Machen Sie sich nochmals die wichtigsten Punkte bewusst, bevor Sie richtig loslegen. Und überprüfen Sie abschließend Ihren fertigen Brief.
Direkt ins Ziel!
Welche Absicht verfolgen Sie mit Ihrem Werbebrief? Und erreichen Sie dieses Ziel? Halten Sie sich diese Fragen immer vor Augen, wenn Sie Ihren Brief konzipieren, texten und prüfen.
Herr Maier, Meier oder Mayer
Sind der Name und die Anschrift des Empfängers richtig? Die persönlichen Angaben sind für den Leser das erste Kriterium. Erkennt er sich wieder, liest er weiter. Ansonsten landet Ihr Brief im Altpapier.
Überweisungen bitte an......
Halten Sie den Briefkopf von irrelevanten und unpersönlichen Firmeninformationen frei. Angaben über die Bankverbindung oder den Gerichtsstand machen den Leser skeptisch. Er will Ihnen weder Geld überweisen noch gegen Sie klagen.
Sie sind gemeint!
Sprechen Sie den Leser persönlich und direkt an. Schreiben Sie nicht über sich und Ihre Fähigkeiten. Erzählen Sie dem Leser, welche Vorteile er hat und was er tun soll. Schreiben Sie im Sie-Stil.
Wer? Wieso? Und warum jetzt?
Haben Sie die Leserfragen beantwortet? Sie gehen auf seine Fragen und Bedürfnisse ein und stellen sicher, dass er alles verstanden hat. Ist er sich unklar oder weiß er nicht, was Sie von ihm wollen, hat Ihr Mailing sein Ziel verfehlt.
Das ist Ihre Chance!
Heben Sie die Vorteile und Nutzen Ihres Produktes plakativ hervor. Setzen Sie dazu große Headlines, Einklinker und Hervorhebungen ein. Als "Bildelemente" nimmt sie der Leser zuerst wahr.
Was sagen Sie dazu?
Nehmen Sie den Leser mit. Fragen Sie ihn im Text nach seiner Meinung und gehen Sie darauf ein. Ein Beispiel: "Stimmen Sie mir zu? Gut..." oder "Sie sind sich nicht sicher? Dann kennen Sie noch nicht...". Durch Fragen fühlt sich der Leser verstanden.
4-4-3 - Die goldene Regel!
Strukturieren Sie den Fließtext und gliedern Sie ihn in kurze Absätze. Die optimale Länge eines Absatzes: zwischen vier und sieben Zeilen. Für den Aufbau des gesamten Briefes gilt die 4-4-3 - Regel:
1. Absatz - 4 Zeilen,
2. Absatz - 4 Zeilen,
3. Absatz - 3 Zeilen,
Unterschrift, PS.
Der Letzte ist der Erste!
Das PS ist im Grunde der erste Textabsatz, den der Empfänger liest. Mit seinem Inhalt beschäftigt er sich noch vor dem Fließtext. Nutzen Sie das PS also als Brücke zwischen erstem und zweitem Lesedurchgang. Überzeugen Sie mit Ihrem Hauptnutzen und aktivieren Sie den Leser.
Werfen Sie Ballast ab!
Gehen Sie über Ihren fertigen Text und streichen Sie alle überflüssigen Adjektive, Füllwörter, Klammerinformationen und Nebensätze. Haben Sie Mut und stellen sich bei jedem Wort und jedem Satz die Frage: Braucht der Leser diese Information?
Dies war der letzte Teil unserer Serie "Das 1x1 des Werbebriefs".
Wir hoffen, dass unsere Tipps, Infos und Hinweise für Sie von Nutzen sind und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung.
H. Theuergarten / T. Unger, Dezember 2002
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