bemerkenswert: Nur noch knapp jeder zweite Baden-Württemberger hat Angst vor Spannungen durch den weiteren Zuzug von Ausländern (minus 21 Prozentpunkte auf 49 Prozent). Das ist der niedrigste Wert in Vergleich aller Bundesländer – und deutlich weniger als der Bundesdurchschnitt (61 Prozent).
  • „Grüne“ Themen sind wichtig im Ländle: Auf Platz zwei steht die Sorge um Schadstoffe in Nahrungsmitteln. Nur in Rheinland-Pfalz/Saarland und in Thüringen ist diese Angst auch so weit vorn im Ranking.


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Bayern (Platz 3)

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  • Bayern ist das ängstlichste Bundesland im Westen. Und gleich drei Themen lösen in Süddeutschland so starke Ängste aus wie in keinem anderen Bundesland: Spannungen durch den weiteren Zuzug von Ausländern (76 Prozent), Überforderung von Bürgern und Behörden durch Asylbewerber (69 Prozent) und hohe Kosten durch die EU-Schuldenkrise (67 Prozent).
  • Überdurchschnittlich hoch ist in Bayern auch die Angst vor Terroranschlägen (79 Prozent). Nur die Sachsen sind mit 81 Prozent bei diesem Thema noch besorgter.
  • Mit Abstand am deutlichsten zugenommen hat in Bayern die Angst vor Naturkatastrophen (plus 12 Prozentpunkte auf 62 Prozent). Nur in Nordrhein-Westfalen ist diese Sorge noch etwas größer (63 Prozent).


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Berlin (Platz 13)

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  • In Berlin leben wie im vergangenen Jahr die optimistischsten Deutschen. Das Angstniveau ist sogar noch weiter zurückgegangen (minus 9 Prozentpunkte auf 36 Prozent).
  • Auffällig ist, dass die Berliner bei drei Top-10-Themen entspannter in die Zukunft blicken als alle anderen Deutschen: 56 Prozent der Hauptstadtbewohner haben Angst vor Terrorismus (Bundesdurchschnitt: 71 Prozent), 47 Prozent befürchten, dass die Schuldenkrise für den deutschen Steuerzahler teuer wird (Bundesdurchschnitt: 58 Prozent) und 39 Prozent haben Angst vor Naturkatastrophen (Bundesdurchschnitt: 56 Prozent).
  • Obwohl die Sorge um Spannungen durch den weiteren Zuzug von Ausländern nachgelassen hat (minus 7 Prozentpunkte), führt sie das Angstranking in Berlin an. Nur in Mecklenburg- Vorpommern steht diese Sorge ebenfalls auf Rang eins.


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Brandenburg (Platz 10)

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  • Die Stimmung in Brandenburg hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr so sehr aufgehellt wie in kaum einem anderen Bundesland (minus 14 Prozentpunkte).
  • Am stärksten zurückgegangen ist die Sorge, dass die große Zahl der Asylbewerber Bürger und Behörden überfordern könnte (minus 21 Prozentpunkte). Mit 61 Prozent ist sie aber nach wie vor groß. Deutlich zurückgegangen ist auch die Angst vor politischem Extremismus und vor Spannungen durch den weiteren Zuzug von Ausländern (beide minus 19 Prozentpunkte).
  • Lediglich die Furcht vor Naturkatastrophen ist gestiegen (plus 9 Prozentpunkte). Mehr als jeder zweite Brandenburger befürchtet, dass Hagel-Unwetter, Stürme und Überschwemmungen in Zukunft immer häufiger auftreten.


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Hessen (Platz 8)

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  • Die Hessen haben den größten Sprung gemacht: Vom ängstlichsten Bundesland im vergangenen Jahr sind sie jetzt im Ländervergleich ins Mittelfeld gerückt (minus 16 Prozentpunkte auf 44 Prozent, Rang acht).
  • Nur vor Naturkatastrophen fürchten sich die Hessen mehr als im Vorjahr (plus 10 Prozentpunkte auf 51 Prozent). Alle anderen Sorgen sind zum Teil sehr deutlich gesunken, darunter die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten (minus 20 Prozentpunkte) und vor der Überforderung von Bürgern und Behörden durch Flüchtlinge (minus 19 Prozentpunkte).
  • Wie in nahezu jedem anderen Bundesland führt Terrorismus die Angstskala an. Dann folgt in Hessen schon die Sorge, dass die EU-Schuldenkrise teuer für den deutschen Steuerzahler wird. Rang drei belegt die Angst, im Alter ein Pflegefall zu werden. Dieses persönliche Thema ist nur in zwei weiteren Regionen unter den Top-3-Ängsten (Schleswig-Holstein/ Hamburg und Niedersachsen/Bremen).


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Mecklenburg-Vorpommern (Platz 4)

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  • Bemerkenswert: In keinem anderen Bundesland ist die Angst vor Terrorismus so sehr zurückgegangen wie in Mecklenburg-Vorpommern (minus 14 Prozentpunkte auf 67 Prozent). So belegt diese Angst hier auch nur Rang drei, während sie in allen anderen Bundesländern auf den Plätzen eins oder zwei liegt.
  • So sprunghaft gestiegen wie in keinem anderen Bundesland ist dagegen die Angst vor Naturkatastrophen (plus 22 Prozentpunkte auf 60 Prozent).
  • Rang zwei belegt im Nordosten die Sorge, dass die Schuldenkrise für den deutschen Steuerzahler teuer wird (67 Prozent) – ein Spitzenwert, den die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern nur mit denen in Bayern und Thüringen teilen.


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Niedersachsen und Bremen (Platz 7)

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  • Niedersachsen/Bremen ist die einzige Region, in der die Stimmung im Vergleich zum Vorjahr unverändert ist.
  • Wie im vergangenen Jahr steht der Terrorismus oben auf der Angstskala (minus 3 Prozentpunkte auf 65 Prozent). Das zweite Jahr in Folge ist die Sorge gewachsen, im Alter pflegebedürftig zu werden – und nimmt jetzt Rang drei ein (plus 8 Prozentpunkte auf 61 Prozent).
  • Flüchtlinge überfordern die Bevölkerung und Behörden? War diese Angst im letzten Jahr noch um 22 Prozentpunkte gestiegen (Rang drei in 2016), sehen die Niedersachsen und Bremer dieses Thema jetzt deutlich gelassener (minus 15 Prozentpunkte, Rang neun).


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Nordrhein-Westfalen (Platz 5)

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  • Wie schon im vergangenen Jahr fürchten sich mehr Bürger in Nordrhein-Westfalen vor Naturkatastrophen (63 Prozent) als anderswo.
  • Die beiden Top-Ängste decken sich mit dem Bundesdurchschnitt, sind aber in Nordrhein-Westfalen ausgeprägter: Terrorismus (76 Prozent, Bundesdurchschnitt: 71 Prozent), politischer Extremismus (71 Prozent, Bundesdurchschnitt: 62 Prozent).
  • Höher als in vielen anderen Bundesländern ist auch die Furcht vor Schadstoffen in Nahrungsmitteln. Sie ist um 5 Prozentpunkte gestiegen und liegt mit 68 Prozent um 10 Prozentpunkte höher als im Bundesdurchschnitt. Deutlich positiver als im Vorjahr schätzen die Bewohner in Nordrhein-Westfalen hingegen die Leistungen der Politiker ein (minus 13 Prozentpunkte auf 58 Prozent).


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Rheinland-Pfalz und Saarland (Platz 9)

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  • Auffällig: Steigende Lebenshaltungskosten befürchten in dieser Region nur 43 Prozent – so positiv sehen die Menschen dieses Thema in keinem anderen Bundesland.
  • Auch um eine Überforderung von Bürgern und Behörden durch Flüchtlinge machen sich die Rheinland-Pfälzer und Saarländer deutschlandweit die wenigsten Sorgen (40 Prozent, Bundesdurchschnitt: 57 Prozent).
  • Doch in keinem anderen Bundesland hat die Angst vor Schadstoffen in Nahrungsmitteln so deutlich zugenommen (plus 11 Prozentpunkte auf 59 Prozent).


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Sachsen (Platz 6)

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  • In Sachsen sind fast alle Top-10-Ängste gestiegen – lediglich die Angst vor Spannungen durch den weiteren Zuzug von Ausländern ist leicht gesunken (minus 6 Prozentpunkte).
  • Deutlich mehr Sachsen als im vergangenen Jahr fürchten sich vor Naturkatastrophen (plus 20 Prozentpunkte auf 56 Prozent).
  • In keinem anderen Bundesland haben die Menschen so große Angst vor Terrorismus (81 Prozent). – und so angstbesetzt ist deutschlandweit kein anderes Thema. Auch die Furcht vor politischem Extremismus (72 Prozent) und vor einem Krieg mit deutscher Beteiligung (60 Prozent) ist in keinem Bundesland so hoch wie in Sachsen.


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Sachsen-Anhalt (Platz 1)

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  • Besonders sorgenvoll: Sachsen-Anhalt hat wieder die erste Position im Angst-Ranking eingenommen. Auffällig ist, dass sich die Menschen bei fast allen Top-10-Ängsten größere Sorgen machen als der Bundesdurchschnitt.
  • Einmalig im Vergleich der Bundesländer: Nur in Sachsen-Anhalt nimmt die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten mit 70 Prozent Rang zwei auf der Angstskala ein. Im Bundesdurchschnitt liegt diese Sorge mit 50 Prozent auf Rang zehn.
  • Zwei persönliche Ängste sind bei den Bürgern in Sachsen-Anhalt so groß wie in keinem anderen Bundesland: die Befürchtung, im Alter pflegebedürftig zu werden (66 Prozent) und die Angst vor einer schweren Krankheit (62 Prozent).


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Schleswig-Holstein und Hamburg (Platz 11)

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  • Die Menschen im hohen Norden blicken nach wie vor positiv in die Zukunft (2017: Platz elf, 2016: Platz zehn).
  • Bei jeder der zehn größten Ängste liegen die Nordlichter unter dem Bundesdurchschnitt. Ein ähnliches Bild zeigt sich nur noch in Berlin und Baden-Württemberg.
  • Bemerkenswert: Gleich bei zwei Ängsten sind die Bewohner von Schleswig-Holstein und Hamburg optimistischer als die Bewohner anderer Bundesländer – und sie liegen damit auffallend deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Vor politischem Extremismus fürchten sich nur 47 Prozent der Menschen (Bundesdurchschnitt: 62 Prozent). Sorgen um Schadstoffe in Nahrungsmitteln machen sich 39 Prozent (Bundesdurchschnitt: 58 Prozent).


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Thüringen (Platz 2)

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  • Thüringen nimmt knapp hinter Sachsen-Anhalt Platz zwei im Angstranking ein.
  • Drei Themen sind hier so angstbesetzt wie in keinem anderen Bundesland: Jeweils 67 Prozent der Bürger befürchten, dass die Schuldenkrise teuer für den deutschen Steuerzahler wird und dass die Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind. Fast drei Viertel der Bürger befürchten Schadstoffe in Nahrungsmitteln. Auch diese Angst ist überdurchschnittlich hoch und nimmt damit sogar Platz zwei im Ranking ein. Nur in zwei weiteren Regionen hat diese Sorge einen ebenso hohen Stellenwert (Rheinland-Pfalz/ Saarland und Baden-Württemberg).
  • Die Befürchtung, dass die Lebenshaltungskosten steigen, ist nur in Sachsen-Anhalt (70 Prozent) noch größer als bei den Menschen in Thüringen (67 Prozent).


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